Ergebnis 1 bis 3 von 3
  1. #1

    Registriert seit
    05.2011
    Ort
    Frankfurt
    Beruf
    Bankfachwirt
    Beiträge
    1

    Außendämmung mit Stil

    Hallo Bauexperten,

    mein Landhaus steht vor der Renovierung/Sanierung und ich weiß nicht recht weiter. Folgendes Problem:

    Ich habe ein Landhaus, Baujahr 1951 aus 400er Betonhohlblock mit Sprossenfenstern (teilweise schon erneuert durch Doppelglas-Sprossenholzfenster), Holzklappläden mit Ladenhaltern, Knickdach (nach unten abflachend – schlecht isoliert mit alten Sauerkrautplatten/Galswollkombi) und Massivbetonfensterbänken (Massivsteinimmitation – an einer Drei-Fenster-Kombination sind die Fenster jeweils sogar komplett mit diesem Material eingerahmt ) und Balkon auf aus der Hauswand ragenden Holzbalken. Baustil eher Jungendstil (kein Denkmalschutz).

    Das Haus soll nun renoviert und saniert werden. Der Anbau (60er Jahre) soll aufgestockt werden und das komplette Dach neu eingedeckt und isoliert werden.

    Ich habe Ölheizung (Vissmannbrenner ca 15 Jahre alt und neuen Öltank, alte Heizkörper) und verbrauche zurzeit auf ca 130 qm Wohnfläche ca 4000 Liter Öl p.a.

    Ich habe mich schon mit Außendämmung befasst und weiß, dass ich da 20 – 30% Heizkosten einsparen könnte, aber folgende Probleme habe ich:

    1. Ich möchte das Haus stilgerecht renovieren! Heißt, es sollen wieder Sprossenholzfenster rein und auch die Klappläden mit Ladenhaltern und auch massive Fensterbänke (auch die Einrahmung – s.o.). Außerdem soll das Haus seinen „schlanken“ Stil behalten und auch wieder einen Außenputz erhalten.

    2. Ich möchte kein künstliches Isolationsmaterial verwenden (keine Schaumplatten), habe zwar gehört, dass die „Transpiration“ durch die Wände kein Problem sein soll, aber das kommt für mich nicht in Frage. Innenisolierung scheidet aus (Einbauküche mit Marmorplatten an den Wänden).

    Meine Fragen:

    a.) Wie kann ich eine vernünftige Außenisolierung mit natürlichen Baustoffen erhalten und trotzdem die o.g. Ausstattungen ausführen? Wie kann ich zum Beispiel die ECHTEN Fensterbänke und Umrahmungen erhalten oder auch erneuern ohne Wärmebrücken zu konstruieren. Gleiches gilt für Klappladenbefestigung und –halter sowie den Balkon. Und wie „Schießschartencharakter“ bei den Fenstern vermeiden?

    b.) Welches Material kommt dazu in Frage? Welche Kapillarität, also welches Material ist das Beste um Nässeschäden zu vermeiden? Wegen der o.g. Monatgeprobleme und damit entstehenden Wärmebrücken bzw Stabilitätsproblemen (massive Fensterbänke) dachte ich an perlitgefüllte Ziegel (siehe link)

    http://www.schlagmann.de/index.php?page=392

    Wie ist die Meinung der Experten zu diesem Material? Gibt es Nässeprobleme wegen dem Perlit oder ist das durch die Ziegelhülle ausgeschlossen? Ist das nicht wahnsinnig teuer, das ganze Haus quasi erneut einzumauern? Welche Alternativen gibt es?

    Man stelle sich nur eine Verdreifachung der Heizenergiepreise vor (halte ich für nicht unrealistisch). Gleichzeitig sind neue Passivhäuser fast ohne Heizenergiekosten zu unterhalten. Bei dieser Schere kann kommt kein Ottonormalverbraucher mehr an den Fragen der Isolation vorbei. Was soll dann aus dem ganzen Altbaubestand (auch ohne Denkmalschutz) werden.

    Ich denke, es sind dringend optisch vertretbare Lösungen gefragt wenn schöne Häuser gerettet werden sollen. Ehrlich gesagt, was ich bisher an eingepackten Häusern gesehen habe, ist optische Körperverletzung.

    Ich bin für Expertenmeinungen sehr dankbar!
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  2. Außendämmung mit Stil

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2
    Avatar von Hundertwasser
    Registriert seit
    02.2006
    Ort
    Harburg
    Beruf
    Malermeister
    Benutzertitelzusatz
    Maler und Landstreicher
    Beiträge
    3,261
    Ich kenne das System von Schlagmann nicht, nur die konventionellen Systeme. Für diese gibt es alle möglichen Detaillösungen der WDVS Hersteller. Diese sollten auch beim Schlagmann System funktionieren, müssen dann aber vom Hersteller in der bauaufsichtlichen Zulassung mit drin sein. Also wäre damit ein Vertreter von S. gefordert, die entsprechende Nachweise zu erbringen sei es als baZ oder als Zustimmung im Einzelfall. Sonst spricht gegen S. wohl nur der Preis.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  4. #3
    Avatar von Hundertwasser
    Registriert seit
    02.2006
    Ort
    Harburg
    Beruf
    Malermeister
    Benutzertitelzusatz
    Maler und Landstreicher
    Beiträge
    3,261
    Mal abgesehen davon bekommst du eine schlanke Fassade mit anderen Dämmstoffen als dem Schl. Ziegel. Zum Beispiel mit EPS oder PUR hier sind einfachere schlankere Dämmstoffschichten möglich da die Bemessungswerte der Wärmeleitfähigkeit deutlich geringer sind (EPS 0,40 bis 0,32, PUR 0,26). Stellt sich die Frage warum du keine Kunststoffe an der Fassade möchtest. In deiner Fragestellung klingt durch, das du befürchtest, dir Feuchtigkeit ins Mauerwerk zu holen.

    Dies wird ausgeschlossen durch eine saubere bauphysikalische Beurteilung einerseits und durch eine einwandfreie Verarbeitung andererseits. Für erstes benötigst du eine geeignete Beratung vor Ort durch einen Energieberater oder Architekten, für die Verarbeitung einen vernünftigen Handwerker.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen