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Gute/Schlechte Werte KFW70

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  1. #1

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    Gute/Schlechte Werte KFW70

    Guten Morgen,

    wir bekommen heute Abend unsere "Bestätigung zum Kreditantrag
    „Energieeffizient Bauen“ (153) EnEV2009". Damit wir nicht ganz so doof und unwissend davor sitzen... Kann mir jemand vielleicht so grob sagen was wären gute und was schlechte Werte für folgendes:

    -Jahres-Primärenergiebedarf QP
    -Höchstwerte für das Referenzgebäude nach der Tabelle 1 der Anlage 1 der EnEV2009

    -Transmissionswärmeverlust HT’
    -Höchstwerte für das Referenzgebäude nach der Tabelle 1 der Anlage 1 der EnEV2009
    -Höchstwert des Transmissionswärmeverlustes HT’ Tabelle 2 der Anlage 1 der EnEV2009

    Wäre nett wenn mir jemand grobe Anhaltspunkte geben könnte.

    Vielen Dank!!
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  2. Gute/Schlechte Werte KFW70

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  3. #2
    Bulla2000
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    Also wir hatten KfW70 vertraglich vereinbart, weil wir auch mit dem Programm finanzieren.
    Laut E-Pass sind die Daten wie folgt:

    Endenergiebedarf dieses Gebäudes: 20,8 kwh/(m2*a)
    Primärenergiebedarf/Gesamtenergieeffizienz: 54,0 kwh/(m2*a)
    Anforderungswert ENEV: 85,8 kwh/(m2*a)
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  4. #3

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    Das Prinzip ist wie folgt:

    Für dein Haus wird sowohl der Transmissionswärmeverlust als auch der Primärenergiebedarf unter standardisierten Klimabedingungen berechnet.

    Danach wird für dein Haus angenommen, dass es gewisse Standards bzgl. Dämmung und Technik erfüllt und wieder Transmissionswärmeverlust und Primärenergiebedarf berechnet. Das sind die sogenannten Referenzwerte.

    Dann wird verglichen: Dein Haus mit dem Referenzhaus. Dein Haus muss mindestens dem Referenzhaus entsprechen (EnEV-Anforderung). Für KfW 70 muss der Transmissionswärmeverlust deines Hauses <= 85 % vom Referenzhaus und der Primärenergiebedarf <= 70 % vom Referenzhaus sein.

    Wie das Referenzhaus berechnet wird steht in der Anlage 1 der EnEV. (1x googeln bitte)

    Also für KfW 70 ist die Geometrie des Hauses egal, es bewertet nur die Technik des Hausbaus. Wenn man ein energiesparendes Haus haben möchte, muss man noch zusätzlich die Geometrie optimieren.
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  5. #4
    Themenstarter

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    Wäre jemand von euch so nett mir zu verraten was er bei seinem Haus so für Werte hatte? Bin mit den ganzen Formeln und Werten ziemlich überfordert und wollte möglichst nur "sehen" ob wir gut dabei sind mit unserem Haus oder eher knapp.
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  6. #5
    Bulla2000
    Gast
    Was für Werte brauchst Du denn noch? habe Dir doch unsere geschrieben...
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  7. #6
    Baufuchs
    Gast
    @Hausbau2011

    und wollte möglichst nur "sehen" ob wir gut dabei sind mit unserem Haus oder eher knapp.
    Dann musst du erst mal die bei deinem Bau erreichten Werte hier einstellen.

    Dazu kopierst Du deinen 1. Beitrag und schreibst die Werte dahinter.
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  8. #7

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    Hallo Zusammen,

    wir bauen ein Fertighaus, das den kwf 70 Anforderungen entspricht.
    Jetzt hat die Bank den Antrag abgelehnt, weil in der Bestätigung der Wert im Punkt Wärmebrückenverlust sich auf -0,40 W/(m²K) beläuft (damit hat die Bank das größte Problem).
    Stimmt das?
    Unsere Daten:
    Primärenergiebedarf Referenzbedarf (100%-Wert) beträgt 87,01 kWh/(m²a)
    Berechneter Primärenergiebedarf (Neubau): 56,80 kWh/(m²a)
    Transmissionswärmeverlust Referenzgebäude (100%-Wert) beträgt 0,342 W/(m²K)
    Der berechnete Transmissionsverlust-Wert beträgt 0,225 W/(m²K)

    Könnte jemand auf die Werte draufschauen und uns kurz schreiben, ob das Haus den kfw 70 Anforderungen in dem Punkt Wärmebrückenverlust etspricht, oder hat die Bank die Werte nur falsch interpretiert?

