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Fehler bei Bodengutachten?

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  1. #1

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    Fehler bei Bodengutachten?

    Hallo zusammen,

    unser Architekt hatte uns zu einem Bodengutachten geraten. Wurde dann auch gemacht. Er hatte dem Gutachter dazu einen Auszug aus dem Liegenschaftskataster zur Verfügung gestellt, auf dem noch ein Haus eingezeichnet war, das aber schon vor 3 Jahren abgerissen wurde. Der geplante Neubau befindet sich zu 80% außerhalb der Fläche, an der das abgerissene Haus gestanden hatte.

    Nun hat aber der Gutachter die Bohrungen exakt an den diagonal gegenüberliegenden Eckpunkten des nicht mehr existierenden Hauses durchgeführt. Einer davon liegt relativ weit außerhalb des Grundrisses für den Neubau. Es sieht so aus, als ob der Architekt dem Gutachter nicht mitgeteilt hat, wo der Neubau stehen soll und der Gutachter das abgerissene Haus für den Neubau gehalten hat.

    Nun meine Frage: Gibt es irgendwelche Vorschriften, wo die Bohrungen bei einem Bodengutachten durchzuführen sind oder entscheidet dies der Gutachter aufgrund seiner Einschätzung bei Besichtigung des Grundstücks (evtl. unter Berücksichtigung einer alten Bebauung)? Vielen Dank für eure Hilfe!
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  2. Fehler bei Bodengutachten?

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  3. #2
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    die baugrundler versuchen mitunter, anhand von nur 2 bohrungen möglichst
    viel "fläche" abzudecken und so die wahrscheinlichkeit kleinräumiger
    schwankungen abschätzen zu können.
    muss man nicht verstehen, ich bin auch anderer meinung - aber da der
    baugrundler für sein zeug haftet ..

    richtig interessant ist ein ganz anderes problem - und da erlebt man die
    tollsten "lösungen": wie geht man mit gering tragfähigen baugrund um?
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  4. #3
    Avatar von susannede
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    Wenn die Bohrungen mehr oder weniger an den Eckpunkten des nicht mehr existenten Altbaus liegen - und dieser ggf. unterkellert und inzwischen verfüllt war - sagt Dir das Bodengutachten eigentlich nichts über die gewachsene Situation/Untergrund, außer dort, wo Du sowieso im alten Baufeld gründest.

    Das kann schon spannend werden. Also für die Bodenplatte.
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  5. #4
    wasweissich
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    ich würde jetzt sagen , klären wer das verbockt hat (falsche vorgabe von A. oder falsche übernahme der vorgaben von B. ?) und nochmal für richtigen standort nacharbeiten ....

    wäre jetzt die logische variante , inwieweit durchsetzbar ..........??
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  6. #5

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    Zitat Zitat von wizz42 Beitrag anzeigen
    Er hatte dem Gutachter dazu einen Auszug aus dem Liegenschaftskataster zur Verfügung gestellt...
    Damit ist doch alles gesagt.... Die beiden sollen sich einigen und du bekommst ein richtiges Gutachten - Mind. 3 Bohrungen an den Ecken des geplanten Objektes ist üblich....
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  7. #6
    Avatar von susannede
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    Üblich ist erstmal gar nix.
    Das Gelände / die Örtlichkeit gibt die Erfordernisse her.

    Wer billichwillich auch bei Bodengutachter und den anderen Planungsheinzen wählt, muss sich mit dem seltsamen Üblichkeitsgedanken dann schon mal abfinden.

    Mir ist noch immer rätselhaft, wenn sich 80 % des Neubaus außerhalb des alten Baufeldes befinden, liegen im Umkehrschluss nur 20% darin.

    Wenn aber 4 Sondierungen an den Ecken von alt genommen wurden, fehlen nach meinem Verständnis mindestens 2 Bohrungen an den Ecken der 80% auf gewachsenem Grund.
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  8. #7

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    Zitat Zitat von susannede Beitrag anzeigen
    Üblich ist erstmal gar nix.
    Das Gelände / die Örtlichkeit gibt die Erfordernisse her.

    Wer billichwillich auch bei Bodengutachter und den anderen Planungsheinzen wählt, muss sich mit dem seltsamen Üblichkeitsgedanken dann schon mal abfinden.

    Mir ist noch immer rätselhaft, wenn sich 80 % des Neubaus außerhalb des alten Baufeldes befinden, liegen im Umkehrschluss nur 20% darin.

    Wenn aber 4 Sondierungen an den Ecken von alt genommen wurden, fehlen nach meinem Verständnis mindestens 2 Bohrungen an den Ecken der 80% auf gewachsenem Grund.
    Ich verstehe die Antwort nicht - Architekt gibt unvollständige/unzureichende Informationen an den Gutachter - daraufhin wird ein unvollständiges/fehlerhaftes Gutachten erstellt. Was hat das mit billig etc. zu tun...?
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  9. #8
    Avatar von susannede
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    Billig bezog sich auf deinen Beitrag davor "...was üblich ist..."

    Ansonsten, denke ich, ist das durchaus verständlich...(so mal von Dipl. Ing. zu Dipl. Ing. geraunt...)
    - zur Erhellung kannste ja vielleicht mal den dubiosen Plan mit der Lage des Neubaus UND den bisher durchgeführten Bohrungen einstellen.
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  10. #9
    Avatar von susannede
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    Meint natürlich: ob wizz42 den Plan einstellen kann...
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  11. #10
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    Zunächst einmal vielen Dank an alle für die schnellen Antworten!

