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Haus zu tief --> Mangel ?

Diskutiere Haus zu tief --> Mangel ? im Forum Baumurks in Wort und Bild auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Haus zu tief --> Mangel ?

    Mein Haus (fast fertig) ist zu tief gebaut worden,
    habe schon nach Fertigstellung der Bodenplatte erstaunt nachgefrgat, ob das so tief sein soll, da hiess es, da käme ja noch Dämmung und Estrich etc. drauf, das sähe nur so tief aus. Dann lag monatelang viel Aushub ums Haus rum, so dass ich (fachfremd) die Tiefe nicht gut beurteilen konnte. Nun sind die Kanaldeckel da und siehe da, ich hatte Recht, nur dass das Haus jetzt schon fertig ist...
    das Nachbargelände liegt 20cm höher als meins. des Grundstück hat ein lkeichtes Gefälle: Die Kanaldeckel am einen Ende der Straße 105,45 üNN. Der nächste Kanaldeckel 105.27 üNN und der Kanaldeckel an der Grundstücksgrenze vom Nachbarn 105.06 üNN, der nächste 104,96 üNN.
    Mein Haus hat OK FFB EG 105,20 üNN, mein Grundstück hat IM MOMENT Höhen von 105,46 und 4,96 üNN, wobei aufgrund eines Sanierungsplanes noch 30cm Mutterboden aufgeschüttet werden MÜSSEN (das war meinem Bauträger auch audrücklich bekannt, 1m Schichtdicke "gesunder" Boden muss, 70cm sind bei den aktuellen Werten schon drauf)--> wären dann also 105,76 und 105,26 üNN. Da das Grundstück sehr klein ist, ist es kaum möglich das vernünftig auszugleichen. Die 105,78 m (also 68cm Höhendifferenz)müsste ich über eine Grundstücksbreite ander Stelle von nur 4m ausgleichen (versuche mal ein Foto reinzusetzen).
    mE. ist das ein klarer mangel, die Höhenangaben waren bekannt, auch die Höhe des noch nachzufüllenden Mutterbodens.
    Was kann ich tun? Möchte keinen Garten mit Gefälle, da er eh schon klein ist.
    Dankbar für JEDEN Tip!!!
    Verzweifelt,
    Anna
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  2. Haus zu tief --> Mangel ?

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  3. #2
    Themenstarter

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    Bild war zu gross, versuche es gleich nochmal...
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  4. #3
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    mE. ist das ein klarer mangel, die Höhenangaben waren bekannt, auch die Höhe des noch nachzufüllenden Mutterbodens.
    Spricht viel für einen Mangel. Interessant wäre allerdings, warum er das Haus zu tief gegründet hat. Möglicherweise wegen der im Bebauungsplan vorgeschriebenen Firsthöhen ??

    Was kann ich tun? Möchte keinen Garten mit Gefälle, da er eh schon klein ist.
    Das sagt Dir ein Anwalt! Vielleicht wäre die " Notbremse " bei so einem Murks die einzige vernünftige Lösung.

    .... wobei aufgrund eines Sanierungsplanes noch 30cm Mutterboden aufgeschüttet werden MÜSSEN (das war meinem Bauträger auch audrücklich bekannt, 1m Schichtdicke "gesunder" Boden muss, 70cm sind bei den aktuellen Werten schon drauf
    Ehemalige Mülldeponie oder verseuchtes Industriegelände? Wer kauft so etwas ?
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  5. #4

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    Was war denn laut Bauantrag für eine Höhe des Baus vorgesehen?
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  6. #5
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    Zitat Zitat von Eric Beitrag anzeigen
    Spricht viel für einen Mangel. Interessant wäre allerdings, warum er das Haus zu tief gegründet hat. Möglicherweise wegen der im Bebauungsplan vorgeschriebenen Firsthöhen ??

