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Versetztes Pultdach: Fragen zum aktuellen (Roh-)Bau

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  1. #1

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    Versetztes Pultdach: Fragen zum aktuellen (Roh-)Bau

    Hallo Bauexperten,

    ich lese im Forum schon länger mit und schreibe heute als Bauherr meinen ersten Beitrag. Wir befinden uns gerade im Rohbau, Richtfest ist in ein paar Tagen.

    Ich hätte vor allem ein paar Fragen zum Dach, welches gerade aufgesetzt wird. Ich habe hier schon viel von späteren Feuchteproblemen gelesen. Leider liefert mir die Suche nicht immer eindeutige Hinweise (und Lösungen).

    Es handelt sich um ein versetztes Pultdach (auf einer DHH mit 2 Vollgeschossen). Wegen dem Bebauungsplan darf die Dachneigung nicht größer als 15 Grad sein. Um noch einigermaßen Stauraum zu haben, wurde ein versetztes Pultdach geplant (in der Mitte kann man somit fast stehen --> ca. 1,80m).

    Der Aufbau: Auf den Außenwänden und (teilweise auch auf den Innenwänden) wurde ein Ringanker aufgebracht, auf dem Ringanker liegt eine schwarze Folie (?), darauf die Dachbalken. Die Giebelwand zum Nachbarn ist (auf dem Ringanker) hochgemauert (mit dazwischen liegendem Feuerschutz), die andere Giebelwand wird offensichtlich eine Holzgiebelwand (und vermutlich später mit Styropor und Außenputz belegt, genauso wie die darunter liegende Hochlochziegel-Außenwand).

    Das Dach ist vermutlich ein Kaltdach (wenn ich das hier richtig gelernt habe), die Dämmung erfolgt ausschliesslich nach unten zu den Räumen hin. Der Dachboden soll (und kann) nur als Stauraum genutzt werden (Bodeneinschubtreppe). Der Dachboden hat keine Fenster, bekommt Strom, eine SAT-Anlage (mit Leerrohren in den HWSR).

    Meine Fragen:
    1. Ich dachte zunächst, dass beide Giebelwände hochgemauert werden. Ist eine Holzgiebelwand auf einem Dachbalken, welcher auf einem Ringanker liegt, nicht ein "Medienbruch", der später zu Rissen in der Fassade führt? Als Laie denke ich, dass ein Dachstuhl anders "arbeitet", als ein Mauerwerk. Oder ist diese Art der Ausführung in Ordnung? Ich dachte zunächst, dass beide Giebelwände hochgemauert werden.

    2. Die Abbretterung des Dachbodens wurde als Eigenleistung geplant. Um durch die jeweils sehr flachen Dachhälften später nicht behindert zu sein, haben wir die MFP-Platten (18mm mit Nut- und Feder) nach Verlegen der Deckenbalken über die komplette Fläche verschraubt. Erst danach erfolgte der weitere Dachaufbau. Verunsichert durch diverse Beiträge hier im Forum: War der Zeitpunkt richtig? Wie sollte nun der korrekte Dachaufbau weiter verlaufen? Was sollen wir beachten (bzw. überwachen), damit es später nicht z.B. zu Feuchtigkeitsproblemen (im Dachboden, in der raumseitigen Dämmung usw.) kommt? Noch wäre es nicht zu spät, entsprechend zu reagieren und die Gewerke in eine bestimmte Richtung zu drängen (falls die eingeschlagene nicht richtig sein sollte).

    3. Vertragen die verlegten MFP-Platten etwas Regen? Bei den Dachbalken sehe ich da weniger Probleme. Beim jetzigen Dachaufbau können die bereits verlegten Platten nicht immer mit Folie abgedeckt werden...

    4. Fallen euch spontan wichtige Tipps und Hinweise ein, die ich unbedingt den Zimmerern und späteren Gewerken mit auf den Weg geben sollte? Ich habe vor, später auch einen BDT machen zu lassen (wenn Fenster, Putz und Dampfbremse vorhanden sind).

    Danke und Grüße

    B. Huebner
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  2. Versetztes Pultdach: Fragen zum aktuellen (Roh-)Bau

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  3. #2
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    hmmm .. trotz der intensiven beschreibung kann ich nix damit anfangen.
    aber angefangen von der dn (die unter der regeldachneigung für ziegel/pfannen
    liegt) über die aussenwandbildner bis hin zur "abbretterung" wird das
    doch irgendwer geplant haben, der dafür geradesteht?
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  4. #3
    Themenstarter

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    Hallo,

    ja natürlich hat das alles ein Architekt geplant, der auch dafür gerade steht. Doch trotzdem wollte ich mal um Rat fragen, um die Arbeiten zu kontrollieren oder zu optimieren. Denn später einen Schaden auf Gewährleistung wieder beheben zu lassen, ist die eine Sache, einen eventuellen (zukünftigen) Schaden während des Neubaus zu erkennen und zu vermeiden, die andere (bessere).

    Die Dachneigung von 15 Grad ergibt sich aus der max. erlaubten Haushöhe und der 2 Vollgeschosse. Ist man mit niedrigeren Zimmerdecken zufrieden, kommt man vielleicht auf eine größere Dachneigung. Ob die DN nun die Regel ist oder nicht, hat sich die Stadt beim Entwurf des Bebauungsplanes wohl sicher nicht überlegt. Erlaubt sind nur Pult-, Zelt- und eben versetzte Pultdächer.

    Um den Dachboden als Stauraum zu nutzen, ist wohl eine "Abbretterung", sprich Verlegen von Holzplatten auf den Deckenbalken, damit man darauf laufen und Dinge abstellen kann, wohl sinnvoll. Auf irgendwelche Dämmwolle kann ich nichts legen. War das so unverständlich von mir geschrieben bzw. beschrieben?

    Mit dem Wort "Aussenwandbildner" kann ich wiederum nichts anfangen. Vielleicht habe ich ja Giebel und Giebelwand durcheinander gebracht, ich meinte natürlich den Giebel, in unserem Fall ist es wohl ein Knickgiebel, der sich der Dachform anpasst. Kein Dreieck, sondern ein Viereck. War das auch so unverständlich beschrieben?

    Grüße

    B. Huebner
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