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Bild: Terrassentüre direkt auf den Beton - Kältebrücke?

Diskutiere Bild: Terrassentüre direkt auf den Beton - Kältebrücke? im Forum Fenster/Türen auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Bild: Terrassentüre direkt auf den Beton - Kältebrücke?

    Hallo,

    unsere Terrassentüren / Fenstertüren (ohne CE-Kennzeichnung, GU weigert sich ausserdem, Lieferschein vorzulegen) sind gem. anhängendem Bild direkt auf der Betonbodenplatte montiert, mit ca. 15 cm Beton im Freien, auf das keine Dämmung mehr kommt, s. Bild. Innen kommt noch der Estrich auf den Boden.

    Darf das so sein?

    Bild 1:


    Zweite Frage zum 2. Bild:

    Geschuldet ist lt. Vertrag ein Markenprofil, UW 1,1. Angesicht des ins Nichts laufenden Schliesszapfen und der fehlenden Innendichtung (links=innen) bzw. umlaufenden Dichtlippe frage ich mich, ob das Ding überhaupt auf diesen Wärmedämmwert kommen kann bzw. winddicht ist - habe in Erinnerung, daß außen Schlagregensicherheit, innen Winddichtigkeit gewährleistet wird.





    Danke für eure Tipps.
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  2. Bild: Terrassentüre direkt auf den Beton - Kältebrücke?

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  3. #2
    Wieland
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    Eine nachträgliche Dämmung im Bereich des Anschlusses der Tür auf Betonboden
    anzubringen dürfte kein Proplem sein, auch eine fachgerechte abdichtung gegen
    Wasser / Spritzwasser dieses Anschluß.
    Die spannende Frage ist allerdings der Kondenswasserablauf der Tür, augenscheinlich
    befindet sich dieser innerhalb des Sockelprofil.
    Wenn dies so ist müsste man nach installieren der Dämmung und der fachgerechten
    Abdichtung, nachträglich Auslaufhülsen im Sockelprofil instalieren.


    Grüße
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  4. #3

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    @ linuxer - Wieland schreibt manchmal (höflich gesagt) Unfug, also bitte mit Vorsicht geniesen.
    Der Kondenswasserablauf ist wie es sich gehört im Rahmenunterstück

    ****

    Ich denke, Dämmung und Winddichtung sind die kleinsten Probleme, die ich auf Bild 1 sehe.
    Ich zähle mal auf, was Sie nicht gesehen haben:
    1) Unterklotzung des Rahmenunterstücks liegt zu weit innen.
    2) Seitliche Abdichtung des Fensters mit Trioplex ausgeführt (an sich i.O.). Am Unterstück fehlt aussen die Abdichtung. Wie sieht innen die Dampfsperre unten aus?
    3) Vertikale Abdichtung des Mauerwerks kann wg. der Dämmung nicht bis aufs Fundament/Keller gezogen werden.
    4) Eine fachgerechte Abdichtung des Mauerwerksüberstands im Rahmen des Vertikalabdichtung wird eine spannende Planungsaufgabe. Ein Geselle auf der Baustelle muss daran scheitern, ohne dass man im das vorwerfen könnte.
    5) Die Ausbildung des Übergangs der Türabdichtung an die Wandabdichtung wird richtig spannend.

    Auf welcher Höhe soll später das fertige Gelände liegen??
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  5. #4
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen

    Ich zähle mal auf, was Sie nicht gesehen haben:
    1) Unterklotzung des Rahmenunterstücks liegt zu weit innen.
    2) Seitliche Abdichtung des Fensters mit Trioplex ausgeführt (an sich i.O.). Am Unterstück fehlt aussen die Abdichtung. Wie sieht innen die Dampfsperre unten aus?
    3) Vertikale Abdichtung des Mauerwerks kann wg. der Dämmung nicht bis aufs Fundament/Keller gezogen werden.
    4) Eine fachgerechte Abdichtung des Mauerwerksüberstands im Rahmen des Vertikalabdichtung wird eine spannende Planungsaufgabe. Ein Geselle auf der Baustelle muss daran scheitern, ohne dass man im das vorwerfen könnte.
    5) Die Ausbildung des Übergangs der Türabdichtung an die Wandabdichtung wird richtig spannend.

    Auf welcher Höhe soll später das fertige Gelände liegen??
    Hallo Herr Dühlmeyer,

    danke für Ihre sehr hilfreichen Hinweise. Trotzdem noch ergänzende Fragen:

    Zu 1: Wirkt sich das aus? Ein Mangel? Muss man das ändern oder reicht es, hier ggf. zu mindern?

    Zu 2: Siehe Bild - ein rosa Fliessband wurde verklebt, drunter ist so ein Stoff, der etwas an Kaugummi erinnert.

    Zu 3: Kann das ein Feuchtigkeitsproblem werden? OK Gelände liegt nämlich *eigentlich* auf Höhe Kelleroberkante.... wir sind etwas zu tief, Nachbarhaus liegt ca. 20cm höher.

    Zu 4: Da wir am Donnerstag Baustellenbegehung mit dem T*V haben: Was wäre hier zu tun? Den PU-Schaum raus und das schwarze Zeug stattdessen nehmen?

    Zu Ihrer FRage: OK Keller (oberes Ende der grünen Isolierung ist Niveau des umliegenden Geländes - m.W. darf das Gelände aber doch nicht direkt anliegen, sondern es muss ein Sockel hin, über den man erst auf das Gelände kommt, richtig? Sonst läuft einem ja ggf. der Regen ins Haus....

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  6. #5
    Bauexpertenforum
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    Zu Ihrer FRage: OK Keller (oberes Ende der grünen Isolierung ist Niveau des umliegenden Geländes - m.W. darf das Gelände aber doch nicht direkt anliegen, sondern es muss ein Sockel hin, über den man erst auf das Gelände kommt, richtig? Sonst läuft einem ja ggf. der Regen ins Haus....

    Richtig gesehen! Mauerwerk steht umlaufend am Gebäude auf der Bodenplatte auf. Dazwischen befindet sich die Horizontalabdichtung, also eine wasserführende Fuge!!!

    Es fehlt eine funktionsfähige Vertikalabdichtung im Sockelbereich !! = von der Bodenplatte kommend über die Horizontalabdichtung hinweg und mindestens 15cm über OK fertiges Gelände am Mauerwerk hoch. Schwierig zu lösen, da das Mauerwerk über die Betonbodenplatte hinwegragt.

    Vertikalabdichtung hätte nach DIN 18 195 am Beton + Mauerwerk angebracht werden müssen. Dort ist aber bereits das Styrodur angebracht. Dämmung der Stinnseite der Bodenplatte wurde gelöst > funktionsfähige Abdichtung wurde nicht gelöst.

    Abdichtung im Bereich der bodentiefen Terrassentüre fehlt ebenfalls >> siehe auch Ralf.

    Einfach mal überlegen, wie Feuchtigkeit auf das Bauwerk einwirkt: von oben, von der Seite und von unten, also auch hinter der Dämmung, die eine wasserführend Fuge zum Beton der Bodenplatte hat.

    Schwere Planungs- und Ausführungsfehler. Umgehend einen Sachverständigen hinzuziehen, bevor der GU den Murks durch die nachfolgenden Gewerke kaschiert.

    Sehe gerade, daß Josef es hier:

    http://www.baumurks.de/schluesselloc...dichtung_2.htm

    anschaulich erklärt hat. Wer es versteht, braucht keinen Sachverständigen mehr.

    Bei Dir bleibt die falsche Ausführung der 1. und 2. Steinreihe auf der Bodenplatte mit Vorsprung. Die hätten bündig mit der Bodenplatte gemauert werden müssen und erst dann der Vorsprung.
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  7. #6
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    Zitat Zitat von Eric Beitrag anzeigen
    Richtig gesehen! Mauerwerk steht umlaufend am Gebäude auf der Bodenplatte auf. Dazwischen befindet sich die Horizontalabdichtung, also eine wasserführende Fuge!!!

    Es fehlt eine funktionsfähige Vertikalabdichtung im Sockelbereich !! = von der Bodenplatte kommend über die Horizontalabdichtung hinweg und mindestens 15cm über OK fertiges Gelände am Mauerwerk hoch. Schwierig zu lösen, da das Mauerwerk über die Betonbodenplatte hinwegragt.
    Wenn ich das recht sehe, bleibt als Abhilfe nur, die grüne Stirndämmung der Deckenplatte Keller herunterzunehmen, dort die Vertikalabdichtung einzubringen und diese unter der Horizontalabdichtung bis auf ca. 30 cm an der Mauer hochzuziehen.

    Wie das bei den Fenstern gehen soll, wäre die andere Frage - umlegen und auf dem Beton bis an die Fenstertüre führen, denke ich, darauf Perimeterdämmung und dann die Trittleiste.

    Oder gibt es andere Möglichkeiten, dem abzuhelfen? Wir haben zwar sehr kiesigen Boden, aber kapillaren Wasseraufstieg schliesst das ja wohl nicht aus?

    Danke auf jeden Fall für diesen sehr wichtigen Hinweis!!!
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  8. #7
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    Wenn ich das recht sehe, bleibt als Abhilfe nur, die grüne Stirndämmung der Deckenplatte Keller herunterzunehmen, dort die Vertikalabdichtung einzubringen und diese unter der Horizontalabdichtung bis auf ca. 30 cm an der Mauer hochzuziehen.
    Über die Horizontalabdichtung hinweg. Wobei die Frage ist, ob das handwerklich auch tatsächlich dauerhaft dicht auszuführen ist ( siehe Ralf ).

    Wie das bei den Fenstern gehen soll, wäre die andere Frage - umlegen und auf dem Beton bis an die Fenstertüre führen, denke ich, darauf Perimeterdämmung und dann die Trittleiste.
    Und dito Abdichtung der Türleibungen mit Einbindung des Steinvorsprungs ?? Vielleicht mit Dichtschlämme und Kontrolle mit Spiegel an der Unterseite des Wandüberstands. Wird alles sehr gebastelt.

    Ohne versierten ( eigenen ) Bausachverständigen solltest Du als Laie Dich auf gar nichts einlassen.

    Aber berichte mal, was der GU auf die schriftliche Mängerüge mit Fristzsetzung erklärt.

    Wahrscheinlich kommt: Machen wir immer so und ist noch immer gut gegangen
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  9. #8
    Avatar von Hansal
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    ...und das Leerrohr ist zu nah an der Außenwand
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  10. #9
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    Zitat Zitat von Eric Beitrag anzeigen
    Über die Horizontalabdichtung hinweg. Wobei die Frage ist, ob das handwerklich auch tatsächlich dauerhaft dicht auszuführen ist ( siehe Ralf ).

    Ohne versierten ( eigenen ) Bausachverständigen solltest Du als Laie Dich auf gar nichts einlassen.

    Aber berichte mal, was der GU auf die schriftliche Mängerüge mit Fristzsetzung erklärt.

    Wahrscheinlich kommt: Machen wir immer so und ist noch immer gut gegangen
    Hallo,

    Bauleiter meinte: Lastfall Bodenfeuchte, außerdem komme noch Sockelputz drauf, der bis runter zur Perimeterdämmung (also unteres Ende grünes Styrodur) reiche bzw. Bitumenfolie unter den Fensterbänken.

    Dazu muss man sagen: Der Boden besteht unterhalb der Humusschicht aus einem Kies-Sand-Gemisch, Grundwasser 1,5 m unter Bodenplatte. Wasser fliesst rasch ab. Allerdings hilft das ja nix gegen Feuchte, die man bei Bodenkontakt immer hat und die auch kapillar aufsteigen kann.

    Konstruktive Besonderheit aber noch: Die Bodenplatte selbst kragt ebenfalls aus, exakt 6 cm; die Wandziegel/Deckenstirndämmung dann nochmal 6 cm = 36,6 cm. Die Kellerwände sind (teilweise aber sehr dünn und mit Unterbrechungen) mit Bitumen"dick"beschichtung versehen worden, s. Bilder.



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  11. #10

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    Was mich erstaunt: Die Verglasung der Fenster hat einen Scheibenrandverbund aus Aluminium. Das ist heute doch so gut wie nicht mehr zu bekommen!
    Welcher U-Wert wurde für die Fenster im WSchNW angegeben?
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  12. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  13. #11
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    Zitat Zitat von robtrop Beitrag anzeigen
    Was mich erstaunt: Die Verglasung der Fenster hat einen Scheibenrandverbund aus Aluminium. Das ist heute doch so gut wie nicht mehr zu bekommen!
    Welcher U-Wert wurde für die Fenster im WSchNW angegeben?
    Hallo,

    vereinbart ist Ug 0,7 und Uw 1,1. Das Glas ist 3-lagig und bringt diesen Wert zumindest lt. Andruck zwischen den Schreiben wohl; allerdings haben wir bis heute keinen Lieferschein für die Fenster erhalten, so daß Zweifel am U-Wert vor allem beim Rahmen insgesamt berechtigt sein dürften. Die Reste der Etiketten mit polnischer Aufschrift lassen jedenfalls nicht den Schluß zu, daß hier ein Markenhersteller am Werk war
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  14. #12
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    Hallo miteinander,

    nachdem wir dem GU inzwischen den Auftrag entzogen haben und sich sowohl T*V als auch ein öbuv Sachverständiger u.a. dieses Thema angeschaut (und entsprechend moniert) haben, habe ich heute folgenden Vorschlag (Meister Innungsbetrieb, allerdings kein Fensterbauer) erhalten, wie man die Türen ohne allzugrossen Aufwand dicht und die fehlende Vertikalabdichtung "behoben" bekommen könnte:

    - Stellklötzchen abflexen, Schaumnasen entfernen
    - Trittfläche reinigen
    - Bitumenanstrich auf dem Betonsockel
    - 250 mm Dichtungsband / Fensterband vom Rahmen über die Perimeterdämmung ziehen
    - Dämmung (Streifen XPS)
    - Verputzen (Sockelputz)
    - Fenstersims bzw. direkt Terrassenfliese bündig ans Fenster

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