Ergebnis 1 bis 12 von 12

Das Vorgehen für sparen für Baufinanzierung? II

Diskutiere Das Vorgehen für sparen für Baufinanzierung? II im Forum Baufinanzierung auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

    Registriert seit
    05.2011
    Ort
    Bamberg
    Beruf
    Beamter
    Beiträge
    52

    Das Vorgehen für sparen für Baufinanzierung? II

    Hallo!

    Es gibt einen ähnlichen Thread, die Ausgangsposition stellt sich aber bei mir anders dar.

    Ich + Lebensgefährtin haben vor demnächst (kann in 1 Monat, 3 Monaten oder 12 Monaten oder noch später sein - wir warten auf das passende Objekt) eine Einfamilienhaus zu erwerben in der Region Oberfranken (Bamberger Land), Kaufpreis netto 180.000 EUR.

    Einkünfte:
    Ich: Beamter/Lebenszeit 1.600,00 netto mtl.
    Sie: Angestellte ö.D. 1.500,00 netto mtl.

    Eigenkapital ca. 30.000,00 - 40.000,00 EUR

    Derzeit ca. 800,00 Miete inkl. aller Kosten

    Geschätzte Kosten nach Hauskauf: 400,00 Nebenkosten mtl., 1.200,00 Rate für Kredit (wobei die Rate nur die ersten 5 Jahre so hoch sein soll und nach 5 Jahren 1 Kredit getilgt sein soll)

    Die Differenz i.H.v. 800,00 wollen wir nun jeden Monat "sparen" um uns schonmal dran zu gewöhnen...

    Das o.g. EK wird wohl voll für Makler und diverse Modernisierungsarbeiten draufgehen.

    Was schlagt ihr vor, wie sollten wir vorgehen? Wir wollen möglichst flexibel sein um jederzeit auf angelegtes Geld zugreifen zu können.

    Was haltet ihr davon das o.g. Eigenkapital auf ein Tagesgeldkonto zu legen (Bank of Scotland, 2,3% Zinsen aufs Tagesgeld) und den Betrag i.H.v. 800,00 EUR monatlich auf das/die Tagesgeldkonte(n) einzuzahlen?

    Sollten wir Bausparer abschließen um uns gegen evtl. steigende Darlehenszinsen abzusichern? Einen Bausparer oder mehrere?

    Ich freue mich auf Eure Meinungen!
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  2. Das Vorgehen für sparen für Baufinanzierung? II

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2

    Registriert seit
    08.2005
    Ort
    BW
    Beruf
    Dipl.Ing. NT
    Beiträge
    48,841
    Flexibel sparen, Tagesgeld, Geldmarkt, die Zinsen sind fast schon egal. Ob 2% oder 3%, das macht bei monatlich 800,- € zum Jahresende 50,- € aus.

    Achte darauf, dass das Sparen nicht mit irgendwelchen Gebühren verbunden ist, sonst kannst Du die paar Euro Zinsertrag gleich abschreiben.

    Sollten wir Bausparer abschließen um uns gegen evtl. steigende Darlehenszinsen abzusichern? Einen Bausparer oder mehrere?
    Die beste Absicherung gegen steigende Zinsen ist eine möglichst geringe Restschuld, also eine möglichst hohe Tilgungsleistung so lange das Darlehen läuft.

    Ein BSV wäre eine Alternative wenn man jetzt sparen möchte um irgendwann einmal ein Haus zu kaufen. Nachdem der Termin aber quasi schon vor der Tür steht solltet Ihr zuerst einmal die Finanzierung unter Dach und Fach bringen, das Haus modernisieren, ein Weilchen darin wohnen und den Kredit bezahlen, und wenn dann sich die Sache eingespielt, und noch Geld übrig ist, dann könnte man über einen BSV als Zinssicherung nachdenken.

    Gruß
    Ralf
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  4. #3

    Registriert seit
    02.2011
    Ort
    Im Westen
    Beruf
    Kaufmann
    Beiträge
    239
    Wir machen es so.
    Geld liegt auf einem Tagesgeldkonto und jeden Monat wird weiter zugespart.
    Gibt vielleicht nicht die besten Zinsen, aber dafür ist es sofort verfügbar.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  5. #4

    Registriert seit
    05.2009
    Ort
    Nemberch
    Beruf
    Saitenzupfer
    Beiträge
    420
    Habt Ihr schon mal eine zeitlang Haushaltsbuch geführt und seid sicher, dass Ihr mit dieser hohen Belastung angesichts der überschaubaren Einnahmesituation klar kommt? Ich persönlich fände sie als etwas hoch gegriffen, wenn mehr als 50% des Einkommens für Schuldendienst plus NK aufgebracht werden müssen.
    So wie ich es verstehe, habt Ihr noch kein konkretes Objekt im Auge. Wollt aber nicht mehr als 180 TEUR plus euer EK dafür aufbringen.
    Die Erhöhung des EK ist natürlich immer sehr positiv. An Eurer Stelle eigent sich wohl am besten eine möglichst risikolose Anlage, mit hoher Flexibilität. Ich würde das vorhandene EK daher auf ein gutverzinstes Tagesgeld-Konto packen und auch dort drauf monatlich ansparen. Vielleicht könnte es sogar Sinn machen, dass vorhandene EK für 3 Monate fest anzulegen, falls absehbar ist, dass der Hauskauf vorher nicht erfolgt und Ihr dafür nochmal ein paar zehntel mehr bekommt. Das macht das Kraut aber auch nicht wirklich fett.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  6. #5
    Themenstarter

    Registriert seit
    05.2011
    Ort
    Bamberg
    Beruf
    Beamter
    Beiträge
    52
    Danke Euch schonmal!

    @R.B.: Du meinst also nicht jetzt schon einen Bausparer abschließen und die jetzigen Zinsen sichern und den Bausparer ggf. dann mit in die Finanzierung einfließen lassen?

    @githero: Wie gesagt, diese hohe Belastung soll nur die ersten (5?) Jahre sein, dann sind Kinder "geplant" und die Belastung soll dann sinken. Wir erhalten auch monatlich 200,00 EUR Unterstützung (zu 100% sicher) vom Schwiegervater, ab Kauf.

    Einen Gedanken hatte ich noch: Da man Modernisierungsgeld ja eher "nach und nach" braucht habe ich gemunkelt einen Bausparer abzuschließen, Bausparsumme 20.000,00 EUR, den Sparteil sofort einzuzahlen, sodass der Bausparer schnell zuteilungsreif ist und ich relativ einfach an Modernisierungsgeld komme. Haltet ihr das für sinnvoll?

    Hintergrund ist eben die Tatsache, dass es auf eine Vollfinanzierung hinauslaufen wird und nach Abzug von Makler etc. nur noch 20.000,00 EUR für die Modernisierung da wären. Was haltet ihr davon?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  7. #6

    Registriert seit
    08.2005
    Ort
    BW
    Beruf
    Dipl.Ing. NT
    Beiträge
    48,841
    Zitat Zitat von hanskanns Beitrag anzeigen
    Danke Euch schonmal!

    @R.B.: Du meinst also nicht jetzt schon einen Bausparer abschließen und die jetzigen Zinsen sichern und den Bausparer ggf. dann mit in die Finanzierung einfließen lassen?
    Dafür ist die verbleibende Zeit zu kurz. Selbst bei Vollaufzahlung musst Du bis zu 44 Wochen warten, und dann läuft das auf eine Zwischenfinanzierung hinaus, die unnötig Geld kostet.
    Parallel ansparen wäre nur möglich wenn weiteres Kapital frei verfügbar wäre, aber dieses Kapital wäre an sich sinnvoller als Tilgung einzusetzen. Erst wenn alle Tilgungsoptionen ausgereizt sind, und dann noch Geld übrig ist, könnte man über so einen BSV nachdenken.

    Gruß
    Ralf
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  8. #7

    Registriert seit
    12.2009
    Ort
    BaWü
    Beruf
    Betriebswirt
    Beiträge
    141
    Zitat Zitat von hanskanns Beitrag anzeigen
    Kaufpreis netto 180.000 EUR.
    Echt netto? Komische Angabe als Kaufpreis für ein Haus (als Endkunde).
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  9. #8

    Registriert seit
    08.2005
    Ort
    BW
    Beruf
    Dipl.Ing. NT
    Beiträge
    48,841
    Zitat Zitat von Behauserin Beitrag anzeigen
    Echt netto? Komische Angabe als Kaufpreis für ein Haus (als Endkunde).
    Vermutlich war zzgl. (Erwerbs)Nebenkosten gemeint.

    Gruß
    Ralf
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  10. #9
    Themenstarter

    Registriert seit
    05.2011
    Ort
    Bamberg
    Beruf
    Beamter
    Beiträge
    52
    Genau. Weiß nicht wie der Fachausdruck dafür ist.

    Was meint ihr hierzu:
    Einen Gedanken hatte ich noch: Da man Modernisierungsgeld ja eher "nach und nach" braucht habe ich gemunkelt einen Bausparer abzuschließen, Bausparsumme 20.000,00 EUR, den Sparteil sofort einzuzahlen, sodass der Bausparer schnell zuteilungsreif ist und ich relativ einfach an Modernisierungsgeld komme. Haltet ihr das für sinnvoll?