    @mls

    richtig interessant ist ein ganz anderes problem - und da erlebt man die
    tollsten "lösungen": wie geht man mit gering tragfähigen baugrund um?[/QUOTE]

    Stimmt, geht aus Sicht eines Laien aktuell in Richtung Atombunker....unser Architekt hat sich aber noch nicht konkret geäußert, will erst mit dem Statiker sprechen.

    @susannede

    ... wir haben hier kein Kostenlimit gesetzt. Es soll v.a. sinnvoll sein. Wenn das mit zwei Bohrungen nicht geht (siehe Anhang), OK, aber da hätte ich eigentlich dann mit einem Veto des Gutachters und/oder des Statikers gerechnet. Oder es kommt eben dazu, dass man sich selber darum kümmert und zum Glück hier im Forum kompetente Leute findet, die einem gute Ratschläge geben können. Den Neubau habe ich im Anhang mit Paint so genau wie möglich (in fünf Minuten) eingezeichnet. Das untere Rechteck ist ein nach hinten versetztes Wohnzimmer. Das große Rechteck ist der zweigeschossige "Hauptkörper". Rechts und links neben dem Haus sind zwei Garagen geplant.

    @wasweissich und passivbauer

    sehe ich auch so. Ich möchte halt vorher abklären, ob hier wirklich ein Fehler vorliegt oder andere Überlegungen eine Rolle gespielt haben könnten. Ich habe aber auch schon bei anderen Gutachten (im Netz) gesehen, dass meist die Eckpunkte eines Neubaus genommen werden.

    Aber noch mal kurz die Frage an alle: Gibt es irgendwelche Vorschriften oder Regeln für ein solches Gutachten in Bezug auf die Wahl der Bohrpunkte? (DIN?)
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  12. #11
    Themenstarter

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    Wir haben gestern mit dem Gutachter telefoniert und siehe da, unser Architekt, mit dem wir a propos bisher sehr zufrieden sind, hat ihm, laut seiner Aussage, den Plan mit dem Neubau nicht gegeben. Er hat ihm wohl gesagt, dass das Haus "etwas größer" an der Stelle gebaut werden soll, an der das alte Gebäude stand. Ich bin mal gespannt, wie es jetzt weitergeht.
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  13. #12
    Synthie
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    Wer billichwillich auch bei Bodengutachter und den anderen Planungsheinzen wählt, muss sich mit dem seltsamen Üblichkeitsgedanken dann schon mal abfinden.
    Ich kann solche Aussagen einfach nicht mehr hören. Was bleibt dem Bauherrn nur anderes übrig, bei diesen Apothekerpreisen, die die Gutachter für ein bisschen Erde graben verlagen. Dann wird meist das Gutachten des Nachbarn kopiert und als quasi wissenschaftliche Arbeit verkauft - Blödsinn sage ich. Unser Baumeister und jener Betrieb der Pilotierarbeiten durchgeführt hatte wussten bereits vorher - aufgrund ihrer Erfahrung- was auf uns zukam. So war das Bodengutachten nur proforma, weil es das Amt so verlangte. Und es wich auch nicht von den Aussagen des Baumeisters ab. Bei der Baubesprechung musste bei uns musst dann, durch Einladung des Bauamtes ein Boden-Gutachter anwesend sein. Der verlangte dann - nur für die Anwesenheit und einem kurzen 2minutigen Statement - satte EUR 300,00. Weisst du was, da kommst du dir dann gewaltig verarscht vor. Für EUR 300 stelle ich sogar meinen Mercedes einen halben Tag in die Werkstatt (Anmerkung: Öl ist dann aber auch dabei).

    Synthie
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  14. #13
    Avatar von Niko B
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    Verantwortliches Baugrundgutachten

    Zitat Zitat von Synthie Beitrag anzeigen
    Ich kann solche Aussagen einfach nicht mehr hören. [...] So war das Bodengutachten nur proforma, weil es das Amt so verlangte. Und es wich auch nicht von den Aussagen des Baumeisters ab. [...], da kommst du dir dann gewaltig verarscht vor.
    Wenn es dir der Baumeister schriftlich gibt ... macht er aber nicht, wegen der Verantwortung und der Haftung ... und diese ist, finde ich, zusammen mit der fundierten Ausbildung - schon ihren Preis wert ... und allein schon, wenn der Akademiker z.B. 4 Stunden beschäftigt ist, bis er selbst von der Beschaffenheit des Baugrundes überzeugt ist, sind wir bei 60€ plus MwSt auch schon bei knapp 300 ... wenn ein Schaden im Gründungsbereich eintritt ist die Hölle los und diejenigen, die es vorher besser gewußt haben, sagen dann "Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern" ...

    Zur Frage: Der Architekt hätte ihm den Plan geben sollen bzw. er hätte nicht ohne Plan bohren sollen ... vielleicht sollte er nochmal ran.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    wer hatte das
    1.) Einmessung der ungefähren zukünftigen Gebäudeecken
    im auftrag?

    mfg
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  17. #15
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    der abgebildete plan mit den 2 stellen für aufschluesse schreit doch?
    nach einer 3. bohrung? und der entscheidung im feld, ob eine 4.
    erforderlich ist .. wenn 2 und 3 unterschiedlich ausfallen.

    ach so .. es gibt spezialisten, die von nix ahnung haben, aber zu allem eine
    meinung. deren geschreibsel einzuordnen, fällt dem einigermassen
    geübten und kritischen leser nicht schwer, allen anderen sei empfohlen, sich
    jenseits von dümmlichen stammtischparolen schlau zu machen.
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