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Arbeiten mit Archis - Entwurfsphase.

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  1. #1

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    Arbeiten mit Archis - Entwurfsphase.

    hi,

    ich möchte mal gerne eure erfahrung zu bauen mit architekten hören.

    wir sind gerade in der entwurfsphase - d.h. man denkt viel über grundlegendes nach - man bekommt etwas visuelles vom architekten, kann sich das ganze nun besser vorstellen und entwickelt auf dieser basis weiter. je mehr zeit man hat, desto mehr ideen / gedanken fließen ein - manchmal schießt man über das ziel hinaus und sieht vor lauter bäumen den wald nicht mehr. nun ist der architekt derjenige, dem man hier ausgeliefert ist - der struktur in solch eine wichtige sache bringen muss - hilft die indivuellen bedürfnisse fachgerecht und opimal umzusetzen, ohne dabei übers ziel hinaus zu schießen ...

    so etwas nenne ich einen prozess und gerade in der entwurfsplanung ist es entscheidend, keinen fehler zu machen. wenn das grundgrüst nicht stimmt, muss man sich net über details unterhalten. wie beim auto --> bei nem auto ohne bremsen ist es egal ob, ob es abs hat oder esp.

    warum schreibe ich jetzt sowas?

    mein architekt hat mit mir ein fixes honorar ausgemacht - nun haben wir den entwurf in summe 4 mal überarbeitet... und bereits ca. 6000 euro für diese phase bezahlt. laut architekt ist diese phase beendet und man hört immer wieder heraus, dass wir nun so langsam zu "potte" kommen sollen. für mich ist anfang mai der zeitpunkt, wo wir die bauanträge abgeben können (vorher nicht möglich) - somit möchte ich mir bis mitte april noch zeit nehmen, alles zu überarbeiten - zumal bei uns noch potenzial nach oben herrscht (siehe mein entwurf in dem forum)...

    ich werde mich sicherlich gerne mit dem architekten außeinandersetzen und auch meinen standpunkt vertreten. auch verstehe ich den archi, der ein wenig nach dem kosten / nutzen verhältnis schaut..

    nur wollte ich mal eure erfahrung hierzu hören - sind wir hier so besonders oder ist unsere vorgehensweise und auch der zeitraum der entwurfsplanung eigentlich nichts besonderes und man will hier halt ein wenig "druck" aufbauen? was sind eure erfahrungen auf dem gebiet?
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  2. Arbeiten mit Archis - Entwurfsphase.

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  3. #2
    bluecher
    Gast
    dem architekten, der seine brötchen mit der planung von einfamilienhäusern verdienen muß, ist IMHO nicht zu helfen.
    erst macht ihn der bauHERR, und dann die HOAI mürbe. oder er ist elegant und macht nach der ersten tuffigen skizze kreative pause bis sich das baupaar beruhigt hat.
    wenn dann für die dame des hauses die badfliesen passend zum teint bemustert sind, wird bei jeder abnahme unter dem sideboard liegend beispielsweise die frage kommen: "schaaatz, wo war der riss gleich wieder?"
    architektur könnte so schön sein ohne bauherren ...
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  4. #3
    wasweissich
    Gast
    du hast was vergessen
    sakrasmus on/off
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  5. #4

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    du mußt mal die andere seiten sehen.

    meist ist es so, daß architekten/in die
    bauherren/in bremsen müssen.

    ansonsten könnte man bis zum
    sankt nimmerleinstag planen.

    das fängt doch schon damit an,
    dass du deine grundriße hier einstellst,
    zur bewertung.

    ich würde alles anders machen....
    so what?

    entweder man hat sich gemeinsam
    ein ziel ausgesucht, oder nicht...
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  6. #5
    bluecher
    Gast
    wieso sarkasmus?
    divergentes denken führt meist zu entropie!
    bei konkreten zielen wie ef-hütte ist das nicht zielführend ...
    ich weiß: vertrauen ist so unchic!
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  7. #6
    planfix
    Gast
    @blücher
    trotz aller kreativität des architekten, sollte das haus doch primär den bauherrren gefallen und nicht dem "künstler" im architekten.
    wer zahlt, schafft an. das ist in franken wohl auch nicht anders.

    ein bisschen empathie sollte ein guter architekt meiner meinung nach schon mitbringen.
    es ist ja nicht so, dass der architekt das haus bezahlt oder gar bewohnt.

    @ TE
    so wie ich das sehe, habt ihr nicht den architekten gefunden, der versteht, was ihr wollt, oder ...ihr wisst es selber nicht?
    vertrauen ist wichtig. also geht in euch und überlegt, wie es dazu kommt, dass die entwürfe nicht 100% passen.
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  8. #7

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    Zitat Zitat von bluecher Beitrag anzeigen
    architektur könnte so schön sein ohne bauherren ...
    solange das Traktat auf dem Papier bleibt mag das stimmen. Wenns dann um die Bezahlung geht wird ekelhaft. Noch ekelhafter wirds wenn man in dem geistigen Erguß sein restliches leben verbringen will. Der Architekt findets bestimmt toll eine betonierte Schuhschachtel mit Südfront aus Glas hinzustellen. Es gilt immer noch: wer zahlt schafft an. Wenn der Bauherr auch nur einen Hauch von Spepsis hat muss das geklärt werden. Das wiederum macht der Architekt auch nicht umsonst, spätestens nach der 5 Änderung wird er den Stift fallen lassen, oder wie gesagt mehr Geld fordern.
    Von daher und unter berücksichtigung der größten Investition des Lebens ist Vertrauen zwar löblich kann aber voll in die Hose gehen
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  9. #8

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    Man kann das so wie blücher sehen - und die Finger von Efh und Dh lassen.
    Oder man kann es anders sehen und Efh machen.
    Dann sollte man aber wissen, dass es in der Regel nicht mit 2 Entwürfen getan ist, oft auch nicht mit 5 oder 6.

    Dazu kann man sehr schlank arbeiten , sich die Stundensätze hinterher schönrechnen oder eine entsprechende Honorarvereinbarung treffen.
    Die allerdings muss der Bauherr auch unterschreiben. Dazu sollte man das dann begründen können.
    Natürlich bedeutet es Vertrauen, eine HZ III Mittelsatz oder IV Mindestsatz zu unterschreiben, in der Hoffnung, dass der Architekt auch eine entprechende Leistungsbereitschaft zeigt.
    Aber dafür gibts ja die Möglichkeit der stufenweisen Beauftragung. Also erstmal nur LP 1 und 2. Und dann 3 und 4. Und dann weiter.

    Auch EFH-Bau kann sich rechnen. Aber nicht für alle Architekten.

    Wer das regelmäßig macht, kennt die Stolperfallen, die Defizite der Vermittlung der Bauherrschaftswünsche durch selbige usw usw.
    Wer da mal aus den Höhen des Repräsentationsbauolymps in die Niederungen des EFH-Baus herabsteigt, wird da recht wahrscheinlich wirtschaftlich scheitern.

    Das sollte aber kein Grund sein, den EFH-Architekten abzulehnen.
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  10. #9

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    laut architekt ist diese phase beendet und man hört immer wieder heraus, dass wir nun so langsam zu "potte" kommen sollen.
    Naja...ganz offensichtlich ist die Phase ja noch nicht ganz beendet, da es beim Entwurf ja wohl noch etwas Finetunig bedarf. Nun zu sagen: Phase beendet, weiter geht's mit der nächsten Phase ist nun nicht ganz optimal.

    Thomas
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  11. #10
    Bauexpertenforum Avatar von Marion
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    Zitat Zitat von bluecher Beitrag anzeigen
    architektur könnte so schön sein ohne bauherren ...
    Ich verstehe Blücher so, dass er sich einfach Bauherren auf Augenhöhe wünscht.

