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  1. #1

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    Altbau Sanieren "Einmal großes Kino"

    Hallo zusammen,

    nach 2 Jahren der Suche bin ich nun endlich fündig geworden und stehe kurz davor ein Haus zu kaufen. Preis, Lage und der „Ja hier fühle ich mich wohl“-Faktor passen.
    Ich kann auf sehr viel Know-How in der Familie /Bekannte zugreifen im Bereich von Renovierung und Sanierung eines Hauses und versuche mit möglichst viel Eigenleistung zu planen. Viele Maschienen und Dinge wie Gerüst stehen mir bereits kostenlos zur Verfügung.

    Bei dem Haus handelt es sich um ein massiv gebautes Haus mit folgenden Eckdaten:

    Bj. 1960
    160m² Wohnfläche (+ Dachboden unausgebaut ca. 80m² Grundfläche)
    ca. 210m² Fassadenfläche (Fensterflächen bereits abgezogen)
    ca. 160m² Dachfläche (davon ca. 60m² mit Südausrichtung)
    Einseitig angebaut
    Keinerlei Dämmung vorhanden
    Wände und Keller sind trocken
    Heizungsanlage: Gastherme Junkers, von 1999

    Das Haus befindet sich noch in dem Zustand wie es 1960 errichtet wurde, bedeutet Leitungen, Elektrik, Bäder u.s.w. sind nicht mehr zu gebrauchen. Die Fenster bestehen aus Holzfenster mit einfach Verglasung. Das Dach ist zwar dicht aber an den Dachziegeln platzt vereinzelt schon die Beschichtung ab, die Verblendung an den Stirnseiten der Dachziegel (Holz) ist am Ende und die Dachrinnen haben Ihre beste Zeit schon seit langer Zeit hinter sich.
    Alles in allem muss man sagen handelt es sich um einen soliden Altbau mit guter bis sehr guter Substanz (Mauerwerk und Dachstuhl).

    Ich fange mal oben an mit dem was es meiner Meinung nach zu tun gibt:
    - Dacheindeckung vollständig erneuern, inkl. Dämmung
    - Einsetzen von 2-3 Dachfenster für den späteren Ausbau des Dachbodens
    - Anbringen einer Solarthermie Anlage zur Heizungsunterstützung (15-20m²)
    - Edelstahlzug in Schornstein einziehen
    - Dämmung der Außenfassade
    - Ersetzen aller Fenster durch Kunstoff 3fach Verglasung
    - Kellerdecke (innen) dämmen
    - Einbau von Speicher für Solaranlage (1000-1500 liter )
    - Erneuerung aller Wasserleitungen
    - Erneuerung der Heizkörper
    - Erneuerung aller Bäder (inkl. Fussbodenheizung)
    - Erneuerung aller Bodenbeläge
    - Erneuerung des Treppenbelages (Betontreppe vom EG zum OG)
    - Erneuerung aller Türen inkl. Haustür
    - Rückbau von nicht tragenden Wänden
    - Rückbau einer tragenden Wand (ca. 2m)

    Auch wenn ich schon zu vielen Themen recht gut weiß was und wie es zu tun ist, gibt es doch einige Fragen bei denen ich mal die Meinung von euch einholen würde:

