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  1. #1
    Bauherr
    Gast

    2 Traufenausführungen, welche ist besser?

    Hallo Dachexperten,

    ich habe hier 2 Detaillöäsungen für die Traufausführung von 2 verschiedenen Dachdeckern.

    Hier erst mal die erste Lösung (siehe Anhang).
    Soweit ich weiß ist das die herkömmliche Lösung.

    Lösung 2 folgt im nächsten Teil, da ich nicht weiß, wie man hier 2 Bilder anhängen kann...

    Bis gleich...
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  2. 2 Traufenausführungen, welche ist besser?

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  3. #2
    Bauherr
    Gast

    Re: 2 Traufenausführungen, welche ist besser?

    Hier die Ausführung 2:

    Dabei hört die Konterlattung eine Reihe weiter oben auf und die Unterspannbahn ist stramm über die Doppellatte gezogen.
    Argument des DD: Traufseitige Stirnseite hat keine störenden(?) Öffnungen und läßt sich glatt hobeln oder mit zusätzlicher vorgestetzter Latte verkleiden. Die Lüftungsgitter der Ausführung 1 würden sowieso nur mit Sägespänen und Dreck verstopfen. Der Lüftungsquerschnitt über der Dopperllatte sei ausreichend für 10 m Sparrenlänge.

    Was halten denn die Experten hier davon?

    Kann die Unterspannbahn nicht im Laufe der Zeit dirchhängen und einen Wassersack bilden?
    Wie genau wird das Rinneisen befestigt ("Luft unter der Bahn)?

    Welche Vor und Nachteile haben die beiden Varianten?

    Gruß
    Tom
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  4. #3

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    variante 2 ist richtig
    allerdings ist das einbauen der rinneneisen auf ne aufgedoppelte dachlatte eh nicht der wahre jakob.
    er soll einen keil einbauen auf dem die unterspannbahn (bauchfrei mit gefälle) überlappt.
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  5. #4
    Bauexpertenforum Avatar von stefan ibold
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    ist beides nicht so prickelnd

    Moin,

    Variante 1:
    Da fehlt die doppelte Latte, da ansonsten der erste Ziegel/Dachstein herunter hängen würde.
    Die Entwässerung hinter der Dachrinne ist zwar regelkonform, aber - was passiert wenn sich da warum auch immer Eiszapfen bilden?
    Dann auch bitte die Unterdeckung über ein Tropfblech führen!

    Variante 2:
    Ich mag es ja pers. lieber, wenn die Entwässerung in die Dachrinne geht.
    Nur muß man dabei wieder auf die notwendigen Belüftungsquerschnitte achten.

    Es gibt Traufenlüftungsprofile z. B. von Klöber, bei denen gleichzeitig ein Kamm integreirt ist, der verhindert, daß Vögel oder andere Tiere, z. B. größere Insekten, eindringen können.
    Leider ist die hp von Klöber im Moment zur auf einem technischen Minimum

    Eine weitere Möglichkeit ist die mit dem Lochblech. Auch hier kann die aufgedoppelte Latte entfallen und eingedrungenes Niederschlagswasser ungehindert austreten während die Lüftungsquerschnitte eingehalten sind.

    Ein Wassersack ist unbedingt zu vermeiden, gerade bei geringeren Dachneigungen.

    Grüße
    stefan ibold

    Wie es nciht bei einem Klöber Lüftungsprofil aussehen sollte, sehen Sie bei dem link und dann das dritte Bild von oben

    http://dachmurks.de/schaden7.html
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  6. #5
    Bauherr
    Gast

    Keilbohle

    Hallo Sepp,
    danke für die Antwort.

    Soll die Keilbohle dann den gesamten Raum unter der Unterspannbahn im Bild 2 ausfüllen?


    Welche Nachteile hat denn die Version 1, das wird doch offenbar sehr oft so ausgeführt?

    Gruß
    Tom
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  7. #6

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    nachteil ist wie schon von ibold erwähnt, dass die folie nicht in die rinne entwässert.
    es gibt auch die möglichkeit die rinne auf der traufschalung zu befestigen (vorsicht vor durchdringen der schrauben)
    ein traufblech einzubauen über diesem die unterspannbahn liegt
    und dann die ziegelhalter als blechfertigteil einzubauen die anfallendes wasser auf der USB durchleiten.
    denke klöber bietet die auch an
    bei http://www.bauder.de findes du details unter technik wie die abschlüsse aussehen können
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  8. #7
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    Re: ist beides nicht so prickelnd

    Original geschrieben von stefan ibold
    ..
    Ich mag es ja pers. lieber, wenn die Entwässerung in die Dachrinne geht.
    Nur muß man dabei wieder auf die notwendigen Belüftungsquerschnitte achten.
    [..]
    Eine weitere Möglichkeit ist die mit dem Lochblech.
    hi stefan,

    eine doppelentwässerung in die dachrinne wär schon schön, aber
    1.
    wie du schreibst: belüftungsquerschnitt?
    belüftungsquerschnitt ist dann normalerweise (vgl. 3.) nur die profilierung der dachpfanne? hmm..
    2.
    lochblech allein ist auch ok - aber wenn die u-bahn drübergezogen wird? dann tritt e. belüftungsproblem auf ..
    3.
    u-bahn unter (bei uns der normalfall) dem lochblech (normal ist eher lattung?) - ausreichende belüftung und eiszapfenbremse..
    dann müsste man für e. doppelentw. die rinne tieferhängen - das geht wohl auch nicht so leicht...
    4.
    keilbohle: muss-bestimmung - oder empfehlung?

    sooo schlecht ist die standardlösung (bauherrn´s "1" - mit doppelter latte) auch ned
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  9. #8
    Bauexpertenforum Avatar von stefan ibold
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    nochmal markus

    Moin,

    Variante 1 ist sicher Gang und Gäbe in einigen Bereichen. Die Bahn MUSS dann aber bitte über ein Tropfblech geführt werden.
    TROTZDEM muß die Hinterlüftung der Eindeckung bleiben.