    Nein, die Firsthöhe habe ich um ein halbes Geschoss unterschritten. Hat mit dem Bebauungsplan nichts zu tun. Der Bauleiter sagte mir letzte Woche, als auch er sah, daß der Kanaldeckel in Relation zum Haus sehr "hoch" sei (Kanaldeckel ist so hoch, wie auch im Bauantrag schwarz auf weiss zu lesen...), man habe die Höhe des Nachbarhauses als Referenz genommen, daman angenommen habe, die Strasse sei nur eine Buastrasse und würde dann nochmal neu gemacht (??!!) (das Nachbarhaus war damals im Rohbau und wurde vom gleichen Rohbauer gebaut, steht aber, da es ein leichtes Gefälle im Gelände gibt, auf einem niedrigeren Grundstück, trotzdem haben die dann mein Haus einfach auf der Höhe wie das Nachbarhaus gebaut...)

    Das sagt Dir ein Anwalt! Vielleicht wäre die " Notbremse " bei so einem Murks die einzige vernünftige Lösung.

    Notbremse ist gelaufen, da Haus fertig ist und nur noch Fliesen und Farbe an die Wände und Parkett auf den Boden kommt...


    Ehemalige Mülldeponie oder verseuchtes Industriegelände? Wer kauft so etwas ?
    vor über 100 Jahren mal alte Zinkhütte, zentrales, kleines Neubaugebiet in Großstadt, 1a Lage, nach Sanierungsplan der Stadt unbedenklich (das mit den 30cm Mutterboden lage meinem Bauleiter auch vor).
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  7. #6
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    Zitat Zitat von ralph12345 Beitrag anzeigen
    Was war denn laut Bauantrag für eine Höhe des Baus vorgesehen?
    Das ist ja der Witz: das stand auch im Bauantrag schon so drin und kein Sch... hat es gemerkt!
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  8. #7
    Wieland
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    Wenn das Haus fertig ist u. Fertigfußboden unter Geländeniveau liegt,
    sollten sich die Verantwortlichen jetzt darüber Gedanken machen,
    wie man das Haus durch geeignete Maßnahmen dauerhaft vor Überflutung
    schützt !

    Grüße
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  9. #8

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    und die Planzeichnungen zum Bauantrag hat wer unterschrieben?
    Ich habe den blöden Verdacht, dass der Auftrag entsprechend den von dir genehmigten Plänen abgewickelt wurde.

    Gab es keinen Termin vor Ort, in dem die Grundstückhöhen aufgenommen und vom Planer mit dir besprochen wurden?

    lg fm
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  10. #9

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    Was heißt zu tief ?

    Soweit ich es verstehe, ist deine EFH in Relation zum Strassenniveau ziemlich tief.

    Hat es vielleicht dennoch Gründe im Bebauungsplan wie eine vorgeschriebene EFH-Höhe ? Wenn es ein reines Zufallsergebnis ist, würde ich aber dem Architekt Unfähigkeit unterstellen.

    Gibt es denn keine vernünftigen Schnitte, auf denen das Problem ersichtlich ist ?

    Wenn man so etwas notgedrungen und bewußt macht, ist es wichtig mit einer wirksamen Drainage, richtig positionierten Abläufen und einer sorgfältigen Abdichtung Probleme mit rückstauendem Wasser zu vermeiden. Und auf dem eigenen Grundstück kann man die Höhe ja noch korrigieren, auch wenn es unerfreulich ist.

    Ohne Not die Höhe so zu wählen, ist jedoch grober Unfug.

    Dein Problem ist, daß die Höhenlage wohl schon im Baugesuch so eingezeichnet war und wahrscheinlich entsprechend in die Werkpläne mit übernommen wurde. Und ich vermute mal, die Pläne hast du so unterschrieben.

    Wie der Fall rechtlich zu bewerten ist, kann die wirklich nur ein Anwalt sagen.
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  11. #10
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    Zitat Zitat von fmjuchi Beitrag anzeigen
    und die Planzeichnungen zum Bauantrag hat wer unterschrieben?
    Ich habe den blöden Verdacht, dass der Auftrag entsprechend den von dir genehmigten Plänen abgewickelt wurde.

    Gab es keinen Termin vor Ort, in dem die Grundstückhöhen aufgenommen und vom Planer mit dir besprochen wurden?

    lg fm
    Nein, es gab keinen vor Ort Termin, in dem die Grundstückshöhen besprochen wurden, die waren NIE ein Thema, da das Grundstück an sich ja fast plan ist. Die haben einfach die Höhe des nachbarhauses übernommen (war wohl einfacher ????), obwohl das Nachbarhaus auf einem > 1/2 m niedrigeren Grundstück steht. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, dass man das Haus zu tief auf das Grundstück setzt.
    Geändert von Siggi (30.03.2011 um 01:49 Uhr) Grund: Satz auf User Wunsch entfernt
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  12. #11
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    Zitat Zitat von Buddel Beitrag anzeigen
    Was heißt zu tief ?

    Soweit ich es verstehe, ist deine EFH in Relation zum Strassenniveau ziemlich tief.

    Hat es vielleicht dennoch Gründe im Bebauungsplan wie eine vorgeschriebene EFH-Höhe ? Wenn es ein reines Zufallsergebnis ist, würde ich aber dem Architekt Unfähigkeit unterstellen.

    Gibt es denn keine vernünftigen Schnitte, auf denen das Problem ersichtlich ist ?

    Wenn man so etwas notgedrungen und bewußt macht, ist es wichtig mit einer wirksamen Drainage, richtig positionierten Abläufen und einer sorgfältigen Abdichtung Probleme mit rückstauendem Wasser zu vermeiden. Und auf dem eigenen Grundstück kann man die Höhe ja noch korrigieren, auch wenn es unerfreulich ist.

    Ohne Not die Höhe so zu wählen, ist jedoch grober Unfug.

    Dein Problem ist, daß die Höhenlage wohl schon im Baugesuch so eingezeichnet war und wahrscheinlich entsprechend in die Werkpläne mit übernommen wurde. Und ich vermute mal, die Pläne hast du so unterschrieben.

    Wie der Fall rechtlich zu bewerten ist, kann die wirklich nur ein Anwalt sagen.

    Ja, das ist wirklich ohne Not so gemacht worden, das regt moich ja so auf. Beim Bauantrag sind nur die Abstandsflächen erläutert worden, über die Höhen wurde kein Wort verloren, da bei fast planem Grundstück ich auch kein Problem vermutet habe. Hätte mir der Bauleiter/Architekt gesagt: "vor ihrem Esszimmerfenster gibt es dann eine 70cm hohe Stufe bis zum Garten, so als ob sie im Soutterain wohnen" hätte ich gefragt, ob er noch ganz richtig im Kopf ist....
    Den Bauantrag habe ich natürlich unterschrieben, es musste da auch "ganz schnell" gehen, damit wir noch im November anfangen konnten. Aber erst jetzt, wo das Haus fast fertig ist und der Kanaldeckel für meinen Anschluss da ist, wunderte sich der Baulieter, dass der Kanaldeckel "zu hoch" stehe,worauf der Kanalbauer sagte, "nein, der ist richtig, das Haus steht zu tief", exakt so, wie auch im Bauantrag. Grosses Erstaunen von Seiten des Bauleiters, und Vorschläge wie "man kann das dann ja modellieren, das Gelände" ???!!! Ich bin echt kurz vorm Ausrasten...
    Telefoniere morgen mit einem Baugutachter, der den Bau begleitet, dem das aber bisher auch nicht aufgefallen ist, klasse was? Und mir wurde als Laien von Anfang an nicht geglaubt, als ich sagte, dass das Haus irgendwie zu tief wirke. Ist also m.E. definitiv ein Planungsfehler, so dass die Firma auch für die Konsequenzen, die daraus entstehen, gerade stehen muss, die sind da doch betimmt versichert, oder ???