    1. KFW-Förderung nutzen oder lieber selber machen wenn man das Know How hat?
    Welche Förderungen gibt es auch ohne Rechnung eines Meisterbetriebes? Reicht die Abnahme eines Sachverständigen aus? u.s.w…. Ich denke es ist klar wo mein Problem liegt, lohnt sich die Förderung oder besser Eigenleistung.
    2. Dach: Welche Dachziegel? Ton oder Beton?
    3. Dachdämmung: Wie dämmen (Auf Sparren, zwischen u.s.w.)? Welches Material ?
    4. Solarthermie: Röhren oder Flachkollektoren? Wieviel m² Fläche? Namhaften Hersteller oder „eBay“-Günstig Angebot? Vorteile Nachteile?
    5. Fassadendämmung: Welches Material? Wie tief sollte ins Erdreich, bzw. unter die Geschoßdecke des EG von außen gedämmt werden?
    6. Kellerdecke innen dämmen, welches Material ?
    7. Wie kann man gut und günstig die Treppe neu belegen ohne vorher die halbe Treppe wegzuschlagen?
    8. Wie kriege ich am einfachsten ein 2m Durchgang in eine tragende Wand? Am liebsten würde ich (optisch) die Wand komplett entfernen. Geht nicht ist klar, aber welche Möglichkeiten gibt es? Architekt, Statiker Bauantrag… was ist zu beachten und wie komme ich möglichst einfach und günstig an ein 2m Loch… der Kompromiss ist hier gesucht zwischen Wand bleibt stehen (meine Frau bringt mich wahrscheinlich um) und ich schlag die Wand einfach komplett raus (Haus stürzt ein…).

    Soweit erstmal meine heutigen Fragezeichen auf der Stirn. Bei all den Themen habe ich auch schon viel Input geholt, aber wie es immer ist, 3 Leute gefragt, 5 Meinungen gehört. Ich hoffe hier gibt es noch den ein oder anderen Hinweis der mir hilft den richtigen Weg zu finden. Ich habe in meinem Profil auch mal einige Bilder eingestellt….

    So nun schon jedem ein Dank der bis hier gelesen hat und jedem der mir noch eine Antwort gibt noch mehr Dank im vorraus….
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  2. Altbau Sanieren "Einmal großes Kino"

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  3. #2

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    Hallo!

    Eigenleistung hin oder her: bei dem was Du vor hast, brauchst Du dringend fachlichen Bestand. Und dieser kann nur aus Architekt und Energieberater (am besten in Personalunion) bestehen.
    Das Haus ist von Grund auf sanierungsbedürftig und Du brauchst ein Gesamtkonzept. Wenn das dann steht, kann man sich Gedanken über mögliche KfW-Förderungen (welche überhaupt) und Art und Umfang von Eigenleistungen machen.
    Alles andere ist Stückwerk und wird zu keinem zufriedenstellenden Gesamtergebnis führen.

    Viel Erfolg!
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  4. #3

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    Bei dem was Du vorhast wird als Restsubstanz nur der Rohbau und der Dachstuhl stehenbleiben. Versteckte Baustellen können noch dazukommen. Bis Du sicher das die Aktion kein wirtschaftlicher Totalschaden ist? Will heissen: Wäre es nicht sinnvoller die Bude wegzuschieben?
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  5. #4

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    mal aus einer anderen Richtung gefragt....

    Wieviel Zeit habt ihr eingeplant?

    Wieviel Geld für Renovierung habt ihr zur Verfügung?


    Ehrliche Antwort bitte
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  6. #5
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    ich sehe das haus auch als rohbau mit dachstuhl... alles andere wäre unrealistisch

    warum ich es dennoch angehen will hat drei gründe, der "rohbau" ist erstaunlich gut beisammen, die lage übertrifft meine erwartungen und der preis gibt die beschriebenen maßnahmen her... einfach gesagt, für das geld was mich das alles kostet(sehr sehr großzügig gerechnet), inkl. einem puffer von 10% auf die gesamtinvestition bleibe ich noch immer sehr deutlich unter dem was es mich kosten würde neu zu bauen.

    das ich einen architekten brauche, und auch einen energieberater steht für mich fest. ebenso wie den ein oder anderen handwerker, der vor ort seine meinung abgibt.

    was ich mir hier erhoffe, sind die meinungen des forums zu meinen fragen um vor ort mit den fachleuten vielleicht auch ideen zu diskutieren die ich noch nicht kenne... nennen wir es mal über den tellerrand zu schauen...

