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  1. #1

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    Frage Blechdach mit Unterspannbahn?

    Hallo,

    ich baue gerade eine alte Lagerhalle zum Wohnhaus um.
    Die Zwischendecke aus Leimbinderholz haben wir auf das Mauerwerk aufgelegt.
    Diese wird Warmegedämmt und auf der Unterseite mit einer Unterspannbahn versehen. Auf der Oberseite verlege ich wahrscheinlich Spanplatten.
    Der Raum über der Zwischendecke wird also nicht genutzt und bleibt ungeheizt.

    Nun zum eigentlichen Problem:

    Das Dach, 300qm Wellethernit, soll erneuert werden.
    Wir haben uns ein Blechdach ausgesucht, da Ziegel wegen der Statik nicht gehen. Wenn ich unter dem Blechdach eine Unterspannbahn anbringen muss,
    brauche ich erst eine Konterlattung, Unterspannbahn und wieder eine Konterlattung. Bei der Fläche machen das 4500Euro Material.
    Kann ich die Unterspannbahn nicht einfach weg lassen?
    Dann bräuchte ich nämlich nur die Dachplatten zu montieren.
    Es gibt das Blechdach mit einer Beschichtung die 900g Schwitzwasser pro qm aufnimmt...

    Im Anhang ein Querschnitt wo das Dach mit Zwischendecke zu sehen ist.


    Was sagt Ihr dazu?


    Vielen Dank im voraus

    Freundlichen Grüße
    Christoph




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  2. Blechdach mit Unterspannbahn?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Bauexpertenforum
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    Was sagt Ihr dazu?
    Nach Künzel, Frauenhoferinstitut, könnte eine feuchteadaptive Dampfbremse funktionieren. Unterspannbahn ist etwas anderes.

    Denkbar wäre auch eine hinterlüftete Konstruktion, denn das Blechdach ist dampfdicht.

    Insofern muß eine Bauphysiker eingeschaltet werden.
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  4. #3
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    wieviele komplikationen muss man sich einfallen lassen, damit die
    notwendige luftdichte und feuchtigkeitsdurchtrittmodulierende ebene
    selbst bei überdurchschnittlich grosser sorgfalt ihre aufgaben nicht erfüllt?
    nicht viele!
    also besser machen ..

    über einen belüfteten dachraum würde ich ebenfalls nachdenken.
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  5. #4

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    Diese wird Warmegedämmt und auf der Unterseite mit einer Unterspannbahn versehen.
    hallo
    ergänzung zu mls
    und über die unterspannbahn auch nachdenken und evtl. den aufbau mal rechnen lassen.

    gruss aus de pfalz
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  6. #5

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    http://www.bauexpertenforum.de/showthread.php?t=14464
    hallo
    hab dir ein link eingefügt, mal lesen. schau auch mal bei den frauenhofer nach da gibts versuche zu dachaufbauten.
    http://www.ibp.fraunhofer.de/Images/...cm45-34993.pdf
    dein problem ist der hohe dachraum.
    lass dich von dem diha nicht belabbern blech ist und bleibt diffusions/dampfdicht.

    gruss aus de pfalz
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  7. #6

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    Trapezwellblechplatten ???

    Ich geh mal davon aus, dass die Wasserführende Schicht ( Wellblech ) Trapez wie auch immer im Kern mit Extruderschaum versehen ist oder ?
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  9. #7
    Bauexpertenforum Avatar von stefan ibold
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    nur als hinweis

    Moin,

    das Blech selber ist sicherlich mit einem Sperrwert > 1.500 m als dampfdicht zu bezeichnen. Dennoch sind Stehfalzdächer, Eindeckungen mit diesen Ziegelnachbildungen und vergleichbare Dächer nicht tatsächlich dicht.

    Die Unterspannung wäre auch dann erforderlich, wenn Sekundärtauwasser abgeleitet werden muss. Bei beschichteten Blechen (Stahltrapezprofilen) ist der Ausfall geringer. Insofern sind DiHa´s Angaben zum Verzicht nicht zu 100% korrekt.

    DiHa hat nicht Unrecht wenn er sagt, dass auch belüftete Carportdächer mit Stahltrapezprofilen einen enormen Tauwasserausfall aufweisen. Die Gründe sollten ausreichend bekannt sein.
    Ich wage allerdings zu bezweifeln, dass sie den Bodenraum so abschotten könnten, dass KEIN Austausch mit der Außenluft stattfinden würde. Umgebungsfeuchte wird sich immer einstellen. Das Volumen des Bodenraums reicht zudem nach meiner Erfahrung allemal aus, dass es zu einer Eigenkonvektion kommt, bei der die Luftfeuchtigkeit an der kühleren Seite der Dachfläche abgegeben wird. Sozusagen ein Bautrockner im XXL-Format. Die Belüftung der Konstruktion würde nach meiner Auffassung zumindest einen Teil der ausfallenden Feuchtigkeit abtransportieren.

    Die feuchteadaptiven Dampfsperren würden bei der Dämmung der Geschossdecke die Vorteile nicht wirklich ausspielen können. Das macht nach meiner Auffasung nur dort Sinn, wo eine Umkehrdiffusion möglich und gewünscht ist. Das ist bei unbelüfteten Konstruktionen regelmäßig der Fall.

    Die angesprochene Luftdichtheit zum Bodenraum hin ist das Maß der Dinge. Alledings gibt es Untersuchungen, nach denen der Sperrwert nicht kleiner als 2,5 m sein sollte. Wenn er denn kleiner ausfallen soll, dann würde die belüftete Konstruktion wieder klar im Vorteil sein, weil die Menge, die möglicherweise eindiffundieren kann schneller abgeführt wird. Belüfetete Konstruktionen im Sinne der Fachregeln und der DIN 4108 funktionieren nur unter bestimmten Bedingungen einwandfrei, was aus meiner Sicht z. B. ein Gefälle (geneigtes Dach) von mind. 20° voraussetzt.

    Grüße

    stefan ibold
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  10. #8

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    Wieso sollte bei Trapezblechen die Wasserführende Schicht mit Extruderschaum versehen sein? Gibt es doch nur extrem selten...
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