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Fragen zur Heizungsanlage

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  1. #1

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    Fragen zur Heizungsanlage

    Hallo zusammen,

    im Mai diesen Jahres habe ich vor das 3 Fam.Haus meiner Eltern etwas umzubauen und vorerst im Erdgeschoss von den vorhandenen Nachtspeicheröfen auf eine Zentralheizung umzubauen. Nach und nach soll dann auch die anderen beiden Wohnungen von den alten Nachtspeicheröfen weg. Die Wohnung um die es erstmal geht ist ca. 100qm groß und ich würde gerne komplett Fußbodenheizung verlegen. Dabei stellt sich für mich schon die erste Frage welches System ich nehmen soll da der Estrich den ich natürlich komplett entfernen werde nur 7 cm hoch ist. Empfiehlt sich da ein Noppensystem mit geringer Aufbauhöhe? Die Brennwerttherme soll schon direkt die Leistung haben das sie später auch die anderen Wohnungen beheizen kann
    (Wohnung2 65qm und Wohnung3 90qm). Würde da eine 25 KW Therme ausreichen? Außerdem soll ein Kaminofen zusätzlich in die Wohnung, empfiehlt es sich einen Wasserführenden zu nehmen der die Heizungsanlage unterstützt oder lohnt sich das nicht. Holz habe ich genug und würde es nicht bezahlen. Ich habe vor ca. 11 Jahren den Beruf GWI mal gelernt arbeite jetzt allerdings in einer anderen Branche, würde aber gerne so viel wie möglich selber machen.

    -Was empfehlt ihr für ein Brennwertgerät?
    -Was für ein Fußbodenheizungssystem?
    -Wasserführendenn Kamin?

    Liebe Grüße Jan W.
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  2. Fragen zur Heizungsanlage

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  3. #2

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    Produktdiskussionen wird es hier nicht geben, aber bei den restlichen Fragen können wir sicherlich helfen.

    Wenn nur 7cm für den Bodenaufbau zur Verfügung stehen (inkl. Oberbelag?), dann wird´s tatsächlich knapp. Auf jeden Fall darauf achten, dass der Hersteller den Aufbau freigibt....obwohl, bei Selbstbau hängt die Verantwortung sowieso bei Dir.

    Bei einer "normalen" FBH reden wir von einer Rohrüberdeckung von typ. 45mm. Das kommt für Dich kaum in Frage. Es gibt Systeme die kommen mit weniger aus, da spielt jedoch die Materialauswahl eine wichtige Rolle. Auf jeden Fall solltest Du den Rohrdurchmesser nicht zu gering wählen (keine dünnen Kapillarröhrchen).

    Ob eine 25kW Therme ausreicht zeigt die Heizlastermittlung. Man könnte auch versuchen über den bisherigen Verbrauch der Nachtspeicheröfen zu schätzen, wenn das Haus aber nur zum Teil beheizt war, gibt das auch nur unzuverlässige Zahlen.

    Wenn das Haus auch nur ein bischen gedämmt ist, und Fenster eingebaut sind, sollte die Heizlast deutlich unter 20kW liegen.

    Beim Kaminofen ist das so eine Sache. Hier stellt sich erst einmal die Frage, wie intensiv dieser genutzt werden kann (eigener Wald, Holz, Werkzeuge, immer jemand zuhause usw. usw.) Bei intensiver Nutzung würde ich auf jeden Fall einen wasserführenden Kaminofen einbauen, auch wenn der Aufwand deutlich höher ausfällt. Du schreibst zwar, dass Du Holz genug hast, aber man sollte nicht unterschätzen, wieviele Ster Holz da jedes Jahr durch den Schornstein gehen.

    Auch an den Schornstein denken, denn ein Gas-Brennwerter braucht ein LAS und der Kaminofen will dann noch seinen eigenen Zug.

    Ich habe vor ca. 11 Jahren den Beruf GWI mal gelernt arbeite jetzt allerdings in einer anderen Branche, würde aber gerne so viel wie möglich selber machen.
    Bei der Gastherme brauchst Du später sowieso einen Fachbetrieb mit Konzession für den Gasanschluß.

    Ob Du den Rest selbst machen kannst, kann ich nicht beurteilen. Es hat sich in den letzten 11 Jahren sicherlich einiges geändert, aber manches ist auch gleich geblieben.

    Gruß
    Ralf
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  4. #3
    Avatar von OldBo
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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Ob Du den Rest selbst machen kannst, kann ich nicht beurteilen. Es hat sich in den letzten 11 Jahren sicherlich einiges geändert, aber manches ist auch gleich geblieben.
    Moin Ralf,

    und ob ein GWI aus der Zeit genügend Grundkenntnisse im Heizungsbau hat, wage ich zu bezweifeln. Die Fragen deuten schon darauf hin

    Gruß

    Bruno
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  5. #4

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    Hallo Bruno,
    meine Antwort war diplomatischer.

    Gruß
    Ralf
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  6. #5
    Avatar von OldBo
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    Tja Ralf, die einzige Fremdsprache, die ich einigermaßen kann, ist "Tacheles"

    Gruß

    Bruno
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  7. #6
    Hallo Jan,

    zunächst eine kurze Verständnisfrage zur Aufbauhöhe. Hast du insgesamt 7 cm zur Verfügung oder ist das nur die aktuelle Estrichstärke? Wie sieht es im EG mit einer Fußbodendämmung bzw. in den anderen Etage mit einer Trittschalldämmung aus (ggf. Bauteilöffnung durchführen)?
    Auch wenn wir hier keine Produktdiskussion eröffnen wollen, möchte ich Dir zu mindestens einen Anhalt geben, welche Hersteller bei einer Gesamtaufbauhöhe mit 7 cm in Frage kommen. Andere Hersteller bieten das auch an, müssten dann von Dir oder dem Planer recherchiert werden (mögliche Hersteller Effidur oder Jupiter Ideal)

    Hast du eine Heizlastermittlung durchgeführt. Die kann dir bei der Dimensionierung der Gastherme helfen. Ist die Fassade gedämmt, wurden die Fenster getauscht, ist das Dach ebenfalls gedämmt? Je besser gedämmt ist, desto geringer kann die Leistung der Gas-Brennwerttherme gewählt werden. Neben geringeren Kosten, können möglich Verluste durch eine Überdimensionierung vermieden usw. Wie Ralf schon geschrieben hat, sind die 25 KW sicherlich überdimensioniert.

    Bevor du die alten Nachtspeicheröfen entfernst, informiere dich bitte über damit verbundene Gefahren. Idealerweise läst Du den Rückbau durch einen Fachbetrieb machen. Je nachdem wie alt die Öfen sind, können diese Asbest enthalten (wurde bis 1977 als leichtgebundenes Material in Nachtspeicheröfen verarbeitet). Gerade Kinder, aber auch Erwachsene sind gefährdet. Es ist auf jedenfall zu vermeiden, das Asbestfasern freigesetzt in die Raumluft freigesetzt werden und sich auch im Raum ablagern können. Zur eigenen Sicherheit solltest du auf jeden Fall einen geeigneten Mundschutz tragen.
    Hier eine Übersicht zu asbestbelasteten Nachspeicheröfen. Übrigens, die Heizsteine sollten mindestens einen Tag auszukühlen. Also die Nachtspeicheröfen frühzeitig ausstellen.

    Gruß

    Erik
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