    ERGÄNZUNG: wir rechnen derzeit mit ca. 100tsd. für die notwendigen maßnahmen, zzgl möglichst viel eigenleistungen (Gute und verlässliche handwerker habe ich in der familie und an der hand)
    Zeitlich haben wir vorgesehen, das ich nach 3-4 monaten zumindest einziehen kann und nach ca. 1jahr soll dann möglichst alles fertig sein. wobei 2 personen vollzeit vor ort sein können.
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  7. #6

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    Zitat Zitat von levitia Beitrag anzeigen

    ERGÄNZUNG: wir rechnen derzeit mit ca. 100tsd. für die notwendigen maßnahmen, zzgl möglichst viel eigenleistungen (Gute und verlässliche handwerker habe ich in der familie und an der hand)
    Zeitlich haben wir vorgesehen, das ich nach 3-4 monaten zumindest einziehen kann und nach ca. 1jahr soll dann möglichst alles fertig sein. wobei 2 personen vollzeit vor ort sein können.
    ....mit 100tsd kann man mit viel Eigenleistung sehr viel erreichen.

    von den 3-4 Monaten solltest du dich ganz schnell verabschieden....selbst wenn (angenommenerweise) der Papa und der Schwiegervater Rentner sind und vollzeit mithelfen können....
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  8. #7

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    Zitat Zitat von levitia Beitrag anzeigen

    das ich einen architekten brauche, und auch einen energieberater steht für mich fest.
    Der kann Deine gestellten Fragen locker beantworten. Von einem Internet-Forum
    wirst Du auf die Frage des 2m Loches in der Wand keine brauchbare Antwort erhalten. Wenn es um Details geht kannst Du es ja nochmal versuchen
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  9. #8
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    die zeit ist für mich derzeit auch noch schwer abzuschätzen. die frage ist halt, was muß für den einzug fertig sein. reichen würde dafür im EG, küche, gäste-bad mit dusche, wohnzimmer und ein schlafzimmer....die derzeitige heizung funktioniert gut.

    die frage ist halt nur, in wieweit kann ich das EG zu machen und alles für das OG und DG vorbereiten... letztendlich bleibt auch noch immer die große unbekannte welche überraschung noch kommt, wenn man anfängt das haus aufzumachen (Wände & Co)... ich plane fest damit das noch das ein oder andere highlight auf mich wartet... wenn alles ohne probleme laufen würde wäre es zu langweilig...

    wohnen derzeit in einer mietwohnung mit 3 monten kündigungsfrist... und kosten will ich auch so niedrig wie möglich halten... das wird eh eine spannende frage bleiben.
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  10. #9
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    Zitat Zitat von nachttrac Beitrag anzeigen
    Der kann Deine gestellten Fragen locker beantworten. Von einem Internet-Forum
    wirst Du auf die Frage des 2m Loches in der Wand keine brauchbare Antwort erhalten. Wenn es um Details geht kannst Du es ja nochmal versuchen
    wie schon gesagt, mit geht es darum auch andere meinungen zu bekommen, dich dann vor ort diskutieren kann. habe die hoffnung mein vorhaben hier an dieser stelle mit den forenteilnehmern einmal durchzuspielen. auch wenn klar ist das es ohne vor ort mit fachkräften nicht gehen wird....
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  11. #10

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    ...man kann in ein teilfertiges Haus einziehen...haben wir damals beim Neubau auch gemacht...die Belastung ist aber sehr hoch....
    Und beim Altbau schätze ich den Staubanfall noch viel höher ein.

    Enorm viel Zeit kostet die Erstellung der Materiallisten und die Beschaffung.

    Nur mal als Beispiel: Aussenwandkamin für Ölheizung
    Termin mit Schornsteinfeger, Besprechung, Festlegung der notwendigen Stückliste. Versendung an Anbieter, Rückläufer beurteilen (Preise von 850 bis 2200 Euro (inkl mwst, ohne Montage)), Entscheiden, Bestellen,....

