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  1. #1

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    nachträgliche Schalldämmung

    Mein Mann und ich haben vor ca. 4 Monaten eine Dachgeschoßwohnung bezogen. Das Haus stammt aus den 50er Jahren (Rotklinkerbau), das Dach wurde 2001 ausgebaut.
    Obwohl wir aus der vorgehenden Altbauwohnung Trittschall gewohnt sind, sind wir etwas verwundert über den Trittschall in unserer Dachgeschoßwohnung, denn früher hatten wir Geräusche v.a. von oben gehört – nun kommen sie nicht unwesentlich von unten.
    Uns ist bewusst, dass die Schallschutzdämmung in einem 50er Jahrebau sicherlich nicht sonderlich gut ist, bei dem Dachausbau wurden da sicherlich bereits andere Richtlinien angelegt. Wir gehen davon aus (das haben die Vorbesitzer bestätigt), dass der Boden recht massiv ist und vermuten daher, dass der Schall v.a. über die Wände von unten übertragen wird (Körperschall?).
    Das Hauptproblem ist das Schlafzimmer, hier hören wir selbst mit Ohrenstöpsel den Trittschall (sind ja ganz tiefe Frequenzen)

    Unsere Frage an Sie wären nun folgende:

    - Gibt es eine Möglichkeit, selbst mit relativ „einfachen“ Maßnahmen ein wenig Besserung zu schaffen?
    - Könnte man/müsste man vorab meßtechnisch die Geräusche orten bzw. herausfinden, über welches Medium sich der Schall zu uns ausbreitet?
    - Welche Möglichkeiten der Nachbesserung in unserer Wohnung (da wir unseren Nachbarn ja nichts abverlangen können) gäbe es prinzipiell? Es ginge uns v.a. um das Schlafzimmer, also einen einzelnen Raum

    Ich bin sehr dankbar für ein paar Tipps! Oder evtl. auch gute Experten aus dem Bereich Schallschutz in Hamburg
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  2. nachträgliche Schalldämmung

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Deinen alten Beitrag unter "Hilfestellung für Neulinge" habe ich in den Mülleimer befördert.
    Wenn dort aber keine Rückmeldungen kamen, dürfte die Chance hier unter "Bauphysik" auch nicht viel besser sein, denn die meisten lesen in allen Rubriken.

    Gruß
    Ralf
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  4. #3
    Themenstarter

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    Sorry, aber wie Du siehst, bin ich Neuling und dachte ganz einfach, ich habe das falsche Forum gewählt.
    Ich wundere mich aber schon, dass in einem Forum für Bauexperten keiner eine Antwort hat...das ist enttäuschend.
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  5. #4

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    Das liegt vielleicht daran, dass Schalldämmung ein heikles Thema ist, gerade in Bestandsgebäuden. Da kann man graue Haare kriegen und findet das Problem immer noch nicht.

    Wie hoch sind die Räume?
    Was für Bodenbeläge?
    Aus was bestehen die Wände?
    Wie ist die Decke aufgebaut?

    Wenn sich der Trittschall von unten in Eure Wohnung ausbreitet, dann kommen dafür mehrere "Wege" in Betracht. Denkbare wäre beispielsweise eine Übertragung über die Verrohrung der Heizung, oder über die Wände. Es wäre aber auch möglich, dass nicht der Trittschall selbst, sondern der dadurch entstehende Luftschall durch die Decke hindurch hörbar ist.

    Oftmals findet man auch Installationsschächte die durch die Stockwerke hindurch gehen und über die sich der Schall ausbreiten kann.

    Da gibt es so viele Möglichkeiten, von außen kann man da kaum Ratschläge geben.

    Sinnvoll wäre den Schall am Entstehungspunkt zu unterbinden. Hier spielt der Bodenaufbau und -belag in der unteren Wohnung eine Rolle. Dann müsste man den Ausbreitungsweg ermitteln und könnte versuchen dort anzusetzen. In Eurer Wohnung ist es schwieriger den Schall zu dämmen.

    Es gibt Grenzwerte die einzuhalten sind, aber diese müsste man erst einmal überprüfen. Zudem darf man nicht vergessen, dass die "Normen" nicht alle Frequenzen berücksichtigen. d.h. es ist möglich, dass der Grenzwert eingehalten wird, aber Ihr Euch trotzdem durch tieffrequenten Schall gestört fühlt.

    Du siehst, das ist alles nicht so einfach.

    Gruß
    Ralf
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  6. #5

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    Ich habe auch mal in so einem Rotklinkerbau aus den 50ern in Hamburg gewohnt. Wir hatten damals auch das Problem, dass wir einige Dinge unserer Nachbarn unter uns gehört haben (Telefon, Fernseher, Schnarchen der Bewohner, Radio). Ok, die Leute waren etwas älter, die haben uns nie gehört obwohl wir nicht grade sehr leise waren. Schwerhörigkeit hat was gutes

    Egal, die meisten Geräuschquellen kamen über die Heizungsrohre, diese waren vom Keller bis ins oberste Geschoss durchverlegt. Die Decken waren immer Holzdecken mit Dielen, ich denke mal nicht, dass die vom Dachgeschoss sehr massiv sind. Die werden derzeit sicher nicht die Decke neu aufgebaut haben. Ich würde für etwaige Normen mal einfach beim Mieterverein anfragen, die kennen sich mit den Vorschriften bestens aus und können Dir sicher weiterhelfen wie Dein Fall speziell zu handhaben ist und wie man das Messen kann. So läßt sich besser klären, ob der Vermieter beim Umbau gespart hat oder ob Ihr damit leben müßt.
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  7. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  8. #6
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    Hallo Ralf,
    Du hattest noch ein paar Fragen gestellt, die ich hier gerne beantworten möchte:
    Wie hoch sind die Räume? In der Wohnung unter uns schätzungsweise 2,50, unsere Wohnung ist z.T. bis in den Giebel geöffnet mit freiliegenden Deckenbalken; da es ausgebautes DAch ist, variiert die Höhe von Stelle zu Stelle, aber max. ca. 4 m

    Was für Bodenbeläge? Wir haben Massivholz-Parkett, die Mieter unter uns Parkett oder Laminat

    Aus was bestehen die Wände?In der Wohnung unter uns massiv (was hat man in den 50ern verwendet?), bei uns sind es in der Wohnung Leichtbauwände (Holzunterkonstruktion mit Rigips). An der besagten Stelle im Schlafzimmer, an der unser Bett steht und wo wir die Geräusche so wahrnehmen, muss die Leichtbauwand aber an die Haustrennwand grenzen, d.h. darunter massiv sein.

    Wie ist die Decke aufgebaut? Laut Aussagen der Vorbesitzer ist unser Boden wohl recht massiv. Man hört an Geräuschen auch keinerlei Sprechen (oder gar Schnarchen), wie das z.B. im BAd der Fall ist; dort ist ja die Übertragung sicher über die Rohre. An Schall hören wir im Schlafzimmer tatsächlich nur sehr "dumpfe", also tieffrequente Geräusche. Gegen hohe würden ja Ohropax reichen...

    Helfen Dir die Infos weiter bzw. hast Du dazu einen Vorschlag? Danke und Gruß!
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  9. #7

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    Eine Schallintensitätsmessung ist besonders gut geeignet Schallquellen zu orten, Übertragungswege zu bewerten und Schwachstellen zu finden.
    Zweckmäßigerweise ist ein TBer bei der Messung dabei und kann sofort gefundene Stellen provisorisch abdecken. So kann der mögliche Erfolg sofort überprüft werden. Bei dieser Meßmethode genügt dazu auch eine Teilfläche.

    Für Verbesserungsmaßnahmen gibt es eine neue Platte, die gerade auch im Tieffrequenz-Bereich wirksam ist: http://www.knauf.ch/files/produkts/K...screen_ger.pdf

    Schallintensitätsmessung:
    http://www.akustik-berlin.de/intensitat2.html

    http://www.trockenbau-akustik.de/aku...1209_30-32.pdf

    http://www.inglauer.de/sub_html/down...heck.php?id=49

    Viel Erfolg!
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