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Fliesen auf Betontreppe mit Mörtelbett?

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  1. #1
    Avatar von Axolottl
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    Fliesen auf Betontreppe mit Mörtelbett?

    Ich hätte mal eine allgemeine Frage zum Thema Betontreppe. Eine solche führt bei uns vom Keller ins Erdgeschoss. Von Anfang an haben wir bei den Planungen hier Fliesen als Belag vorgesehen. Allerdings ist es nun notwendig, ein Mörtelbett zu machen, um die richtige Höhe der Stufen zu erreichen. Meine Frage wäre nun, ob man die Treppe von Anfang an nicht so planen hätte müssen, dass das Mörtelbett überflüssig gewesen wäre und man die Fliesen direkt - einfach mit Fliesenkleber - anbringen hätte können. Oder hat das Mörtelbett hier eine besondere Funktion?
    Für Eure Antworten danke ich schon jetzt.
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  2. Fliesen auf Betontreppe mit Mörtelbett?

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  3. #2

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    Wieviel ist die Treppe denn zu tief?
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  4. #3

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    Man hätte es vielleicht so planen können, wenn alle Gegebenheiten klar waren.
    Den Grund warum dein Planer dies nicht getan hat, solltest Du bei ihm mal hinterfragen.

    Es gibt die maßhaltigen Betontreppen, die direkt befliest werden können (wenn sie passgenau eingebaut wurden), es gibt aber auch diese "Rohbeton"-Treppen. Weiß ja nicht was bei Dir eingebaut wurde.

    Mit dem Mörtelbett wird das korrekte Stufenmaß ausgeglichen, wenn sich Differenzen ergeben, bezgl. der Geschoßhöhe und den damit verbundenen Stufenhöhen.
    Diese sollten ja über die gesamten Treppenlauf gleich hoch sein.
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  5. #4
    Themenstarter
    Avatar von Axolottl
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    Zitat Zitat von platte Beitrag anzeigen
    Wieviel ist die Treppe denn zu tief?
    Die oberste Stufe stimmt nach dem Estrich jetzt genau mit dem Boden im EG überein. Bei den restlichen Stufen müssten ca. 4 cm Mörtelbett aufgebracht werden, damit nachher mit Fliesenkleber und den 10 mm von der Fliese die Stufen gleich werden.

    Es ist übrigens eine Rohbautreppe, die vor Ort angefertigt also "gegossen" wurde. Wie sind denn hier die Toleranzen? Das Problem ist eigentlich, dass die Baufirma die Treppe so eingebaut hat, obwohl schon bei der ersten Besprechung vor Baubeginn festgelegt wurde, dass Fliesen draufkommen. Das wurde sogar schriftlich festgehalten und ich sowie auch der Bauleiter haben dieses Protokoll unterschrieben.

    Um den Belag bei der Treppe kümmern wir uns selber, was natürlich erheblich einfacher wäre, wenn wir einfach nur Fliesen müssten - ohne Mörtelbett.
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  6. #5

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    hallo
    und da fährt der axalottl mit der mama zum fliesenhändler und die mama verliebt sich in granitstufen mit 40 mm dicke ohne die lästigen fugen auf den stufen und nu.
    ich will damit sagen bei einer exakt auf höhe geschnittenen treppe muss sich der bauherr schon in der rohbauphase auf die genaue belagsstärke festlegen.
    wobei es fast unmöglich ist eine ortbetontreppe millimetergenau zu gießen.
    vorschlag anstatt mörtel ausgleichsestrich aufbrigen und dann kleben.

    gruss aus de pfalz
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  7. #6

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    Wenn im Vorfeld lediglich festgelegt wurde, dass die Treppe befliest werden soll, nicht aber ob mit Mörtelbett oder Dünnbett, dann hat da wohl die entscheidende Aussage gefehlt.
    Eine "fertige" Treppe dürfte um einiges Kosten-intensiver sein, als eine vor Ort gegossene.

    Nun muss es halt der Flieseur richten.
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  8. #7
    Baufuchs
    Gast
    Vor Ort gegossene Ortbetontreppen erfordern bei Fliesenbelag immer ein Mörtelbett. Wie Alternate schon geschrieben hat ist dies zum Erreichen eines gleichmäßig exakten Stufenmaßes notwendig. Ausnahme: Betonfertigteiltreppe.

    Für einen Fliesenleger ist das verlegen mit Mörtelbett auch kein Problem.

    Wenn ihr den Belag nun in Eigenhilfe machen wollt, müsst ihr eben so arbeiten, wie es ein Fliesenleger auch gemacht hätte.

    Falsche Erwartungshaltung.
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  10. #8

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    hallo fuchs
    bei den problemen die der mit dem mörtel gedanklich hat wird das auch praktisch nix.
    DIY vorschlag mit estrich siehe oben.
    und ich möcht bei dem gebastel mäuschen sein.

    gruss aus de pfalz
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  11. #9

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    ... geht schon, dafür gibt´s nur keine DIN, vielmehr stellt dies eine zu vereinbarende "Sonderkonstruktion" dar.

    Mir ist dieses Proplem in der Vergangenheit ziehmlich oft begegnet.Ich möchte es vorsichtig ausdrücken, da viele am Bau beteiligte Personen propleme damit haben, auch eine Oberflächenfertige Fertigteiltreppe beim Rohbau auf den cm genau zu versetzen.

    darauf geachtet habe ich das sowohl der Verlegemörtel, als auch die Fliese mit einer geeigneten Haftbrücke versehen werden. Das heist ausgleichen und verlegen in einem Zuge, oder auch fliesen nach dem abbinden des Ausgleichs im Dünnbett.

    Der Aufwand hält sich für den Fachmann wirtschaftlich in Grenzen, scheint aber für den durchschnittlichen Heimwerker nervlich sehr zermürbend sein. Wenn ich den Hornbachbaumarkt-Ratgeber zitieren darf: Schwierigkeitsgrad 6.
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