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Kauf Sanitärbedarf im Online-Shop. Probleme mit Installation?

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  1. #1

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    Kauf Sanitärbedarf im Online-Shop. Probleme mit Installation?

    Hallo,

    wir planen gerade unser neues Bad und haben nun festgestellt, dass wir die ganzen Sanitärobjekte in einem Online-Shop um ca. 40% günstiger kaufen könnten als beim Installateur vor Ort.

    Über den Shop selbst findet man im Internet jede Menge Bewertungen. Uns stellt sich jetzt aber vielmehr die Frage, ob wir auch einen Installateur finden, der die Sachen einbauen würde. Ich denke, das dürfte eigentlich kein Problem sein, wenn wir dem Handwerker seinen regulären Stundenlohn dafür bezahlen. Wenn er für diesen Stundenlohn zum Beispiel einen Kloverstopfung beseitigt, verdient er ja auch nichts am Material.

    Ich habe jetzt aber schon Berichte gelesen, nach denen sich Installateure anscheinend auch weigerten, die Sachen einzubauen. Kennt jemand die Gründe hierfür (von Garantiedingen mal abgesehen)?

    Hat schon jemand online Sanitärobjekte bestellt und sich dann vom Handwerker vor Ort einbauen lassen?

    Freue mich über Erfahrungsberichte :-)
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  2. Kauf Sanitärbedarf im Online-Shop. Probleme mit Installation?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    das Thema wurde hier schon tausendmal diskutiert....
    wie willst du denn das Problem der Gewährleistung / Garantie lösen?

    Stell dir mal vor deine Duscharmatur geht kaputt,
    wer baut sie auf wessen kosten aus?
    du schickst sie an deinen Online Händler und möchtest Ersatz dafür,
    Bearbeitungszeit ca. 2 Wochen.... oder der Verweis an den Hersteller.....

    Nehmen wir wir an du bekommst eine neue,
    wer baut sie auf wessen Kosten wieder ein?
    Abgesehen davon, dass du in dieser Armaturlosen Zeit nicht duschst....

    Verstanden?


    Gipser
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  4. #3

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    Zitat Zitat von Gipser Beitrag anzeigen
    das Thema wurde hier schon tausendmal diskutiert....
    wie willst du denn das Problem der Gewährleistung / Garantie lösen?
    stimmt....haben wir

    Und von dir kommt dann reflexartig das Abwehrargument....kann man ja verstehen, wer hat es schon gerne wenn man ihm die Butter vom Brot nimmt.

    Letztendlich ist es eine Gesamtbetrachtung (Möglichkeiten/Risiken)

    Und beim kompletten Bädern ....kann die Übernahme von Risiken (nicht gleichbedeutend dass der Schadensfall auch eintritt) einige Tausender....
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  5. #4

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    Gewährleistung ist ein wichtiger Punkt, aber nicht der Hauptgrund.

    Das Problem liegt im bisher immer noch ganz gut funktionierenden dreistufigen Vertriebsweg in der Branche: die Markenhersteller liefern nur und ausschliesslich an den Fachhandel, dieser verkauft nur an Sanitärfachbetriebe und diese verkaufens dann an den Endverbraucher. Daher resultieren die recht üppigen Aufschläge.
    Wer ausscherte, bekam Ärger.

    Durch die neuen Vertriebsmöglichkeiten des Inets gibt es jetzt für Händler bzw. Handwerker die Möglichkeit, "anonym" Ware direkt und zu anderen Konditionen zu verkaufen, ohne daß sofort Sanktionen durch die Industrie, konkurrierende Händler oder Handwerker zu befürchten sind.

    Die Handwerker sind dabei natürlich die Gelackmeierten. Früher wurden Händler oder Hersteller die direkt verkauften boykottiert, heute ist das etwas schwieriger durchzussetzen. Natürlich wollen die Sanilöter dieses System so lange es geht behalten und weigern sich darum standhaft, nicht bei ihnen gekaufte Ware einzubauen.

    Gruß,
    Erdferkel
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  6. #5
    Avatar von upD8R
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    Ich könnte mir vorstellen, dass ein extra mit dieser Einbauaufgabe betreuter Handwerker das auch macht, wir haben jemanden, der unsere beigestellten Duschkabinen und einen Waschtisch montieren wird.

    Die Sanilöter unseres GU haben sich erwartungsgemäß geweigert ...
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  7. #6

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    Und von dir kommt dann reflexartig das Abwehrargument....
    nö Bernix, da liegst du etwas falsch,
    bezogen auf den Trockenbau sieht die Welt nämlich ganz anders aus,
    die heutigen Preise sind, gerade im Trockenbau, bedingt durch die vielen Sub/Sub/Sub´s,
    soweit im Keller, dass es oft unmöglich ist auf die Materialkosten einen Gewinn aufzurechnen. Für Beschaffung, Vorfinanzierung, Resteentsorgung etc. sind die Aufschlags - Möglichkeiten oft schon aufgebraucht, so dass ich manchmal froh wäre, der Kunde würde dies selber übernehmen.

    Gipser
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  8. #7
    Lebski
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    Realistisch läge der Preis für den Handwerker so etwa bei fast 50,00 €/h. Bevor jetzt ein Aufschrei kommt: Fragt mal ein KFZ-Werkstatt nach einem Stundenlohn.
    Würde das Handwerk jetzt Anbieten: Material +5% (Handling, Gewährleistung) + Zeitansatz (50,00 €/h) würde er im Wettbewerb keine Aufträge erhalten. Grund: der Preis der Installation wäre ok, aber die Anderen hätten bei den angefragten Stundensätzen mindestens 10,00 €/h weniger, und deshalb den Auftrag.

    Aus diesem Grund hat sich die Mischkalkulation durchgesetzt, ohne fette Marge am Material macht der Handwerker bei seinem üblichen Stundensatzt Verluste.
    Will man da Material bauseits stellen, muss einem klar sein, dass der angefragte Stundensatz viel zu niedrig ist.
    Zahlt mann 55,00 €/h und mehr, finden sich auch Firmen, denen man das Material beigestellt hat. Und jetzt rechnet mal, ob das immer noch 40% Ersparniss sind?
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  9. #8

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    Wir wollen dabei nicht die üppigen Gewinne des Installateurs vegessen, bei bis zu. 40% Rabatt beim Großhandel ist das fast Reingewinn. Außerdem ist die Gewährleistung echt ein Problem, denn der Installateur muß auf seine Arbeit Gewährleistung geben. Wie soll er das bei Produkten mit denen er u.U. keine Erfahrung hat machen.

    Wenn man beim Inet einkauft muß man halt in der Lagen sein das Zeug selber einzubauen. Ich würde als Handwerke auch keine fremden Teile einbauen.
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  10. #9

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    Wir haben doch Vertragsfreiheit in Deutschland, und so wie der Kunde sich seinen Handwerker aussuchen kann, kann der Handwerker auch selbst entscheiden ob er für den Kunden x einen Auftrag macht oder nicht.

    Die Schwierigkeit bei beigestelltem Material liegt darin, dass der Handwerker üblicherweise ein "Werk" erstellt. d.h. er haftet nicht nur für eine ordnungsgemäße Montage, sondern auch für die Funktion. Ganz nebenbei bemerkt, erwarten das auch die meisten Kunden von ihm, auch wenn sie sich der juristischen Feinheiten nicht bewußt sind.

    Der Ärger beginnt regelmäßig dann, wenn diese Funktion nicht mehr gewährleistet ist, weil das Material nicht passt, sich als ungeeignet herausstellt, oder gar defekt ist. Steigerungsfähig ist die Sache noch, wenn durch dieses Material ein größerer Schaden verursacht wird.

    Der Kunde wird sich angesichts des Aufwands/Schadens sofort auf seinen Laienstatus berufen, spätestens sein Anwalt wird ihm wohl dazu raten. Der Handwerker wird dann argumentieren, dass er nur mit der Montage beauftragt war.

    Dann landen solche Aktionen schnell vor Gericht, und jetzt wird´s spannend. Wie ein Richter entscheiden würde, kann ich nicht sagen. Ich vermute aber, dass er hier wohl eher zugunsten des Kunden (Laie) entscheiden dürfte und darauf hinweisen wird, dass zwischen Handwerker und Kunde ein Werkvertrag zustande kam, und somit der Erfolg geschuldet ist. Ich könnte mir auch sehr gut vorstellen, dass zusätzliche Vereinbarung zwischen AG und AN, die (in diesem Fall) zur Benachteiligung des AG (Laie) führen, einer rechtlichen Überprüfung nicht standhalten.

    Ich finde diese Situation (nur Werkverträge mit Handwerkern) absurd, aber anscheinend hat niemand Interesse daran das zu ändern.

    Deswegen gilt, Material selbst kaufen und selbst einbauen, oder einen Handwerker finden der bereit ist das Risiko auf sich zu nehmen, oder halt das komplette Werk vergeben.

    Gruß
    Ralf
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  11. #10

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    Das eigentliche Problem liegt in der Einkaufspolitik vieler Handwerker. Die haben ihren Stammgroßhändler und da wird gekauft. Zu dem Preis, den der ausruft.

    Preisvergleiche finden nicht statt. Oft nicht mal eine Preisabfrage bei der Erstellung der Angebote.
    Wie oft höre ich: Da muss ich erstmal sehen, wer das macht (Subleistungen, die als solche klar waren - Baugrube beim Maurer z.B.). Ja, wie jetzt? Sie haben doch einen Preis abgegeben, sogar mit Ct-Beträgen.
    Ja, aber da hab ich Erfahrungswerte eingesetzt.

    Ich denke, die Handwerker, die bei materialpreislastigen Arbeiten wie gerade bei Sanitärobjekten auf Preisvergleiche setzen würden und das auch dem Kunden noch erläutern würden (betriebswirtschaftlich), hätten wirklich gute Chancen.
    Leider ist die Frage nach der Kalkulation bei einem Handwerker einer grössere Beleidigung als das wissentliche Vorsetzen von Schweinefleisch für einen strenggläubigen Muslim.
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  12. #11
    Avatar von saarplaner
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    Ich habe so eine Baustelle im letzten Jahr abgeschlossen.

    Bauherr bestellte alle Sanigegenstände im I-Net. Sachen kommen ohne Anbauteile/Dichtungen/usw.. Dann wurden die falschen Farben geliefert -> Sani sauer, Anfahrt und Wartezeit musste bezahlt werden usw.

    Ich hatte Unmengen Probleme um zwischen Bauherr und Sani zu vermitteln. Ich lasse mich auf sowas jedenfalls nicht mehr ein!

    Interessant wurde die ganze Sache, als am WT wegen Materialfehler am Loch der Armatur Risse auftraten...
    Grausam!!!
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  13. #12

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    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen
    Das eigentliche Problem liegt in der Einkaufspolitik vieler Handwerker. Die haben ihren Stammgroßhändler und da wird gekauft. Zu dem Preis, den der ausruft.
    Das ist tatsächlich ein "Problem". Man ködert die Handwerker mit so Dingen wie Zahlungsziele, schnelle Lieferung bei Lagerware, Jahresumsatz mit Boni usw. und diese "Bequemlichkeit" zahlt der Kunde. Hinzu kommt, dass der GH am besten alles vorrätig haben soll, was die Lagerkosten der Produkte extrem in die Höhe treibt (manche Ladenhüter liegen Jahre im Lager).

    Es ist einfach krank wenn sich der Preis bis zum Endkunden verdoppelt oder gar verdreifacht. Früher hat man sich geärgert und dann doch zähneknirschend gezahlt, heute kann man global die Preise vergleichen und dann sorgen solche Preisdifferenzen für mächtig Ärger.

    Gruß
    Ralf
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  14. #13
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Gipser Beitrag anzeigen
    das Thema wurde hier schon tausendmal diskutiert....
    Sorry, hatte die Suche bemüht, aber nichts gefunden. Vielleicht habe ich die falschen Begriffe verwendet. Freue mich, wenn mir jemand die Links geben könnte.

    Dass der Handwerker seinen Stundensatz erhöhen muss, wenn wir die Teile beistellen, habe ich mir schon gedacht. Wir wären grundsätzlich auch bereit einen ordentlichen Stundensatz zu bezahlen, weil wir im Moment davon ausgehen, dass wir so noch trotzdem um einiges günstiger fahren würden.

    Ein Handwerker hat die Montage für 2 Bäder (in Summe 2 Duschen, 1 Badewanne, 3 Waschbecken und 2 WCs) pauschal für knapp 2.000 Euro angeboten (netto). Das sind bei einem Stundenlohn von 50 Euro 40 Stunden. 1 Woche müsste für die Montage der Sanitärobjekte doch ausreichen, oder? Hinzu kommt jetzt eben noch der Gewinn aus dem Material. Das scheint mir auf den ersten Blick recht viel.

    Wenn wir die Sachen online bestellen, handelt es sich für den Handwerker nicht um unbekannte Produkte. Es ist ja zum Beispiel genau das gleiche Waschbecken (Hersteller, Modell), das er uns ebenfalls anbietet. Deswegen verstehe ich auch das Problem noch nicht ganz. Man könnte es ja auch so lösen, dass der Installateur selbst im online Shop bestellt (dann ist auch alles vollständig) und 10% Handlingskosten aufschlägt. Zusätzlich erhält er einen ordentlichen Stundenlohn für die Montage.

    Wir werden den Installateur einfach mal fragen, ob sowas machbar ist. Außerdem haben im wir online Shop angefragt, ob uns dort ein Handwerker in unserer Region genannt werden kann, der den Einbau übernehmen würde. Bin mal gespannt...
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Avatar von OldBo
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    Moin,

    wir haben hier nicht schon oft das Problem mit dem "beigestelten Material" besprochen, sondern auch das Problem, dass man keine Firma findet, die das Material dann auch einbaut. Evtl. geht dann die Geschichte in Richtung Schwarzarbeit.

    Gruß

    Bruno Bosy
    Geändert von OldBo (01.04.2011 um 11:11 Uhr) Grund: Link vergessen :>))
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  17. #15
    Avatar von OldBo
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    Zitat Zitat von Behauserin Beitrag anzeigen
    ..... 2 Bäder (in Summe 2 Duschen, 1 Badewanne, 3 Waschbecken und 2 WCs)
    Warum man heutzutage in Neubauten nicht gleich daran denkt, wenigstens ein Bad mit einem Bidet und Pissoir auszustatten, wird man später sicherlich bereuen. Eigentlich sollte man heute schon altersgerecht Planen und Bauen. Und das wird sogar gefördert :>))

    Gruß

    Bruno Bosy
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