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  1. #1

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    Fliesenspiegel

    Ich lasse gerade Wand-und Bodenfliesen im Format 30x60 cm verlegen.

    Nach etwas Druck ist der Fliesenleger heute morgen endlich erschienen und hat in den Fluren Bodenfliesen gelegt.

    Zuerst war ich heute mittag geschockt, daß die Verlegerichtung um 90° gedreht war. Da es nicht schlecht aussieht, ist es mir jetzt egal.

    Dann habe ich mich über einige Sägezähne im Millimeterbereich trotzt topfebenen Untergrund und über variable Fugenbreiten bei kalibriertem Feinsteinzeug geärgert,

    aber dann kam der Hammer :
    An der Treppe EG hat der AN bequem mit einer ganzen Fliese angefangen um dann gut 3 m weiter durch die schiefe Gipsdielen- Flurwand 2,5 cm vor der Wand zu landen. Abzüglich Fliesensockel mit 10 mm plus 2 mm Kleber bleibt immer noch ein horizontales Loch von 13 mm. Wenn man so etwas mit einer Silikonfuge zuschmieren wollte, hat sie wahrscheinlich eine Ansichtsbreite von 20 mm !

    Den Sockel ausmitteln geht auch nicht, da der Wandbelag aus 1,5 mm Kratzputz besteht und zwar ohne lästige Acrylfuge zwischen Putz und Sockel.

    Der Schock ist noch frisch, daher die Frage :

    WAS SOLL iCH TUN ?
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  2. Fliesenspiegel

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  3. #2
    Avatar von operis
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    Was soll ich tun?

    Den Fliesenleger die verdammte Scheisse wieder rausreissen lassen. Ein Boden wird im Vorfeld aufgemessen und eingeteilt, so können 2,5 cm Streifen gar nicht erst entstehen.

    Es ist Dein Boden, lass Ihn dir nicht versauen...

    Operis
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  4. #3

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    Gab es für den Fliesenleger einen gezeichneten Fliesenspiegel oder andere eindeutige Angaben, wie die Fliesen zu verlegen waren?

    Falls ja, wie Operis.

    Falls nein, sehe ich zumindest bei den um 90° ggü. deinen Vorstellungen gedrehten Fliesen Probleme, die Radikallösung auf Kosten des Fliesenlegers durchzusetzen.

    Gruß Mathie
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  5. #4
    Avatar von susannede
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    Hallo Buddel,

    entschuldige, ich muss lachen.

    Wenn ich Deine Eintragung unter "Beruf" ernst nehmen soll, frage ich mich, wieso Du keinen Fliesenspiegel selbst gezeichnet hast - und zwar nach eigenem Aufmaß vorher - und wieso der Fliesenleger einfach so rumlegen kann und Du nur vor vollendeten Tatsachen fragend rumstehst.

    Andererseits muss ich schon zugestehen, dass gerade im Altbau jeder A-erdachte - und stets von 2 Wandseiten eingemaßte, höhö - Fliesenspiegel nie hinhaut und vom dummen kleinen Bauleiter vor Ort nach Aufmaß neu angezeichnet und mit dem Fliesenleger herzenseinig abgestimmt wird, worauf sich meine As nachher wieder stolz auf die Schulter klopfen können, was sie doch für tolle Planer sind.

    Tipp -
    aus eigener cand-arch-Zeit weiß ich: auch der fleißigste Studioso kann sich seine Termine so legen, dass er und der Fliesenleger gemeinsam vor der Verlegung die Probleme lösen können.

    A ist nicht nur schöne Plänchens, sondern auch Bauleitung, Termine und Kosten.

    Glückauf, Planergott im Werden.
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  6. #5
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von susannede Beitrag anzeigen
    Wenn ich Deine Eintragung unter "Beruf" ernst nehmen soll, frage ich mich, wieso Du keinen Fliesenspiegel selbst gezeichnet hast
    Es geht hier um meine eigene Bude und ich mache für so ein kleines Häuschen keinen Fliesenspiegel, der, wie du selbst weißt, sowieso nicht paßt. Im Gegenteil, dann trägst du noch die Verantwortung wenn sich der AN darauf verläßt und die Wände schief sind. Dazu braucht es keinen Altbau, die DIN-Toleranzen sind schlimm genug.

