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Stahlträger anbohren

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  1. #1

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    Stahlträger anbohren

    Hallo und Mahlzeit an alle.
    Mich bewegt ein Sachverhalt der so eigentlich etwas grenzwertig ist: darf man für Befestigungsmontagen an einem Doppel-T-Stahlträger diesen dafür mehrfach in seiner Längsachse anbohren?
    Aus statischer und funktionaler Sicht halte ich das für bedenklich.
    Gibt es dafür geregelte Normen oder Festlegungen?
    Danke schon mal für hilfreiche Tips.
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  2. Stahlträger anbohren

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  3. #2

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    was soll denn befestigt werden?

    Schraub- u. Bohrrecht wird m. W. vom Hersteller erteilt, genaueres können sicher die Statiker sagen.
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  4. #3
    Wieland
    Gast
    Wenn der Träger nach dem Bohren aussieht wie nach einem Atelleriebeschuß
    ist das bedenklich.
    Es kommt auf die Durchmesser u. Anzahl der Bohrungen an, wenn Heizungs o. Lüftungsrohre durch den Vertikalsteg geführt werden sollen brauchts einen Nachweis.

    Grüße
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  5. #4

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    Was bedeutet 'in seiner Längsachse'? Als ich vermute mal Löcher im Steg machen?!

    Das sollte mit dem Tragwerskplaner, der den Stahlträger bemessen hat geklärt werden.

    Wo genau die Löcher? Welcher Durchmesser? Was wird dann dort montiert und welche Last?

    (Planer dann noch festlegen wie später der Korrosionsschutz wiederhergestellt wird.)
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  6. #5

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    dürfen tut man schon, wenn der träger
    dafür ausgelegt ist....

    weshalb machst du dir gedanken?
    hast doch statikpläne mit angabe
    der bohrlöcher?
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  7. #6
    Themenstarter

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    Hallo Gipser , danke schon mal für den Hinweis, nur der Hersteller ist schon seit Jahrzehnten wohl so nicht mehr existent.
    Der Träger trägt eine Garagendecke und es wurden darin eine ganze Reihe kleiner Löcher zu Befestigung von Lampen und Kabelkanälen vorgenommen.
    Es gibt für solche Fälle, den Fachleuten sicher bekannt, extra Montageschellen, als Hakenkrallen genannt.
    Und genau was die Statik betrifft, bezweifle ich daß man so einfach mal ein paar Löcher in solche Statikelemente hineinbohren darf.
    Ganz abgesehen von dem zeitlichen Aufwand für solche m.M.n. unkoordinierten Arbeiten, es wurde von einer sogenannten EFK aus dem Industriebereich durchgeführt.
    Als Eli mußte man seine Projekte schon mehrmals in Frage stellen, Ausführung etwas zweifel- weil Laienhaft.
    Jetzt kommt noch so etwas dazu, im privaten Bereich mag das ja niemanden groß interessieren, nur frage ich mich wo solche Lösungen herkommen.
    Mir persönl. wäre der Aufwand allein schon von der Zeit und dann noch von der etwas kritischen Ausführung zu wider.
    Das beißt sich mir praktisch schon im Kopf, bevor ich mir da an der Ausführung die Gedanken dahingehend mache.
    Aber jeder hat so seine eigenen Methoden.
    Wenn man nach Zeit und Aufwand bezahlt wird, mag sich so ein Arbeitsstil ja ganz gut machen.
    Nur bei der Abnahme durch einen Statiker sehe ich da arge Zweifel. Wobei sowas im E-Bereich wohl nie vorkommen wird, Statiker nach Abnahme E-Projekt.

    Nachtrag: hier auf dem Hof gibt es keinen Planer oder Kontrolleur, schon gar nicht Statiker.
    Die Funktion muß ich regelmäßig übernehmen, schon allein aus persönl. Vorsichtsmaßnahme, daß mir nichts auf den Kopf fällt oder sonst passiert.
    Hinweis an die Elis: gn/ge als geschaltete Ader für Phase in einem 4x1,5 Tasterleitung, aber schon wieder ganz anderer Fachbereich.
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  8. #7

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    Okay. Frage also geklärt oder wie ist Dein #5 zu verstehen?
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  10. #8
    Themenstarter

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    RMartin , Frage ist ebend noch nicht geklärt, auch wenn das hier vllt. niemanden außer mir wirkl. interessiert.
    Ob es da Prinzipien oder Abwägungen für gibt hätte man schon gern mal von anderen Fachleuten gewußt.
    Daß der Träger nun nicht gleich nächste Woche zerbröselt, ist bei den Dimensionen schon klar.
    Nur wie schon angedeutet, im E-Bereich hapert es ganz mächtig, nicht bei mir, und der selbe Übeltäter greift jetzt auch noch in die Statik ein.
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  11. #9
    Avatar von Niko B
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    Zitat Zitat von HansFranz Beitrag anzeigen
    Der Träger trägt eine Garagendecke und es wurden darin eine ganze Reihe kleiner Löcher zu Befestigung von Lampen und Kabelkanälen vorgenommen. [...] Und genau was die Statik betrifft, bezweifle ich daß man so einfach mal ein paar Löcher in solche Statikelemente hineinbohren darf.
    Genau, das darf man eigentlich nicht bzw. sollte es ohne die Statik rechnerisch zu überprüfen nicht machen.

    Aber wenn schon gebohrt wird dann ist die Schwerpunktsachse die richtige Stelle, weil die Biegetragfähigkeit dadurch nur minimal beeinträchtigt wird.

    Was eventuell Probleme bereiten könnte wäre der Schubnachweis und die Kerbspannungen.
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