Ergebnis 1 bis 12 von 12
  1. #1

    Registriert seit
    06.2011
    Ort
    berlin
    Beruf
    gebäudemanager
    Beiträge
    1

    1m2 für den nachbarn? wegerecht

    hallo,
    ich hoffe das ich hier richtig bin und sich jemand auskennt. mein problem: unser grundstück hat eine 3m breite ca 20 m lange zufahrt. die einfahrt vom nachbarn ist schräg zur straße und hat ebenfalls 3 m breite. wenn er rauswill mit hänger kommt er kaum rum weil der einfahrt ggü ebenfalls ein grundstück ist. nun möchte der nachbar von uns gern ein stück unserer einfahrt um auf sein grundstück besser rauf zu kommen und hat uns für das wegerecht 250eur angeboten. alle kosten wie notar usw übernimmt er. ich habe keine probleme mit unserer einfahrt, möchte dem nachbar aber nix verkaufen, aber schon entgegenkommen. wie sieht da die rechtslage aus? geht das einfach so? schriftlich unter uns einigen will er nicht, muß alles besiegelt sein. bekomme ich als eigentümer des stück weges probleme?
    ist alles ein wenig kompliziert. habe ja wg unseres grenzpunktes extra ein vermesser kommen lassen damit ich dort ein zaunpfahl setzen kann. der nachbar möchte das ich ihn versetze. kein problem, will dann nur die kosten für den vermsser zurück. kann ich dann 2mal kassieren, also einmal die 250 was er mir angeboten hat fürs wegerecht und einmal für den vermesser?
    vielen lieben dank für eure antworten.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  2. 1m2 für den nachbarn? wegerecht

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2
    Wieland
    Gast
    . bekomme ich als eigentümer des stück weges probleme?

    Kann aus dem hohlen Bauch heraus niemand beantworten ! Aber wenn es welche
    gibt, 250.-€ für ein unwiderrufliches Wegerecht ???
    Vielleicht können Sie den Experten einen Lageplan einstellen.

    Grüße
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  4. #3
    Baufuchs
    Gast
    Grunddienstbarkeit "Wegerecht" wird ins Grundbuch eingetragen und geht auch bei evtl. Verkauf auf den Käufer über, mindert also ggf. den Wert deines Grundstücks.

    Wenn Du deinem Nachbarn ohnehin entgegen kommen willst, sprich mündlich mit ihm ab, dass er vorbehaltlich Widerruf die kleine Ecke überfahren darf.
    Kannst ihm das ja auch noch schriftlich bestätigen.

    Solange der Nachbar brav ist, darf er die Ecke überfahren, du kannst aber auch widerrufen.

    Wegen sowas würde ich mir (auch nicht gegen Geld) eine Grunddienstbarkeit eintragen lassen.

    Will der Nachbar nicht ohne Dienstbarkeit, dann muss er sich eben ein kleineres Auto kaufen..
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  5. #4

    Registriert seit
    12.2010
    Ort
    Weiz
    Beruf
    GF
    Beiträge
    307
    Ein Wegerecht ist ein grundbücherlicher Eintrag, da geht einmal nichts ohne Notar (eine Vereinbarung nur unter Euch ist da nicht ausreichend).
    Was willst Du wegen 1qm extra vermessen lassen, das halte ich für etwas übertrieben.
    Rechtlich bist immer noch Du für diesen Teil verantwortlich (Steuer, Haftung, ...), davon kannst Du Dich nur trennen, wenn Du das Stück verkaufst.
    Ich würde mir das Wegerecht zumindest auf längere Zeit zahlen lassen (Pacht statt Wegerecht wäre z.B. eine Möglichkeit).
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  6. #5

    Registriert seit
    08.2009
    Ort
    Franken
    Beruf
    Hausfrau
    Beiträge
    973
    So vorgehen wie Baufuchs sagt.

    Wegen 250 EUR mindert man nicht ohne Not den Wert seines Grundstücks durch ein Wegerecht eines Anderen, finde ich.

    Ich habe einen Nachbarn, der nur über mein Grundstück auf seinen Kartoffelacker kommt. Eintragen lasse ich nichts, aber ich gestatte es ihm mit Auflagen (nur wenn unbedingt nötig, nur sein Traktor, keine PKW von Helfern).

    Ohne Eintrag sitze ich am längeren Hebel (und werde immer freundlich gegrüßt).
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  7. #6

    Registriert seit
    08.2009
    Ort
    Ingolstadt
    Beruf
    Angestellter
    Beiträge
    250
    Zitat Zitat von roro Beitrag anzeigen
    (Pacht statt Wegerecht wäre z.B. eine Möglichkeit).
    Super Vorschlag, dann kommt halt er nicht mehr raus
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  8. #7

    Registriert seit
    08.2009
    Ort
    Franken
    Beruf
    Hausfrau
    Beiträge
    973
    Zitat Zitat von Stef1969 Beitrag anzeigen
    Super Vorschlag, dann kommt halt er nicht mehr raus
    Bei Pacht würde es sich allenfalls um Cent im Jahr handeln, bei den niedrigen Pachtpreisen.
    Dem Nachbarn würde das natürlich gefallen...
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  9. #8
    Wieland
    Gast
    Auch nach Jahrelanger "guter" Nachbarschaft können manche Nachbarn einem Sinneswandel unterliegen.
    Für die einfachen Probleme brauchts einen Plan A für die etwas schwierigeren Fälle
    einen Plan B und für absolute Härtefälle braucht man einen Plan C, dieser muß
    im Notfall dann auch wirklich verfügbar sein. ( siehe Beitrag 3 ).

    Safety first
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  10. #9

    Registriert seit
    12.2010
    Ort
    Weiz
    Beruf
    GF
    Beiträge
    307
    Eine Pacht kann ich im Gegensatz zu einem Nutzungsrecht im Grundbuch viel leichter kündigen.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  11. #10
    Baufuchs
    Gast
    Irgenwelche Grundbucheintragungen sind aus der Sicht des Fragestellers gar nicht nötig. Es sei denn, er braucht die 250. €.

    Entschädigung Wegerecht Einnahme aus Vermietung/Verpachtung?

    Bei Pacht ist das klar = zu versteuernde Einnahme.

    Pacht überträgt weitergehende Rechte als Wegerechte, die nur das kurzzeitige Befahren erlauben.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  12. #11

    Registriert seit
    02.2011
    Ort
    Im Westen
    Beruf
    Kaufmann
    Beiträge
    239
    Also ich würde noch nicht einmal darüber nachdenken für läppiche 250 EUR irgend ein Recht an meinem Grund und Boden (teilweise) abzutreten! So ein Grundbucheintrag hat im Zweifelsfall immer Nachteile. Wieviele Leute würde sagen "Ooh, eine Wegerecht..." - egal ob es schlimm ist oder nicht.

    Wenn das Nachbarschaftsverhältnis gut ist, würde ich es ihm einfach erlauben.
    Wenn ihm das nicht passt, Pecht gehabt! Ich würde mich allerdings auch fragen warum ihm das nicht reicht? Was hat er für Pläne?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  13. #12

    Registriert seit
    08.2010
    Ort
    Franken
    Beruf
    selbst & ständig
    Beiträge
    141
    Zitat Zitat von otto2011 Beitrag anzeigen
    Wenn das Nachbarschaftsverhältnis gut ist, würde ich es ihm einfach erlauben.
    Wenn ihm das nicht passt, Pecht gehabt! Ich würde mich allerdings auch fragen warum ihm das nicht reicht? Was hat er für Pläne?
    Dito.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  14. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  15. #13

    Registriert seit
    10.2008
    Ort
    Karlsruhe
    Beruf
    Dipl.Soz.Arb
    Beiträge
    859
    Mit Wegerecht kannst Du (und auch ein zukünftiger Käufer) NIE wieder einen Zaunpfahl an diese Stelle setzen. Nichtmal einen Pflanzenkübel aufstellen....
    ... vielmehr hast Du vielleicht sogar noch dafür zu sorgen, dass der Weg immer nutzbar ist?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  16. #14

    Registriert seit
    06.2010
    Ort
    Taura
    Beruf
    Hausmeister
    Beiträge
    176
    Also, wenn ich es recht verstehe möchtest du deinem Nachbarn zwar entgegenkommen, hast aber einen Vermesser bestellt und bezahlt, um deinen Grenzpunkt mit einem Pfahl zu kennzeichnen. Warum habt ihr Beide es nicht so gelassen wie es war, ohne Pfahl auf der Grenze?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen