Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 15 von 23

Unterspannbahn

Diskutiere Unterspannbahn im Forum Sanierung konkret auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

    Registriert seit
    07.2011
    Ort
    Erding
    Beruf
    Betreuung/Beratung Finanzen
    Beiträge
    33

    Unterspannbahn

    Hallo zusammen.

    Wir wollen ein altes DG ausbauen.
    Vor ca. 15 Jahren wurde das Dach neu eingedeckt: Ziegel, Lattung, Unterspannbahn, Holzschalung.

    Vor dieser Maßnahme fehlten beim alten Aufbau sowohl Unterspannbahn als auch die Holzschalung. Deshalb sieht man noch heute an dem ein oder anderen Bauteil "Wasserränder".

    Heute ist das Dach dicht bzw. es ist kein Wassereintritt mehr feststellbar (bei dem Wetter in den letzten Tagen konnte das gut geprüft werden; Regen/Sturm).

    ABER: An einigen Stellen (Höhe "Kehlbalken" oder Übergang Dachneigung von 60° auf 30°) ist zu erkennen, dass die Unterspannbahn unterbrochen ist.

    Es folgt ein Foto, damit Ihre meine laienhafte Darstellung besser versteht (siehe Lichteinfall oben am Rand).
    Anhang 24543


    Nun zu meiner Frage: Ist hier eine Änderung notwendig bevor es an die Innendämmung geht oder muss das so sein ? Warum auch immer....

    Viele Grüße
    Michael
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  2. Unterspannbahn

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2

    Registriert seit
    08.2007
    Ort
    Ravensburg
    Beruf
    Architekt
    Beiträge
    16,081
    bevor du dich in irgendwelche details verirrst.
    hast du schon mal mit einem tragwerkplaner
    gesprochen/war vor ort?

    wer sagt denn, dass dein DG baujahr 1925, ohne
    möglicherweise statische ertüchtigung,
    zum wohnraum ausgebaut werden kann?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  4. #3
    Themenstarter

    Registriert seit
    07.2011
    Ort
    Erding
    Beruf
    Betreuung/Beratung Finanzen
    Beiträge
    33
    Hallo Baumal,

    (evtl. verwende ich jetzt nicht die richtigen Bezeichnungen bei den jeweiligen Elementen, sorry, ich hoffe es wird trotzdem verständlich)
    hatte einen befreundeten Maurermeister da. Der hat sich die Stützbalken/Deckenbalken und die Auflager angesehen. Ebenso die Sparren usw. Alles in Topzustand.
    Auch die Dimensionierung ist sehr großzügig gewählt worden (Deckenbalken ca. 20cm breit und 30cm stark (siehe Foto).
    Anhang 24544

    Der Innenputz hat an mehreren Stellen gelitten (Kamine & Aussenwand) aber statisch sollten hier keine Probleme auftauchen.
    Der neue Boden wird auch trocken aufgebaut um keine zusätzliche Feuchte und eben nicht zu große Lasten einzubringen.

    viele Grüße
    Michael
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  5. #4

    Registriert seit
    08.2007
    Ort
    Ravensburg
    Beruf
    Architekt
    Beiträge
    16,081
    nix gegen dein maurermeister, aber maurermeister
    sind eben so wenig statiker, wie ich einer bin...
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  6. #5
    Themenstarter

    Registriert seit
    07.2011
    Ort
    Erding
    Beruf
    Betreuung/Beratung Finanzen
    Beiträge
    33


    Da hast Du natürlich recht.
    Trotzdem meine ich, dass er in über 30 Jahren Berufserfahrung die Bausubstanz verlässlich bewerten kann.

    Die Substanz sagt natürlich noch nichts über die tatsächlich möglichen Nutzlasten dieser Decke aus, aber spätestens an diesem Punkt werde ich natürlich einen Statiker hinzuziehen/müssen.

    Nach Milchmädchenrechnung bei einer Balkenbreite von 20cm einer Dicke von 30 cm, einem Achsabstand (nicht lichte Breite) zwischen den Balken von 140cm und einer max. Spannweite von ca. max. 350 cm bis zur nächsten tragenden Wand darunter, sollte jegliche Wohnraumnutzung bei guter Substanz der Träger unbedenklich sein.

    Der Statiker wird trotzdem noch kommen, aber ich erwarte unter diesen Voraussetzungen eben keine bösen Überraschungen.

    viele Grüße
    Michael
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  7. #6
    Themenstarter

    Registriert seit
    07.2011
    Ort
    Erding
    Beruf
    Betreuung/Beratung Finanzen
    Beiträge
    33
    Nun nochmal zu meiner eigentlichen Frage:
    Gibt es einen baulichen Grund warum auf der Südseite des Daches,
    welches vor ca. 15 Jahren komplett neu mit Ziegel, Unterspannbahn plus Holzschalung eingedeckt wurde,
    die UNTERSPANNBAHN im Knick der Dachflächen von ca.60° auf 30° unterbrochen ist (siehe Foto erster Beitrag).
    Es wäre ja von der Ausführung her kein Problem gewesen...
    Gibt es dafür also einen Grund, oder muss ich es vor einer Dachdämmung ändern ?

