Seite 1 von 3 123 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 15 von 45
  1. #1

    Registriert seit
    06.2011
    Ort
    Niedersachsen
    Beruf
    kaufm. Angestellter
    Benutzertitelzusatz
    interessierter laie
    Beiträge
    89

    KFW70 Haus ohne Solar

    Einen schönen guten Morgen zusammen,

    erstmal ein Hallo in die Runde ich bin neu hier und mein Name ist Christian.
    Falls mein Beitrag hier falsch sein sollte, bitte verschieben. Ich habe auch schon ein wenig im Forum gestöbert, konnte aber die eindeutige Beantwortung meiner Frage nicht finden.

    Also:

    Wir (meine Frau und ich) lassen über einen Bauträger eine Doppelhaushälfte erstellen. Bislang ist nur unsere Seite verkauft, die andere Seite wird nach unseren Vorstellungen (Dach, Verblender) gebaut.

    Es handelt sich um ein KFW70 Effizienz Haus und eigentlich habe ich auch keine Bedenken, dass es als solches erstellt wird da es vertraglich geschuldet ist.

    Nur eines wüsste ich gern.
    In der Baugenehmigung steht ganz klar, dass der Wärmeenergiebedarf des Hauses zum Teil durch erneuerbare Energien gedeckt werden muss.

    Unser Bauträger führt jedoch weder Solar noch Erdwärme o.ä. aus. Er sagt, dass er das aufgrund der Ausführung der Dämmung nicht braucht.

    Das Haus bekommt eine Gas-Brennwerttherme (Schlauch für Solar Warmwasser wird schon vom HWR zum Dach gelegt, die Therme ist für Solar ausgelegt, es kommt jedoch kein Solarpanel auf das Dach).

    Im Moment stehen erst die Wände und es wird verklinkert. Der Aufbau ist wie folgt (von innen gesehen): Porenbetonstein, insges. 140mm Dämmung, Verblender (ges. 440mm).

    Die Decke und das Dach erhalten min. eine 220mm Dämmung.

    Es handelt sich um eine kleine DHH mit Walmdach, ca. 98m² nach DIN inkl. ausgebautem Dachboden. (nicht groß, reicht aber völlig für uns beide da wir keine Kinder haben).

    Hier die Werte aus dem KFW-Antrag:
    - Jahresprimärenergiebedarf QP = 59,6 kWh/(m²a) (Referenzgebäude = 102)
    - Transmissionswärmeverlust HT = 0,29 W/(m²K) (Referenzgebäude = 0,40)
    - Der Höchstwert des Transmissionswärmeverlust gem. Tabelle 2 der Anlage 1 (EnEV 2009) von 0,45 W/(m²K) wird nicht überschritten.


    Meine Frage ist jetzt, ob jemand Anhand dieser Daten sagen kann, ob erneuerbare Energien genutzt werden müssen oder halt nicht.
    Sollten noch Daten fehlen, liefere ich gerne nach so weit vorhanden ;-)

    Bevor ich mich an einen Sachverständigen meiner Wahl wende wollte ich erst einmal hier nachfragen. Vielleicht es das ja ganz klar und ich mache mir unnötig Gedanken ... ;-)

    Vielen Dank fürs lesen und für eure Bemühungen!

    Gruß

    Christian
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  2. KFW70 Haus ohne Solar

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2

    Registriert seit
    11.2010
    Ort
    Dkb
    Beruf
    thermische Bauphysik
    Benutzertitelzusatz
    Formularausfüller
    Beiträge
    3,722
    vorab:
    ohne Details zu kennen, kann eine konkrete Aussage nicht getroffen werden.

    Meine persönliche Meinung:
    ich kann mir nicht vorstellen, dass für ein solch kleines Haus die Anforderungen an ein Effizienzhaus 70 nach den Förderrichtlinien der KfW mit ausschließlich fossiler Beheizung eingehalten werden.
    Zumindest habe ich bei Wohnprojekten mit ausschließlich fossiler Beheizung diesen Standard noch nicht erreicht.

    Oder steht da was von der Nutzung von Biogas, Zusatzheizung/Kaminofen wasserführend, vielleicht wird zwar keine Solaranlage gebaut, aber es wird damit gerechnet?

    Bitte berücksichtige auch, dass in der Regel nach Durchführung der Maßnahme der Sachverständige das Erreichen des beantragten Standards bestätigen muss. Bitte spreche doch mal mit diesem Sachverständigen (derjenige, der die Wärmeschutzberechnung unterschrieben hat) und bitte um Klärung Deiner Fragen, bevor Du jemand externen einschaltest...
    Könnte ja sein, dass es sich lediglich um ein Mißverständnis handelt.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  4. #3

    Registriert seit
    08.2010
    Ort
    Hamburg
    Beruf
    Dipl.-Ing. Maschinenbau
    Beiträge
    997
    Mal vereinfacht gesagt:
    Die Energieeffizienzverordnung EEnV schreibt einen gewisse maximale Energieaufwand für Heizuen vor.
    Das Erneuerbare Energien Gesetz sieht daneben vor, daß ein bestimmter Anteil des Energieaufwandes aus erneuerbaren Energien kommen muß (Solar-Wassererwärmung, Sonneneinstrahlung durch Fenster, Erdwärme, Luft/Wasser Wärmepumpe etc). Gleichsam läßt das EEG zu, daß Ersatzleistungen angerechnet werden, als solche gilt die Energieeinsparung. Wenn das Haus x% wniger Energie verbraucht als vorgesehen, kann man ohne die regenerativen Anteile bauen. Wie hoch x ist, bitte mal selber googlen.
    Ob das so ist, weiss die Energieberechnung des Bauträgers.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  5. #4

    Registriert seit
    08.2010
    Ort
    Hamburg
    Beruf
    Dipl.-Ing. Maschinenbau
    Beiträge
    997
    Nachtrag: Es ist das "Gesetz zur Förderung Erneuerbarer Energien im Wärmebereich
    (Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz – EEWärmeG)" http://www.bmu.de/files/pdfs/allgeme...ee_waermeg.pdf
    §7.2, Verweis auf Ersatzmaßnahmen, Anlage VI.
    15% unter den Anforderungen der aktuelln EEnV.

    Möglich ist es, ob das Haus die Anforderung erfüllt - muß der Bauträger rechnen.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  6. #5
    Themenstarter

    Registriert seit
    06.2011
    Ort
    Niedersachsen
    Beruf
    kaufm. Angestellter
    Benutzertitelzusatz
    interessierter laie
    Beiträge
    89
    Hallo zusammen,

    ersteinmal vielen Dank für die Antworten!


    @ralph12345,

    du schreibst:

    Zitat Zitat von ralph12345 Beitrag anzeigen
    Nachtrag: Es ist das "Gesetz zur Förderung Erneuerbarer Energien im Wärmebereich
    (Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz – EEWärmeG)" http://www.bmu.de/files/pdfs/allgeme...ee_waermeg.pdf
    §7.2, Verweis auf Ersatzmaßnahmen, Anlage VI.
    15% unter den Anforderungen der aktuelln EEnV.

    Möglich ist es, ob das Haus die Anforderung erfüllt - muß der Bauträger rechnen.

    Im meinem Eingangsbeitarg hatte ich geschrieben, dass nachfolgende Angaben im KFW Antrag stehen:

    - Jahresprimärenergiebedarf QP = 59,6 kWh/(m²a) (Referenzgebäude = 102)
    - Transmissionswärmeverlust HT = 0,29 W/(m²K) (Referenzgebäude = 0,40)

    Kann ich jetzt sagen, das meine Daten (59,6 & 0,29) die Daten des Referenzgebäudes gem. EnEV (102 & 0,40) um einiges mehr als 15% unterschreiten und bei mir somit keine eneuerbaren Energien eingesetzt werden müssen?
    (Unabhängig von den tatsächlichen Werten (sollten diese denn abweichen), nur gerechnet Anhand der Daten die der EnEV Sachverständige in den KFW Antrag geschrieben hat).
    Oder ist das völliger Quatsch was ich da schreibe?

    Danke & Gruß

    Christian
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  7. #6

    Registriert seit
    08.2010
    Ort
    Hamburg
    Beruf
    Dipl.-Ing. Maschinenbau
    Beiträge
    997
    Sorry, keine Ahnung. Klär das mit der genehmigenden Baubehörde. Bzw. der Bauträger soll das klären. Wer baut Dein Haus? Du mit Architekt? Generalunternehmer? Bauträger? DU schreibst Bauträger. Da hat man doch aber mit solchen Themen gar nichts zu tun. Da kauft man dem quasi ein fertiges Haus ab.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  8. #7

    Registriert seit
    02.2007
    Ort
    Hamburg
    Beruf
    Bauingenieur
    Beiträge
    85
    Zitat Zitat von borland Beitrag anzeigen
    Oder ist das völliger Quatsch was ich da schreibe?
    Im Fall von HT' darf man für das EEWärmeG nicht mit dem Referenzgebäude vergleichen. Hier muss auf den HT'-Grenzwert der EnEV Bezug genommen werden.

    Diese Einschätzung teile ich übrigens in vollem Umfang:

    Zitat Zitat von Alfons Fischer Beitrag anzeigen
    Meine persönliche Meinung:
    ich kann mir nicht vorstellen, dass für ein solch kleines Haus die Anforderungen an ein Effizienzhaus 70 nach den Förderrichtlinien der KfW mit ausschließlich fossiler Beheizung eingehalten werden.
    Das würde bedeuten, dass du vielleicht für ein Effizienzhaus 70 bezahlst, aber gar keins bekommst.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  9. #8
    Themenstarter

    Registriert seit
    06.2011
    Ort
    Niedersachsen
    Beruf
    kaufm. Angestellter
    Benutzertitelzusatz
    interessierter laie
    Beiträge
    89
    Zitat Zitat von Bernd D Beitrag anzeigen
    Im Fall von HT' darf man für das EEWärmeG nicht mit dem Referenzgebäude vergleichen. Hier muss auf den HT'-Grenzwert der EnEV Bezug genommen werden.
    Dieser HT Referenz Wert (0,40) stammt aus dem Anhang 1 der EnEV

    Zitat Zitat von Bernd D Beitrag anzeigen
    Diese Einschätzung teile ich übrigens in vollem Umfang:

    Das würde bedeuten, dass du vielleicht für ein Effizienzhaus 70 bezahlst, aber gar keins bekommst.
    Ich frage ja auch extra genau hier (im Bauexpertenforum) nach, da ich nicht zu 100% verstehe, warum ich keine erneuerbaren Energien einsetzen muss.
    Wobei ich jedoch glaube (obwohl ich bei weitem kein Bauexperte bin ;-)) das man das wahrscheinlich allein durch die Dämmung hinbekommt.
    Im Moment hat dies zumindest noch keiner der Bauexperten hier nachvollziehbar widerlegt, sondern, so wie du, nur Vermutungen aufgestellt.

    Ich werde wohl - kurz bevor die letzte Rechnung fällig ist - die Wärmebedarfsberechnung anfordern und prüfen lassen. Für die Beruhigung des Gewissens :-)

    Gruß

    Christian
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  10. #9

    Registriert seit
    02.2007
    Ort
    Hamburg
    Beruf
    Bauingenieur
    Beiträge
    85
    Zitat Zitat von borland Beitrag anzeigen
    Dieser HT Referenz Wert (0,40) stammt aus dem Anhang 1 der EnEV
    Fast. Der Referenzwert kommt aus der Berechnung des Referenzgebäudes. Der Grenzwert kommt dagegen direkt aus der EnEV.

    Zitat Zitat von borland Beitrag anzeigen
    Im Moment hat dies zumindest noch keiner der Bauexperten hier nachvollziehbar widerlegt, sondern, so wie du, nur Vermutungen aufgestellt.
    Dann lass uns doch einen Blick in den Wärmeschutznachweis werfen. Auf Basis der Daten aus dem KfW-Antrag kann man nur raten.

    Zitat Zitat von borland Beitrag anzeigen
    Ich werde wohl - kurz bevor die letzte Rechnung fällig ist - die Wärmebedarfsberechnung anfordern und prüfen lassen.
    Ich würde der Sache an deiner Stelle früher nachgehen. Wenn das Objekt fertig ist, kann man nachträglich wahrscheinlich nur noch mit unverhältnismäßigem Aufwand etwas ändern. Es wäre ärgerlich, wenn es zum Schluss aufgrund eines nicht erreichten Effizienzhaus 70-Standards Probleme mit der KfW-Finanzierung gibt.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  11. #10
    Themenstarter

    Registriert seit
    06.2011
    Ort
    Niedersachsen
    Beruf
    kaufm. Angestellter
    Benutzertitelzusatz
    interessierter laie
    Beiträge
    89
    Zitat Zitat von Bernd D Beitrag anzeigen
    Fast. Der Referenzwert kommt aus der Berechnung des Referenzgebäudes. Der Grenzwert kommt dagegen direkt aus der EnEV.
    Mensch Du kannst einen echt verunsichern ;-)

    Hier ist die Anlage 1 (siehe Tabelle 2, Zeile 1) der EnEV:

    http://www.gesetze-im-internet.de/en...lage_1_45.html

    Ist das nicht der Grenzwert? Dieser stimmt doch mit dem Wert des Referenzgebäudes (0,40) das in meinem KFW Antrag steht überein.
    Somit bliebe ich doch bei meinen 0,29 mehr als 15% unter den EnEV Anforderungen?

    Oder bin ich hier auf dem falschen Weg?

    Gruß

    Christian
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  12. #11

    Registriert seit
    06.2011
    Ort
    Schleswig-Holstein
    Beruf
    Architekt
    Beiträge
    6
    Hallo,

    Zitat Zitat von borland Beitrag anzeigen
    - Jahresprimärenergiebedarf QP = 59,6 kWh/(m²a) (Referenzgebäude = 102)
    - Transmissionswärmeverlust HT = 0,29 W/(m²K) (Referenzgebäude = 0,40)
    Nach diesen Angaben werden die Anforderungen KfW-70 Haus und somit auch EEWärmeG eingehalten

    Aaaaaaaber : es darf angezweifelt werden, dass Du einen Primärenergiebedarf, ohne Nutzung von erneuerbarer Energie, in dieser Größenordnung hinbekommst. Das ist ja fast KfW-55-Niveau

    Deshalb bitte die Berechnung von einem Fachmann überprüfen lassen

    Gruß
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  13. #12

    Registriert seit
    02.2007
    Ort
    Hamburg
    Beruf
    Bauingenieur
    Beiträge
    85
    Der Grenzwert in Höhe von 0,45 W/(m²K) ergibt sich für eine Doppelhaushälfte aus Tabelle 2 Zeile 2. Auf diesen Wert bezieht sich das EEWärmeG.

    Der Referenzwert, der nach deinen Angaben bei 0,40 W/(m²K) liegt, ist das Ergebnis der Berechnung des Referenzgebäudes. Die thermische Hülle des Referenzgebäudes entspricht den Angaben aus Tabelle 1. Auf diesen Wert bezieht sich die KfW.

    Zeig mir bitte den Wärmeschutznachweis. Langsam werde ich wirklich neugierig!
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  14. #13
    Themenstarter

    Registriert seit
    06.2011
    Ort
    Niedersachsen
    Beruf
    kaufm. Angestellter
    Benutzertitelzusatz
    interessierter laie
    Beiträge
    89
    Guten Morgen,

    ich bekomme in Kürze den Energieausweis + "Berechnung", ist es das was Du mit Wärmeschutznachweis meinst?

    Melde mich dann, dauert aber ein paar Tage...


    Gruß

    Christian
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  16. #14

    Registriert seit
    02.2007
    Ort
    Hamburg
    Beruf
    Bauingenieur
    Beiträge
    85
    Genau. Vor allem die Berechnung ist aufschlussreich.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  17. #15

    Registriert seit
    05.2011
    Ort
    Regensburg
    Beruf
    Dipl. Informatiker
    Beiträge
    424
    Zitat Zitat von Kai K Beitrag anzeigen
    Aaaaaaaber : es darf angezweifelt werden, dass Du einen Primärenergiebedarf, ohne Nutzung von erneuerbarer Energie, in dieser Größenordnung hinbekommst. Das ist ja fast KfW-55-Niveau

    Deshalb bitte die Berechnung von einem Fachmann überprüfen lassen

    Gruß
    Warum soll das nicht möglich sein? Hab wenig Ahnung aber gerade den Energiepass für mein EFH bekommen und haben Qp:55 mit Gas ohne Solarthermie.
    Wäre über eine Einschätzung dankbar, kann als Laie den EPass halt auch schwer lesen.
    http://www.bauexpertenforum.de/showthread.php?t=55042

    thx.
    gonso
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen