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  1. #1

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    Dämmung Dach Altbau

    Hallo,
    welche Dämm-Methode wäre bei einer Dachsanierung vorzuziehen?
    Das Haus ist ca. 70 Jahre alt. Dachneigung ca. 50 Grad. Das Das ist ein Sparren- / Pfetten-Dach, sprich die Sparren liegen direkt auf der Geschoßdecke auf, in der Mitte befindet sich eine Pfette sowie eine Firstpfette.
    Die Zimmer über dem EG sind ausgebaut, die Verkleidung zur Dachseite besteht aus Strohmatten bzw. Sauerkrautplatten. Teilweise sind die Sparren mit Bimssteinen ausgemauert. Die Sparren sind zwischen 12 und 14 cm dick und sind nicht gehobelt, scheinen aber noch in Ordnung zu sein.
    Das Dach soll nun erneuert werden (Ziegel und Dachlatten). Nun stellt sich die Frage nach der Isolierung.
    Möglichkeit 1: Sparren aufdoppeln. Zwischen die Sparren von aussen eine Dampfsperre einbringen, danach zwischen den Sparren dämmen und zu guter letzt noch eine Holzfaserplatte drauf. Darauf dann Lattung und Ziegel.
    Angeblicher Vorteil: sehr gute Wärmedämmung und sehr guter sommerlicher Hitzeschutz. Meine Befürchtung hierbei ist jedoch, daß die Dampfsperre von aussen nicht vernünftig dicht angebracht werden kann und somit die Gefahr besteht, daß das Isoliermaterial zwischen den Sparren naß wird.
    Möglichkeit 2: Auf die vorhandenen Sparren eine Aufsparrendämmung aufbringen (PUR). Ist angeblich teuerer und der sommerliche Hitzeschutz soll schlechter sein.

    Welche Möglichkeit wäre vorzuziehen?

    Gruß
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  2. Dämmung Dach Altbau

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    PUR-Aufdachdämmungen sind grottenschlecht beim Schallschutz. Da hört ihr die Vögel auf dem Dach pupsen...

    Sommerlicher Wärmeschutz ist auch nicht so prall, ich würde zwischensparrendämmung machen und aufdoppeln...

    Die Anschlüsse an die Dachränder sind bei Aufdachdämmung auch interessant, die werden ganz oft einfach falsch gemacht...
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  4. #3
    Avatar von Dachi
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    Ich weiss ja nicht

    was Ihr für Vögel bei Euch im Ort habt

    Bei ZWS-Dämmung sollte eine Trennplatte EP-1 oder ähnliches vorab verlegt werden um die DB zu schützen.

    Bei der Aufdachdämmung kann man die Gefache vorher noch, wenn möglich, etwas dämmen um besseren Schallschutz zu bekommen. Vorteil ist die einfachere Verlegung der DB.
    Dann noch nen Dachstein nehmen und keinen Ziegel, dann sollte das klappen.


    ABER: Alles durch nen Fachmann rechnen/planen lassen.
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  5. #4

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    Zwischensparrendämmung in Kombination mit Holzweicherfaserplatten könnte die LÖSUNG sein?!
    Einfach mal bei den Lösungsvorschlägen der Holzfaserplattenhersteller schauen.

    Laut Hersteller muß nicht zwingend ein DB im Gefach verlegt werden. Eine Luftdichtung zwischen Sparren und Holzfaserplatte soll da wohl die Möglichkeit sein
    Geändert von RollerBauSV (30.04.2011 um 17:58 Uhr) Grund: zusatz
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  6. #5
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    Zitat Zitat von Dachi Beitrag anzeigen
    was Ihr für Vögel bei Euch im Ort habt

    Bei ZWS-Dämmung sollte eine Trennplatte EP-1 oder ähnliches vorab verlegt werden um die DB zu schützen.

    Bei der Aufdachdämmung kann man die Gefache vorher noch, wenn möglich, etwas dämmen um besseren Schallschutz zu bekommen. Vorteil ist die einfachere Verlegung der DB.
    Dann noch nen Dachstein nehmen und keinen Ziegel, dann sollte das klappen.


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    Der Vorschlag zweier Dachdecker war ja auch, eine Aufsparrendämmung mit Holzfaserplatten zu verwenden und zusätzlich zwischen den Sparren zu dämmen.
    Da jedoch im Altbestand keine Dampfsperre vorhanden ist, sollte doch zuerst eine Dampfsperre von aussen über die Sparren verlegt werden, bevor Dämmung eingebracht wird.
    Ein Kumpel von mir, der fast 25 Jahre als Dachdecker tätig war, ist jedoch der Meinung, daß das Einbringen der Folie von aussen über die Sparren, in die Mulden und an Stellen wie Kamin, Dachfenstern usw. nicht vernünftig hinzukriegen ist, da die Fläche einfach zu uneben ist.

    Gruß
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  7. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  8. #6
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    Laut den Aussagen der Hersteller von Holzfaserplatten ist es wohl tatsächlich nicht erforderlich, daß eine Dampfbremse bzw. -sperre Berg- u. Tal über den Sparren verlegt wird, bevor die Isolierung eingebracht wird.
    Solche Dampfsperren seien nicht vernünftig zu verlegen und von daher nicht ratsam.
    Zuerst sollte die Zwischensparrendämmung aus Holzfaser eingebracht werden, darüber plan die Dampfbremsfolie und darüber dann nochmals eine Lage Holzfaserplatten.
    Die Konstruktion sei so diffussionsoffen, daß evtl. auftretende Feuchtigkeit sofort ausgeleitet wird.

    Gruß
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  9. #7

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    bingo, und anstatt Holzwolledämmung eignet sich da auch die Zellulosedämmung
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