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Durchfeuchtung Außenputz mit WDVS.

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  1. #1

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    Durchfeuchtung Außenputz mit WDVS.

    Hallo zusammen,
    hätte nicht gedacht das es uns auch erwischt, aber ist halt nun mal so. Hoffe ich beschreibe das für Euch nachvollziehbar, da bautechnischer Laie
    Sachverhalt: Doppelhaushälfte Bj. 08/2006, KFW 40 Bauweise, Pultdach 20 Grad Dachneigung, Tegalit eindeckung.
    An der Ostseite sowie Südseite (First) zeigt sich unterhalb des Dachüberstandes eine deutliche Durchfeuchtung am Außenputz. Ca. 15 cm breit und auf die gesamte Gebäudelänge. Bei Regen verstärkt sich das deutlich erkennbar. Der Sachverständige geht von Diffusion von innen nach außen aus. Die Unterspannbahn des Daches sieht sauber verlegt aus.
    Leider ist bis jetzt keiner in der Lage dieses Phänomen sicher zu beschreiben, wo da der Fehler liegt.
    Der Bauträger druckst herum da wir den Dachausbau in Eigenregie vornahmen. Die Dachdämmung wurde aber komplett vom Handwerker des Bauträgers erledigt.
    Wir haben dann den Dachausbau mit Wand und Deckenpanelen selber gestaltet. Hoffendlich kein Fehler. Nun will ich einmal in die Runde fragen, was den die Ursache dieser Erscheinung sein kann?
    Nun stehen wir vor der Endscheidung ein Beweissicherungsverfahren einzuleiten. Rechtsanwalt ist auch schon mit im Boot.
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  2. Durchfeuchtung Außenputz mit WDVS.

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  3. #2
    Avatar von Hundertwasser
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    Ein Foto wäre nicht schlecht, am besten in deinem nächsten Beitrag direkt eingebunden.

    Typischer Schadensfall, wie der SV schon sagte durch, ich sag mal ganz grob, austretende Warmluft. Wo hier die Undichtigkeit zu suchen ist weiss ich natürlich nicht. Das ihr sieses Phänomen bei Regenwetter verstärkt habt könnte darauf zurück zu führen sein, das bei Regen die Temperatur fällt und dadurch die auch die Taupunkttemperatur niedriger liegt.
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  4. #3

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    Wer hat denn die Dampfbremse bzw. Konvektionssperre montiert?

    Gab es einen Blower-Door-Test?
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  5. #4
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    Hallo,

    Daß wäre nun die Ostseite. Hoffe man erkennt etwas da das Format doch recht klein ist. Kann man so die Schadensursache erkennen?
    Weitere Bilder folgen.
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  6. #5
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    Hallo, KPS.EF,
    also die Dampf oder Luftbremse wurde vom Bauträger veranlaßt und ausgeführt. Blower Door Test wurde nicht durchgeführt. Die Anschlüsse der Dampfbremsfolie raumseitig: Glatten Untergrund mit Gips oder feinem Putz auf Hohllochziegel hergestellt und darauf der Kleber oder Dichtstoff als Raupe und dann die Folie darauf glattgestrichen, ohne weitere Presslatte.
    Der SV meinte die Raupe sei so nicht fachgerecht, da die stärke der Raupe nur noch ca. 2 mm beträgt. Wie schon geschrieben: Den Dachausbau nahmen wir raus. Wurde in Eigenregie mit Holzvertäfelung verschalt. Ohne innen verputzte Außenwände.
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  7. #6

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    Haus aus 06, ergo Erstbezug 06 oder 07. Und dann jetzt (im Winter) zum ersten Mal aufgetreten???
    Habt Ihr/hat sich in 10 irgendwas verändert?
    Arbeitslos/Kind gekommen/Umbau/Lampen nachgerüstet/Kamin endlich angefeuert/Neue Dunstabzugshaube/????
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  8. #7
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    Hallo Ralf,
    September 06 eingezogen. Hat sich nichts geändert.
    Nässe wurde im September 2010 das erste mal beobachtet und gemeldet.
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  9. #8

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    Sag mal - ist das Bild mit der schicken Makramee-Blumenampel ein Bild aus einem Zimmer (ich hatte gedacht aussen)
    Wenn ja ->

