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Feuchteschutz von Perimeterdämmung und Außenputz

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  1. #1

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    Feuchteschutz von Perimeterdämmung und Außenputz

    Für die Ausbildung des Feuchteschutzes im Bereich des Sockels bei Wärmedämmplatten und Außenputz gilt laut Merkblatt

    Merkblatt: WDVS im Sockel- und erdberührten Bereich


    - Armierungsschicht und Putz enden ca. 20cm unterhalb Gelände-Oberkante (GOK)
    - "geeigneter" Feuchteschutz der von 5cm über GOK bis hinunter auf die ungeputzte Perimeterdämmplatte bzw. auf die Bauwerksabdichtung geführt wird.
    - Mechanischer Schutz des Feuchteschutzes durch Abdeckung mit Noppenfolie


    Das vorausgeschickt, finde ich folgende Lösung verständlich:
    1.4.1 Ausbildung Sockelbereich

    Der Außenputz und die Perimeterdämmung werden durch einen Sockelanstrich (z.B. Dichtschlämme) abgedichtet. Diese Abdichtung wird über die Putzkante bis an die Bauwerksabdichtung DIN18195 herangeführt. So kommt auch keine Kapillarwirkung zum Tragen. Diese Sockelausbildung erscheint mir komplett dicht!

    Jedoch gibt es Hersteller, da ist diese Abdichtung nur eine "Empfehlung" und kann also entfallen:
    Sto W 105 organisches System


    Es gibt sogar Details ganz ohne diesen lückenlosen Feuchteschutz, siehe

    Detaillösung A 03

    Hier empfiehlt der Hersteller eine integrierte Abdichtung durch seine "Perimeterspachtel" (z.B. "Quick-Mix PMS 2K") anstatt eine separate Abdichtung.

    In diesen letzten beiden Details ist der Oberputz am unteren Abschluss erdberührt und offen. Kapillaraktivität ist hier möglich.


    Sind diese Details nicht im Widerspruch zueinander? Wieso kann der Feuchteschutz mal entfallen, dann mal wieder nicht?
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  2. Feuchteschutz von Perimeterdämmung und Außenputz

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Avatar von Hundertwasser
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    Varianten je nach Hersteller ...

    ... sind natürlich möglich. Die Brillux Variante ist sicher, das hier die verschiedenen möglichen Armierungsmassen (mineralisch und organisch) jeweils durch das Multiflex geschützt sind. Also ist es egal, was als Armierung verwendet wird, das Detail funktioniert.

    Die Sto Lösung funktioniert m. E. nur mit der organischen, sprich kunstharzgebundenen Armierungsmasse und ist auch entsprechend gekennzeichnet. Bei mineralischen Armierungen kommt dann als Feuchteschutz das Sto Flexyl zum Einsatz, wird ähnlich wie Brillux Multiflex mit Zement angemischt eingesetzt

    Bei Quick Mix wird ein spezielles zweikomponentiges Material verwendet.
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  4. #3
    Themenstarter

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    Vielen Dank für die Erklärungen zu den einzelnen Details.

    Jetzt ist mir klarer, was der Sinn der Feuchtesperre ist. Es geht dabei hauptsächlich um die Armierungsschicht und nicht den Oberputz.

    Für den Feuchteschutz des Oberputzes "reicht" eine Noppenfolie oder Sickerschicht.
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