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Mängelbeseitigung durch GÜ mit AUswirkung auf EGL?

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  1. #1

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    Mängelbeseitigung durch GÜ mit AUswirkung auf EGL?

    Hi zusammen,
    ich suche im folgenden keine Rechtsberatung, sondern Eure Meinung und den richtigen Begriff:
    Wir bauen mit einem GÜ, haben aber ein paar Eigenleistungen vereinbart. In dem konkreten Fall haben wir die Arbeitsräume verfüllt und die Abwasserstränge des Rohbaus an die Kanalisation angeschlossen. Jetzt hat der GÜ im Nachhinein zwar endlich eingesehen, daß ein weiterer Bodeneinlauf im Kellerabgang durch ihn zu erbringen ist, will aber, daß wir den Anschluß an den Kanal herstellen. Er begründet dies damit, daß es ja eine Eigenleistung wäre. Das heißt, es ist an uns unseren verdichteten Arbeitsraum auszubaggern und eine weitere Grundleitung an den Revisionsschacht anzuschließen.
    Wir sehen aber nicht ein, daß uns Kosten entstehen, die ausschließlich auf einen Planungsfehler des GÜ zurückzuführen sind. Natürlich hätten wir den Bodeneinlauf mit angeschlossen, wenn er denn geplant und ausgeführt gewesen wäre.

    Meine Fragen:
    1) Liegen wir mit unserer Meinung falsch?
    2) Falls nein, was ist der richtige Fachbegriff dafür? Erst dachte ich Mangefolgeschaden, aber ein Schaden ist es ja nicht, eher Aufwand..

    Danke für die Unterstützung!
    Schönen Abend
    tata
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  2. Mängelbeseitigung durch GÜ mit AUswirkung auf EGL?

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  3. #2

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    normalerweise sind es folgekosten aus einer planänderung, jetzt ist ein folgeaufwand an eigenleistung.
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  4. #3
    Themenstarter

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    Hallo,

    danke für die Hilfe bei der Begriffssuche.
    Haben Sie auch eine Antwort, wer für die Kosten aufgrund der Planänderung NACH Fertigstellung der Eigenleistung verantwortlich ist?
    Nach der Logik des GÜ müßten wir ja unsere Eigenleistungen auch nochmal erbringen, wenn er beispielsweise einen undichten Heizkreis der Fußbodenheizung ersetzt und dabei das in Eigenleistung erbrachte Parkett rausreißt.

    Gruß
    tata
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  5. #4

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    das geht schon in richtung rechtsberatung und wird damit ein fall für den anwalt.

    aber - ist ein mangel auf eine fehlerhafte ausführung zurückzuführen, dann hat der verursacher auch für die folgen und den damit verbundenen kosten einzustehen - meine ansicht, muss aber nicht juristisch richtig sein, da ich den vertrag nicht kenne.
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  6. #5

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    Zitat Zitat von tata Beitrag anzeigen
    Jetzt hat der GÜ im Nachhinein zwar endlich eingesehen, daß ein weiterer Bodeneinlauf im Kellerabgang durch ihn zu erbringen ist, will aber, daß wir den Anschluß an den Kanal herstellen.
    Wann habt ihr erstmals moniert, dass ein Bodeneinlauf fehlt?

    War beim Erbringen der Eigenleistung erkennbar, dass evtl. oder gar zwingend noch ein Bodeneinlauf folgen wird?

    Hat der Planer Euch irgendwann gesagt ihr könnt jetzt verfüllen oder gar ihr sollt jetzt verfüllen?


    Zitat Zitat von tata Beitrag anzeigen
    Er begründet dies damit, daß es ja eine Eigenleistung wäre. Das heißt, es ist an uns unseren verdichteten Arbeitsraum auszubaggern und eine weitere Grundleitung an den Revisionsschacht anzuschließen.
    Die Kosten, die auch entstanden wären, wenn ihr den Anschluss "in einem Rutsch" mit erledigt hättet, bleiben ohne die weiteren Umstände zu kennen, wahrscheinlich an Euch hängen.

    Für die anderen Kosten kommt es auf die Umstände an.

    Wenn Ihr vom GÜ aufgefordert worden seid, die Arbeiten durchzuführen, ist es wahrscheinlich an ihm, den Mehraufwand zu tragen, schließlich hat er den Mehraufwand zu vertreten. Wenn Ihr die Arbeiten ohne Abstimmung mit dem GÜ durchgeführt habt, evtl. gar nachdem ihr einen fehlenden Bodeneinlauf bereits moniert hattet wird es richtig spannend.

    Genaueres lässt sich ohne Kenntnis des Vertrags und der Umstände auf der Baustelle von meiner Seite nicht sagen und verbindliches schon gar nicht, da ich kein Anwalt bin.

    Gruß Mathie
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  8. #6

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    gelöscht wg. doppelpost
    Geändert von Mathie (16.07.2011 um 13:33 Uhr) Grund: Doppelpost
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  9. #7
    Themenstarter

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    Hallo zusammen,
    Danke für die Antworten.
    Es ist tatsächlich so, daß wir vom GÜ zur Ausführung der Eigenleistung aufgefordert wurden. Erst im Nachgang bei unserer Kontroll-Berechnung des Flutnachweises für den Kellerabgang, wurde die Notwendigkeit des zweiten Einlaufes offenbar.
    So weiss ich zumindest, daß ich mit meinem Anspruch nicht völlig aus der Welt bin. Bauherren (ich natürlich inkl.) verrennen sich ja mal ganz gerne und da ist so ein Hauch von Orientierung schon eine gute Info.

    Verregnete Grüße
    tata
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