    Es sollte aber selbstverständlich sein, daß der Fliesenleger vorher vermisst und nicht auf gut Glück loslegt. Der überstürzte Arbeitsbeginn am Samstag morgen war auch nicht abgestimmt.

    Die Verlegerichtung war mit dem Chef leider nur mündlich abgesprochen, ist bis zum Verleger wohl nicht durchgedrungen. Da es trotzdem gut aussieht, ist das jetzt gegessen.

    Für mich stellen sich verschiedene Fragen wie man das Problem mit Augenmaß löst (falls möglich).

    1. ob es vernünftig möglich und sinnvoll ist die einzelnen Fliesen, die zu tief sitzen mitsamt Kleber rauszuklopfen und zu ersetzen.

    2. ob es wirtschaftlich und durchzusetzen ist auf Kosten des Fliesenlegers die krumme Gipsdielenwand mit Putz auffüttern zu lassen.

    Wenn es doch zum Streit kommt, muß ich wissen wie ich wasserdicht begründen kann, daß ich schiefe 1 cm Fliesen- Streifen nicht akzeptieren muß.
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  7. #6
    Avatar von susannede
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    Es geht hier um meine eigene Bude und ich mache für so ein kleines Häuschen keinen Fliesenspiegel, der, wie du selbst weißt, sowieso nicht paßt. Im Gegenteil, dann trägst du noch die Verantwortung wenn sich der AN darauf verläßt und die Wände schief sind. Dazu braucht es keinen Altbau, die DIN-Toleranzen sind schlimm genug.
    Besser hättest Du den kleinen, aber feinen Unterschied zwischen Möchtegern-Archis und Baufrauen nicht formulieren können.
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  8. #7
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von susannede Beitrag anzeigen
    Besser hättest Du den kleinen, aber feinen Unterschied zwischen Möchtegern-Archis und Baufrauen nicht formulieren können.
    Sehr hilfreich, denn eine praktikable Lösung weißt du wie meistens nicht. Ich wette, du zeichnest im Rahmen des Mindestsatzes HOAI für jedes Plumpsklo einen Fliesenspiegel, von allen 4 Wänden auf den Millimeter vermaßt .

    Bei deiner grenzenlosen Selbstüberschätzung würde ich gerne mal auf Baumängel-Suche gehen.

    Mir wäre die Anwort eines wirklichen Fliesen- Fachmanns zu den Lösungsmöglichkeiten ohne dummes Geschwätz lieber.
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  9. #8

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    Nö. Susanne steht auf der Baustelle und misst mit dem Fliseur die Fliesenwand auf, teilt sie ein und dekoriert das Baustellenklo mit der Architektenzeichung. Die sind bei so was nämlich nicht mehr wert (je nach Notstand sogar weniger) als Klopapier...

    Passt leider viel zu oft nicht, so ein gezeichnetes Detail...
    Aber das Thema kenn ich auf dem Dach und in der Altbausanierung ja auch zur Genüge...

    Gruß Holger
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  10. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  11. #9

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    Besagte "grenzenlose Selbstüberschätzung" trifft wohl eher auf den Fragesteller selbst zu.
    Leute gibts...
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  12. #10

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    Hi!

    Es meldet sich mal ein Fliesenlegersohnemann ...

    Du hast beschrieben, dass der Fliesör an der Treppe mit Ganzen begonnen hat.

    Dies kann vollkommen korrekt sein - muss aber nicht ...

    Ohne Bilder schauen wir hier in die Glaskugel ...

    Manchmal kann man noch so viel ausmessen im Vorfeld - und an irgendeiner Stelle hapert es trotzdem ...

    Ein guter Fliesör verfügt zudem über eine Naßschneidemaschine, womit zumindest die Herstellung einer Mega-Silikonfuge ausgeschlossen werden kann.
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