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Lüftungswärmeverlust im ENEV-Nachweis?

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  1. #1
    Avatar von benjorito
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    Lüftungswärmeverlust im ENEV-Nachweis?

    Hallo zusammen,

    ich habe folgendes Problem und bitte Euch um eine kurze Hilfe.

    Die Planung für unser EFH sind soweit abgeschlossen, zurzeit versuche ich eine passende Heizungsanlage auszuwählen.

    Ich habe sämtliche Pläne und den ENEV-Nachweis an den Heizungsbauer gesendet, um ihn eine Heizlastberechnung durchführen zu lassen, danach soll dann die Anlage dimensioniert werden.

    Jetzt habe ich die Info vom Heizungsbauer bekommen, dass offenbar vom Architekten die Lüftungswärmeverluste "viel zu hoch" angesetzt wurden. Hierzu sei gesagt, dass in jedem Fall eine KWL mit WRG verbaut werden wird. Im ENEV-Nachweis stehen Werte von 110 W/K, der Heizi sagt, bei KWL mit WRG wäre "um die 40 W/K normal".

    Leider ist der Unterschied jetzt genau ein Modell bei der Wärmepumpe größer oder kleiner, und der Architekt ist im Osterurlaub.

    Können die Experten hier mit den Werten etwas anfangen und mir helfen? Im Voraus vielen Dank!
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  2. Lüftungswärmeverlust im ENEV-Nachweis?

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  3. #2

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    Je nachdem wie gerechnet wurde, könnte man die kleinere Ausführung wählen, oder sich auf die sichere Seite legen und die Größere aussuchen.

    Wie wär´s mit mehr Details? Was sagt die Ermittlung nach EN12831? Transmission, Lüftung, usw. Wie sieht´s mit WW aus?

    Fragen über Fragen.

    Gruß
    Ralf
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  4. #3
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    Avatar von benjorito
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    Nun, die Heizlastberechnung habe ich noch nicht vorliegen, beim Erstellen ist der Heizi ja über den Wert gestolpert. Und nach seiner Aussage muss er schon die richtige Grundlage für die Heizlastberechnung haben.

    Im ENEV-Nachweis setzen sich die 111,3 W/K wie folgt zusammen:

    "Zu- und Abluftanlage, Dichtheitsprüfung durchgeführt:"

    H_V = 0,34 Wh/(m3K) * 0,6 * 545,67

    Merkwürdigerweise ist später im ENEV nochmal bei der Lüftungsanlage von einer Luftwechselrate von 0,4 statt 0,6 die Rede...
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  5. #4
    Themenstarter
    Avatar von benjorito
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    Zitat Zitat von benjorito Beitrag anzeigen
    Nun, die Heizlastberechnung habe ich noch nicht vorliegen, beim Erstellen ist der Heizi ja über den Wert gestolpert. Und nach seiner Aussage muss er schon die richtige Grundlage für die Heizlastberechnung haben.

    Im ENEV-Nachweis setzen sich die 111,3 W/K wie folgt zusammen:

    "Zu- und Abluftanlage, Dichtheitsprüfung durchgeführt:"

    H_V = 0,34 Wh/(m3K) * 0,6 * 545,67

    Merkwürdigerweise ist später im ENEV nochmal bei der Lüftungsanlage von einer Luftwechselrate von 0,4 statt 0,6 die Rede...
    Wenn ich diverse Dokumente im Netz zum Thema Lüftungswärmeverlust studiere, dann ist doch die Formel

    H_V = 0,34 * n * V

    die ganz normale Berechnung für manuelle (Fenster-)Lüftung nach DIN 4701-10, oder nicht?
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  6. #5

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    Zitat Zitat von benjorito Beitrag anzeigen
    Nun, die Heizlastberechnung habe ich noch nicht vorliegen, beim Erstellen ist der Heizi ja über den Wert gestolpert. Und nach seiner Aussage muss er schon die richtige Grundlage für die Heizlastberechnung haben.

    Im ENEV-Nachweis setzen sich die 111,3 W/K wie folgt zusammen:

    "Zu- und Abluftanlage, Dichtheitsprüfung durchgeführt:"

    H_V = 0,34 Wh/(m3K) * 0,6 * 545,67

    Merkwürdigerweise ist später im ENEV nochmal bei der Lüftungsanlage von einer Luftwechselrate von 0,4 statt 0,6 die Rede...
    Die Diskrepanz resultiert aus dem Ansatz, dass zusätzlich zu dem Luftwechsel durch die Lüftungsanlage noch ein Anteil durch Undichtigkeiten, Fenster- und Türöffnungen entsteht (Zuschlag 0,2). Darüberhinaus dürfen nach aktueller Interpretation durch das DiBT der Luftwechsel = 0,35 gesetzt werden bei bedarfsgeführter Luftwechselsteuerung (hygroskopisch oder CO2 als Führungsgröße) bei EnEV-Berechnungen. Bitte immer einen kompetenten! Planer bei der Haustechnik mit ins Boot holen und nicht nur einen der Zeug verkaufen will.
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  8. #6
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    Avatar von benjorito
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    Aber wo ist dann in der Formel die WRG? Ich begreife ja, dass die Verluste zunächst nahezu identisch sind, aber müsste nicht in der Formel irgendwo die WRG sein? Oder wird der Gewinn an anderer Stelle des Nachweises wieder gutgeschrieben? Mechanisches Lüften sollte dann doch z.B. nach

    HV = 0,34 * (nAnl (1 – hV) + nx) * V

    gerechnet werden, oder?

    In meinem Fall dann (bei angenommenen 90% WRG)

    HV = 0,34 * (0,4 * (1 – 0,9) + 0,2) * 545,67 = 44,53 W/K

    Könnte sein, dass das der Heizungsbauer erwartet hätte?
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  9. #7

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    Zitat Zitat von benjorito Beitrag anzeigen
    Aber wo ist dann in der Formel die WRG? Ich begreife ja, dass die Verluste zunächst nahezu identisch sind, aber müsste nicht in der Formel irgendwo die WRG sein? Oder wird der Gewinn an anderer Stelle des Nachweises wieder gutgeschrieben? Mechanisches Lüften sollte dann doch z.B. nach

    HV = 0,34 * (nAnl (1 – hV) + nx) * V

    gerechnet werden, oder?

    In meinem Fall dann (bei angenommenen 90% WRG)

    HV = 0,34 * (0,4 * (1 – 0,9) + 0,2) * 545,67 = 44,53 W/K

    Könnte sein, dass das der Heizungsbauer erwartet hätte?
    Die Gutschrift erfolgt bei der Anlagentechnik. Deshalb eignet sich dieser Ansatz auch nicht unbedingt zur Bestimmung der Heizlast. Überschlägig könnte man mit äquivalenten Luftwechseln rechnen - wurde bis 2002 in der EnEV so gemacht. Bsp: 80%WRG Luftwechsel dann statt 0,5 => 0,1 plus Anteil Fensteröffnung/Undichtigkeit etc... aber bitte unbedingt den Herizungsplaner ansprechen - das ist sein Job
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