    Danke und Gruß,
    columbus
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  9. #8

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    Zitat Zitat von columbus37 Beitrag anzeigen
    Hallo Zusammen,

    wir bauen ein Fertighaus, das den kwf 70 Anforderungen entspricht.
    Jetzt hat die Bank den Antrag abgelehnt, weil in der Bestätigung der Wert im Punkt Wärmebrückenverlust sich auf -0,40 W/(m²K) beläuft (damit hat die Bank das größte Problem).
    Stimmt das?
    Naja, der Wert ist wirklich merkwürdig. Normalerweise sind Wärmebrückenverluste positiv, d.h. sie erhöhen den Transmissionswärmeverlust. Es gibt zwar theoretisch auch den Fall, dass die Wärmebrücken negativ sind (die Ecken des Hauses sind stärker gedämmt als der Rest des Hauses), aber der Wert wird dann niemals bei -0,40 W/m2K liegen, oder bezieht sich der Wert nur auf einzelne Bauteile?

    Normalerweise liegt der Wert bei +0,10, bei einem guten Haus bei +0,05.

    Zitat Zitat von columbus37 Beitrag anzeigen
    Hallo Zusammen,
    Könnte jemand auf die Werte draufschauen und uns kurz schreiben, ob das Haus den kfw 70 Anforderungen in dem Punkt Wärmebrückenverlust etspricht, oder hat die Bank die Werte nur falsch interpretiert?
    Es gibt keine Anforderungen an den Punkt Wärmebrückenverluste. Es gibt nur Anforderungen an den gesamten Transmissionswärmeverlust incl. Wärmebrückenverluste ("Technik der Wärmedämmung") und an den Primärenergiebedarf ("Haustechnik incl. Technik der Wärmedämmung"). Beides sieht bei dir ok aus. Die Bank hat den Antrag vermutlich abgelehnt, weil die Berechnung wohl offensichtlich verkehrt ist.
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  10. #9

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    ich muss sagen, dass ich, ohne die Berechnung und die Gebäudedetails zu kennen, den Antrag wohl auch abgelehnt hätte, wenn dort der Wärmebrückenverlust mit -0,40 W/m²K steht. -0,40! Das heißt, dass jeder U-Wert um den Zuschlag -0,40 "erhöht" wird. Das heißt, aus einen U-Wert von 0,60 W/m²K (das ist heute eher schlecht) wird 0,20!

    Hast Du Dich vielleicht um eine Zehnerpotenz vertan und dort steht -0,04 W/m²K?
    Aber selbst dieser Wert ist sehr ungewöhnlich gut! Ich habe auch schon detaillierte Wärmebrückennachweise geführt. Wenn's mal gut läuft, dann kommt da ein Wert von +0,02 bis +0,025 raus. Das ist dann noch ein echter Zuschlag, und kein Abschlag, wie in Deinem Fall...

    Man muss wissen, dass der Wärmebrückenzuschlag vom Dämmwert der Bauteile abhängt, bei einem schlechten Gebäude ist der Zuschlag bei identischer Ausführung der Wärmebrückendetails kleiner als bei einem sehr guten Gebäude.
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  11. #10

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    Hallo, ich würde mich auch über eine kurze Einschätzung freuen, ob das bzgl. der Werte (KfW70)"passt" oder obs knapp ist. Ich habe immer wieder gelesen, dass man die Werte "Schönrechnen" kann, wie und woran kann ich das erkennen?

    Unser "Fall" äh Haus:

    Beheiztes Gebäudevolumen nach EnEV: 573,40m³
    Wärmeübertragende Umfassungsfläche: 391,30m³
    Gebäudenutzfläche: 183,50m³
    Fensterfläche: 33,84m³

    Berücksichtigung von Wärmebrücken: pauschal mit 0,05 W(m² K) mit erbrachtem Gleichwertigkeitsnachweis

    -Jahres-Primärenergiebedarf Referenzgebäude: 79,77 kWh/(m² a)
    -Jahres-Primärenergiebedarf Neubau: 47,45 kWh/(m² a)


    -Transmissionswärmeverlust
    -Höchstwerte für das Referenzgebäude 0,393 W/(m² K)
    -spezifische Transmissionswärmeverlust für den Neubau: 0,333 W/(m² K)

    Berücksichtigt wurden eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und eine Luft-Wasser WP


    Was für Angaben werden für eine Einschätzung noch benötigt?

    Vielen Dank für eure Hilfe!
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  12. #11
    MoRüBe
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    eP- Zahl?
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  13. #12
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    Zitat Zitat von MoRüBe Beitrag anzeigen
    eP- Zahl?
    wofür?
    wenn HT schon fast eine punktlandung ist und primärenergetisch
    alles sooo wunderbar klingt? ep .. irgendwo bei 0,7? egal.

    bei dem (für ein efh) rel. kompakten bau wäre bestimmt in der
    qualität der dachdämmung und der sohle noch luft nach oben
    (heisst: einigermassen bezahlbar verbesserbar)
    ein besserer wandbildner schadet auch nicht, kostet aber - da
    würde ich nachdenken:
    isses eine schlechte massivwand mit grottig schlechtem künftigen
    verbesserungskosten-energiespar-potential,
    isses eine dünne massivwand mit wdvs (da würde ich über eine
    "nahrhaftere" dämmung nachdenken) .. oder was?

    je nach (bau)vertrag wird vielleicht eh jede verbesserungsidee
    im keim erstickt - für diesen fall: nachweis erfüllt, energiekosten
    sind ausgeblendet, alles ist gut
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  14. #13
    MoRüBe
    Gast
    mls: selbst die Holzmindener tun sich mit der 0,7 schwer...
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    @MoRüBe "eP- Zahl?"

    Kenn ich leider nicht. Kann ich aus dem Datenblatt der Wärmepumpe auch nicht ablesen, oder? Hängt ja quasi von dem Gesamt-Konzept der Anlage ab, oder? Müsste mir der Anlagenplaner sagen können, oder?

    Zitat Zitat von mls Beitrag anzeigen
    wofür?
    wenn HT schon fast eine punktlandung ist und primärenergetisch
    alles sooo wunderbar klingt? ep .. irgendwo bei 0,7? egal.
    Was wäre denn ein guter ep?

    Zitat Zitat von mls Beitrag anzeigen
    bei dem (für ein efh) rel. kompakten bau wäre bestimmt in der
    qualität der dachdämmung und der sohle noch luft nach oben
    (heisst: einigermassen bezahlbar verbesserbar)
    ein besserer wandbildner schadet auch nicht, kostet aber - da
    würde ich nachdenken:
    isses eine schlechte massivwand mit grottig schlechtem künftigen
    verbesserungskosten-energiespar-potential,
    isses eine dünne massivwand mit wdvs (da würde ich über eine
    "nahrhaftere" dämmung nachdenken) .. oder was?
    Sohle: Dämmplatten auf der Sohle 10cm.
    Mauerwerk: 24cm Hochlochziegelmauerwerk (WL-Fähigkeit 0,18), außenseitiges WDVS Polystyroldämmung 12cm (WLG 0,35) bzw. 14 cm.
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  17. #15
    MoRüBe
    Gast
    Zitat Zitat von Kopa15 Beitrag anzeigen
    @MoRüBe "eP- Zahl?"

    Kenn ich leider nicht. Kann ich aus dem Datenblatt der Wärmepumpe auch nicht ablesen, oder? Hängt ja quasi von dem Gesamt-Konzept der Anlage ab, oder? Müsste mir der Anlagenplaner sagen können, oder?
    .
    Nö, sollte im Ausweis stehen

    Anlagenaufwandzahl, die braucht er eigentlich für den ENEV-Nachweis...
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