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Sanierung Bruchsteinmauerwerk (Stabilisieren/Verfugen) Trass/ Beton etc.

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  1. #1

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    Sanierung Bruchsteinmauerwerk (Stabilisieren/Verfugen) Trass/ Beton etc.

    Hallo,

    folgende Situation:

    Bruchsteinmauerwerk aus einer Tonschieferart (unverbindliche Einordnung von einem Sanierungsspezialisten einer namhaften Firma "anhand von Bildern").

    Dieses Nebengebäude ist ca. 90Jahre alt.

    Die Fugen(mutmaßlich Lehm) dieses Mauerwerks und teils auch der Stein ist arg in Mitleidenschaft gezogen wurden.

    Aus meiner Sicht (=Laie), sind die Fugen ausgespült und teils von Mäusen o.ä. Getier durchtunnelt, befindet man sich im Inneren erkennt man das es stellenweise Löcher geben muß die von Innen nach Aussen reichen (es scheint Licht durch).

    Der Stein scheint mir "ungeeignet", d.h. er ist mutmaßlich nicht frostfest und blättert ab.

    Soweit so gut - oder auch nicht.

    Jetzt meine Fragen:
    1. Ist meine Einordnung als Bruchsteinmauerwerk überhaupt richtig, denn mich wundert, das diese Mauern trotz sich fast völlig aufgelösten Fugen noch stehen (handelt sich eher um eine Art Trockenmauer - wie kann das unterschieden werden, bisher habe ich immer angenommen es ist eine 2 schalige Bruchsteinmauer)?
    ---
    Weiterhin wurde mir empfohlen eine Imprägnierung des Steins oder das Auftragen einer Schlämmlasur durchzuführen um das Eindringen von Feuchtigkeit einzudämmen, sowie die Fugen mit Trasskalkmörtel aufzufüllen.
    ---
    2. Was sind die Unterschiede von Trasskalkmörtel gegenüber Trasszementmörtel gegenüber normalen Zementmörtel? Was ist hier geeignet (Kosten vs. Funktion)

    3. Ein befreundeter Mauerer hat mir zu folgendem Vorgehen geraten: Fugen Ausputzen -> Ausblasen -> Anfeuchten -> mit dünnflüssigem Beton auffüllen(Einspritzen), das wäre seiner Meinung nach am Besten geeignet um die Wand nachhaltig zu stabilisieren, bei geringen Kostenaufwand... - was ist davon zu halten?

    Für Anregungen bin ich euch dankbar.
    Bitte immer unter dem Gesichtspunkt, es ist ein Nebengebäude (Kosten) und es ist uns klar, nichts hält ewig...

    Danke.
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  2. Sanierung Bruchsteinmauerwerk (Stabilisieren/Verfugen) Trass/ Beton etc.

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  3. #2

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    Dieses Bruchsteinmauerwerk ist doch sicher kein Einzelfall in diesem Ort; irgendwer wird doch wissen, woher die Bruchsteine kamen und welcher Stein es letztlich ist.
    Ich würde mich mal umsehen und umhören, wie andere ihre gleichartigen Häuser saniert haben.
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  4. #3

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    hallo
    zu 1. gesamtwanddicke mal angeben. ob 1- oder 2-schalig regelt die oberarmdicke des maurers bild einstellen.
    zu 2. trasszement ist schwefelfreier wie normaler zement ergo weniger sulfat ausblühungen
    zu 3. fugenmaterial sollte nie härter wie der stein sein.
    normalerweise trasszement mit fixbinder und sand-rheinsand-gemisch.

    gruss aus de pfalz
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  5. #4
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    1. ...die Bilder und Maße werde ich nachreichen, habe ich nicht auf diesem Rechner

    2. "weniger Sulfatausblühungen" - nach dem was mir zugetragen wurde, soll Trass die Reaktion zu Calciumcarbonat und Wasser eindämmen - welche zu weißen Ausblühungen führen kann... jedoch ist das wohl die einzige Art Ausblühung die er verhindert!? Und gerade jene wird wohl eher als optisch, als als technisch störend wahrgenommen (richtig, oder nicht!?)
    Verhindert also Trasskalk tatsächlich Sulfatausblühung oder die Karbonatausblühung?
    Ich finde da keine klare Aussage... vielleicht suche ich auch falsch.

    3. Das habe ich auch schon gelesen. Wie ist das Einzuordnen, "Fugenmaterial nie härter als der Stein" - ist das so gemeint, das beim "Arbeiten" des Mauerwerks quasi der Stein nicht durch die harte Fuge gebrochen wird? Wie kann ich denn überhaupt aburteilen, was härter ist, also jetzt mal praktisch gesehen... Der Mauerer hat das aus seiner Perspektive wohl eher so gemeint, da der Stein recht "weich" ist und die Fugen sehr weit ausgespült sind, diese Zwischenräume mit Beton auffüllen da dieser relativ resistent ist gegen Feuchtigkeit und Erosion.
    Nun wäre wohl nach der Regel anzunehmen, das bei einem "Arbeiten" des Mauerwerks, der weiche Stein durch die harte Fuge quasi gebrochen und zermahlen wird... das gibt einem wirklich zu denken.

    ----
    Wie resistent ist eine Trasszement gegen Beaufschlagung mit Feuchtigkeit und Erosion?
    Ist der Begriff "Trasszementmörtel" oder "Trasskalkmörtel" das Gleiche (ich glaube nicht) - welcher ist wofür besser geeignet?
    Sind Mörtel die Trass beinhalten immer als Trassxxx-mörtel gekennzeichnet oder sind die Bestandteile auch in anderen handelsüblichen Mörteln beinhaltet (worauf ist zu achten?)

    ----

    Folgendes Zitat habe ich im Internet gefunden:

    "Ich bin auch jahrelang auf der Traßzementschiene geritten.Es ist nicht der Trass ,der die Ausblühungen versursacht,sondern die Inhaltsstoffe wie ausblühfähige Sulfate die im Zement enthalten sind.Das sind meistens die Mischzemente wie HOZ,EPZ u.Traßzement.Erkenntnisstand seit 1995 ist Bindemittel wie Portlandzement,Weißkalkhydrat und Hochhydraulischer Trasskalk zu verwenden."

    (http://www.bau.net/forum/aussenwaende/505.htm)

    Wenn man diese Info wiederrum liest, wird quasi der Trasszement komplett in Frage gestellt.
    Stattdessen liest man das Portlandzement (CEM I) vermutlich ist gemeint in Kombination mit Weißkalkhydrat oder hochhyd. Trasskalk verwendet werden sollte!?
    Oder meint man damit tatsächlich Kalkmörtel? (dieser dürfte doch den Witterungseinflüssen recht rasch erliegen - wohlgemerkt es ist unverputztes Mauerwerk!?

    Dann konnte ich noch dieses Zitat finden:
    "Trasszement ist ein überkommener Begriff, der heute für die neuen europäischen Zementklassen wie Portlandkompositzement, Puzzolanzement und Kompositzement zum Teil noch verwendet wird. Trass als Zuschlagstoff rüstet Mörtel weitestgehend wasserdicht aus. Man verwendet ihn zum Beispiel zur Auskleidung von Wasserbecken, zum Verlegen und zum Vermörteln von Natursteinen und -platten sowie als Mörtel und Fugmörtel bei Stein-Restaurierungsarbeiten."

    (Quelle Wiki: http://de.wikipedia.org/wiki/Trasszement)

    Dort steht "Porlandkompositzement" wäre nur ein anderes Wort dafür.
    Portlandkompositzement (CEM II/M) ist ja quasi das was man "überall" als handelsübliche Sackware erhält!?

    Ich bin also etwas verdutzt was Begrifflichkeiten und Funktion betrifft (wer bringt Licht ins Dunkel?)

    -------------------------

    @Pape, der Abbauort, läßt sich leicht lokalisieren, der Stein wurde direkt aus einem benachbarten Hang gebrochen/ gesammelt. Dieser ist später begrünt wurden.

    Danke an alle die sich die Zeit nehmen hier weiterzuhelfen...
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  6. #5

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    Wenn der Abbauort so klar ist, dann gibt es geologische Karten, aus denen man ersehen kann, was dort vorherrschend ist; gibt es einen Steinbruch in der Nähe, dann weiß ein erfahrener Mitarbeiter dort ganz sicher, um welche Steinart es sich handelt und wie mit dieser umgegangen wird.
    Es dürfte doch nicht so schwer sein diese Steine sicher zu bestimmen°!
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  7. #6

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    Fachleute bitte mal überlegen, ob dies zutreffen könnte:
    vor 90 Jahren war Zement wahrscheinlich teuer und noch nicht überall "der Baustoff"; daher wurde wie in der "Vor-Zementzeit" gebaut, also mit Kalk und Sand. Solche Fugen zerbröseln mit der Zeit sicher eher als Fugen aus Sand und Zement.
    Zumindest die Burgherren am Mittelrhein können Auskunft darüber geben, auf welche Weise ihre Mauern gesichert werden. (Wenn die Sanierer daraus kein Geheimnis machen)
    Viel Geduld bei der Sanierung!
    Gruss Helmut
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  8. #7
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  9. #8

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    Kieselstein, in welcher Region steht denn euer Haus? Die Bilder könnten von den berühmten Burgen am Mittelrhein stammen.
    Fast an jeder zweiten Burg steht irgendwo ein Gerüst und man könnte die Handwerker fragen, womit sie die Fugen füllen.
    Gruss Helmut
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  10. #9
    wasweissich
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    wo siehst du kieselstein ??
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  11. #10

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    Josef, manchmal hat du Tomaten auf den Augen... Wie heißt der User, der den Thread eröffnet hat?

    *grins*
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  12. #11

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    Manchmal sagt ein User-Name eben alles: er hätte gern ein Haus aus "Kieselsteinen"; möglichst reine Quarzkiesel (dürfen auch Bergkristalle sein); ists aber nicht, wahrscheinlich nur devonischer Schiefer.
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  13. #12
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    ...ach Mensch und ich hatte mich schon gefreut und gehofft, das etwas Greifbares niedergeschrieben wurden ist, stattdessen nur eine Erörterung zu meinen Accountnamen, bitter.

    Schade eigentlich.
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  14. #13
    wasweissich
    Gast
    was hättest du denn gern gewusst ?

    ob trasszement jetzt anders heisst ?

    ja .

    ob du trasszementmörtel , der jetzt anders heisst , zum verfugen nehmen kannst ?

    ich würde ihn nehmen , auch wenn er jetzt anders heisst .


    ob das ganze dann wasserdicht ist ?

    nein , wie denn auch , verfugemörtel wird rellativ trocken(erdfeucht) verarbeitet , daher weit von der konsestenz entfernt , bei der sowas wasserresistent wird , ist bei dem schichtigen gestein auch nicht zielführend .....
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Themenstarter

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    Ich wollte zum Einen wissen, ob dieser "normale" Zement CEMII/M das gleiche ist wie der Trasszement von dem gerdet wird.

    Weiterhin hätte ich gern gewußt, ob (wenn) von Trasskalkmörtel und Trasszementmörtel geredet wird, das Gleiche gemeint ist?
    Ich glaube nicht, aber vielleicht ist liege ich da auch falsch und bei dem einen User hat sich der Begriff Trasskalkmörtel eingebürgert und beim Anderen Trasszementmörtel...!?

    Wenn Trasskalkmörtel und Trasszementmörtel (also CEMII/M...Mörtel?) zwei unterschiedliche Sachen sind - was wäre denn die Empfehlung (Meinung) für meinen Fall (bzw. wann nutzt man welchen Mörtel).

    Von wasserdicht hat keine geredet (ausser Wiki).

    Naja und vielleicht gibt es ja sonst noch ein paar Anregungen zu dem Mauerwerk.

    Wenn bspw. der Fugenmörtel "erdfeucht" verarbeitet wird - wie bekomm ich den eigentlich da rein gestopft, also Fugenkelle funktioniert ja nicht, bei diesen unregelmäßigen und hinterschnittigen Fugen/ Ausspülungen.
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  17. #15
    wasweissich
    Gast
    trasszement ist trasszement .

    trasskalk ist trasskalk

    heisst aber anders , beides .

    und normaler zement ist kein puzzolanzement

    und fugenkelle funktioniert , muss man mehrere zur hand haben (von sehr schmal bis breit) und eine tropfenkelle ist auch gut .
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