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Vermessen/Einmessen der Baugrube

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  1. #1

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    Vermessen/Einmessen der Baugrube

    Hallo liebe Forengemeinde.

    Bei mir stellt sich folgende Frage: lt. Kellerbaufirma soll die Baugrube von einem externen Vermesser (Ing.) ausgemessen und markiert werden. Danach soll das Schnurgerüst bzw. wo der Keller tatsächlich errichtet wird (die Baugrube ist ja logischerweise größer) auch von dem Vermesser ausgesessen werden.

    Ich hab im hiesigen Bauamt mal nachgefragt, ob die einen Vermesser empfehlen können. Durch ein paar Nachfragen kamen die vom Bauamt drauf, dass das sonst immer die Baufirmen selbst ausmessen. Von einem externen Vermesser haben die noch nie was gehört. Nach Fertigstellung des Hauses wird dieses vom Vermessungsamt amtlich eingemessen - das wars.

    Eine Rückfrage beim Baggerunternehmer hat dies bestätigt.

    Ich hab nochmal, zur Sicherheit quasi, bei einer anderen Stadt/Bauamt im benachbarten Landkreis angerufen. Auch hier kannten die nichts von dieser Praxis, dass ein externen Vermesser benötigt wird.

    Meine Meinung: die Kellerbaufirma wird doch aufgrund der vorhandenen Pläne, auch Entwässerungspläne usw., in der Lage sein muss, dem Baggerer genaus zu sagen, wo und wie tief er die Baugrube ausheben muss und wo letztendlich der Keller genau errichtet wird, wobei es auf ein paar Zentimeter lt. Bauamt nicht drauf ankommt.

    Könnt ihr mir hier weiterhelfen? Standort ist Oberfranken/Bayern.
    Kellerbaufirma: Knecht/Sachsen

    Vielen Dank schonmal...
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  2. Vermessen/Einmessen der Baugrube

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  3. #2

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    Gem. VOB gibt der Bauherr Hauptachsen an.
    Alles weitere macht dann der Unternehmer.

    Wenn Du jetzt einen Vertrag mit der ausführenden Firma hast, der anders lautet...dann ist das so.
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  4. #3
    Avatar von Geodesy
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    Bei Euch in Bayern ist sowieso alles anders als anderswo Nicht böse sein, is aber so. In Bayern gibt es als einziges Bundesland keine ÖbVI. Da macht das Vermessungsamt alles selber.

    Ich frage mich ob es in Bayern nicht so auf ein paar Dezimeter ankommt.

    Wie machen denn die Baufirmen eine Grenzuntersuchung oder wird das Gebäude mit Indianerpfeilen markiert? Der Grenzabstand muss doch gewahrt werden. Die Baufirmen bekommen hier in NRW noch niemals die Katasterunterlagen.
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  5. #4
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Geodesy Beitrag anzeigen
    Bei Euch in Bayern ist sowieso alles anders als anderswo Nicht böse sein, is aber so. In Bayern gibt es als einziges Bundesland keine ÖbVI. Da macht das Vermessungsamt alles selber.

    Ich frage mich ob es in Bayern nicht so auf ein paar Dezimeter ankommt.

    Wie machen denn die Baufirmen eine Grenzuntersuchung oder wird das Gebäude mit Indianerpfeilen markiert? Der Grenzabstand muss doch gewahrt werden. Die Baufirmen bekommen hier in NRW noch niemals die Katasterunterlagen.
    Ich bin natürlich nicht böse.
    Die Grenzsteine sind ja vorhanden, Katasterplan auch, Pläne mit Höhenangabe, Entwässerungspläne usw. auch.
    Ich ging einfach davon aus, dass die Baufirma, also Profis, anhand der bekannten Höhenlage der Straße/Kanaldeckel und der Grenzsteine imstande sind, eine Baugrube auszumessen/abzustecken, also die genaue Lage und Tiefe.
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  6. #5

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    Cascada: Dazu wird die Baufirma (sollte sie) auch in der Lage sein. Einen dazugekauften Vermesser einzustielen ist nicht das 8. Weltwunder.
    Es kommt halt drauf an wies im Vertrag ist. Wessen Pflicht ist es entspr. einzumessen?!
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  7. #6
    Avatar von Geodesy
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    So lange die Kanaldeckel und die Grenzsteine noch in ihrer eigentlichen Lage sind ist es auch nicht schwer. Nur der Vermesser überprüft dieses zuerst.

    Somit hatte ich schon 2 Fälle wo ein Fehler vorlag und das Haus um bis zu 1 Meter falsch gestanden hätte. Hat die Baufirma für solch ein Fall eigentlich ne Versicherung?
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  8. #7

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    Zitat Zitat von Geodesy Beitrag anzeigen
    So lange die Kanaldeckel und die Grenzsteine noch in ihrer eigentlichen Lage sind ist es auch nicht schwer. Nur der Vermesser überprüft dieses zuerst. Somit hatte ich schon 2 Fälle wo ein Fehler vorlag und das Haus um bis zu 1 Meter falsch gestanden hätte. Hat die Baufirma für solch ein Fall eigentlich ne Versicherung?
    Meines Wissens deckt die normale Betriebshaftpflicht derartiges nicht ab und in mehreren Bundesländern - aber auch in Bayern, wo ich gerade zwei BV habe - macht das ein dafür beauftragter Vermesser, der normalerweise auch entsprechend versichert sein sollte.
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  9. #8
    Avatar von Geodesy
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    Jep, ist er!

    Bei großen Bauten, z.B. Kraftwerken, Einkaufszentren, Bürotürmen etc. kommt der vermesser sogar mehrmals und überprüft alles. Da würde nie eine Baufirma das selber machen.

    Ok, ist zwar nur ein EFH, aber ein Fehler wäre teuer!
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  11. #9
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    So, in der Mittagspause grad etwas telefoniert.

    Aus der amtlichen Liste der Sachverständigen einen Vermesser in der Nähe kontaktiert. Kosten für ein stinknormales Einfamilienhaus ca. 600-800 €.

    Der Vermesser kennt das Neubaugebiet. Nichts außergewöhnliches, normales Haus - und keine konkrete Aussage möglich. Das Angebot beinhaltet die Grob- und Feinabsteckung, bzw. nur die Kontrolle der Feinabsteckung.

    Danach Telefonat mit Kellerbaufirma, mit folgendem Ergebnis: der Kellerbauer macht nun selbst die Grobabsteckung und Feinabsteckung. Letztere wird nur von einem Vermesser aus dem benachbarten Sachsen kontrolliert, evtl. korrigiert und bestätigt. Das lass ich mir ja noch eingehen. Kosten: ca. 250,- €.

    Klingt schon besser. Kann den jeder eingetragene Vermesser verlangen was er will? Naja, Pech für den örtlichen Vermesser. Statt 600-800 € bekommt er nun nichts :-)
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  12. #10
    Avatar von Geodesy
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    Kann er, ja! Aber nur bei Technischen Verm. die nach HAOI abgerechnet werden. Bei der Katastervermessung muss er sich an die jeweilige gültige Gebührenordnung halten.
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