    Vermutlich wird die Montage (zwei Halter, eine Konsole und die Elemente verschrauben, Wanddurchführung ist vorhanden) nicht so lange dauern...
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  12. #11
    Themenstarter

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    bei der materialbeschaffung war bisher der plan so, bei einem Baustoffhändler vor ort, ein baukonto einrichten und alles über diesen zu beziehen. dazu im vorfeld einen ordentlichen Rabatt auf alles raushandeln. bedeutet sicher nicht in allen produkten bis auf den letzten cent den besten preis. vorteile wären aber eine deutliche zeitersparnis bei der materialbeschaffung, einfache abwicklung bei der bezahlung (monatliche Rechnung), ein ansprechpartner der bei reklamationen und bei einem guten händler mit einer entsprechenden größe auch noch eine meist fachlich gute betreung mit einzelnen fachleuten je gewerk....

    hatte bereits 2 mal bei einem ähnlichen vorhaben (nicht ganz so umfangreich) recht gute erfahrungen gemacht...
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  13. #12

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    Zitat Zitat von levitia Beitrag anzeigen
    bei der materialbeschaffung war bisher der plan so, bei einem Baustoffhändler vor ort, ein baukonto einrichten und alles über diesen zu beziehen. dazu im vorfeld einen ordentlichen Rabatt auf alles raushandeln. bedeutet sicher nicht in allen produkten bis auf den letzten cent den besten preis.

    hatte bereits 2 mal bei einem ähnlichen vorhaben (nicht ganz so umfangreich) recht gute erfahrungen gemacht...
    ...die wesentliche Einschränkung hast du ja schon gebracht.

    Das klappt vielleicht ganz gut bei typischen Dingen. Vor allem bei Ware die lagermässig vorgehalten wird.
    Aber sicher nicht bei zB dem Sanierungskamin. Das ist keine Ware die der typische Baustoffhändler im Lager hat....

    Geh eher mal davon aus, dass da ein Lieferant angefragt wird...und dann dir angeboten wird.
    Zu mehr hat das Personal in der "Hauptkampfzeit" keine Zeit....

    Thema Rabatt: 40% Rabatt hätte ich bei einem Anbieter auf seinen Listenpreis bekommen (Listenpreis?...oder willkürlich hingeschrieben?..Keine Ahnung)
    Damit war der Händler (Ofen, kamine usw, regional) doppelt so teuer wie mehrere überregionale Anbieter.

    Das Renovieren könnte so entspannend sein....wenn da nicht die Beschaffung wär...
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  14. #13
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    als alter einkäufer (allerdings edv und telefonie) kann ich deine argumente nachvollziehen... beschaffung kann wirklich zu einer herausforderung werden. das notwendige material, zum richtigen zeitpunkt, in der best möglichen qualität zum niedrigsten preis ... das sollte das ziel sein...

    aber jetzt erstmal danke, dein hinweis zum sanierungskamin ist genau das was ich mir hier von diesem forum erhofft habe... und wieder bin ich ein winziges bischen schlauer.... gilt es also nur noch die restlichen 3451275 dinge rauszufinden die ich noch nicht kenne...
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Zitat Zitat von levitia Beitrag anzeigen
    als alter einkäufer (allerdings edv und telefonie) kann ich deine argumente nachvollziehen... beschaffung kann wirklich zu einer herausforderung werden. das notwendige material, zum richtigen zeitpunkt, in der best möglichen qualität zum niedrigsten preis ... das sollte das ziel sein...

    r
    ...BWL- er kannst du nicht sein
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  17. #15
    Themenstarter

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    zum glück nicht.... kann logisch denken und gut verhandeln.... das sollte für die beschaffung reichen.... oder vielmehr muß es.

    ich hatte mir zwar schon gedacht das die beschaffung kompliziert ist, hatte dem teil aber noch nicht soviel bedeutung gegeben..."OOOCH, dat wird schon...!!" aber dein hinweis nehme ich sehr ernst, und werde dem thema mehr beachtung schenken.... thx dafür...

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