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Könnte unser Budget reichen?

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  1. #1

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    Könnte unser Budget reichen?

    Hallo allerseits,

    nachdem ich nun bereits zahlreiche Beiträge gelesen habe (wenn auch lange noch nicht genug ...) muss ich mich nun doch in einem ersten Beitrag zu Wort melden, da die Verunsicherung, ob unser geplanter Bau eines Einfamilienhauses zu realisieren ist, ins Unermessliche steigt. Wir haben schlicht Panik, uns finanziell komplett in die Nesseln zu setzen.

    Zu unserem Vorhaben:

    Wir planen ein EFH, Grundfläche ca. 10m x 10m (schlichter Baukörper, also keine Erker, Balkone, Dachflächenfenster oder ähnliche Dinge, auch keine Garage), Wohnfläche also ca. 150m-160m² 2-geschossig, teilunterkellert (vermutlich 2/3) da Anbau an eine bestehende Garage und wir uns eine teure Unterfangung der Garage sparen wollen. Baugrundstück ist bereits vorhanden, Baulücke in bestehendem Wohngebiet mit Bebauungsplan, leichte Hanglange (max. 1m auf 10m Gefälle). Der Bebauungsplan sieht ein Satteldach mit einer Dachneigung von "ca. 40" vor, wir planen mit 38, 2-geschossig ist erlaubt.

    Nachdem wir uns zunächst in den Fertighausparks umgesehen haben und uns ausgiebig über schwammige Formulierungen und windige Zahlungspläne geärgert haben, denken wir nun doch darüber nach, einen ortsansässigen Architekten mit gutem Ruf (auch Erfahrungen aus dem engen Bekanntenkreis) zu konsultieren und doch klassisch Stein auf Stein zu bauen. Einem seriösen GU wären wir auch nicht abgeneigt gewesen, aber uns ist die Lust ein wenig vergangen. Wieso hat Baufuchs keine Filiale in unserer Nähe?

    Allerdings fragen wir uns mittlerweile, ob wir bei unserem Budget überhaupt "unser Haus" bauen können - die Region Stuttgart ist leider kein billiges Pflaster )

    Wie bereits erwähnt ist das Grundstück vorhanden, die Hausanschlusskosten etc. fallen natürlich noch an. Ansonsten hier mal eine Liste von Dingen, die wir gerne verbauen würden, damit ihr einen Eindruck von unserem "Standard" bekommt:

    - KfW 70 Haus, je nach Zusatzkosten evtl. sogar KfW 55
    - Wand evtl. Kalksandstein + WVS (Schallschutz spielt eine Rolle, da Flughafennähe)
    - Fenster: bodentiefe Fensterelemente im Erdgeschoss (keine Schiebetüren, "klassische" Balkontüren), im EG in WK2-Ausführung, ebenso die Haustüre. Fenster mit warmer Kante im ganzen Haus, evtl. Schallschutzklasse 3, 3-fach-Verglasung
    - Parkettboden im Wohn-/Essbereich , Schlafzimmer, kleiner Flur oben und in beiden Kinderzimmern für 60€/m²
    - Fliesen (Küche (nur Boden), Diele, Gäste-WC und Bad für 40€/m²
    - Keller erst einmal ohne Bodenbeläge
    - Gasbrennwerttherme + Solar + kontrollierte Wohnraumlüftung + Fußbodenheizung (außer Keller)
    - Abluftanlage im Keller
    - bodengleiche Dusche, große "normale" Badewanne, also keine Eckbadewanne oder Whirlpool
    - Keller mit weißer Wanne (zur Sicherheit, würde uns schlicht ein gutes Gefühl geben ...) und Perimeterdämmung. Lediglich für Technik, Waschkeller / als Hobbyraum gedacht, kein wirklicher Wohnraum
    - Innentüren aus Röhrenspan (nicht dieses Steg-Zeug)
    - Außenanlagen: Hier wird nicht sooo viel zu machen sein, bzw. wir brauchen keinerlei Einfriedung (weder vorgschreiben noch bei der Baulücke nötig), lediglich einen einzelnen Stellplatz, Weg zum Haus, Platten ums Haus und eine kleine Terasse. Wir haben dafür mal 15000 € veranschlagt und hoffen mithilfe eines befreundeten Landschaftsgärtners evtl. auch selbst Hand anlegen zu können.
    - Eigenleistungen sind keine geplant.
    - Wandbelag kostengünstig mit Rauhfasertapete.
    - Spitzboden mit Einschubtreppe, begehbar, soll nur als Lagerfläche genutzt werden.

    Baugrundgutachten lassen wir noch machen (wollen evtl. den Archi nach erfolgtem Erstgespräch nach einer Empfehlung fragen, sofern er kostenlos Auskunft gibt). Es ist aber wohl mit Lehmboden zu rechnen und wir müssen ordentlich Deponiegebühren rechnen, da wir wenig Erde auf dem Grundstück lagern / "verbauen" können. Zusätzlich sei gesagt, dass wir im Oberleitungsgebiet bauen, also Oberleitungen abgehängt werden müssen und wir wohl einen dieser hübschen Pfosten in den GArten stellen müssen, um die Oberletung anzuzapfen. Hausanschlusskosten schätzen wir auf 15000 €.

    Nun zu unseren Fragen und unserem Budget:

    1. Unser Ziel sind 400.000 € fürs Haus mit allem drum und dran, also inkl. Kosten für Archi, Tragwerkplaner, Hausanschlusskosten, Bodenbelägen, Küche, Außenanlagen und so weiter und so fort. Möbel / Lampen / Vorhänge natürlich nicht mitgerechnet. Unser absolutes Maximum liegt bei 450.000 €. Ist das machbar?

    2. Welche Kosten sind denn in der ersten groben Kostenschätzung des Architekten enthalten (LP1+2)? Werden dort auch Dinge wie Hausanschlusskosten, Badausstattung, Küche, Außenanlagen) etc. berücksichtigt? Irgendwie hat sich mir das noch nicht erschlossen.

    3. Wenn wir einen Kostenrahmen vereinbaren wollen, welche Kosten gehören dort mit rein? Wir überlegen, eine Kostenobergrenze anzusetzen, bei der uns eine 20%ige Überschreitung nicht finanziell das Genick brechen wird, also quasi bewusst deutlich weniger, als das Haus eigentlich kosten dürfte. Macht das Sinn?



    Herzlichen Dank an alle, die sich diesen Roman durchgelesen haben.

    Bitte steinigt mich nicht, sollte das alles etwas durcheinander / unkoordiniert wirken: Ich hab noch nie ein Haus gebaut und bin eben Bau-Laie - aber wissbegierig und (hoffentlich) lernfähig.
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  2. Könnte unser Budget reichen?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Grundsätzlich: Wenn Ihr ohnehin vor habt mit Architekt zu bauen, wird Dir der Kollege/ die Kollegin sicher an Hand eines ersten, skizzenhaften Entwurfs viel mehr sagen können, als wir hier.

    Grundsätzlich denke ich aber, daß mit dem Budget dieses Prohjekt zu stemmen sein sollte, auch wenn der Raum Stuttgart nicht gerade zum Niedrigpreissegment gehört.

    Je nach tatsächlichem Entwurf (ich hoffe Ihr seid hier nicht festgelegt...Architekten haben da manchmal ihre eigenen Ideen/ Vorschläge/ Gedanken,...) wird die Größe evtl. variieren, die Kosten eben auch.

    Bei der dargestellten Größe des Projekts denke ich aber, daß das schon machbar sein sollte. Genauer geht es so ohne weiteres nicht.

    Grüße

    Thomas
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  4. #3

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    Ich vermute einmal, dass das gar nicht eure wirklichen Anforderungen sind, sondern eher:

    Wir möchten auf dem Grundstück ein Haus
    - mit 160 m2 Wohnfläche und 40 m2 Nutzfläche
    - das Wohnzimmer soll Richtung Garten liegen und hell sein
    - ein Schlafzimmer und 2 Kinderzimmer haben
    - der Schallschutz (gegen Lärm von außen) soll mindestens 40 db sein (das ist schon ganz ordentlich).
    - das schlüsselfertig nicht mehr als 400.000 Euro kosten soll, wobei wir 30.000 Euro Materialkosten für den Innenausbau (Sanitärobjekte, Bodenbelag, Tapete) berücksichtigt haben wollen
    - das jährliche Betriebskosten für Heizung und Warmwasser von nicht mehr als 3.000 Euro hat (das ist doch, was interessiert - es sei denn, es gibt Auflagen oder ihr braucht die KfW-Kredite.).

    Ich würde mich nicht auf eine Technik (Haustechnik oder Wandaufbau) versteifen - dies sollte von den örtlichen Gegebenheiten abhängen. Was macht ihr denn, wenn wegen dem Anbau an die Garage gar nicht "massiv + WDVS" geht? Vielleicht braucht ihr da eine vorgefertigte gedämmte Wand? Gerade in Hochpreisregionen kann es Sinn machen, die Hülle komplett vorfertigen zu lassen und vor Ort nur die Montage machen zu lassen.
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  5. #4

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    Zitat Zitat von Nutzer des BEFs Beitrag anzeigen
    Gerade in Hochpreisregionen kann es Sinn machen, die Hülle komplett vorfertigen zu lassen und vor Ort nur die Montage machen zu lassen.
    Ach so - die Fertigteiler leben noch im kaufmännisch-betriebswirtschaftlichen Tal der Ahnungslosen.

    Die betreiben auch Mischkalkulation. Das was die Häuser in Ostfriesland oder im tiefen Osten zu günstig sind (weil mehr nicht durchsetzbar ist), sind sie in und um Gegenden wie München, Stuttgart, Frankfurt/Main, Hamburg teurer.
    Genau wie bei den Autos, die in D teurer als in DK, N oder S sind.
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  6. #5
    Themenstarter

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    Vielen Dank für die zeitnahen Antworten!

    @Thomas:

    Wir wollen eben möglichst vorab feststellen, ob unser Budget reichen könnte - oder aber zu knapp bemessen ist. Wenn wir zum Architekten gehen und uns einen ersten Entwurf und eine erste Kostenschätzung machen lassen, kostet uns das ja bereits einen vierstelligen Betrag. Wenn wir jetzt von eurer Seite ein klares Nein bekommen würden, könnten wir uns diesen Betrag sparen und in Plan B, eine Eigentumswohnung, fließen lassen.

    Wir sind natürlich schon frei und nicht auf gewisse Dinge festgefahren und lassen uns vom Architekten beraten und ihn das Haus entwerfen, allerdings denken wir bei ein paar Dingen, dass diese Sinn machen könnten. Das Grundstück lässt allerdings auch nur gewisse Hausmaße zu, daher werden wir wohl bei ca. 10m x 10m landen. Ein schlichter Baukörper würde uns übrigens auch gut gefallen und wir dachten, das wäre auch günstiger, als ein etwas verschachtelterer mit Balkonen usw. Wir wollen in erster Linie ein funktioniales HAus mit ordentlicher Wärmedämmung und guten Schallschutzeigenschaften, die äußere Optik ist uns nciht so wichtig - schließlich wohnen wir ja INNEN.

    @Nutzer: Im Prinzip hast du recht mit deinen Ausführungen. Wegen der KFW: Das müssen wir noch durchrechnen, ob sich der KfW-Kredit für uns lohnt. Ich bin eher davon ausgegangen, dass sich mit einer KfW-Angabe von vornherein gewisse Standards festlegen lassen, die auch leicht zu überprüfen sind.

    Wie gesagt, wir sind nicht versteift auf einen Wandaufbau oder die Haustechnik (wobei eine KWL wohl auch für mich als Allergiker schon angenehm wäre) und würden das mit einem Architekten besprechen und gegebenenfalls hier überprüfen bzw. mit einem "externen" Experten.

    Hat noch jemand Antwort auf die Fragen 2 und 3? Da wir lange und mühsam eine Aufstellung an Kosten zusammengetragen haben, die in Verbindung mit dem Hausbau anfallen werden, hätte ich bei unseren Gesprächen gerne Zahlen parat, allerdings weiß ich ja nicht, welche Posten enthalten sein sollten, damit wir auch die gleiche Sprache sprechen.
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