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Maximale Fentergröße Drehflügel

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  1. #1

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    Maximale Fentergröße Drehflügel

    Hallo,

    ich bräuchte mal ein paar Erfahrungswerte was die maximale Fenstergröße für einen Öffnungsflügel (nur Drehbeschlag - keine Kippfunktion) angeht.

    Für ein aktuelles Bauprojekt planen wir z. Zt. eine Verglasung mit Elementen mit den ca. Maßen 1,8m Höhe und 1,65 m Breite. Die Ausführung soll in 3 Scheibenglas erfolgen. Ist ein Öffnungsflügel als reiner Drehflügel mit diesen Abmaßen in z. B. Holz-Alu grundsätzlich realisierbar? Die Fenster würden in 1. Linie nur zu Reinigungszwecken geöffnet.

    Bei reiner Drehfunktion könnte doch auch ein zusätzlicher Beschlag realisiert werden - oder?

    Ich hab auch schon mit ein paar Fensterbauern gesprochen - da war alles dabei von "Wir können alles" bis "sowas geht gar nicht" - "da Stellen Sie jedes halbe Jahr die Fenster neu ein".

    Danke für alle Erfahrungen
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  2. Maximale Fentergröße Drehflügel

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Prinzipiell ist bei den meisten Anbietern mit Breite 150 und Höhe 180 cm Schluss (höher ginge, wenn schmäler ...).
    Zusätzlicher Beschlag (wie es zB bei überhohen Terrassentüren gemacht wird) ist hier auch keine Lösung, da es um die Breite geht.

    Wie du schon richtig erkannt hast, gibt es Fensterverkäufer die sagen "Ja, das können wir", aber im Normalfall sagt dann der Hersteller "Wir können schon, aber ohne Gewährleistung."

    Sprich, es gibt 3 Lösungen:

    1) Ohne Gewährleistung. Kauft der Kunde das dann? Wenn nur ein Fenster solche Dimensionen hat, vielleicht ja. Wenn es mehrere Fenster sind, höchstwahrscheinlich nein.

    2) Hersteller suchen, der sich auf Sondergrößen spezialisiert, bzw. Beschläge hat, die mit Mehrgewicht umgehen können. (Vielleicht findet man die auch über Umwege auf der Suche nach speziellen Schallschutzfenster oder einbruchhemmende Fenster, da diese auch mit viel Gewicht zu tun haben). Von denen musst du dir halt auch ein Prüfzeugnis zeigen lassen, in dem drinnen steht, dass dieses Gewicht ausgehalten wird - zwecks Gewährleistung, Garantie usw.
    Stellt sich dann wieder die Frage, ob der Kunde bereit ist, sehr viel Geld auszugeben.

    3) Nach einer einfacheren und kostengünstigeren Lösung suchen.
    Das könnte sein, das Fenster mit Fixverglasung zu machen (wenn die Möglichkeit besteht die Außenscheibe zu reinigen), das Fenster 2-flügelig zu machen, oder einen großen Dreh-Flügel mit einer kleinen Fixverglasung zu kombinieren.

    Grundsätzlich ist aber vom Vorhaben abzuraten, weils a) entweder unnötig teuer oder b) zu Problemen kommen kann.
    Gerade bei der 3-fach Verglasung wirkt sich dann der Mehrscheiben-Isolierglas-Effekt besonders aus, sprich die Innen- und Außenscheibe biegen sich durch Temperatur- und Luftdruck-Unterschiede relativ stark durch. Und das kann zur Folge haben, dass im Bereich der Verglasung zum Abstandhalter hin (der hermitisch dicht ist) im Laufe weniger Jahre Haar-Risse entstehen, und die Scheiben daher schneller "blind" werden.
    Das wäre kontraproduktiv für die ansich schon sehr teure Anschaffung eines Holz/Alu Fensters mit 3-fach Verglasung, von dem sich ja der Kunde höchstwahrscheinlich eine Lebensdauer erwartet, die länger als 10 Jahre ist.

    Fazit: Es gibt hin und wieder solche Spezial-Anfragen, die sehr stark von den übichen abweichen.
    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es dann durchaus zu Problemen kommt (speziell dann, wenn der Kunde gar nicht weiß, dass seine Anfrage so kompliziert ist), und dass es besser ist, dem Kunden vorab schon darauf hinzuweisen, bzw. es ihm logisch zu erklären, warum es "speziell" ist.
    Dann versteht er es, und es kommt zu einer Lösung, die a) nicht unnötig kompliziert ist und b) auch im Budget bleibt.
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