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Bitumenabdichtung Flachdach in Holzbauweise

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  1. #1

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    Bitumenabdichtung Flachdach in Holzbauweise

    Ich habe ein Flachdach (ca. 6 x 3 m) mit Bitumenbahnen abzudichten. Unter dem Flachdach befindet sich ein Wohnraum. Das Gefälle beträgt weniger als 2%.

    Aufbau Decke vom Rauminneren aus:
    a. Rigipsplatte
    b. Spanplatte
    c. Dampfbremsfolie
    d. 20 cm Mineralwolle
    e. Spanplatte (P3)

    Es sind darüber hinaus keine weiteren Dämmschichten vorgesehen.

    Ab Spanplatte (Dachoberseite) soll nun mit Bitumenbahn abgedichtet werden. Dabei habe ich aufgrund der Gegebenheiten bereits ermittelt, dass die Qualitätsstufe K2 erforderlich ist bei einer Beanspruchungsklasse IB.

    Damit ist nach DIN festgelegt, dass ich zweilagig jeweils mit Polymerfolien arbeiten muss.

    Folgende Fragen habe ich:

    1. Kann ich auf die Spanplatte (nach Voranstrich) vollflächig die erste Polymer-Bitumenbahn (keine Dampfsperrbahn) kaltselbstklebend verlegen?
    a. Wenn ja, kann ich darauf dann eine Bitumenbahn im Schweißverfahren aufbringen?
    b. Habe ich dann bereits einen zweilagigen Aufbau nach DIN?

    2. Welche Aufbauten sind nach DIN in meinem Fall zulässig?
    a. Unterlage vollflächig kaltselbstklebend + eine Oberlage PYE geschweißt oder kaltselbstklebend (Wunschaufbau)
    b. Unterlage mech. befestigt G200D oder V13 + eine Oberlage PYE
    c. Unterlage mech. befestigt PYE + eine Oberlage PYE
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  2. Bitumenabdichtung Flachdach in Holzbauweise

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  3. #2

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    Eine K2 Ausführung mit weniger als 2% Dachneigung ist ein Widerspruch in sich und entspricht nicht der DIN 18531.

    1. nein! Keiner der Antworten trifft zu oder ist zulässig.


    2. Ein klassischer Systemaufbau könnte so aussehen:

    - Spanplatte
    - Dachdichtungsbahn G200 DD mechn. befestigt.
    - 1. Abdichtungslage PYE PV200 S5 oder PYE G200 S4 auf Unterg. verschweißt
    - Oberlage: PYE PV 200 S5, (beschiefert), auf Unterg. verschweißt

    Gruß, Kay
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  4. #3

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    Streich die Spanplatte und nimm eine OSB dafür...

    Spanplatte ist doch *örgs*
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  5. #4
    Gast360547
    Gast

    öhm

    Moin,

    neee, so nich

    Die G 200 ist die Trennlage. @ Henric, wie willste denn da vollflächig aufschweißen??
    Da reicht ne einfache V13 geheftet und die erste Lage auch lose verlegt und trotzdem verdeckt genagelt, Nähte und Stöße verschweißt.
    Dann die Oberlage vollflächig aufschweißen.

    @ H.PF,
    OSB ist sone Sache. Insbesondere dort, wo die DIN 68800 ins Spiel kommt.
    Orpblem, OSB gibt es nicht in V 100.
    Ich würde hier ohnehin eine vernünftige konservative Rauspund-Schalung verwenden. Die hat erheblich bessere bauphysikalische Eigenschaften als OSB und/oder Spanplatte.

    Grüße

    si
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  6. #5

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    @stefan ibold

    doch so,
    eine G200 DD ist als Trenn- und Zwischenlage im Systemaufbau zulässig. Die mechn. Befestigung (Befestigung mit korrosionsgeschützten Nägeln) erfolgt offen und nicht verdeckt. Die 1. Abdichtungslage bzw. der weitere Abdichtungsaufbau kann anschl. problemlos auf dieser aufgeschweißt werden (Siehe Fachregel für Abdichtung 10/08, Abb. 2.5).
    Ihre Ausführung der Abdichtung finde ich interessant, bedenken hätte ich nur bei der Windsogsicherung im Randbereich.

    Gruß, Kay
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  7. #6
    Gast360547
    Gast

    hmm

    @ Henric,

    da hätte ich in Sachen Windsogsicherung in Verbindung mit dem direkten Aufschweißen auf eine Dachdichtungsbahn mehr Bauchschmerzen.
    Meine Idee ist, die Trennlage lediglich gegen Verrutschen zu heften und die erste Lage der Abdichtung verdeckt zu nageln oder anders mechanisch zu befestigen. Auf diese Bahn, die dann ja auch ein Schweißbitumen hat, kann dann vollflächig aufgeschweißt werden.
    Bei Ihrer Version könnte Jemand auf die Idee kommen und die Trennlage zur Abdichtung als Lage hinzurechnen. Ob diese Verschweißung denn tatsächlich hohlraumfrei im Sinne der Fachregel ist, glaube ich noch nicht so wirklich.
    Weiter hätte ich so meine Bedenken in dem Bereich, in dem ich KEINE Verklebung der Trennlage mit dem Untergrund möchte, wie es bei Holz und Holzwerkstoffen gefordert ist und es der Name Trennlage ja auch schon aussagt.
    Wenn ich die Oberseite der DD-Ware erwärme, dann wird die Unterseite zwangsweise mit erhitzt (vorausgesetzt, ich schweiße wirklich vollflächig), was in der Folge und mit etwas Druck zu einer Verklebung führt/führen kann.

    Ich bleibe dabei: die Trennlage ist und bleibt Trennlage und wird nicht in die Funktion der Abdichtung einbezogen.

    Grüße

    stefan ibold
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  8. #7

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    Hallo Herr Ibold,

    welche konkreten Bauchschmerzen bereiten Ihnen bei dem aufschweißen der Dachdichtungsbahn in Verbindung mit der Windsogsicherung?

    Bei der verdeckt, befestigten Abdichtungslage (Ihrer Ausführungsidee) sollte auf jeden Fall erwähnt werden, dass durch die verdeckten Nagelstreifen, die Mindestüberdeckung der Stöße der 1. Abdichtungslage untereinander erhöht werden muss.
    Außerdem sollte beachtet werden, dass sich bedingt durch die Windsogsicherung im Rand- und Eckbereich die mechn. Befestigung erhöht. Das erreiche ich, durch eine ausreichende Anzahl von Befestiger (Nägel) die zusätzlich offen genagelt werden müssen.
    Mit dieser offenen Befestigung der 1. Abdichtungslage ist eine 2. lagige Abdichtung nicht mehr gewährleistet oder man zieht Zusatzmaßnahmen in betracht, wie das überschweißen einer weiteren Abdichtungslage im Bereich der perforierten 1. Abdichtungslage und baut anschließend mit der weiter Oberlage auf.
    Meiner Meinung wiegt die Gefahr der Missachtung vorgenannter Punkt fachlich gravierender als das hohlraumfreie verschweißen. Denn die Gefahr der Hohlräume in einer Abdichtung einzubauen besteht auch zwischen der 1. Abdichtungslage und der Oberlage.
    Jedem Dachdecker bzw. Dachdeckermeister sollte der Unterschied zu einer Trennlage sowie Abdichtungslage bekannt sein.
    Auch die Aussage, dass durch das erhitzen der Oberseite der DD die Unterseite durch vollflächiges aufschweißen zu einer Verklebung führt, kann ich nicht nachvollziehen.
    Wer es schafft so viel Hitze zu geben, das sich der Bitumen auf der Unterseite der DD verflüssigt, hat auf einem Flachdach nichts zu suchen. Mit großer Wahrscheinlichkeit zerstöre irreparabel ich meine Trägereinlage in der Trennlage sowie auch in der 1. Abdichtungslage.
    Das ich die Trennlage je als eine Abdichtungslage mit einbeziehen wollte ist mit dem vorgenannten Systemaufbau (2. Artikel) entkräftet.

    Viele Grüße, Kay
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  10. #8
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    Tja, zwei Experten, zwei Meinungen. Was mach' ich jetzt bloß?

    Zu erwähnen ist noch, dass die Fläche rundherum von einer Brüstung (80 cm) umgeben ist. Ich nehme an, das hat Einfluss auf den Windsog.

    Weiterhin wird als allerletzte "Lage" WPC auf 10 x 5 cm Balken verlegt, die wiederum mechanisch lediglich an den Brüstungen fixiert sind und ggf. einen Mörtelsack als Unterstützung haben, der dann auf der Bahn aufliegen würde.

    Aktuell habe ich nun doch Rauspund verlegt, also von Spanplatte und OSB Abstand genommen.

    Ändern diese Randbedingungen die Empfehlung für den Dachaufbau?
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  11. #9
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    Ach ja, noch etwas:

    Angenommen, ich habe die Trennlage mechanisch befestigt aufgebracht.

    Kann ich nun genauso gut kaltselbstklebende Bahnen für die 1. und 2. Abdichtungslage nehmen? Was sind die Vor- und Nachteile?
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