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Bauantrag

Diskutiere Bauantrag im Forum Architektur Allgemein auf Bauexpertenforum.de


  1. #1
    Juche
    Gast

    Bauantrag

    Hallo,

    mich würde folgendes interessieren und ich glaube das wissen einige vielleicht.

    Wir haben vor am Mittwoch unseren Bauantrag endlich abzugeben. Nun ist es so, dass im Bauantrag der Schnitt vom Haus mit allen Höhenangaben enthalten ist.

    Somit ist dort natürlich auch eine Höhe des Hauses vorhanden.

    Was ist wenn während der Ausführungsplanung und der Gespräche mit dem Statiker sich rausstellt, dass wir eine geplante Decke 10 cm dicker machen müssen, oder ggf. sogar zwei Decken jeweils 10cm dicker machen müssen.

    Somit würde sich ja die Höhe des Hauses um 10-20cm erhöhen. Kann das ein Problem geben oder ist es ganz normal das Tragwerksplanung und Kostruktion sich noch etwas verschieben können, nachdem der Bauantrag eingereicht wurde. Wir werden selbstverständlich alle eingereichten Raumhöhen so lassen. es geht nur um die Stärken der Decken, etc.

    ich möchte nur nicht, dass der Bauantrag genehmigt wird und anschließend das Haus um 10 oder 20 höher oder tiefer sein kann und es dann Probleme geben könnte.

    Gibt es irgendwo einen Gesetzestext der so was festschreibt.

    Danke und Viele Grüße
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  2. Bauantrag

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  3. #2

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    Nicht böse sein, aber was für ein Zeichenknecht hat den Antrag erstellt???

    Natürlich müssen die Höhen stimmen, sonst ist es ein Schwarzbau. Und Aufgabe eines Architekten ist es, die Leistungen der Sonderfachleute - dazu zählt auch und vor allem der Statiker - in seine Leistungen einzuarbeiten.

    10 cm Deckenmehrstärke sind ein echtes Wort. Mit was hat der geplant? 10 cm??? Strichstärke eines 5B??

    In Nds unterschreiben wir sogar (OWI-bedroht), dass wir die Vorgaben des Statikers in den Antragsunterlagen berücksichtigt haben.
    Das wird in Hesse nicht wesentlich anders sein.

    Manchmal verstehe ich die Welt nicht mehr. Und das, wo doch mit zunehmendem Alter mehr Weisheit einkehren sollte.
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  4. #3
    Juche
    Gast
    Hallo,

    also zuerst mal wurden überhaupt keine Strichzeichnung vorgelegt sondern ganz normale Pläne im PDF Format.

    Und , nein wir haben keine Decken mit 10 cm eingezeichnet, sondern mit 30cm.

    Da wir aber vorgespannte Hohlraumdecken nutzen und eine recht lange Fläche überbrücken wollen ohne tragende Wände. (das ganze Haus hat keine tragenden Wände) könnte es sein, dass wir bei der Decke noch um ca. 10cm dicker kommen. Nämlich auf ca. 40cm. Das wird sich aber erst jetzt nach und nach in der Ausführungsplanung zeigen in die der Statiker eng mit eingebunden ist.

    Deswegen war lediglich meine Frage was ein Bauamt dazu sagt wenn aus rein statischen Gründen sich noch etwas an der Dicke der Decke ändert.

    Ich weiß ja nicht wie das sonst ist, aber wer plant ein Haus zu 100% fertig und reicht erst dann einen Bauantrag ein? Es sind ja keine Höhendifferenzen, da wir auf einmal ein Geschoss auf 4 Meter erhöhen wollen, sondern lediglich notwendige Änderungen von der Statik.
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  5. #4

