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Überzug vs. Unterzug

Diskutiere Überzug vs. Unterzug im Forum Holzrahmenbau / Holztafelbau auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Überzug vs. Unterzug

    Eine Frage an die Statiker:

    Wir planen aus verschiedenen Gründen das Wohnzimmer im Obergeschoss (2 Vollgeschosse mit Flachdach als Terrasse). Ohne jetzt einen konkreten Grundriss im Kopf zu haben, glaube ich nicht recht daran, dass wir im Obergeschoss ohne einen Unter- oder Überzug auskommen werden.

    Ich habe mal mit einigen freeware-Progrämmchen rumgespielt und bin bei einem (Holz-)Unterzug bei 35-40 cm Höhe gelandet. Das ist ja schon fast eine "Wand".

    Da mir eine 40cm Glasschotterschicht auf der Decke vorschwebt, könnte ich einen Überzug (dafür habe ich keine Progrämmchen gefunden) dort natürlich gut unterbringen - oder vielleicht besser zwei.

    Gibt es prinzipielle Unterschiede zwischen Über- und Unterzug? Naiv gedacht ist ein Unterzug statisch zu befürworten, da liegt die Last ja auf einen Balken und hängt nicht nur daran. Aber das ist sicherlich naiv.

    Ein Nachteil vom Überzug könnte in dem konkreten Fall sein, dass er stärker der Witterung ausgesetzt ist.
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  2. Überzug vs. Unterzug

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  3. #2
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    die fragestellung ist so, wie die nach dem wert eines integrals - ohne
    angabe von grenzen

    ob unterzug oder überzug kannst du, wenn die wirklichen varianten näher
    untersucht sind (und versch. qu. vorherbestimmt wurden), nach gusto
    entscheiden. mit der abdichtung hat das wenig zu tun - abgedichtet wird
    sowieso. hoffe ich und zur dämmung sog i nix
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  4. #3
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    Zitat Zitat von mls Beitrag anzeigen
    mit der abdichtung hat das wenig zu tun - abgedichtet wird
    sowieso. hoffe ich und zur dämmung sog i nix
    Naja, eine (leicht schiefe) Ebene ist etwas einfacher abzudichten, als eine Ebene mit 2 Balken drauf. Aber ist nicht wirklich das Entscheidende.

    Nur Mut, was stört dich an der Dämmung? Die Idee, ist eine Dämmung zu haben, auf der man später noch was drauf stellen kann - entweder ein kleines Büro, eine Sauna, ein Whirlpool oder wozu die Bauherrin später Lust aus.

    Alternative wäre PUR oder XPS. Sehe ich jetzt nicht die ganz großen Vorteile. Aber man lernt nicht aus.
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  5. #4

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    Der Überzug muß dann aber auch ringsrum mit den 40 cm Glasschotter "eingepackt" werden, sonst mutiert das Ding zu Kühlrippe mit all den negativen und positiven Efekten ;-)
    Ich stelle mit das auf der Dachfläche dann schön vor, zwei so 40 cm hohe und 1,2m breite "Strukturierungen"
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  6. #5
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von PeterB Beitrag anzeigen
    Der Überzug muß dann aber auch ringsrum mit den 40 cm Glasschotter "eingepackt" werden, sonst mutiert das Ding zu Kühlrippe mit all den negativen und positiven Efekten ;-)
    Ich stelle mit das auf der Dachfläche dann schön vor, zwei so 40 cm hohe und 1,2m breite "Strukturierungen"
    Wieso denn das? Holz hat einem lambda-Wert von .13 - .20. Der Glasschaumschotter einen Wert von .08. Wenn ich jetzt 40 cm Aufbauhöhe nehme und annehme, dass 5 % der Oberfläche durch Holz bedeckt sind, komme ich auf einen kombinierten u-Wert von 5 % * .2/.4 + 95 % * .08/.4 = .215 statt .2 komplett gedämmt. Macht bei 120 m2 Dachfläche also einen Wärmeverlust von 1.8 W/K oder bei 25000 Kh Heizgradstunden sind das dann 45 kWh pro Jahr. Ich möchte sagen, wenn das die entscheidene Kühlrippe an meinem Haus wird, werde ich glücklich sein.
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  7. #6

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    Versteh ich das richtig und ihr wollt 40 cm Glasschaumschotter als Dämmung auf euer Dach packen?

    Is das nicht recht schwer und teuer? Was sagen die Statiker im Forum dazu. Achja der mls sagt nix.
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  8. #7
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    Na 40cm Glasschaumschotter sind etwa 0,75 kN/m2 zusätzliche Dachlast also in der Größenordnung der Schneelast und/oder 20 % der Verkehrslast.

    Kosten: 50 Euro/m2. Hängt stark davon ab, wie stark man verdichten möchte.

    Aber ich bin für bessere Vorschläge offen, wenn man die Nutzung der Dachterrasse für die nächsten 50 Jahre nicht kennt.
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  10. #8

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    OK, wenn es ein Holzüberzug sein soll, dann stimmt die Rechnung wohl.
    Ich stelle mir in diesem Fall aber die "Aufhängung" des Daches etwas schwieriger vor, als bei einem Betonbauwerk, bin aber kein Holzer ;-)
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  11. #9
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    Zitat Zitat von Nutzer des BEFs Beitrag anzeigen
    ... Hängt stark davon ab, wie stark man verdichten möchte....
    Das ist der maßgebende Lastfall.
    Oder wie runiere ich eine Holz-Konstruktion.

    Manche Dinge sind schon so weit weg von der Realität, was soll da als Hinweis kommen - kopfschüttel?
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