    Zitat Zitat von nachttrac Beitrag anzeigen
    Noch ekelhafter wirds wenn man in dem geistigen Erguß sein restliches leben verbringen will. Der Architekt findets bestimmt toll eine betonierte Schuhschachtel mit Südfront aus Glas hinzustellen.
    Hast Du schon einen Planungsprozess zusammen mit einem Architekten durchlaufen? Wie soll das gehen, dass am Ende eines solchen Prozesses ein Haus herauskommt, in dem man gar nicht wohnen will? Natürlich darf ein Architekt eine "betonierte Schuhschachtel" toll finden. Solange es nicht Deine ist, ist es doch in Ordnung.

    Zitat Zitat von nachttrac Beitrag anzeigen
    Es gilt immer noch: wer zahlt schafft an
    Mir gefällt der Ausdruck überhaupt nicht, weil er eine Hierarchie zwischen Architekt und Bauherrn schafft, die der gemeinsam zu lösenden Aufgabe nicht gerecht wird.

    Zitat Zitat von D3esperator Beitrag anzeigen
    so etwas nenne ich einen prozess
    Die Frage ist wo dieser Prozess beginnt und wieviel Bauherrenentwicklung darin steckt. Diese ist nicht über Gebühr dem Architekten anzulasten.


    Zitat Zitat von D3esperator Beitrag anzeigen
    und man hört immer wieder heraus, dass wir nun so langsam zu "potte" kommen sollen.
    "Heraushören" ist keine klare Kommunikation. Es sollte auf beiden Seiten sachlich Klartext gesprochen werden.


    Marion
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  12. #11

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    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen
    Auch EFH-Bau kann sich rechnen. Aber nicht für alle Architekten.
    Ist genau unsere Erfahrung, leider sind wir erst beim dritten Architekten zu für uns brauchbare und sehr schöne Entwürfe gekommen.

    Dieser hat nicht direkt losgelegt, er hat sehr lange zugehört, versucht unsere Lebensweise und Anforderung zu verstehen, sehr oft rückgefragt und uns auch Zwischendetails sehen lassen und siehe da nach 3 Entwürfen waren wir da. Und dabei hat dieser Architekt deutlich weniger Zeit benötigt, fast nur ein Fünftel von dem der beiden Vorgänger (jeweils einzeln das Fünftel).
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  13. #12

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    Zitat von Bluecher

    Wenn man solche Kommentare wie die von Bluecher sieht, dürfen sich andere Architekten nicht wundern, dass Bauherren sich abwenden und nach alternativen Wegen suchen.

    Für mich steht jetzt fest, ich arbeite lieber mit Praktikern, die nicht solche Sprüche klopfen, sondern auf dem Boden bleiben.
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  14. #13

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    Liebe PetraS...die allermeisten Archietkten sind sehr wohl Praktiker, sofern sie ein paar Jährchen Berufserfahrung auf dem Buckel haben. Es ist nämlich so, dass man -um sich Architekt nennen zu dürfen- mehrere jahre praktische Berufserfahrung nachweisen können muss (in BY 3 jahre, andere Bundesländer glaube ich 2 Jahre...). Das heißt dann eben auch nicht nur bunte Bilder malen, sondern Bauleitung, Koordinierung, usw.

    Mit welcher Art "Praktiker" willst Du denn bauen, wenn es kein architekt sein soll??????

    Grüße

    Thomas
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  16. #14

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    Na - mit nem Stempelaugust bzw Stempelaugusteamalie
    http://www.bauexpertenforum.de/showthread.php?t=54130

    Auch wenn ich zugeben muss, dass bluechers "Auftritte" zum Teil wenig förderlich für das Ansehen unserer Zunft sind, es ist kein Begründung für das Ansinnen von GastPetra.
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  17. #15

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    ...es ist kein Begründung für das Ansinnen von GastPetra.
    Naja...PetraS's Ansinnen mit einem "Praktiker" sind durchaus nachvollziehbar. Ob ein reiner "Praktiker" auch gleichzeitig unbedingt ein guter Entwerfer sein muß...who knows. Kommt auf den Einzelfall an und ist doch i.O.
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