Werbepartner

Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 15 von 28

Was kostet das Bodenaustausch bzw. Schotterstopfsäule

Diskutiere Was kostet das Bodenaustausch bzw. Schotterstopfsäule im Forum Tiefbau auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

    Registriert seit
    06.2011
    Ort
    Franken
    Beruf
    Ingenieur
    Beiträge
    17

    Frage Was kostet das Bodenaustausch bzw. Schotterstopfsäule

    Hallo,

    Wegen schlechter Bodentragfähigkeitseigenschaften bis ca. 4m, wird in dem von uns gekauften Grundstück für ein EFH mit Keller im Moment Bodenverbesserungsmaßnahme geplant, das Bodengutachten hat einen Bodenaustausch baugrundseitig vorzugsweise durch eine Tiefgründung (Kleinbohrpfähle bzw. Schotterstopfsäule) empfohlen. Die Grundfläche ist ca. 10m x 10m.
    Der Architekt hat die Kosten auf 18.000~20.000Euro geschätzt, ist der Preis realistisch oder zu teuer?

    Gruß
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  2. Was kostet das Bodenaustausch bzw. Schotterstopfsäule

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2

    Registriert seit
    09.2006
    Ort
    Offenbach
    Beruf
    Dipl.-Ing
    Beiträge
    2,445
    Also Euer Architekt hat mit Sicherheit mehr Informationen über Euer Grundstück als hier einer aus dem Forum. Wie sollte sich dann hier einer anmaßen ohne besseres Wissen zu sagen, dass die Schätzung Eures Architekten zu hoch ist?!

    Verständnisproblem meinerseits: Ist nun ein Bodenaustausch oder eine Tiefgründung empfohlen?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  4. #3
    Themenstarter

    Registriert seit
    06.2011
    Ort
    Franken
    Beruf
    Ingenieur
    Beiträge
    17
    Zitat Zitat von RMartin Beitrag anzeigen
    Also Euer Architekt hat mit Sicherheit mehr Informationen über Euer Grundstück als hier einer aus dem Forum. Wie sollte sich dann hier einer anmaßen ohne besseres Wissen zu sagen, dass die Schätzung Eures Architekten zu hoch ist?!

    Verständnisproblem meinerseits: Ist nun ein Bodenaustausch oder eine Tiefgründung empfohlen?
    Na ja, verleicht kennt jemand hier in dem Forum ein bißches aus über das Thema, wenn nicht schadet auch nichts.
    Die Empfehlung von Bodengutachten und Architekt tendiert zu Tiefgründung, der Preis für die beiden Varianten sind ungefähr gleich.

    Gruß
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  5. #4
    gast3
    Gast
    glaube ich alles nicht: "schlechter" Baugrund bis 4 m - unterkellertes Gebäude ...
    verbleiben unter der Bodenplatte ...?

    und

    das Bodengutachten hat einen Bodenaustausch baugrundseitig vorzugsweise durch eine Tiefgründung (Kleinbohrpfähle bzw. Schotterstopfsäule) empfohlen.
    Bodenaustausch durch Bohrpfähle etc ...?


    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  6. #5

    Registriert seit
    11.2006
    Ort
    67685 weilerbach
    Beruf
    architekt/statiker
    Beiträge
    6,917
    hallo
    bei der verbleibenden geringen resthöhe 4,00 -2,75 mKG - 40 cm bopl mit mineralbeton 0-32mm = 0,85 m gibts aber auch noch andere gründungsmöglichkeiten.
    wie ist den die zul. bodenpressung unter der pampe?

    gruss aus de pfalz
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  7. #6
    Themenstarter

    Registriert seit
    06.2011
    Ort
    Franken
    Beruf
    Ingenieur
    Beiträge
    17
    Ich füge zwei Abschnitte der Bodenbewertung ein, höre gerne von euch wieder.

    Gruß
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  8. #7
    gast3
    Gast
    Es lässt keine Beurteilung zu - auch deine Ursprungsfrage ist hier so nicht zu beantworten.

    Meine Einschätzung bleibt, dass ich es nicht verstehe (und so auch nicht werde).

    Entweder du nimmst (und zahlst) was du hast, oder lässt es prüfen - leisten kann das m.E. ein Forum nicht.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  9. #8
    Bauexpertenforum Avatar von mls
    Registriert seit
    10.2002
    Ort
    obb, d, oö
    Beruf
    twp, bp
    Beiträge
    13,790
    hab ich den quatsch mit stopfsäulen, alternativ bohrpfähle oder hdi, nicht erst
    irgendwo anders gelesen? egal .. ich halts mit gunther: es geht auch anders
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  10. #9
    Themenstarter

    Registriert seit
    06.2011
    Ort
    Franken
    Beruf
    Ingenieur
    Beiträge
    17
    Zitat Zitat von gunther1948 Beitrag anzeigen
    hallo
    bei der verbleibenden geringen resthöhe 4,00 -2,75 mKG - 40 cm bopl mit mineralbeton 0-32mm = 0,85 m gibts aber auch noch andere gründungsmöglichkeiten.
    wie ist den die zul. bodenpressung unter der pampe?

    gruss aus de pfalz

    Hallo Gunther,

    wie meinst Du mit andere Gründungsmöglichkeiten? Kannst Du mal ein bißchen mehr erläutern? Danke,

    Gruß
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  11. #10

    Registriert seit
    11.2006
    Ort
    67685 weilerbach
    Beruf
    architekt/statiker
    Beiträge
    6,917
    hallo
    erst frage beantworten dann neue stellen.

    gruss aus de pfalz
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  12. #11
    Themenstarter

    Registriert seit
    06.2011
    Ort
    Franken
    Beruf
    Ingenieur
    Beiträge
    17
    Zitat Zitat von Helge von Seggern Beitrag anzeigen
    glaube ich alles nicht: "schlechter" Baugrund bis 4 m - unterkellertes Gebäude ...
    verbleiben unter der Bodenplatte ...?

    und



    Bodenaustausch durch Bohrpfähle etc ...?



    Ich bin kein Fachmann, kannst Du mal näher erläutern was Du gesagt hast, Danke.

    Gruß
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  13. #12
    Themenstarter

    Registriert seit
    06.2011
    Ort
    Franken
    Beruf
    Ingenieur
    Beiträge
    17
    Zitat Zitat von gunther1948 Beitrag anzeigen
    hallo
    erst frage beantworten dann neue stellen.

    gruss aus de pfalz

    habe ich mit dem Architekt nicht diskutiert, bin auch nicht in der Lage weil ich nicht die entsprechende Kenntnisse habe. Ist Bodenpressung vergleichweise günstiger als Schotterstopfsäule? welche Voraussetzungen muß der Boden haben damit Bodenpressung überhaupt möglich ist?

    Gruß
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  14. #13

    Registriert seit
    11.2006
    Ort
    67685 weilerbach
    Beruf
    architekt/statiker
    Beiträge
    6,917
    hallo
    bei den vorgeschlagenen gründungsvarianten ist die baustelleneinrichtung ein entscheidender kostenfaktor. man müsste also mit einem twp und bg nach einer örtlich umsetzbaren gründungsmöglichkeit suchen, die ohne grossartige baustelleneinrichtung für bohr- oder rüttelgeräte auskommt.
    dazu müssen die örtlichen gegebenheiten und der mögliche/verfügbare maschineneinsatz bekannt sein und das bodengutachten aussagen zur tragfähigkeit der schichten mit setzungsberechnungen treffen.

    gruss aus de pfalz
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  16. #14
    Themenstarter

    Registriert seit
    06.2011
    Ort
    Franken
    Beruf
    Ingenieur
    Beiträge
    17
    Hallo,

    nachdem das erste Bodengutachten schlechtes Ergebnis mit Empfehlung von Tiefgründung geliefert hat, habe ich mich an einem anderen Gutachter gewendet und das Ergebnis liegt schon vor, zwar hat er auch schlechtn Boden festgestellt aber hat anders empfohlen als die erste. Die Gutachten sieht folgendmaß aus:

    "
    am xx.06.2011 wurden eine schwere Rammsondierungen sowie eine Rammkernbohrung zur Baugrunduntersuchung im Mittelpunkt einer möglichen Bodenplatte des geplanten Wohngebäudes durchgeführt. Die Schichtprofile der Rammkernbohrung RKS 1 sowie das Schlagzahldiagramm sind als Anlage 2 beigefügt.
    Die Aufschlüsse RKS 1 und RS 1 erfolgten etwa mittig des geplanten Gebäudes, für das eine Flachgründung (Bodenplatte B25) angenommen wird. Das Gebäude wird dabei voll unterkellert, wobei von einer Gründungssohle UK Fundamentplatte bei ca. 2,75 m unter dem derzeitigen Gelände (GOK) bzw. ca. 2,64 m unter Bezugspunkt auszugehen ist. Der Ansatzpunkt der Aufschlüsse liegt. 0,11 m über dem Bezugspunkt. Als Bezugspunkt dient der
    im Lageplan gekennzeichnete Kanaldeckel.
    Die Rammkernbohrung erschließt unter einer max. 1,0 m mächtigen, bindigen Auffüllung weicher bis steifer Konsistenz weiterhin ausschließlich bindige Böden. Bis 3,0 m unter GOK liegt ein nicht tragfähiger stark sandiger Ton (TM) breiig – weicher Konsistenz vor. Darunter folgt bis 6,9 m ein Ton steifer Konsistenz und erst ab 6,9 m unter GOK liegt eine teilweise halbfeste Konsistenz vor.
    Es wurde ab 1,5 m unter GOK das flurnahe, quartäre Grund- bzw.
    Schichtwasser angetroffen. Die Tone ab 4,5 m unter GOK sind nicht mehr
    wasserführend.

    Bodenmechanische Kennwerte

    Für die Errichtung des geplanten Wohngebäudes kann für die weiteren Berechnungen mit den nachfolgend aufgeführten bodenmechanischen Kennwerten (Tabellen 1) gerechnet werden.
    Die Festlegung dieser Werte erfolgt auf Grundlage der Bodenansprache, den ermittelten hydrogeologischen Verhältnissen sowie der Bodenklassifikation nach DIN 1054.


    Tabelle 1: Bodenkennwerte (Richtwerte) --siehe Anlage


    Dem mittelplastischen Ton (TM) nur weicher Konsistenz kann ein ES von 1 MN/m² und keine zulässige Bodenpressung angesetzt werden, da der Boden nicht tragfähig ist. Für die Gründung in den Böden ab 3,0 m unter GOK kann ein ES von 8 MN/m² und eine zulässige Bodenpressung von
    80 kN/m² angesetzt werden.

    Wie die Setzungsberechnungen der Anlage 3 zeigen, würden bei Annahme einer max. Bodenpressung bzw. flächigen Bauwerkslast von max. bis zu 62,5 kN/m² (Anlage 3) für die Bodenplatte ohne zusätzlichen Bodenaustausch Setzungen von > 5,0 cm auftreten. Diese rechnerischen Setzungen wären vom Bauwerk nicht schadlos aufzunehmen.

    Daher wird ein zusätzlicher Bodenaustausch von 0,5 m mit Mineralbeton (z. B. Schroppen und 0/56) erforderlich. Da bereits bei 1,5 m unter Gelände Grundwasser ansteht, ist eine bauzeitliche Grundwasserhaltung mit einem Pumpensumpf bis 0,5 m unter Aushubsohle erforderlich. Der Aufbau der Tragschicht wird wie folgt vorgeschlagen:
    -2,74 m: UK Bodenplatte
    -3,04 m: Mineralbeton (0/56), lagenweiser Einbau und Verdichtung
    -3,06 m: Geotextil (z. B.GK 4), evtl. Splittauflage zur Porenfüllung
    ≈-3,30 m: Schroppen (80 / X) Eindrücken in weichplastisches Erdplanum.

    Bei diesem Aufbau ergeben sich rechnerisch noch Setzungen von < 1,0 cm, die in Abstimmung mit dem Statiker vom Bauwerk schadlos aufzunehmen sind. Sollten die Lastannahmen für die Fundamentplatte jedoch deutlich überschritten werden, wäre eine nochmalige Berechnung erforderlich.
    Auf der OK Tragschicht ist mittels eines Plattendruckversuches gemäß DIN 18134 ein Ev2- Wert von ≥ 100 MN / m² bei einem Verdichtungsverhältnis von ≤ 2,5 nachzuweisen.

    Die beim Aushub anfallenden, bindigen Böden sind zum Wiedereinbau nicht verwendbar und sind stark frostempfindlich (F3). Eine Versickerung von Oberflächenwasser in die bindigen Böden bei dem geringen Flurabstand des Grundwassers ist nicht möglich. Die Baugrube ist in
    den bindigen und überwiegend weichplastischen Böden mit 45° zu böschen.
    Als Bemessungswasserstand sollte aufgrund des geringen Flurabstandes (Grundwasser am xx.06.2011: 1,5 m unter GOK ≈ erhöhtes Niedrigwasser) die derzeitige Geländeoberkante angesetzt werden. Der Keller ist als auftriebssichere Wanne auszuführen.
    "

    Dieses Gutachten empfehlt einen 0,5 m Bodenaustausch mit Mineralbeton, dessen Kosten wahrscheinlich viel günstiger als die von dem ersten Gutachten empfohlene Tiefgründung über Schotterstopfsäule. Aber wieso sind die Empfehlungen so unterschiedlich?

    Danke und Gruß
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  17. #15
    Bauexpertenforum
    Registriert seit
    01.2004
    Ort
    Kornwestheim
    Beruf
    Bauingenieur
    Benutzertitelzusatz
    Nachdenken kostet extra.
    Beiträge
    5,636
    Andere Ansätze, und beide mit ziemlichen Unwägbarkeiten bzw. hohen Kosten.
    Keine Ahnung wie man die 100 MN/m² gesichert hinbekommt bei den Angaben/Randbedingungen.
    Unwägbarkeiten der Wasserhaltung?
    Grundbruch/Boschungsbruchsicherheit bei der Pampe?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen