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Feuchte Wände - auf der Suche nach dem Fehler

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  1. #1

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    Feuchte Wände - auf der Suche nach dem Fehler

    Hallo Forum,

    habe im Erdgeschoss feuchte Wände und versuche da momentan mir ein paar Gedanken zu zu machen und den Fehler zu finden. Aber so richtig finde ich da keine stimmige Linie.

    Erstmal die momentane Ist-Situation:

    Haus liegt einseitig im Hang, 2 Seiten ebenerdig, eine Seite Garage. Grundriss habe ich angehängt. Die Nummern erkläre ich dann gleich genauer. Habe die Wände mit einem Feuchtemessgerät gemessen (günstiges aus dem Baumarkt, bitte keine Schelte dafür)

    Skala geht von 0-33%

    Wand 1: Besonders nass (Messwert 33%)
    Wand 2: mittelmäßig nass (Messwert zwischen 14 und 22%)
    Wand 3: besonders nass, hier ist wahrscheinlich die alte Drainage und Dickbeschichtung nicht mehr in Ordnung - wird noch gemacht
    Wand 4: sehr nass, hier steht auch eine kleine Pfütze auf dem Boden
    Wand 5: in der Garage sehr nass (Messwerte bis 33%)
    Wand 6: Gegenseite zu Wand 5 - hier interessanterweise trockener

    Baujahr Erdgeschoss 1928
    Streifenfundament aus Backsteinen
    Wand im EG ist ebenfalls aus Backsteinen gemauert, Dicke 38cm


    Meine Theorien bisher:
    1 - aufsteigende Feuchtigkeit
    2 - evtl. Rohrbruch (rot eingezeichnet: bekannter Ein- und Ausgang der Hauswasserleitung)
    3 - Kondenswasser
    4 - defektes Regenwasserrohr

    In der Einliegerwohnung die man auf dem Grundriss erkennt habe ich bisher den Putz im Fußbereich erneuert. Hier wurde vom Vorbesitzer des Hauses wohl auch der Estrich neu gemacht mit einer Folienschicht oder sowas im Estrich. Vor der Wohnung wurde eine neue Drainage gelegt. Das kleine Zimmer (auf dem Grundriss ganz vorne rechts) war es vor der Drainage etc. am schlimmsten, das ist interessanterweise jetzt besser geworden. Meine Vermutung ist aktuell evtl. sogar ein kleines Leck in der Wasserleitung da eine Innenwand deutlich nasser ist als die Aussenwand. In der Aussenwand ist eine alte Horizontalsperre (Bitumenbahn), das Haus ist aber aus dem Jahr 1928, daher ist die Bitumenbahn wohl nicht mehr die beste...
    Die Wände hinten, die am Hang liegen, sind wohl feucht, da die Drainage und Dickbeschichtung vor ca. 30 Jahren gemacht wurden und nicht mehr so pralle sind. Da sind die Feuchtigkeitsflecken an der Wand auch ziemlich kreisrund, daher vermute ich kleine Löcher in der Dickbeschichtung. In der Garage führt unter dem Estrich in der Garage genau an der Wand zum Keller ein Regenwasserrohr vorbei. Das muss ich noch untersuchen.

    Mein Vorgehen wäre wie folgt:
    - Wasserwerk anrufen damit die mal die Hauswasserleitung prüfen (abdrücken) bereits erledigt, aber noch keinen Termin
    - Sanitärinstallateur anrufen, damit der mal die Hausinstallation abdrückt - noch offen
    - danach Bausachverständigen beauftragen

    Ist das Vorgehen so OK?
    Gibt es evtl. Sachen die ich noch nicht bedacht habe? Habt Ihr evtl. noch Tipps oder Gedankenanregungen?

    Habe schon darüber nachgedacht eine nachträgliche Horizontalsperre einzubringen (Remmers, MEM, Porofin etc.), da blickt aber ja wieder keiner durch (bei Remmers gefällt mir aber sehr, dass die ein WTA Gutachten haben)

    Gegen die aufsteigende Feuchtigkeit spricht allerdings, dass die Innenwände teilweise nasser sind als die Aussenwände. Ausserdem kann ich mir z.B. nicht erklären warum eine Wand auf einer Seite 33% hat und auf der anderen Seite nur 17% (Im Heizungsraum und Garage). Das Wasser müsste sich doch dann auch gerade durch die Wand durch bewegen?
    Oder kann es evtl. sein, dass das Wasser sich unter dem Estrich bewegt und dadurch die Problematik verursacht?

