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  1. #1
    Bauexpertenforum Avatar von stefan ibold
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    glaser ./. wufi ?

    Moin,

    ich habe den ganzen Vormittag mit sehr aufschlußreichen und interessanten Studien über die beiden o. g. Berechnungen verbracht.
    Dabei sind mit die Publikationen vom IBP, sprich Künzel und Hauser, besonders aufgefallen.
    Bei allen von mir gelesenen Artikel habe ich festgestellt, daß die Berechnungen nach Glaser offenbar für den Bereich des Tauwasserausfalls in Bauteilen trotz der stationären Berechnungsmethoden der Realität recht nahe kommen.
    Einzig für den Bereich der Rücktrocknung scheinen die Berechnungen von WUFI genauer zu sein.

    Verstärkt wird dieser Eindruck durch weitere Veröffentlichungen, in denen übereinstimmend die auch in unseren Fachregeln geltenden Parameter als gut und ausreichend bewertet werden.

    Es wird auch sehr deutlich gesagt, daß bei den Berechnungen im Grunde der worst case, z. B. eine nach Norden ausgerichtete Dachfläche mit einer Neigung von 58° nicht unerheblich größere Probleme bereiten kann als eine mit 28°.
    Klar ist, daß wenn man sämtliche oder nahezu sämtliche Parameter berücksichtigen will, sich sehr schnell verzetteln kann. Die Folge sind umständliche Berechungsverfahren, die dem Halbfachmann nur verwirren, letztlich aber aus meiner Sicht nicht mehr Sicherheit bringen.

    Wohlgemerkt, ich schreibe hier nicht von den U-Werten, ich schreibe von dem Feuchteverhalten und den daraus resultierenden Konsequenzen für Konstruktionen und Aufbauten.
    Namentlich geht es mir auch dabei um den sog. "diffusionsoffenen Aufbau" und den auch noch in Verbindung mit den "ökologischen Dampfbremsen".

    http://www.hoki.ibp.fhg.de/wufi/wufi_frame.html

    Da habe ich mich mit beschäftigt.
    Und für mich bleibt klar, so schlecht wie Glaser teilweise geredet wird und wurde, ist die Berechnungsmethode nicht.

    Bitte um gegenteilige Meinungen.

    Grüße
    stefan ibold
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  2. glaser ./. wufi ?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Dito

    Klar, fürs Dach stimmt die Aussage weitgehend; insbesondere, wenn vorausgesetzt wird, daß die zulässigen Holzfeuchten nach DIN 18334 auch tatsächlich eingebaut werden. Da habe ich aber so meine Zweifel .....

    Doch schon bei massiven Holzbaukonstruktionen, wird Glaser der Realität nicht gerecht, da weder das Sorptionsverhalten von Holz noch die reale Wärmeleitfähigkeit (geringerer U-Wert als nach DIN 4108) Berücksichtigung findet.
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  4. #3
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    in dem moment, wo "kitzlige" aufbauten (nach aussen dichter - bspw. hölzerne flachdächer) gerechnet werden, offenbaren sich die unterschiede: nicht nur fehlende sorption beim glaserverfahren (scheint ja zuerstmal auf der sichren seite zu liegen), sondern überhaupt beim rücktrocknungsverhalten - das ist mit standard-glaser nicht in den griff zu bekommen, ausser mit alufolie raumseits (und da hab ich hübsche schimmelkolonien gesehen) ... die alufolie ist sicher weniger das allheilmittel als ein rücktrocknungsfähiger aufbau.

    und .. natürlich bringt eine genauere oder ungenauere berechnung (mit wufi oder glaser) nicht mehr oder weniger sicherheit - es kommt drauf an, was man aus den rechnerischen ergebnissen konstruiert und was mit welcher fehlertoleranz ausführbar ist.
    da ist der punkt erreicht, wo´s zur philosophischen frage wird - ich glaube dass niemand 100% baubare dampfdichtheit planen kann und die praxis gibt mir recht.
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