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    Zitat Zitat von Juche Beitrag anzeigen
    Ich weiß ja nicht wie das sonst ist, aber wer plant ein Haus zu 100% fertig und reicht erst dann einen Bauantrag ein?
    99% der Antragsteller - so grob.
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  6. #5
    Juche
    Gast
    auch von den Grundrissen her? Es wird sich anschließend nie mehr eine Wand verschieben oder sonst etwas. Von den Außenwänden natürlich abgesehen, die sind ja auf dem Lageplan fest vorgegeben.
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  7. #6
    Wieland
    Gast
    Die Deckenstärken können vor Eingabe beim Statiker verbindlich angefragt werden.
    Das Statische System sollte vor Eingabe klar sein, sonst besteht die Gefahr,daß sich
    aufgrund eben dieser Angelegenheit neue Anträge anfertigt werden müssen.
    Doppelte Arbeit = Doppelte Kosten !

    Grüße
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  8. #7

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    Sag mal - ich glaube das alles nicht.

    Da will der Kollege HZ IV haben und bringt weder die Höhen noch die Grundrisse fertig, reicht aber mal eben locker einen Bauantrag ein.

    Real befindet Ihr Euch nach Deinen Schilderungen noch irgendwo zwischen LP 2 und 3, auf jeden Fall aber meilenweit von LP 4 (Bauantragserstellung) entfernt.

    Juche - für Dich gilt das Motto
    Heute stehen wir am Abgrund, morgen sind wir einen großen Schritt weiter
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  9. #8

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    Zitat Zitat von Juche Beitrag anzeigen
    Deswegen war lediglich meine Frage was ein Bauamt dazu sagt wenn aus rein statischen Gründen sich noch etwas an der Dicke der Decke ändert.
    Dann wird eine gebührenpflichtige Änderung des Bauantrages fällig, eine sog. "Tektur".

    Zitat Zitat von Juche Beitrag anzeigen
    Ich weiß ja nicht wie das sonst ist, aber wer plant ein Haus zu 100% fertig und reicht erst dann einen Bauantrag ein? Es sind ja keine Höhendifferenzen, da wir auf einmal ein Geschoss auf 4 Meter erhöhen wollen, sondern lediglich notwendige Änderungen von der Statik.
    Zum Bauantrag müssen alle Bauteile bereits statisch soweit vordimensioniert sein, dass idealerweise keine Abweichungen mehr eintreten. Oder man plant sicherheitshalber Reserven ein. Gerade Veränderungen an den Außenhöhen und der Grundrißkontur von Gebäuden sind praktisch immer genehmigungsrelevant.
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  10. #9
    Juche
    Gast
    Zitat Zitat von Skeptiker Beitrag anzeigen
    Dann wird eine gebührenpflichtige Änderung des Bauantrages fällig, eine sog. "Tektur".



    Zum Bauantrag müssen alle Bauteile bereits statisch soweit vordimensioniert sein, dass idealerweise keine Abweichungen mehr eintreten. Oder man plant sicherheitshalber Reserven ein. Gerade Veränderungen an den Außenhöhen und der Grundrißkontur von Gebäuden sind praktisch immer genehmigungsrelevant.
    Hallo Danke dir. das war eine Aussage, die sachlich und normal geschildert ist. Das hat mir weitergeholfen. Danke dir.

    @Ralf Dühlmeyer:
    Ich habe wenige Beiträge von dir hier gelesen in dem du jemanden sachlich geholfen hast ohne den austragenden Architekt oder sonst wen zu kritisieren. Sorry aber ohne genauen Kenntnisstand zu haben ist das IMHO nicht i.O.

    Ich habe eine Frage gestellt und von Skeptiker eine ganz normale Antwort erhalten. ist das so schwer. Ebenfalls find eich es maßlos zu behaupten wir ständen in der LP X ohne bei nur einem Gespräch dabei gewesen zu sein oder nähere Infos zu haben. Vielleicht habe nicht 100% ausführlich geschrieben wo wir stehen was wir machen, etc. musste ich auch nicht, da ich keine Bewertung unseres Architekten verlangt habe, sondern lediglich eine Infos zu einer recht einfachen Frage.

    Wer schreibt dass die Höhen bzw. Grundrisse nicht fertig sind. ich wollte doch nur wissen was passiert wenn...

    @Skeptiker: dir noch mal Danke für deine Antwort!
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  11. #10
    Baufuchs
    Gast
    Mal am Rande:

    Wenn im Bebauungsplan Trauf-/Firsthöhen vorgeschrieben sind und diese bereits voll ausgenutzt werden, wird es später übel enden.

    Da ist dann nix mit : wurde halt höher wegen Statik. Das interessiert das baumt nicht. Dann gehts von Bußgeld bis Rückbau.
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  12. #11
    Juche
    Gast
    Hallo,

    das Problem haben wir nicht. wir haben noch etwas "Luft" für 20-30cm Höhenänderung, etc.

    Es geht wirklich nur darum, was rein theoretisch eben passieren kann wenn man 10 cm höher kommt als geplant. Da z.B: der Fußbodenaufbau sich nochmals ändert und man die Raumhöhe gleich lassen möchte. Aber da hat mir Skeptiker ja sehr freundlich weitergeholfen.
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  13. #12

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    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen
    99% der Antragsteller - so grob.
    Ein Komma bei der Zahl vergessen?

    Ich halt dagegen und sage 10 % der Bauten entstehen EXAKT nach Maßvorgabe der Baugenehmigungspläne. Das ist natürlich nur meine Meinung...aber die schätze ich realistischer ein als die Angabe von Herrn Dühlmeyer.
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  14. #13
    Juche
    Gast
    Ich sehe das ähnlich.
    Warum soll ich als Bauherr einen Statiker mit allen LP beauftragen (bei uns hoher 4 stelliger Betrag) ohne 100% zu wissen ob mein Bau genehmigt wird.
    Selbstverständlich haben wir eine Bauvoranfrage gemacht und diese wurde auch nach vielem hin und her genehmigt. Aber gesichert ist damit noch nichts.

    Es geht ja nicht darum, einen komplett anderen bau zu bauen als eingereicht wurde, sondern lediglich um minimale Abweichung, die eben erst in der Ausführungsplanung auftreten, oder machen Sie, Herr Dühlmeyer, auch erst die Ausführungsplanung und geben dann erst den Bauantrag ab?
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Zitat Zitat von rechter Winkel Beitrag anzeigen
    Ich halt dagegen und sage 10 % der Bauten entstehen EXAKT nach Maßvorgabe der Baugenehmigungspläne.
    Subjektiv aus unserem Projekt kann ich dies bestätigen, wobei die Ursache vielfältig ist: unsere vom Vermesser ermittelten Höhen für die Fixpunkte der Strasse kamen dem Bauamt bei unserem Antrag spanisch vor. Dann wurde die Anträge aller 5 Nachbarn drumherum auf dem Tisch gelegt (teilweise vom BT oder GU beauftragte Vermesser), bis zu 60cm systematische Abweichungen in dem was dort für die identischen Punkte (Strasse, Gullis) eigentlich gleich rauskommen sollte.

    Da die meisten Häuser am Limit der max. Firsthöhe sind, hat das Bauamt daraufhin alle betroffenen Häuser überprüft, und siehe da, die Hälfte war drüber und bei einem Viertel war die Gesamthöhe des Baukörpers größer. Bei einem Haus waren auch Abweichungen bzgl. der Vollgeschossigkeit festgestellt worden. Letztere beiden Punkte sind ja nicht dem Vermesser zuzuordnen.

    Unser Vermesser lag exakt richtig und wir durften dann auch knapp unter die maximal erlaubte Firsthöhe gehen ...
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  17. #15

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    Zitat Zitat von ralf9000 Beitrag anzeigen
    Da die meisten Häuser am Limit der max. Firsthöhe sind, hat das Bauamt daraufhin alle betroffenen Häuser überprüft, und siehe da, die Hälfte war drüber und bei einem Viertel war die Gesamthöhe des Baukörpers größer.
    Mal interessehalber: wieviel waren die Häuser über dem Limit und was war die Folge für die betroffenen Häuser?

    Grüße kike
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