    Danke schonmal fürs Lesen und Grüße

    Panger
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  2. Feuchte Wände - auf der Suche nach dem Fehler

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  3. #2
    Wieland
    Gast
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  4. #3
    planfix
    Gast
    nicht erklären warum eine Wand auf einer Seite 33% hat und auf der anderen Seite nur 17% (Im Heizungsraum und Garage). Das Wasser müsste sich doch dann auch gerade durch die Wand durch bewegen?
    zumindest das wäre erklärbar, wenn der heizraum wärmer ist als der raum auf der gegenüberliegenden seite, dann könnte die feuchtigkeit entwerde auf der warmen seiter besser ausdiffundieren oder es könnte kondensat sein.

    für alles andere hole jemanden zu dir, der sich auskennt. nicht unbeding einen hersteller oder verarbeiter. deren wissen ist eher einseitig aber ein ortstermin ist da unablässig. mit der zeit bekommt man/frau einen blick für die feinheiten.
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  5. #4
    Themenstarter

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    Hallo Planfix,

    danke schonmal für die Antwort. Auf einen Gutachter wird es wohl hinauslaufen wenn die Rohre in Ordnung sein sollten.

    Wo finde ich gute Gutacher bzw. wirklich kompetente Leute?

    Hatte zwar mal einen Gutachter (in einer anderen Sache) war aber da nicht so begeistert.

    IHK fragen, HWK fragen?

    Wie oben schon geschrieben kriege ich da nicht wirklich einen Knopf n die Sache. Könnte evtl. auch eine Kombination aus 2 Fehlern sein.

    Was mich nur so wundert ist, dass das Haus vor 16 Jahren kernsaniert wurde und eigentlich trocken war. Die Einliegerwohnung war ja 16 Jahre vermietet und ich kann mir nicht vorstellen, dass da alle 2 Jahre wegen Schimmel etc. renoviert wurde. Kann es sein, dass wenn einmal eine Wand feucht wurde und sich Salze abgelagert haben, dass die Sache schlimmer macht? Dass es evtl. dann garkeine aufsteigende Feuchtigkeit ist sondern einfach immer wieder kondensiert.
    Hatte wie gesagt den Putz in der Einliegerwohnung schon neu gemacht (Zementputz), fördert der evtl. das Salz?


    Gruß
    Panger
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  6. #5
    planfix
    Gast
    schlechtachter und schwachverständige gibts wie sand am meer, außerdem gibt es auch vorbeter der verschiedensten theorien.

    architekten und ingenieure, die sich auch mit sanierung beschäftigen, sind da schon seltener. aber sicherlich besser als handwerker, die meist produktlastig sind.
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  7. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  8. #6
    Themenstarter

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    Und um das ganze nochmal komplizierter zu machen:

    Im Heizöllagerraum war eine kleine Pfütze auf dem Boden. Diese habe ich komplett aufgewischt und die Fliesen und Fugen trocken gerieben um zu sehen ob man dann ein paar minuten später sieht wo das Wasser herkommt.

    Jetzt war ich gerade wieder schauen: Die Fugen fangen wieder an zu glitzern (Feuchtigkeit) aber die Fliesen auch! Fliesen sind ja eigentlich wasserundurchlässig aber auf den Fugen war auch ein leichter Feuchtigkeitsfilm.

    Die einzige Erklärung wäre dann doch: KOndenswasser, oder?

    Was war zuerst? Die hohe Luftfeuchtigkeit oder die feuchte Wand?

    Raum ist ungeheizt und Boden ist gefliest.

    Gruß
    Panger
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  9. #7
    Themenstarter

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    So, ich hab mir für am Wochenende vorgenommen ein Stück vopm Estrich rauszustemmen um mal zu schauen wies unterm Estrich aussieht.

    Das werde ich direkt vor der Wand machen die am feuchtesten ist (laut Baumarktmessgerät)

    Evtl. klärt sich damit ja einiges auf.

    Ist das ein gangbarer Weg?

    Gruß
    Panger
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