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Aufsteigende Feuchtigkeit in Perimeterdämmung?

Diskutiere Aufsteigende Feuchtigkeit in Perimeterdämmung? im Forum Außenwände / Fassaden auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Aufsteigende Feuchtigkeit in Perimeterdämmung?

    Liebe Experten,

    vorab: ich habe viele Beiträge zu "feuchten Socklen" gefunden und gelesen, fand aber keinen wirklich passenden...

    Problem: Der Sockelputz hatte feuchte Ränder, ca. 10 cm über OKG. Daraufhin wurde der erdberührte Bereich von OKG bis ca. 10 cm unter der Putzunterkante mit Bitumen abgedichtet. Somit sollte keine Feuchtigkeit duch die Erde in den Putz kommen. (Auch Spitzwasser konnte als Ursache ausgeschlossen werden.) Aber die feuchten Ränder sind wieder da...

    --> Verdacht: Kann es sein, dass Feuchtigkeit in die EPS-Perimeterplatten unterhalb des Putzes eindringt und dann in/zwischen/hinter den Platten nach oben steigen? Die Kellerwände sind mit EPS-Platten gedämmt, an denen das Erdreich direkt anliegt (keine Drainage, Noppenfolie, etc.) ...

    Danke,

    Tom
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  2. Aufsteigende Feuchtigkeit in Perimeterdämmung?

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  3. #2

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    Alles kann, aber keiner ohne Bilder und exakte Beschreibung des Aufbaus auch nur ansatzweise RATEN. Also mehr Futter.
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  4. #3
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    Nachlieferung:

    Der Keller ist aus Poroton gemauert mit Bitumendick und Perimeterdämmung (6 cm) Schwenk PerimeterDuo; Sockeldämmung ebenso. Am Sockel ist Armierungsputz (Baumit, Details nicht bekant) und Kunstharz- als Oberputz aufgebracht. Der Putz bindet ganz erheblich in Erdreich ein (>10 cm, z.T. sicher 30 cm.). Oben schließt Fassadendämmung an Sockel bündig an; Armierungsputz ist durchgeputzt, Oberputz ist Mineralputz mit Silikat-Dispersionsfarbe.

    ]

    Auf dem Putz war zunächst kein Feuchtigkeitsschutz aufgebracht. Nachträglich wurde wieder Freigegraben und ein Bitumenanstrich über den Erdberührten Bereich bis ca. 5 cm unter die untere Putzkante aufgebracht.



    Wie gesagt, die feuchten Rände sind weiter (nahezu) unverändert da. --> Woher kommt also die Feuchtigkeit? (von der Erde durch das Bitumen in den Putz wohl kaum, oder?)

    Wenn weitere Infos nötig sind, bitte kurze Info.

    Tom
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  5. #4

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    Der Feuchteschutz (=Bitumen) des Sockels ist nicht hoch genug gezogen, der Sockel bekommt immer Wasser ab. Kunstharz im Sockelbereich? Wundert mich, eigentlich ist kein Kunstharz dermaßen kapillaraktiv dass Feuchtigkeit wie hier aufsteigt. Auf dem ersten Bild, ist da auch der Fassadenputz nass? Bilder vor der Dämmung und Unterputz, nach der Abdichtung?
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  6. #5

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    Irgendwo gibt es Kapillare, die das Wasser in der Wand nach oben steigen lassen. Das muss vor Ort untersucht werden.
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  7. #6
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    Danke für die ersten Einschätzungen.

    @Herr Nilsson:
    (1) Weitere Bilder von der Abdichtung gibt es leider nicht.
    (2) Zum Hinweis, der Feuchteschutz ist nicht hoch genug: Bis 5 cm über OKG, wenn ich mich nicht irre... Aber hier sind die letzten 5 cm ja nur Kies, sodass keine feuchte Erde anliegt, sondern doch nur Spritzwasser. Und Sollte der Kunstharzputz denn nicht Spritzwasser abkönnen?
    (3) Kann es nicht sein, dass die Kapillaraktivität im mineralischen Unterputz stattfindet? Der Kunstharzputz ist ja nur 1-1,5 mm dünn...

    @schimmelgut8ter:
    Wir erfolgen. Im Ergebnis bleibt aber nur der Putz, die EPS-Platten und der Plattenkleber... Ich wüsste daher gerne, ob schon jemand die Erfahrung gemacht hat, dass in den EPS-Platten selbst Feuchtigkeit aufsteigt. (EPS sollte ja eigentlich nicht kapillaraktiv sein). Denn wenn das physikalisch ausgeschlossen und in der Praxis nicht beobachtet ist, bliebe ja nur der Putz und der Platten kleber...

    Tom
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  8. #7
    Themenstarter

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    PS: @ Herr Nilsson - Zur Frage, ob auf dem ersten Bild die Fassade feucht ist:

    Die Feuchtigkeitsränder ziehen sich teilweise bis in die Fassade hoch. Insoweit ist der Unterputz auch durchgeputzt.

    Darüber hinaus sind die untersten 60 cm der Fassade manchmal feucht, trocknen aber schnell und ohne Ränder ab. Hier liegt hinter dem Putz eines XPS-Platte, während oberhalb von 60 cm auf eine Holzfaserplatte geputzt ist.

    Die Fassade ist aus Mineralputz mit Silikatfarbe.
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  9. #8
    planfix
    Gast
    hat die dämmung überhaupt eine zulassung für den vorhanden lastfall wasser?
    >>>> Herstellerangaben!!!!
    ansonsten siehe auch hier

    oder herstellerangaben hier:
    *** Perimeterdämmung *35 EPS 035 PW/PB Dämmplatte... Im Kapillarsaum des Grundwassers und bei drückendem Wasser ist die Verwendung der Dämmplatten nicht zulässig....
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  10. #9

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    Fassadendämmung aus EPS ist generell nicht kapillaraktiv. Ohne Öffnung / vor Ort kann man da tatsächlich nur Vermutungen anstellen. Irgendwo zwischen MW und Feuchteschutz stimmt was nicht so ganz........
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  11. #10

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    Wie ist denn der untere Abschluss ausgeführt:
    Ist der Feuchteschutz auf dem Oberputz nach unten bis auf die ungeputzten Perimeterdämmplatten geführt?
    Wenn nicht, ist Armierung + Putz "unten offen".
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  12. #11

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    Mist, ich hatte nicht gelesen, dass du bereits geschrieben hast, dass der Feuchteschutz bis auf den ungeputzten Bereich gezogen wurde (und editieren kann ich meinen Beitrag nicht mehr :-()

    OK, aber hast du beschrieben, wie der untere Abschluss der Perimeterdämmung ist, abgeschrägt oder gerade und wie da der Feuchteschutz drauf verläuft?
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  13. #12
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    Die Sockeldämmung (grauer Bereich) ist identisch mit der Perimeterdämmung (beides Schwenk Perimeter Duo). Die Perimeterdämmung ist bis auf die Bodenplatte gezogen und steht dort auf.
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  14. #13

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    Also wenn der Feuchteschutz über die untere Putzkante reicht, dann ist diese dicht abgeschlossen und es kann über diese Kante kein Wasser im Putz/Armierung hochsteigen.

    Dann könnte die Feuchtigkeit nur noch zwischen den unverputzten Perimeterplatten an den Stößen (zwischen den Perimeterplatten selbst oder zwischen untersten Perimeterplatten und Bodenplatte) durchdringen und im Kleber hochsteigen. Ist das möglich?
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  16. #14
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    Im Kleber vermutlich nicht, denn die Perimeterplatten sind auf die Bitumendickbeschichtung - also vermutlich mit Bitumenkleber - geklebt, der meines Wissens nicht kapillar leitend ist. Auch müsste ja eine durchgehende Kleberschicht vorhanden sein.

    Zwischen den Platte möglich. Aber da die Ränder fast gleichmäßig, jedenfalls nicht regelmäßig im Bereich der horizontalen Plattenstöße (also alle 1,20 Meter) besonders ausgeprägt sind, halte ich das nicht für wahrscheinlich.

    Wenn (da) auch das EPS nicht kapillar leitend ist, dürfte es sich wohl nicht um kapillar aus dem Boden aufsteigende Feuchtigkeit handeln...

    ==> Vielleicht kommt die Feuchtigkeit eher durch die Luft?
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  17. #15

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    Zitat Zitat von Dono Beitrag anzeigen
    ==> Vielleicht kommt die Feuchtigkeit eher durch die Luft?
    Wie? Du meinst Regen?
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