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  1. #1

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    Undichter Brunnen

    Servus zusammen!

    Habe mich hier angemeldet, weil ich Expertenrat gebrauchen könnte.

    Muss dazu ein klein wenig weiter ausholen.
    Ich wohne in einer Geländemulde und habe deshalb immer einen relativ hohen Grundwasserspiegel.
    Im Winter bei Schneeschmelze und zusätzlichem Regen kann es auf der Wiese hinterm Haus schon mal zutage treten.

    Im Garten befindet sich (umbaut von der Terrase) ein alter Brunnen (ca. 200 Jahre alt). Dieser ist unterhalb der Bodenkante noch ca. 4-5 Meter tief ins Erdreich gegraben. Außerdem ist er nur mit kleineren Findlingen aufgeschichtet. Also kein Beton oder dergleichen verwendet worden.
    Durchmesser ca. 1,20 Meter.

    Nun ist es diesen Januar zu einer extremen Situation gekommen. Viel Schnee schmolz innerhalb von 2 Tagen, zusätzlicher Starkregen und eh schon sehr hoher Grundwasserspiegel.
    Wir brauchten die Feuerwehr, um das Wasser vom Haus fernzuhalten...

    Allerdings spülte Grundwasser unter dem Haus durch und seitlich in den Brunnen hinein. Dabei wurde ein direkt neben dem Brunnen befindliches Fundament für die Dachabstützung des Terrasendaches unterspült und dieses sackte 8 cm tief ab.

    Das Fundament haben wir in der vergangenen Woche wieder in Ordnung gebracht.

    Allerdings stellt sich nun die Frage, wie ich den Brunnen abdichten kann?
    Soweit möglich habe ich innen schon mit Brunnenschaum die größten Ritzen dicht gemacht.

    Nun werde ich den Brunnen noch auspumpen und mich nach unten durcharbeiten.
    Eine Pumpe ist ebenfalls im Brunnen installiert. Mit dem Wasser gießen wir den Garten.
    Leider ist diese Pumpe auch im Eimer, da sie Sand angesaugt hat.

    Wer hat eine Empfehlung für eine dauerhafte Lösung des Problemes?
    Kostengünstiog darf diese natürlich auch sein

    Und Nein! Den Brunnen möchte ich nicht einfach zukippen.

    Vielen Dank, tingeltangel
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  2. Undichter Brunnen

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  3. #2
    Bauexpertenforum
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    im Grunde ist es die gleiche Situation wie am historischen Archiv in Köln.
    D.h. durch Wasserentnahme am Brunnen (vermutlich die pumpende Feuerwehr) wurden Bodenbestandteile aus dem umgebenden Erdreich ausgespült und fehlen nun im Gründungsbereich:
    • bereits nachgewiesen des Stützenfundamentes der Terrassenüberdachung
    • nicht ausschließbar der Gründung des eigentlichen Hauses

    Insofern ist dies keine Frage für das Forum, in keiner Weise für "Do it yourself" geeignet.

    Einziger Ansatz: Bodengutachter einschalten, der die örtlichen Bodenverhältnisse sehrsehr gut kennt.

    Dass der Brunnen 200 Jahre gehalten hat, sagt nicht aus, dass er noch ein weiteres Jahr halten wird. Zumal es ja offensichtlich zu einer Störung des umliegenden Bodens und damit zu einer Störung des Tragwerks gekommen ist.

    Vermutlich wäre es besser gewesen, die Feuerwehr nicht ganz so stark pumpen zu lassen, denn zum Zeitpunkt der Bemessung/Erstellung des Brunnens waren Pumpen dieser Größenordnung noch nicht vorhanden.
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  4. #3
    Bauexpertenforum
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    Ergänzung

    Zitat Zitat von tingeltangel Beitrag anzeigen
    nun werde ich den brunnen noch auspumpen und mich nach unten durcharbeiten.
    lebensgefahr
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  5. #4
    Themenstarter

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    Vielen Dank für die Einschätzung.

    An die Gründung des Hauses mag ich gar nicht denken.
    Haus selbst ist ebenfalls 200 Jahre alt. Der Schaden befindet sich allerdings in unmittelbarer Umgebung zum Anbau, der vor knapp 10 Jahren erstellt worden ist.

    Der Boden bei uns ist sehr sandig. Das Wasser nimmt scheinbar einiges mit.

    Leider gibt es rund ums Haus auch Probleme mit den Saugern und Sammlern (also den Felddrainagen). Gemeinde und Feldbesitzer spielen hierbei das beliebte Spiel "der andere soll es richten".

    Falss hier irgendwer etwas über Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten weiß - nur her damit.

    Am Donnerstag kommt einer aus dem Wasserwirtschaftsamt. Mal sehe, was der zur Lösung beitragen kann.

    Gruß, tingeltangel
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  6. #5
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Manfred Abt Beitrag anzeigen
    lebensgefahr
    Ist mir klar, dass die Sache nicht ganz ohne ist.

    Ich werde entsprechende Vorkehrungen treffen und sowieso nicht allein arbeiten.
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  7. #6
    Avatar von Wolfgang38
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    Völliges Unverständnis

    Zitat Zitat von Manfred Abt Beitrag anzeigen
    lebensgefahr
    Zitat Zitat von tingeltangel Beitrag anzeigen
    Ist mir klar, dass die Sache nicht ganz ohne ist.

    Ich werde entsprechende Vorkehrungen treffen und sowieso nicht allein arbeiten.
    Völliges Unverständnis über Deine Einschätzung der Sachlage möchte ich hier anbringen. Du verkennst den Ernst der Lage!!!!

    Für die Wasserentnahme zum Gartengießen wirst Du doch diese GEFAHR nicht auf Dich nehmen!!!!

    Wenn schon der Anbau unterspült ist. Da sind doch Kräfte am Werkeln, die keiner abschätzen kann.

    Mir fällt da nix mehr ein.

    Falls Du den Brunnen - bei allem Unverständnis - erhalten willst, dann gehört hier entweder ein Sachverständiger her oder eine Fachfirma, aber kein anderer. -UND AUCH NICHT DU

    Ich weiss nicht, was eine Sanierung kostet, vielleicht musst Du ihn auch "Rückbauen, also zuschütten", aber Dein Leben wird er nicht wert sein.
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  8. #7
    Themenstarter

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    Ich habe Eure sehr ernstgemeinten Hinweuise auf die Gefahr durchaus verstanden.

    Ich werde mich sicherlich auch nicht in Lebensgefahr begeben.
    Schon gar nicht wegen eines Brunnens. Ist mir doch alles klar.

    Aber ich muss doch erst mal sehen, was ich überhaupt vorfinde. Und dazu muss der Brunnen erst mal ausgepumpt werden.

    Wie bereit geschrieben, ist er max. 5 Meter tief. Am Grund sind dann vor ca. 25 Jahren noch 2 100er Rohre in den Boden getrieben worden, damit Wasser aufsteigen kann.
    Auf halber Tiefe ist vor ein paar Jahren eine Pumpe installiert worden, die nun mit eingeschwemmten Sand "verstopft" ist.

    An die muss ich auf alle Fälle ran, da sie ausgetauscht werden muss.

    Wird der Brunnen ausgepumpt, dann läuft er sowieso gleich wieder voll.
    Reinsteigen kann ich da also wohl eh nicht.

    Ich denke mal, das er zur Reinigung mit einer Schlammpumpe ausgesaugt werden muss.
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  9. #8
    Bauexpertenforum
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    Lass es dir bitte sagen: du hast es nicht verstanden und kannst die Gefahr in keiner Weise abschätzen.

    Auch das Abpumpen ist schon extrem gefährlich.

    Die Gefahr nennt sich "hydraulischer Grundbruch" und entsteht dadurch, dass bei einem geringen Wasserstand im Brunnen der hohe Druck des Wassers außerhalb des Brunnens den Boden schlagartig und sich selbst immer weiter verstärkend in den Brunnen einspülen kann.

    Und sandiger Boden ist eigentlich die beste Voraussetzung, dass aus dieser Gefahr auch Realität wird.
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  10. #9

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    Dafür gibt es Firmen, für die ist das Tagesgeschäft. Die haben nicht nur die notwendige Erfahrung, sondern auch die passenden Gerätschaften. Ob Gasprüfung, Absicherung, das alles sind Dinge an die Laie nicht denkt, und selbst wenn er daran denkt, dann scheitert es an den notwendigen Mitteln.

    Gruß
    Ralf
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  11. #10
    Avatar von Wolfgang38
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    >>>> was ist daran unverständlich????>>>>>>

    "Viele Grüße vom Wasserbauingenieur aus Köln!"
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  12. #11
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    ich sags mal so:
    • "wenn ich tingeltangel davon abhalten kann, irgendwelche eigenmächtige Handlungen in Angriff zu nehmen, dann hat sich meine jahrelange Mitarbeit in diesem Forum definitiv gelohnt."
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  13. #12

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    Oder mal so gesagt - wenn die Pumpe auf halber höhe sitzt, und dort Sand bekommen hat, dann ist ab da Sand im Brunnen. und der fehlt ringsrum im Boden, ergo ist der entsprechend locker und Wasserführend.
    Hinzu kommt der ganze Boden, den die Feuerwehr unbemerkt als Trübung des Wassers mit weggepumpf hat, was auch einige Kubikmeter sein könnten.
    Da das Wasser wohl nur einige Meter unter Grund steht, ist der WErt des Brunnens dasjenige für das Einreiben von einigen Metern Brunnenrohre in Jeder Pumversuch wird weiteren Boden in den Brunnenschacht treiben, sandigen Boden, also sehr gering (im Vergelich zum Haus)
    jeder Pumpversuch wird weiteren Boden in den Brunnenschacht treiben - mit den oben genannten zusätzlichen Gefahren.
    Ich würd mal vermuten, dass es notwendig werden könnte, den Boden mit injektionen zu stabilisieren? Sollte wirklich mal ein Bodengutachter ran - vor allen weiteren Arbeiten am Brunnen.
    Wenns nur mit Brunnen zuschütten und neue Rohre eintreiben abgehen wird, wäre das ein sehr positiver Ausgang.
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  14. #13
    Themenstarter

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    Leute, alle mal bitte durchschnaufen und keine Sorgen machen!

    Ich werde mich sicherlich keiner noch so geringen Gefahr aussetzen...

    Die Pumpe hat unten eine Art Saugrohr dran, darüber wurde der Sand angesaugt.
    Wie tief das alles rein geht kann ich nicht sagen.

    Aber ein Schwager meiner Lebensgefährtin hat die vor ein paar Jahren dort eingebaut und sollte somit noch was dazu erklären können.

    Auf alle Fälle ist der Boden rings um den Brunnen bis in die Tiefe der Pumpe derzeit völlig trocken.

    Haben wir ja festgestellt, als wir in der vergangenen Woche das Fundament wieder erneuert haben.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    wasweissich
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    beruf gesundheitswesen ......

    ob er seine kollegen braucht , wenn die ganze bude nach dem vielen pumpen zusammengekracht ist ?

    versuche blos nicht die pumpe wieder in betrieb zu nehmen !!!
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  17. #15
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von wasweissich Beitrag anzeigen
    beruf gesundheitswesen ......

    ob er seine kollegen braucht , wenn die ganze bude nach dem vielen pumpen zusammengekracht ist ?

    versuche blos nicht die pumpe wieder in betrieb zu nehmen !!!
    Muss schon sagen, befremdlicher Umgangston hier

    Ihr dürft schon durchaus glauben, das auch Nichtarchitekten, Nichtvorarbeiter und sonstige Nichthandwerksmeister nicht nur auf der Brennsuppe daherschwimmen.

    Ich kenne jede Menge Leute (darunter Meister, Ingenieure), die ich um Rat gefragt habe bzw. noch Fragen werde.
    Und zusätzlich bin ich ja auch nicht mehr ganz unbewandert, was die ganzen Arbeiten rund um ein altes Haus angeht.

    Ich habe doch bereits erwähnt, dass ich mich keiner Gefahr aussetzen werde.
    Also lasst doch einfach die unnötigen Kommentare über meinen Berufszweig oder ähnliches und beschränkt Euch auf Aussagen zum Thema!
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