    Variante 2 ist leider , leider auch häufiger ohne Keilbohle anzutreffen.
    Ein Einlaufblech könnte u. U. diese Aufgabe übernehmen, ist aber nicht so prall.

    Am Besten ist die Variante mit Keilbohle, bei der die Unterspannung/Unterdeckung über ein Einlaufblech in die Dachrinne geführt wird und oberhalb das Lochblech / der Lüftungskamm angeordnet ist.

    Bei dem dritten Bild von oben ist die Tendenz immerhin zu erkennen ( s. meinen link).

    Die Hinterlüftung der Eindeckung:
    Ich will es mal hinter vorgehaltener Hand schreiben.
    Die Forderung nach einem freien Lüftungsquerschnitt von 200 cm²/m stammt aus den Zeiten, bei denen die Unterspannung hinterlüftet worden ist.
    Gem. den Fachregeln ist es allerdings so, daß sich dieser Querschnitt auch für die Belüftung oberhalb der Unterdeckung lediglich bewährt hat, aber keine unbedingte Forderung ist.
    Nur der Abstand von der Oberkante Unterdeckung zur Unterkante Lattung ist mit mindestens 24 mm festgeschrieben.

    Und weil dieser Abstand festgeschrieben ist, deshalb entsprechen Auflattdämmsysteme in meinen Augen nicht den Fachregeln.

    Nur damit es klar ist: die Hinterlüftung ist aus meiner Sicht unbedingt erforderlich, damit der Ziegel/Dachstein ausreichend schnell abtrocknen kann, damit die Lattung keinen Schaden nimmt.

    Grüße
    stefan
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  10. #9

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    Ich find`, bei durchgehender Konterlattung und darüber liegender Keilbohle, ist die Sach`mit dem Lüftungsquerschnitt
    kein Problem ( Lüftungsgitter berücksichtigen ). Nur sollte die U auf einer Tropfkante enden um das eventuelles Wasser nicht
    gerade an den Sparrenkopf oder Schalungskante gelangt.

    Der Vorteil : Sollte sich mal wirklich ein Mannshoher Eiszapfen bilden, wäre das ein Anhaltspunkt für eine beschädigte Eindeckung. Bei U-Bahn in der Rinne, fällt`s wesentlich später auf.
    MfGrüsse
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  11. #10
    Bauherr
    Gast
    Danke für Eure vielen Antworten.

    Für mich als "Fast"-Laie ist es natürlich jetzt schwierig meine Schlüsse daraus zu ziehen.

    Also, die 1 Lösung ist Standard, aber nicht optimal, allerdings auch wieder "ned so schlimm". OK.

    Die 2. Lösung mit Keilbohle, Traufblech und Lüfterprofil/Kamm ist besser (optimal ?)...

    Welcher Lüfterquerschnitt ist denn dabei mindestens erforderlich?
    Konkret: Reicht das Profil des Ziegels, das auch noch mit dem Kamm verengt wird, aus?
    Oder ist dann als Auflage zusätzlich noch so ein Profil-Lochblech notwendig?

    Die größte Sparrenlänge ist bei dem Dach etwas über 10 m.
    Im First werden Creaton Firstanschluß-Lüfterziegel verwendet.

    Gruß
    Tom

    PS: Frage noch an Stefan:
    Warum ist das Einlaufblech/Traufblech als Auflage für die Unterdeckbahn nicht so gut?
    Weil man beim Dachdecken versehentlich "drauflatschen" kann, und es dann verbiegt?
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  12. #11
    Bauexpertenforum Avatar von stefan ibold
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    yepp

    Moin,

    u. a. deswegen.

    Bei 10 m Sparrenlänge nicht zu sehr mit dem Querschnitt geizen. Hier ist Geiz nicht geil

    Grüße
    stefan ibold
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  13. #12
    Bauherr
    Gast

    Re: yepp

    Original geschrieben von stefan ibold
    Bei 10 m Sparrenlänge nicht zu sehr mit dem Querschnitt geizen. Hier ist Geiz nicht geil
    Das hab ich mir schon fast gedacht.

    Geht's denn nicht ein wenig konkreter?

    Woher soll ich denn wissen, wenn der DD vielleicht geizt?
    Bitte nicht falsch verstehen, das soll jetzt keine Unterstellung grundsätzlicher Natur sein.

    Ich bin nur bei Entscheidungen mit einer gewissen Tragweite gerne etwas besser informiert...

    Gruß
    Tom
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  15. #13
    Bauexpertenforum Avatar von stefan ibold
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    als empfehlung

    Moinl,

    braucht´s 2%o der Dachfläche.

    Mithin: 120.000 cm Sparrenlänge x 0,002 = 240 cm² freier Lüftungsquerschnitt.
    Einschränkungen durch die Siebstege, etc. eingerechnet wäre das ein mindestens 30 mm hohes Gitter.

    Aber: das sind nur Empfehlungen, weil - das hat sich bewährt. ( macht aber auch durchaus Sinn, gerade dann, wenn die Neigung flacher ist.)

    So eine ganz 100% Forderung ist das dann aber wie gesagt nicht.

    Ach ja, die Konterlattendicke von 24 mm reicht aus )
    Grüße
    stefan ibold
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  16. #14
    Bauherr
    Gast

    Idee Aha!

    Danke Stefan,
    2 Promille der Dachfläche ist doch eine Aussage, die Hand und Fuß hat!
    Ich werde mal die Ausführung des DD daraufhin überprüfen.

    Gruß
    Tom
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