    Hintergrund ist eben die Tatsache, dass es auf eine Vollfinanzierung hinauslaufen wird und nach Abzug von Makler etc. nur noch 20.000,00 EUR für die Modernisierung da wären.
    ?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  11. #10

    Registriert seit
    08.2005
    Ort
    BW
    Beruf
    Dipl.Ing. NT
    Beiträge
    48,841
    Bei Vollaufzahlung dauert´s, je nach Tarif, auch 2-4 Jahre bis man über das Darlehen verfügen kann. Das Darlehen muss dann innerhalb weniger Jahre getilgt werden.

    Dazu solltest Du Dir die Tarife genauer anschauen, es gibt eine Menge davon. Die Tarife mit guten Zinskonditionen sind üblicherweise Kurzläufer.

    Gruß
    Ralf
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  12. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  13. #11

    Registriert seit
    05.2011
    Ort
    Regensburg
    Beruf
    Dipl. Informatiker
    Beiträge
    432
    Option A: Alles auf Bausparer
    Also wenn du dein Geld jetzt in einen Bausparer steckst bekommst du keine Zinsen (oder nur sehr wenig) Das Geld das du einzahlst fehlt dir dann auch als Eigenkapital, wenigstens bis zur Zuteilung. Du brauchst mindestens einen 180 000€ Bausparer -> Zuteilung bei 40% Einzahlung also 72000€ (1200-800)*12*5 ergibt 24 000€ dazu dein EK 40 000€ Will sagen in 5 Jahren ist der Bausparer noch nicht Zuteilungsreif dh. erstmal 180000 zwischenfinanzieren. Bei 180000 und 4% sind das monatlich 600€, was bleibt dann noch zum Besparen mit den Kindern und fehlendes Einkommen der Frau?
    Dh. eigentlich keine Option.

    Option B 30000 Bausparer:
    Wenn ich jetzt einen Bausparer abschließe bekomme ich für 60% der Summe ein Zinsgünstiges Dahrlehen sagen wir mal 3%.
    Nehmen wir weiter an die Zinsen steigen bis Zuteilung auf 6%. Dann sparst du dabei ab Zuteilung (30000 * 0,60) *(0,06 - 0,03) = 540€ pro Jahr oder 45€ pro Monat.
    Frage ist bekommst du jetzt 3%, steigen die Zinsen auf 6%, was würde das eingezahlte Kapital inzwischen an Zinsen erwirtschaften und am wichtigsten würdet Ihr auch bei 6% Zinsen noch kaufen? Wenn die Zinsen nicht steigen sparst dirch nichts.
    Als Anlage ohne Darlehensabruf ist der Bausparer nicht so der Hit.

    Option C:
    Eröffne ein Zinskonto mit 3 monatiger Kündigung oder ein Tagesgeldkonto und richte dir einen Dauerauftrag mit 400€ ein. Beginne ein Haushaltsbuch zu schreiben und überschlage für die letzten Jahre wie viel dir übrig geblieben ist.

    Ich persönlich hab mich 2005 oder so für C entschieden und was soll ich sagen die Zinsen sind um 1% niedriger als damals und auch da waren Zinsen "so günstig wie noch nie, jetzt zuschlagen und ..."
    Jetzt hab ich nochmal ziemlich genau meine Situation mit Bausparer gerechnet und ein Darlehen war billiger. Allgemein war mein Eindruck bei Bausparern, viele Verträge, schwierig zu Rechnen, vielleicht auch viele Provisionen aber das is eher Bauchgefühl.

    Gruß
    gonso
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  14. #12
    Avatar von Pecher
    Registriert seit
    06.2011
    Ort
    Forchheim
    Beruf
    Finanz-Makler
    Beiträge
    23
    Bausparverträge sind ein Supergeschäft - für die Bausparkassen und deren Vermittler!
    Bei einem finanzmathematisch korrekten Vergleich ist jedes "normale" Bankdarlehen günstiger als die Bausparvariante!
    Die Werbung der Bausparkassen ist völlig korrekt - und bestätigt indirekt meine Aussage:
    Denn die Bausparkassen werben nicht damit, dass sie eine günstigere Finanzierung bieten!
    Sie schüren die Angst des unwissenden Kunden und werben dann mit der Sicherheit.
    Diese Sicherheit wird jedoch teuer bezahlt!
    Berater, die nicht auf Provisionsbasis, sondern auf Honorarbasis arbeiten, wissen das.
    Wolfgang Pecher
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen