Werbepartner

Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 15 von 26
  1. #1

    Registriert seit
    03.2010
    Ort
    Ba-Wü.
    Beruf
    Sekretärin
    Beiträge
    684

    Keller abgesoffen, Lichtschächte nicht druckwasserdicht

    Hallo zusammen,

    in unserer kompletten Reihenhausreihe herrscht gerade mittelschwere Panik Durch den starken Regen sind bei uns die Lichtschächte vollgelaufen und das Wasser hat sich dann durch die Fenster seinen Weg gesucht.
    Das Wasser kam aber nur teilweise von oben. Der größte Teil kam seitlich und von unten über die Kunststofflichtschächte, die auf der Perimeterdämmung sitzen.

    Keller ist in WW ausgeführt. Laut Bodengutachten zeitweise auftretendes Schichtenwasser, Boden besteht aus Lehm/Ton, wenig bis gar nicht wasserdurchlässig. Häuser stehen in Hanglage.

    Bei uns war der Schaden noch am geringsten, da mein Mann fleissig mit Eimerchen das Wasser aus dem Lichtschacht heraus geschöpft hat. Bei den Nachbarn siehts anders aus. Oberhalb stand der Keller 30 cm hoch in Wasser....

    Wir ziehen in 4 Wochen ein und müssen das Problem in wenigen Tagen behoben haben. Die Wettervorhersage sieht nicht gut aus. Der Boden ist so mit Wasser vollgesaugt, dass im Garten mind. 10 cm hoch das Wasser steht. Glücklicherweise haben wir die Terrasse noch nicht bis Oberkante Lichtschacht verfüllt. Momentan stehen die Lichtschächte 50 cm im Freien, darunter 30 cm Stand, darunter Lehmboden. Es sind große tiefe Lichtschächte, die die 1 x 1 m großen Kellerfenster umfassen.

    Ich habe mich nach druckwasserdichten Lichtschächten umgeschaut. Mit 500,- Euro pro Stück inkl. dem Montageset und Dichtmittel sind schon ein dicker Happen. 2 Lichtschächte müssen ausgetauscht werden.... auf der gepflasterten Straßenseite ist nichts passiert.

    Das anschließen der Lichtschächte ans Regensystem ist nicht möglich, da der Regenablauf oberhalb vom Kellerfenster ins Haus rein geht und somit zu hoch liegt. Trainage im Lehmboden hat wenig Sinn, vor allem wohin mit dem Wasser?

    Was würdet ihr tun?

    LG
    Linda
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  2. Keller abgesoffen, Lichtschächte nicht druckwasserdicht

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2
    Bulla2000
    Gast
    Haben bei uns in ähnlichen Bodenverhältnissen (schluffiger Ton, Hanglage) Drainage legen lassen und Lichtschächte dort angeschlossen. Bisher alles top. Evtl. solltet Ihr noch Drainage legen lassen und diese bis OK Gelände mit Grobkies/Drainagekies auffüllen. Teuer, aber letztendlich dauerhaft sicher.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  4. #3

    Registriert seit
    02.2008
    Ort
    Sachsen
    Beruf
    Entwickler
    Beiträge
    853
    Wer hat das Bodengutachten gemacht?
    Wer hat, darauf aufbauend die Planung gemacht?
    Planer und Ausführende müssen mit ins Boot, um gemeinsam zu einer für dich optimalen Lösung zu kommen.
    Die Grenzen der hier abgelieferten Leistung wurden aufgezeigt, nun gilt es entsprechend nachzubessern.

    Lösungen, die schon einmal irgendwo irgendwann funktioniert haben sind sicherlich eine interessante Information. Direkt umgesetzt wäre es hier jedoch blinder Aktionismus, ohne Kenntnis über die genauen Begleitumstände.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  5. #4

    Registriert seit
    08.2005
    Beruf
    Dipl.Ing.
    Beiträge
    11,181
    Der größte Teil kam seitlich und von unten über die Kunststofflichtschächte, die auf der Perimeterdämmung sitzen.

    Keller ist in WW ausgeführt.
    ...wohl eher nicht!

    Der Keller mag (was sich von hier aus natürlich fachlich nicht beurteilen läßt) als Keller mit wasserundurchlässigem Beton und ausreichender Armierung ausgeführt worden sein. Die Fenster bzw. die Lichtschächte aber nicht. Hierfür gibt es druckwasserdichte Lichtschächte, die -logischerweise- auf der Betonwand sitzen (mit Dichtstreifen und allem pi pa po...). Ihr habt nun quasi eine Badewanne mit Löchern (=Fenster). Die Badewanne an sich ist dicht, die Löcher haben leider keine Badewannenstöpsel.

    Da würde ich doch mal den Bauträger (???) um eine Stellungnahme bitten...oder wer hat's geplant?

    Thomas
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  6. #5
    Themenstarter

    Registriert seit
    03.2010
    Ort
    Ba-Wü.
    Beruf
    Sekretärin
    Beiträge
    684
    Bodengutachten wurde von einer Fachfirma ausgeführt, geplant hat das Ganze unser Architekt, ausgeführt wurde der komplette Rohbau von einem Bauunternehmen. Der Rest wurde Ausgeschrieben und in Einzelvergabe vergeben.

    OK, ich habe ne Badawanne ohne Stöpsel... auch nett. Das Bodengutachten wieß deutlich auf die Problematik mit zeitweise aufkommendem Schichtenwasser und Oberflächenwasser hin.

    Ihr müsst euch das so vorstellen: Die Terrassen und Gärten sind noch im Urzustand, lediglich etwas aufgeschüttet oder abgetragen oder so wie wir... nur bis zur Originalhöhe mit Sand verfüllt und verdichtet.
    Jetzt ist das Wasser wie ein Terrassenwasserfall (was für ein Wort) den Hang runter geschossen. Natürlich hat die ganze Sinnflut dann direkt an unseren oberen Schacht rangedrückt.... ich hoffe doch mal, wenn die ganzen Gärten fertig sind... jeder seine Erde abgefangen hat und das Gelände befestigt ist... dass sowas nicht mehr passieren kann.

    Dennoch müssen wir für etwaiige Notfälle Abhilfe schaffen.

    Erstmal müssen wir wohl eine Trianage auf der kompletten Terrassenfläche legen, Schacht ordentlich abdichten lassen und hoffen, dass das ausreicht? Wenn wir die Terrasse soweit aufschütten, dass wir ein Gefälle zum Regenrohr hinkriegen, wäre das schonmal was....
    Der Architekt kommt morgen und schaut sich das Massacker da draußen mal an. Bin gespannt.....

    Lg
    Linda
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  7. #6

    Registriert seit
    08.2005
    Beruf
    Dipl.Ing.
    Beiträge
    11,181
    Schacht ordentlich abdichten lassen und hoffen, dass das ausreicht?
    Die Fuge zw. Schacht und Dämmung dürfte schwer dichtzukriegen sein. Und was ist mit den Fugen unterhalb der Platte (also Fuge WD - Betonwand)? Thema: Hinterläufigkeit. Da können -bei eintsprechender Wasserhöhe (-> Wasserdruck) schon kleinere Undichtigkeiten reichen um den Schacht zu fluten....

    Aber: Die Hoffnung stirbt zuletzt.

    Thomas
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  8. #7
    Themenstarter

    Registriert seit
    03.2010
    Ort
    Ba-Wü.
    Beruf
    Sekretärin
    Beiträge
    684
    Hoffnung stirbt zuletzt.... wir ziehen in 4 Wochen ein und jetzt sowas....

    Also das ist ja ein Kunststoffschacht. Jetzt darfst mich aber nicht fragen wie die WW ausgeführt wurde. Ich weiß nur, dass der ganze Keller gegossen, außenrum dick mit Bitumen eingeschmiert wurde und dann die Perimeterdämmung vollflächig verklebt wurde, darüber noch ne "Noppenbahn".
    Straßenseits ist nichts passiert... nur der eine Schacht der voll in der Sinnflut stand... der hatte den Kampf verloren...

    Ich gehe doch aber mal stark davon aus, dass nach der Hangbefestigung vom Nachbarn sowas nicht mehr passiert
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  9. #8

    Registriert seit
    11.2009
    Ort
    Hessen
    Beruf
    Bürotätigkeit
    Beiträge
    335
    Ich drücke es mal laienhaft aus: Wenn ich eine WEIßE WANN bezahle, dann möchte ich auch eine WEIßE WANNE haben - und nicht nur die Hoffnung, dass es nicht nochmal passiert.
    Wasser findet immer einen Weg - wenn oben dicht ist, kommt es eben von unten...
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  10. #9

    Registriert seit
    07.2011
    Ort
    Trier
    Beruf
    Hochbautechniker
    Beiträge
    27
    Zitat Zitat von Bautine Beitrag anzeigen
    Ich drücke es mal laienhaft aus: Wenn ich eine WEIßE WANN bezahle, dann möchte ich auch eine WEIßE WANNE haben - und nicht nur die Hoffnung, dass es nicht nochmal passiert.
    Genau !! und nicht eine schwarze !!!
    Ich weiß nur, dass der ganze Keller gegossen, außenrum dick mit Bitumen eingeschmiert wurde
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  11. #10

    Registriert seit
    08.2005
    Beruf
    Dipl.Ing.
    Beiträge
    11,181
    Ich weiß nur, dass der ganze Keller gegossen, außenrum dick mit Bitumen eingeschmiert wurde und dann die Perimeterdämmung vollflächig verklebt wurde
    Das muß nichts heißen....muß nicht, kann.

    Es ist durchaus i.O. vollflächig zu verkleben um das Hinterlaufen der Wärmedämmung (--> Auskühlen) zu verhindern. Oder es ist der Versuch einer Sanierung einer nicht dichten WW. Keine Ahnung.....ist sie denn dicht...die WW?

    Thomas
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  12. #11

    Registriert seit
    09.2010
    Ort
    Freiburg
    Beruf
    Dipl.-Ing.
    Beiträge
    236
    Zitat Zitat von Linda2010 Beitrag anzeigen
    Bodengutachten wurde von einer Fachfirma ausgeführt, geplant hat das Ganze unser Architekt, ausgeführt wurde der komplette Rohbau von einem Bauunternehmen. Der Rest wurde Ausgeschrieben und in Einzelvergabe vergeben.
    Wurden den druckwasserdichte Lichtschächte ausgeschrieben oder nicht...

    Wenn WW dann die auch... Ich vermute der Ausschreiber hats verbockt und der Rohbauer hat nicht mitgedacht (haben schon immer so gemacht, oder ähnlich).

    Auf Dämmung dichten kann eine zeitlang halten - Wird aber m.M. nach eine "Dauerbaustelle" füer die nächsten Jahrzente bleiben, da die ganze Sache "arbeitet".

    Vor-Ort mit allen beteiligeten checken
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  13. #12

    Registriert seit
    07.2011
    Ort
    Trier
    Beruf
    Hochbautechniker
    Beiträge
    27
    mal was zur Definition weisse wanne / schwarze Wanne etc....

    http://www.beton.org/fachinformation...sse-wanne.html
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  14. #13

    Registriert seit
    08.2005
    Beruf
    Dipl.Ing.
    Beiträge
    11,181
    ....ahömm...eine äußerliche bituminöse Beschichtung der Kellerwände macht noch keine schwarze Wanne (wenn Du das damit andeuten wolltest), auch wenn es so aussieht.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  16. #14

    Registriert seit
    07.2011
    Ort
    Trier
    Beruf
    Hochbautechniker
    Beiträge
    27
    da bin ich nicht ganz Deiner Meinung.
    Bei der weissen Wanne wird mit WU Beton etc. gearbeitet.
    Eine zusätzliche Dichtungshaut nach DIN 18195 ist nicht notwendig.
    --> Ergo - Reiner Beton!
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  17. #15

    Registriert seit
    08.2005
    Beruf
    Dipl.Ing.
    Beiträge
    11,181
    Die reine WW (abdichtungstechnisch!)...das stimmt. Möglich aber, daß die bituminöse Pampe für das "vollflächige Verkleben" der Außenwände mit Wartmedämmplatten benötigt wurde (also nicht für die Abdichtung!)....

    Und zudem: eine Schwarze wanne wäre so auch nicht daraus geworden.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen