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  1. #1

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    Unglücklich Anbau zu teuer?!?

    Hallo,

    wir wollen an unser Reihenendhaus anbauen, haben dazu einen Architekten beauftragt, haben mittlerweile auch schon eine Baugenehmigung und wollen jetzt mit dem Bau beginnen. Nachdem der Architekt sich erst nicht zu den Baukosten äußern wollte, nur meinte, dass wir mit 60000 EUR nicht hinkämen und er einen vergleichbaren Anbau für ca. 80000 EUR erwähnte, kam er jetzt endlich mit seiner ersten detaillierten Kostenschätzung - und das hat uns ehrlich gesagt sehr entsetzt: 119000 EUR.

    Der Anbau hat eine Grundfläche von 8,50 m x 2,50 m, ist zweistöckig also ca. 40 qm Wohnfläche), nicht unterkellert, mit Dachterrasse oben drauf. Es müssen in jeder Etage zwei Wanddurchbrüche zum Bestand hin gemacht werden. Sanitäranlagen oder Wasseranschlüsse sind für den Anbau nicht geplant.

    Ist so ein Preis normal? 3000 EUR/qm! Gibt es Punkte, die extrem aus dem gewöhnlichen Rahmen fallen? Wo kann ich sparen? Oder habe ich mir da den falschen Architekten ausgesucht?

    Hier die Auflistung der geplanten Kosten (netto):
    - Rohbau incl. Wanddurchbrüche, Gerüst: 35.000
    - Dachdeckerarbeiten (Dämmung/Isolierung Flachdach, Entwässerung): 6.500
    - Fenster/Rollläden (2 Fenster a 1,80 m, 2 Senster a 1,20 m, 2 Türen zur Dachterrasse): 8.000
    - Heizungsarbeiten: 4.500
    - Elektroarbeiten: 3.500
    - Innenputz: 4.500
    - Estrich: 2.500
    - Außenputz, Dämmung Fassade: 8.000
    - 2 Innentüren: 1.000
    - Fensterbänke: 500
    - Verfliesen Küche, Laminat andere Räume: 2.500
    - Maler-/Tapezierarbeiten: 3.000
    - Außenanlagen, Terrassenbelag: 4.000
    - Unvorhergesehenes: 2.000
    - Baunebenkosten (Architekt, Vermesser, Statik, Gebühren): 15.000
    - MWSt: 19.000

    Vorab schon mal danke für Tipps!
    greulix
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  2. Anbau zu teuer?!?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Themenstarter

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    Ergänzung

    Noch eine kleine Ergänzung:

    Wir wollen da nichts Besonderes, keine exquisiten Materialien oder so. Mauern aus Sandstein wie der Rest des Hauses auch. Alles möglichst einfach und günstig.

    Wir wollten den Architekten die Bauleitung machen lassen, weil wir hoffen, die Bauzeit wird dadurch kürzer, als wenn ich selbst versuche alles zu organisieren. Wir müssen schließlich mit unseren Kindern in der Baustelle wohnen. Auch wenn es so wohl etwas teurer wird. Aber wir dachten ja nicht, dass es sooo teuer wird!

    Gruß,
    greulix
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  4. #3

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    Sandstein (das ist ein Naturstein) ist weder einfach noch günstig.

    Oder meinst Du vielleicht stattdessen Kalksandstein?
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  5. #4
    Themenstarter

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    Hast Recht: Kalksandstein natürlich.
    Danke für den Hinweis!
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  6. #5

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    Moin,

    da will sich wohl einer mit Gewalt Gesund stoßen.
    Sicherlich hat alles seinen Preis aber das hier ist
    nach meiner Ansicht total überzogen.
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  7. #6
    Lebski
    Gast
    Das ist eine Kostenschätzung, kein Angebot.
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  8. #7
    Themenstarter

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    Ja, es ist nur eine Kostenschätzung. Also kann sich der Architekt damit nur sehr eingeschränkt "gesund stoßen". Seine Gebühren werden ja proportional mit den Baukosten wachsen. Aber dass er die Kosten deshalb so hoch ansetzt, würde ich mal nicht unterstellen.

    Trotzdem: Erst lässt er uns 4 Monate im Glauben, die Kosten würden um die 80000 EUR liegen. Und dann kommt er mit diesen 120000 EUR um die Ecke. Da verliert man doch das Vertrauen. Und ich halte diese Kosten auch für zu hoch für unser Bauvorhaben. Vielleicht hat er ja viel höhere Qualitätsansprüche als wir. Oder eine Vorliebe für bestimmte hochpreisige Unternehmen.

    Mittlerweile tendiere ich ja schon dazu, ihn doch nicht mit der Bauleitung zu beauftragen, das von ihm vorgeschlagene Bauunternehmen für den Rohbau diese Arbeit machen zu lassen und dann die anderen Sachen selbst einzeln zu beauftragen... - wenn ich mir nur sicher wäre, dass ich die Arbeiten dadurch deutlich preisgünstiger gemacht bekäme. Und da hätte ich gern mal Eure Einschätzungen: Lässt sich dadurch viel einsparen? Oder muss ich mit ähnlichen Preisen rechnen? Welche Punkte sind besonders auffällig überteuert?

    Meine andere Sorge ist, dass sich dann alles deutlich länger hinzieht. Schließlich müssen wir in der Baustelle wohnen. Andererseits hat sich unser Architekt bisher auch schon nicht durch besondere Eile hervorgetan...

    Erst einmal ist jedenfalls noch ein ernsthaftes Gespräch mit unserem Architekten fällig. Mal schauen, was er dazu sagt. Seine Kostenschätzung ist seiner bisherigen Aussage darauf ausgelegt, uns vor bösen Überraschungen später zu bewahren. Und sein Vorschlag zur Kostenersparnis besteht darin, auf die Dachterrasse zu verzichten. Aber das wollen wir nicht.

    Schöne Grüße,
    greulix
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  9. #8

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    Habt ihr dem Architekten die Preisobergrenze genannt (belegbar)?
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  10. #9
    Themenstarter

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    Hallo KlausK,

    belegbar ist da nichts. Wir haben in beiden Richtungen ohnehin nichts Schriftliches, abgesehen von ein paar Mails, in denen aber auch nicht vom Preis die Rede ist. Ebensowenig wie ich eine Preisgrenze belegen kann, kann er einen Auftrag von mir nachweisen. Aber was hilft oder schadet das?

    Gruß,
    greulix
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  11. #10
    Wieland
    Gast
    Ihr Architekt hat für die Schätzung in etwa 500,-€ /m³ incl. Mwst. angesetzt.
    Ich vermute daß, vor Baugenehmigung der Bauantrag vorlag, in dem ja die
    Kostenschätzung / Bausumme auf dem erstan Blatt vermerkt war u. von
    Ihen unterschrieben wurde.

    Die Kosten sind ziemlich hoch angesetzt, aus welchen Gründen auch immer.

    Man sollte jetzt in Form einer Auschreibung / Angebote, die Ist Kosten ermitteln.
    Und zwar durch mehrere unabhängige Angebote der verschiedenen Gewerke.

    Wird der Anbau eventuell auf Torf o. Sumpfgebiet gegründet ?


    Grüße
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  12. #11

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    Zitat Zitat von greulix Beitrag anzeigen
    - Fenster/Rollläden (2 Fenster a 1,80 m, 2 Senster a 1,20 m, 2 Türen zur Dachterrasse): 8.000

    - Elektroarbeiten: 3.500
    Schätzpreise sind wie der Name schon sagt keine tatsächlichen Preise.
    Leider kommts oft dahin....

    Wenn ich gerade die oben genannten Positionen mit bei uns vor kurzem vergebenen/durchgeführten Maßnahmen vergleiche, erscheint mir der Fensterpreis zu hoch (unterstellt es sind einfache Fenster).
    Bei der E-geschichte können Nachrüstungen notwendig sein, die kostentreibend sind. Ob die allerdings schon berücksichtigt sind, ist die Frage.

    Ohne konkrete Angebote werdet ihr nicht weiterkommen....

    Off topic: Ich habs nicht ganz verstanden...es kommen 2,5m dazu über die gesamte Breite von 8m? Aber keine komplette Fassadenöffnung sondern zugänglich über zwei Innentüren?
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  13. #12
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von bernix Beitrag anzeigen
    Ich habs nicht ganz verstanden...es kommen 2,5m dazu über die gesamte Breite von 8m? Aber keine komplette Fassadenöffnung sondern zugänglich über zwei Innentüren?
    Hallo Bernix,

    nicht so ganz. Die 8 m sind nur gut zwei Drittel der Hausseite. Wir verbreitern also nur die vorderen zwei Drittel des Hauses. Dort gibt es zwei große Durchbrüche von ca 2,50 - 3,00 m, und die bestehenden Räume werden so in den Anbau hinein vergrößert, ohne Türen. Die zwei Türen sind an anderen Stellen. Im Erdgeschoss kommt im Anbau ein kleiner Vorratsraum hinzu. Im 1.Stock soll aus einem bestehenden Raum längs zwei Räume quer werden, die jeweils mit Durchbruch zur Hälfte im Anbau liegen. Und der eine Raum muss halt noch im bestehenden Haus einen Durchbruch mit Tür bekommen.

    Ich hoffe, die Beschreibung ist halbwegs verständlich.

    Gruß,
    greulix
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  14. #13

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    Hier mal ein Vergleich:

    Anbau an ein Einfamilienhaus, Grundfläche 8 x 6,5 m. Gemacht wurde Keller, Rohbau (EG + DG) mit Dachstuhl mit 2 Gauben inkl. Eindeckung und Spenglerarbeiten (Dachrinne, etc.; Kufper). Ohne Abtransport Aushub, ohne Isolierung, Elektrik, etc. Reiner Rohbau aus Kalksandstein (Keller) Rest Porenbeton. Gesamtkosten 91.000,-

    Da erscheinen mir die 120k für Euren Anbau als "Fertig" nicht sehr teuer. Bedenke, dass besonders Heizung und Elektro zeitaufwendig sind. Generell ist ein Anbau mit diversen Schwierigkeiten versehen sind, da man viele Dinge an das Althaus anarbeiten muss. Das kostet Zeit und daher Geld. Würde mich nicht wundern, wenn der reelle Preis später höher ist. Allerdings erscheinen mir die 2 Türen und auch die Fenster etwas zu teuer, aber das kommt auch auf das Material an.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Themenstarter

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    Hallo 00imperator,

    danke für Deine Antwort. Es ist gut, mal einen Vergleichspreis zu sehen.
    Dein Anbau war von der Grundfläche her doppelt so groß wie unserer. Keller, EG und DG dürfte auch deutlich teurer sein als EG, OG und Dachterasse. Und die Dachgauben hauen wohl auch noch einmal ganz schön rein.

    Ausgerechnet Heizung und Elektrik halte ich in unserem Fall für gar nicht so aufwändig. Wir brauchen einen zusätzlichen Heizkörper (der vielleicht sogar über das gleiche Rohr versorgt werden kann wie ein bestehender), und ein Heizkörper muss versetzt werden. Für ein paar Steckdosen und zwei Deckenlampen müssen Kabel verlegt werden. Aber im Grunde ist da nicht allzu viel erforderlich, weil ja weitgehend bestehende Räume erweitert werden. Die Elektroarbeiten würde ich wohl weitgehend auch selbst hinbekommen. (Ist für so etwas eine Abnahme durch einen Elektriker erforderlich?)

    Gruß,
    greulix
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  17. #15

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    Ja, es ist eine Abnahme mit Protokoll zwingend erforderlich (incl. der Schutzmaßnahmenprüfung).

    Aber Vorsicht:
    Ein einfaches Anstückeln an vorhandene Stromkreise ist seit einiger Zweit nurmehr dann überhaupt zulässig, wenn der Bestandsstromkreis bereits durch FI-Schutzschalter von max. 30mA zusätzlich geschützt ist. Ist das (wie meist) nicht der Fall, muß nachgerüstet werden, was bei TN-C-Installationen sehr aufwendig werden kann (gewisse Leitungsverlegung auch im Altbau nötig, ggf. neue Unterverteilung erforderlich).
    Wenn der Altbestand zu schlecht ist, kann u.U. auch eine komplette Neuinstallation des ganzen Hauses nötig werden! Das muß der Installateur vor Ort beurteilen. Schließlich haftet er auch dafür.
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