    Da fehlt dann ja der komplette Innenputz!!! Aber nur D E R schafft die Luftdichte des Mauerwerks.
    Ich glaube nicht, dass der Winter 10/11 das erste Mal Nässe gebracht hat.
    Ihr habt nur vorher nicht hingesehen!!!
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  10. #9
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    Hallo Ralf,
    ne' die Blumenampel ist schon im Zimmer. Sicher erst September 2010 beobachtet.
    Andere Erscheinungen: Durch die starke Frostperiode lief uns das Wasser an der Ost und Südseite bei Tautemparatur in kleine Rinnsalen herunter. Hilfe
    Komisch das der SV der die Wand genauso gesehen hat wie Du auf dem Bild nur in Natur, nicht der Meinung ist das dies der Grund dafür sei, sondern der Folienanschluß der Luftdichtheitsfolie am Mauerwerk. Ich glaube wenn es keine andere Ursache für die Außenfeuchte gibt, das der fehlende Putz sicher dazu beitragen kann durch aufsteigende Warmluft, das sich Staunässe bildet. Komisch ist noch das wenn es regnet sich die Feuchtigkeit noch deutlicher abzeichnet.
    Frage: Was meinst Du was hier Abhilfe schaffen könnte? Und sollte ich das Beweissicherungsverfahren trotz der unklaren Lage in Angriff nehmen?
    Es sind noch Risse im innen verputzten Bereich. Sowie noch paar andere Sachen.

    freundliche Grüße
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  11. #10

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    Wie steht denn der Bauträger zu dem Problem des fehlenden Innenputzes der Außenwände?

    Wurden die einzelnen Lagen des Mauerwerks eigentlich schichtweise ganzflächig mit einer Mörtelschicht ausgebildet und auch der obere Abschluss luftdicht gedeckelt?

    Auch die von innen nach außen anscheinend durchlaufenden Profilbretter erscheinen nicht ganz unbedenklich ...

    Die Bezeichnung "Sachverständiger" ist leider nicht geschützt, deshalb darf sich (fast) jeder ungestraft so nennen ...
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  12. #11
    Themenstarter

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    Der Bauträger hält sich natürlich bedeckt. Nicht seine Angelegenheit, somit auch kein Baumangel. Leider hat er aber meiner Meinung nach versäumt uns darauf hinzuweisen was wir beim Ausbau beachten sollten. Bauleiter war zu der ZEit noch vor Ort und meinte wir sollten auf die Hinterlüftung der Panelle achten da es sonst zu Schimmelbildung führen kann . Zu der Verarbeitung der einzelnen Lagen kann ich nichts sagen. Wie früher in einer richtigen Mörtelschicht liegen die nicht.Sieht aus wie nur verzahnt und ein bißchen Mörtel dazu, keine Ahnung.
    Da wir ein Pultdach haben ist die Deckelung der Hohllochziegel ein mit Heraklit verschalter Betonabschluß. Aber ich bin mir nicht sicher.
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  13. #12

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    Wenn das Verputzen der Außenwände im Innenbereich nicht ausdrücklich aus dem Leistungsumfang des Bauträgers vertraglich ausgegliedert wurde, war diese Teilleistung in jedem Fall geschuldet.

    Durch das großflächige Fehlen des Innenputzes bleibt die geforderte luftdicht auszuführende wärmetauschende Gebäudehülle eine Illusion.

    Dadurch kann ständig warme, feuchte Raumluft relativ ungehindert im Mauerwerk aufsteigen und über den gewiss offenen Traufbereich nach außen entweichen. An diesese Stellenkommt es auf Grund der vorherrschenden niedrigen Temperaturen unweigerlich zu Tauwasserausfall.

    Weiter Ursachen für die aufgetretene starke Tauwasserbildung sind deshalb jedoch keinesfalls auszuschließen.

    Eine differenzdruckgestützte Leckagesuche ist sanierungsbegleitend dringend an zu raten.
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  14. #13
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    Zitat Zitat von Tauwasser
    Der Bauträger hält sich natürlich bedeckt. Nicht seine Angelegenheit, somit auch kein Baumangel. Leider hat er aber meiner Meinung nach versäumt uns darauf hinzuweisen was wir beim Ausbau beachten sollten
    @Tauwasser
    Klär uns mal auf:

    War der Innenputz eigentlich im Leistungsumfang des BT enthalten und Du hast den Putz gegen Gutschrift entfallen lassen?

    War der Innenputz von vornherein nicht enthalten, weil kein schlüsselfertiges Haus?

    Ist es ein Bauträger oder GU/GÜ? Mal hier nachlesen
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Auch zu klären wäre die Frage nach Art der Befestigung des WDVS.
    Fachlich richtig und notwendig ist eine aussen umlaufende Kleberwulst + mehrere "Kleckse" auf der Plattenfläche (Punt-Wulst-Technik).
    Oft werden nur ein paar Batzen Kleber auf die Platte gepatscht und gut solls sein - ist es aber nicht (Frikadellentechnik )
    Bei letzterer kann die Luft ungehindert zwischen Mauerwerk und Dämmung zirkulieren und nach oben entweichen!
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  17. #15
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    Hallo KPS.EF,
    erstmal Danke für die fachlichen Anregungen. Hilft mir echt weiter.
    Auf Deine gute Frage: Der Dachausbau wurde raus genommen. Ob das natürlich das verputzen der Wände mit ein- oder ausschließt, kann ich im Moment nicht beurteilen.
    Differenzdruckgestützte Leckagesuche = Blow Door Test? Ist noch nicht gemacht worden, Danke für den Tip.
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