    Wäre dankbar für eine konkrete Aussage zu der Frage.

    viele Grüße
    Michael
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  8. #7
    Bauexpertenforum Avatar von mls
    Registriert seit
    10.2002
    Ort
    obb, d, oö
    Beruf
    twp, bp
    Beiträge
    13,790
    das kann man weder erkennen - noch gibt´s einen techn. grund dafür.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  9. #8
    Themenstarter

    Registriert seit
    07.2011
    Ort
    Erding
    Beruf
    Betreuung/Beratung Finanzen
    Beiträge
    33
    Schön, einen technischen Grund wie eine Belüftung oder ähnliches (in diesem Zusammenhang) fällt also aus. Danke für die Info.

    Lieber mls, ich habe den Lichteinfall nochmal für Sie markiert. Ich hoffe man kann nun erkennen was ich meine.

    Wie gesagt, trotz dieser Öffnung war bisher kein Eintrag von Feuchtigkeit nachweisbar. Leider hatte ich noch keine Möglichkeit zu sehen, ob oder wie groß der Überhang des 30° Daches über den 60° geneigten Dachteil ist.

    Gibt es noch Einfälle hierzu, oder werde ich das definitiv machen lassen müssen ?

    viele Grüße
    Michael
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  10. #9

    Registriert seit
    11.2006
    Ort
    67685 weilerbach
    Beruf
    architekt/statiker
    Beiträge
    6,917
    hallo
    wer sagt denn nur weil da licht einfällt, dass die unterspannbahn (aus was ist die denn eigentlich ????) da fehlt. da fehlt mal als erstes die schalung.
    Wie gesagt, trotz dieser Öffnung war bisher kein Eintrag von Feuchtigkeit nachweisbar.
    bei einem durchlüfteten dachraum mit intakten ziegeln auch so gut wie nie der fall.
    nachweisbar mit was und wie????

    gruss aus de pfalz
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  11. #10
    Themenstarter

    Registriert seit
    07.2011
    Ort
    Erding
    Beruf
    Betreuung/Beratung Finanzen
    Beiträge
    33
    Guten Morgäähn,

    (aus was ist die denn eigentlich ????)

    aus was ist die Unterspannbahn? hmm... sie ist zum Rauminneren dunkelgrau bis schwarz und hat eine rauhe (leicht körnige) Oberfläche. Fühlt sich an wie Schmirgelpapier. Vermute es ist irgendeine bitumierte Folie (wenn es sowas gibt). Durch die Holzschalung konnte ich leider noch keinen genaueren Blick darauf werfen und die Materialanalyse fällt mir als Laien natürlich auch etwas schwer...

    wer sagt denn nur weil da licht einfällt, dass die unterspannbahn da fehlt. da fehlt mal als erstes die schalung.

    Nachdem die Holzschalung über die komplette Fläche nicht 100%tig fugendicht angebracht wurde (nix Nut&Feder), aber sonst nirgends Licht einfällt, habe ich angenommen, dass die Unterspannbahn "lichtdicht" ist und eben nur dort Licht einfällt wo keine Unterspannbahn ist.
    Liege ich da so falsch?

    bei einem durchlüfteten dachraum mit intakten ziegeln auch so gut wie nie der fall.
    nachweisbar mit was und wie????


    Naja, nach den letzten Sommergewittern... wir sind mehrfach während dieser Stürme und bei starken Regenfall in das DG gegangen und haben nachgesehen, ob irgendwo Eintritt von Feuchtigkeit gegeben ist. Einzig ganz oben im Firstbereich ist offensichtlich die Durchführung der terrestrischen Antenne nicht ganz ordentlich gemacht.... da tropft es gaaaanz wenig.... sollte aber nicht das große Problem sein das zu beheben.

    Lieber Gunther 1948,
    weshalb denkst Du, dass trotz dieses Lichteinfalls die Unterspannbahn geschlossen sein kann? Ich wäre natürlich froh, wenn da nix weiter zu machen wäre...

    viele Grüße
    Michael
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  12. #11

    Registriert seit
    11.2006
    Ort
    67685 weilerbach
    Beruf
    architekt/statiker
    Beiträge
    6,917
    hallo
    wenn die schwarz ist dann vergiss das mit meiner vermutung des lichteinfalls.

    gruss aus de pfalz
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  13. #12
    Themenstarter

    Registriert seit
    07.2011
    Ort
    Erding
    Beruf
    Betreuung/Beratung Finanzen
    Beiträge
    33
    D.h. ich brauche also jemand mit Sachverstand vor Ort um eine konkrete Aussage zu treffen und mögliche Maßnahmen einzuleiten.
    Trotzdem Danke für Eure Ideen.

    VG
    Michael
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  14. #13
    Themenstarter

    Registriert seit
    07.2011
    Ort
    Erding
    Beruf
    Betreuung/Beratung Finanzen
    Beiträge
    33
    So, bin nun wieder etwas "schlauer".
    Die Unterspannbahn = Bitumenbahn = nicht diffusionsoffen.

    Istzustand: Biberschwanzziegel, Lattung, Konterlattung, Bitumenbahn, Holzbretterschalung auf Sparren.

    Eine Aufsparrendämmung und die damit verbundene Erhöhung des Daches wird leider nicht genehmigt (wie auch bei umliegender Bebauung).

    Daher ist eine Zwischensparrendämmung (Sparren 120mm) plus Untersparrendämmung (60mm) geplant.

    Gibt es eine Möglichkeit von innen, die Bitumenbahn diffusionsoffen "herzustellen"
    damit nicht das ganze Dach von außen komplett abgedeckt werden muss?


    Ein Ansatz wäre, die Bitumenbahn links und rechts von den Sparren, mit entsprechender Überlappung abzuschneiden.
    So wären die Sparren weiterhin geschützt.
    Anschließend an die Überlappungen eine diffusionsoffene, UV-beständige Unterspannbahn sauber verkleben.

    Problem: Ich habe ja die Holzbretterschalung vor der Nase und komme deshalb nicht wirklich ran.
    Diese läßt sich (nach meinem Verständnis) nur von außen entfernen. Also Dach abdecken.

    Kann man das irgendwie umgehen? Gibt es ganz andere Möglichkeiten?

    Für eine zündende Idee wäre ich wirklich dankbar.


    VG
    Michael
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  16. #14
    Themenstarter

    Registriert seit
    07.2011
    Ort
    Erding
    Beruf
    Betreuung/Beratung Finanzen
    Beiträge
    33

    Unterspannbahn diffusionsgeschlossen

    Hallo zusammen,
    habe mir Sachverstand vor Ort besorgt und bin immer noch nicht schlauer, bzw. mir fehlt eine Entscheidungsgrundlage.

    1.Dachdecker meint:
    Diffusionsgeschlossene Unterdeckbahn kein Problem.
    Es gibt eine Dämmvariante von ISOVER mit entsprechendem Prüfprotokoll und Zulassung.
    Zwischensparrendämmung mit 4cm Hinterlüftung zur Holzschalung und diffusionsgeschlossener Unterdeckbahn. Dann Untersparrendämmung usw.

    Ich als Laie frage mich, wie dieser Hinterlüftungsabstand mit einem "Klemmfilz" über die gesamte Dachfläche eingehalten werden soll.
    Auf meine Bedenken bekomme ich nur die Antwort:
    Das machen wir schon seit über 10 Jahren so. Da gab es nie Probleme.

    2.Dipl.Ing/Energieberater meint:
    Diffusionsgeschlossene Unterdeckbahn kein Problem.
    Seine favorisierte Dämmvariante wären Sparrenexpander und Zellulose-Einblasdämmung von Isofloc.

    Wäre prinzipiell auch mein Favorit, aber meine Bedenken bleiben und...

    3.Architekt/Energieberater meint:
    Diffusionsgeschlossene Unterdeckbahn; große Probleme vorprogrammiert!
    Sein Vorschlag: Die ALTE muss raus....
    Erst dann neue Wärmedämmung vornehmen.

    D.h. es müsste die komplette Dachdeckung angefasst werden, sprich abdecken, Folie tauschen, wieder eindecken.... KOSTEN !!!

    Natürlich wäre ich gerne geneigt den ersten beiden Fachleuten zu vertrauen, da wir unser Budget durch den Vorschlag des dritten Fachmanns extrem ungünstig strapazieren müssten.

    Für weitere fundierte Expertenmeinungen, Erfahrungswerte und vor allem konkrete Vorschläge wäre ich sehr dankbar.

    Nochmal die Facts zum Dach:
    Biberschwanzdeckung, Lattung, Konterlattung, diffusionsgeschlossene Unterdeckbahn, Bretterschalung, 12´er Sparren
    Dach ist "windschief", Dachneigung von 45° bis 55°...

    Viele Grüße
    Michael
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  17. #15
    Themenstarter

    Registriert seit
    07.2011
    Ort
    Erding
    Beruf
    Betreuung/Beratung Finanzen
    Beiträge
    33
    Ich stelle die Frage anders...

    Euer Kunde hat ein Dach welches vor ca. 15 Jahren neu eingedeckt worden ist.
    Aufbau: Ziegel, Lattung, diffusiongeschlossene Unterspann/deckbahn, Holzschalung, 12´er Sparren,

    Euer Kunde möchte sein Dach von Euch dämmen lassen.
    Welche Vorschläge macht Ihr ihm?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen