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Tragfähig Holzständerwände 50er

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  1. #1

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    Tragfähig Holzständerwände 50er

    Hab mal aus neugier eine Frage,

    Mein Haus aus den 50ern hat Holzbalkendecken, orginalzustand ist/war:
    Keller aus Bruchstein
    Betondecke
    aber hier sind die innenwände ausgemauerte Holzständerwände und Holzbalkendecke welche an 3punkten aufliegen.

    Aussenwand-------Innenwand etwa mitte vom Haus(holzständer)--------Aussenwand

    Die decken waren/sind teilweise noch mit Blindboden und bimschutt gefüllt.
    Jetzt zu meiner Frage, sind diese dünnen Holzständerwände wirklich so tragfähig? Nun gut das Haus steht bereits seit 60 Jahren daher beantwortet sich die frage selbst. Aber ich find es erstaundlich was diese Wände tragen müssen.
    Sind die am Limit oder sind die Wände stärker als ich denke.?

    Danke
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  2. Tragfähig Holzständerwände 50er

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  3. #2

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    Am Limit sind bisher nur unsere Glaskugeln!
    Denn Du hast weder etwas von der Spannweite jener Decken (mit den Zweifeldträgerbalken) verraten, noch von den Lasten. Auf der anderer Seite fehlen ebenso jegliche Angaben zu Querschnitten oder auch nur Anordnung der Balken.

    Solche "Holzständer" nennt man gemeinhin Fachwerk.
    Und das ist ziemlich stabil! Sogar bis zu einem gewissen Grad erdbebenbeständig.

    Mein Haus ist aus den 60ern (allerdings einige Jahrhunderte früher) und besitzt ähnliche Decken und teilweise ebensolche Wände. Per se könnte man das als ebenso robuste wie bewährt Bauart ansehen.
    Aber ohne zu wissen, wie bei Dir dimensioniert wurde und in welchem Zustand die Bauteile sind, könnte man über Tragkraftreserven nur spekulieren.
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  4. #3
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    danke aber zuviel des guten,

    das hier:

    "Und das ist ziemlich stabil! Sogar bis zu einem gewissen Grad erdbebenbeständig.
    Mein Haus ist aus den 60ern (allerdings einige Jahrhunderte früher) und besitzt ähnliche Decken und teilweise ebensolche Wände."


    - hätte mir vollkommen gereicht, wollte nur mal allgemein was über solche fachwerkwände wissen.
    Für einen laien ist es irgendwie schwer vorstellbar das so ne dünne wand doch so viel last aufnehmen kann wie ne gemauerte außenwand.
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  5. #4

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    Das liegt daran, daß Holz (im Gegensatz zu Mauerwerk) nicht nur Druck-, sondern auch Zugbelastung aufnahmen kann. Daher ist die Neigung zum Ausknicken bei gleicher Wandstärke und -Höhe wesentlich geringer.

    Hoffentlich nicht schon wieder zu anspruchsvoll erklärt...
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  6. #5
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    dann ist es eigentlich weniger als nachteil bei einem alten Haus anzusehen wenn teilweise decken und wände noch in alter Holzbauweise sind.
    Kann man eingentlich sagen das sich ein Altbau genau so Stabil und Robust ist wie ein Neubau?
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  7. #6

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    Pauschal kann man das weder so noch so sagen.
    Jede Bauweise hat Vor- und Nachteile.
    Holzbalkendecken sind z.B. in Bezug auf Trittschallschutz problematisch.

    Aber was "Stabilität und Robustheit" angeht, müssen die heutigen Bauten erstmal nachweisen, ob sie mehrere Jahrhunderte durchhalten können (und das auch bei ggf. mangelnder Pflege - wo es recht schnell kritisch werden dürfte).

    Schönes Beispiel:
    Die Münchner Straße in Nürnberg führt nebeneinander über zwei mehrspurige Brücken (für jede Fahrtrichtung eine). Eine stammt aus den 1930er Jahren, die andere aus den 1960ern.
    Derzeit wird eine davon abgerissen, wegen nicht mehr gegebener Tragfähigkeit.
    Dreimal darfst Du raten, welche das ist...

    Von richtig alten Sachen gar nicht erst zu reden. Dieser Tage war ich oben auf der Göltzschtalbrücke. Die feiert heuer ihr 160-Jähriges! Tragfähigkeit voll gegeben, sogar Reserven für schwerere und schnellere Züge sind noch vorhanden. Renovierung nicht nötig (sie bekommt nur grad ne Fahrleitung und Seitenwege verpaßt).
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