    Wie meinst DU das mit "auf dem eigenen Grundstück kann man die Höhe noch korrigieren"? Meinst Du, dass ich Erde abtragen lassen sollte? Das Problem ist, dass ich z.B. 1,5 m tief abtragen lassen müsste, wovon die tieferen 80cm ggf. Sondermüll sind (müsste vor dem Entsorgen noch analysiert werden) und dann muss laut Stadt (Sanierungsplan) 1 m frischer Boden drauf. Etwa 200qm Gartenfläche. Was kann sowas kosten? Und die Drainagen? Das muss doch die Firma zahlen, die den Fehler begangen hat ....oh mann, drückt mir mal die Daumen, bevor ich noch einen Krampfanfall bekomme...
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  13. #12

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    Gegenfrage - Du hast doch schon vor Bauantragsstellung gewusst, das da Boden drauf muss.
    Warum hast DU das nicht rechtzeitig geklärt, als Dir die ersten Zeichnungen vorgelegt wurden? Und warum steht das nicht in Deinem Vertrag mit der Firma drin (oder steht es drin)?
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  14. #13

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    Nochmals die Frage : Gibt es im Baugesuch oder Werkplan einen Schnitt bzw. Ansichten wo die Geländehöhe in Relation zum Gebäude ersichtlich ist ?

    Zitat Zitat von anna32 Beitrag anzeigen
    Wie meinst DU das mit "auf dem eigenen Grundstück kann man die Höhe noch korrigieren"? Meinst Du, dass ich Erde abtragen lassen sollte?
    Strassenseitig kommst du ja quasi eben in's Haus. Das ist ja so schlecht nicht, wenn alle Randbedingungen stimmen. Es geht also im Wesentlichen um den Garten. Da man das Haus nicht anheben kann, ist die einzig sinnvolle Lösung das Gelände anzupassen.

    Was mich etwas stutzig macht, ist, daß dein Garten mind. ca. 50 cm über Strassenniveau (105,27 zu 105,76 ü.NN) liegen sollte und du von einem ebenen Grundstück ausgegangen bist.

    Wenn du mit den Plänen nachweisen könntest, daß es der Fehler des BT ist, liegt die Verantwortung für die Kosten für Aushub, Abfuhr, Bodenaustausch, Stützmauern beim ihm. Dann kannst du ggf. noch Minderung geltend machen. Da sich eine juristische Auseinandersetzung kaum vermeiden läßt, unbedingt zum Anwalt. Eine Erstberatung kostet max. 250 €.

    Und dein Bauherrenbetreuer soll sich jetzt dringend darum kümmern, ob das Haus strassenseitig überhaupt der Höhenlage gewachsen ist, sonst steht beim ersten Gewitter das Wasser im EG.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    nun mal langsam....

    die höhenlagen müssen aus den bauantragszeichnungen
    ersichtlich sein.

    googel mal nach BauPrüfVO NRW
    §3 und §4(3).
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  17. #15

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    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen
    Gegenfrage - Du hast doch schon vor Bauantragsstellung gewusst, das da Boden drauf muss.
    Warum hast DU das nicht rechtzeitig geklärt, als Dir die ersten Zeichnungen vorgelegt wurden? Und warum steht das nicht in Deinem Vertrag mit der Firma drin (oder steht es drin)?
    ????? Das hat doch auch die Firma gewußt! Somit muß sie entsprechend planen. Solche Details gehören ja wohl zu Bauplanung, und deine Meinung zur eigenhändigen Bauplanung von Amateuren ist bekannt (ich teile sie). Aber genau das sind Details wofür man Planer braucht, weil man sie als Otto Normalbauherr nicht überblickt. Das eine Firma weiß wie tief sie ein Haus einbuddeln muß damit es am Ende ebenerdig steht, sollte selbstverständlich sein. Aber könnte es sein, das da was von den Sachen die unter der Bodenplattte sein sollten fehlt und deshalb die Höhe nicht mehr stimmt?
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