Ergebnis 1 bis 8 von 8
  1. #1
    powerohr
    Gast

    Passivhaus vs Kaminrohr

    Hallo,
    ich stehe am Anfang der Planung eines EF Passivhauses.
    Neben dem Heizregister im Kompaktgerät würde mir ein Stückholz Kamin im Wohnzimmer gefallen. Durch den offen Grundriss und die Treppe zum OG würde sich die Wärme auch einigermaßen verteilen.
    Klar ist, dass eine unabhängige Zuluftzufuhr sein muss.
    Grundsätzlich besteht aber das Problem, dass man die Passivhaushülle ja möglichts nicht durchdringen sollte, erst recht nicht mit einem Rohr.
    Welche Lösungen kennt Ihr für diese Druchdringungen des Schronsteinrohrs?
    Eine elektische Klappe ist ein Anfang, dämmt aber nicht.
    Unter uns: interessant wäre einfach das Schorsteinrohr bei Nichtnutzung an der Durchdringungsöffnung der Außenwand manuell zu verstopfen. Sowas wie ein einschwenkbares Element. Stelle mir einen Edelstahl Schornstein an der Fassade vor, sodass die Durchdrinnungsöffnung an der Hauswand im EG liegt. Das wird aber der Kaminkehrer nicht mitmachen.
    Der Kamin läuft einfach zu selten, um permanent ein Loch in der Hülle zu rechtfertigen. Gibt es da eine Lösung?

    Danke

    Beste Grüße
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  2. Passivhaus vs Kaminrohr

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  3. #2

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    Zitat Zitat von powerohr Beitrag anzeigen
    Neben dem Heizregister im Kompaktgerät würde mir ein Stückholz Kamin im Wohnzimmer gefallen. Durch den offen Grundriss und die Treppe zum OG würde sich die Wärme auch einigermaßen verteilen
    Überleg Dir das nochmal sehr genau, wir haben das für unser Passivhaus auch getan: wir haben eine Heizlast von 2kW für die wirklich kalten Tagen, den Ofen will man aber auch mal zum Wohlfühlen anmachen. Dann darf er aber meist nicht mehr als 1kW in den Raum abstrahlen, sonst nimmst du nach einer halben Stunde im Passivhaus reißaus. Und Du sprichst ja selber davon, das sich die Wärme nur "einigermaßen" verteilt. Öfen mit 20% Wärme in den Raum gibt es viele, aber eigentlich braucht man für ein Passivhaus einen mit 5%, da gibt es nur ganz wenige und dann ist die Flamme auch nicht mehr so ansehnlich.
    Die restliche Wärme musst Du per Wassertasche auch noch irgendwie in einen Speicher bringen, dieser kostet ebenfalls Geld.
    Ihr solltet Euch das wirklich ganz genau überlegen ...

    Grüße, Ralf.
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  4. #3

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    Cool....Passivhaus und dann ein Stückholzkamin. Wozu das gut sein soll, erschließt sich mir nicht.

    Was einen Kaminofen betrifft, einfach mal nach raumluftunabhängig und druckdicht suchen.

    Und das mit dem "manuell verstopfen" ganz schnell vergessen.

    Gruß
    Ralf
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  5. #4
    powerohr
    Gast
    Ok, missverständlich ausgedrückt:
    Es soll ein Kaminofen sein. Nur eben mit normalem Holz, nicht mit Pellets.

    Welche reaktionsschnelle Lösung schlagt ihr vor?
    Eine kleine Kompaktanlage mit WP gibts ja.

    Ein Kaminofen würde Lastspitzen zügig abdecken können. zB nach dem Urlaub, wenn das Haus ausgekühlt ist oder bei sehr großer Kälte. Zumal der Preis relativ gering erscheit, wenn man den Mehrwert im Sinne von gemütlich miteinbezieht.
    Es soll ja ein kleiner Ofen sein. Wenn es zu warm wird, kann man ja auch ein Fenster aufmachen, ist ja nicht verboten.

    Beste Grüße
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  6. #5

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    Zitat Zitat von powerohr Beitrag anzeigen
    ....Zumal der Preis relativ gering erscheit, wenn man den Mehrwert im Sinne von gemütlich miteinbezieht.
    Da muss Dir der Mehrwert aber sehr viel Geld wert sein.

    Ein "billiger" Kaminofen in einem Passivhaus ist so sinnvoll wie ein Schiffsdiesel in einem Dacia Logan.

    Wenn es zu warm wird, kann man ja auch ein Fenster aufmachen, ist ja nicht verboten.
    Verboten ist das nicht, aber unsinnig. Ich möchte Dich mal sehen, wie Du im Winter Abends um 22:00 bei offenem Fenster im Wohnzimmer ......draussen -10°C, drinnen dampft die Luft bei 27°C.

    Gruß
    Ralf
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  7. #6

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    Zitat Zitat von powerohr Beitrag anzeigen
    Es soll ein Kaminofen sein. Nur eben mit normalem Holz, nicht mit Pellets.
    In einem Passivhaus einen Holzofen anzumachen ist so wie in einem "normalen" Haus ein St. Martinsfeuer in der Mitte des Wohnzimmers anzuzünden. Du wirst von der Wärme eingehen, auch das Öffnen eines Fensters hilft nicht viel.
    Ein Pelletofen dosiert Wärme deutlich kleiner und da gibt es auch eine Reihe für Passivhäuser. Nur dann eben keine große Flamme ...

    Halt: es gibt auch einen Pelleteckofen mit großer Flamme, die optisch eindrucksvoll in einem Glaszylinder lodert ... google mal nach "Intelligenz Pallet-Ofen" (genau so geschrieben ).
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  8. #7
    Avatar von OldBo
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    Naja, wenn es ein "Lustfeuer" sein soll, dann muss es ein kleiner Pelletofen mit LAS und wenig luftseitige Leistung sein. Der hat dann auch ein Fensterchen, damit man das Feuer sehen kann. Sinnvoll ist es nicht, aber wer es gerne möchte, dem kann man es nicht verbieten

    Gruß

    Bruno Bosy
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  10. #8
    marwi
    Gast
    Hmm....über die Unsinnigkeit einen Kamin in einem Passivhaus zu installieren ist glaube ich alles gesagt.

    Also wenn es nur um "Knickknack" auf Bärenfellimitat vor dem Kamin geht, würde ich mir das ganze schöne Geld sparen und mir nen richtig schönen Dekokamin hinstellen schick verbauen und ein echtes Bärenfell kaufen!
    Den Unterschied sieht man mittlerweile kaum noch.

    Schornstein: 3500,--
    Kamin oden ca. 4000,--
    Druckwächter und Nebenteile 1000,--
    Evtl. kann auf den Dachausstieg und Trittrost verzichtet werden, falls vorgeschrieben sind noch mal 1500,--

    Und dann die jährlichen Wartungskosten..........

    Dafür sollte man doch was schönes Dekoratives bekommen oder???

    LG
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  11. #9
    Wieland
    Gast
    Eine Verschlussklappe vor dem Rauchzug,mechanisch betätigt können Sie sich bei einigen
    fachbetrieben herstellen lassen.
    Wir haben einen offenen Kamin, allerdings nicht Raumluftunabhängig. Über die Verschluss-
    klappe selbst habe ich in Deutschland keine Informationen gefunden.
    In Österreich wird diese ausführlich beschrieben u. gefordert.

    Grüße
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