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Trittschalldämmung: Kork oder Filz?

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  1. #1

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    Trittschalldämmung: Kork oder Filz?

    Hallo zusammen,
    wir haben eine Zwischendecke aus Holzbalken, die nun auf der Oberseite vor dem weiteren Aufbau eine Trittschalldämmung bekommen soll. Auf die Sparren wollen wir Dämmstreifen legen und überlegen nun, was die beste Lösung ist. Zur Auswahl stehen im Moment Kork- oder Nadelfilzstreifen, jeweils in 10 mm Stärke. Könnt Ihr mir sagen, was die bessere Lösung ist? oder gibt es gar bessere Alternativen?
    Auf die Trittschalldämmung soll dann OSB-Platte, dann noch einmal Trittschalldämmung auf die ganze Fläche, dann Trockenestrich und Oberboden.

    Betsen Dank für Euren fachkundigen Rat.

    Es grüßt

    lopani
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  2. Trittschalldämmung: Kork oder Filz?

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  3. #2

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    Zitat Zitat von lopani Beitrag anzeigen
    Trittschalldämmung auf die ganze Fläche,
    Wennst zum Beispiel diese Trittschalldämmung als Schüttung (perlite oder andere hersteller) unter den Trockenestrich
    machst (das geht schon ab 10 mm) kannst Dir Kork und Nadelfilz auf den Sparren sparen (das bringt eh net viel)
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  4. #3
    Themenstarter

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    Das hatte ich sowieso vor mit der Schüttung. Aber wieso soll Nadelfilz oder Kork nicht viel bringen. Da die OSB-Platte darauf schwimmend verlegt wird, findet doch genau an dieser Stelle eine Schallentkoppelung statt. Oder irre ich hier total? Und die Frage, welches Material besser ist, bleibt.

    Gruß
    lopani
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  5. #4

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    Zitat Zitat von lopani Beitrag anzeigen
    Das hatte ich sowieso vor mit der Schüttung. Aber wieso soll Nadelfilz oder Kork nicht viel bringen. Da die OSB-Platte darauf schwimmend verlegt wird, findet doch genau an dieser Stelle eine Schallentkoppelung statt. Oder irre ich hier total? Und die Frage, welches Material besser ist, bleibt.

    Gruß
    lopani
    Eine mögliche Schallentkopplung (ich spreche im Wesentlichen von Körperschall) hängt von der Dichte und der Art der Verbindung des "Verbindungsträgers" ab.
    Bin mir nicht sicher, ob ich es perfekt genug formuliert habe.

    Filz wäre aufgrund seiner lockeren Struktur etwas geeigneter als Kork, was sich durch das "anpressen" beim Schrauben wieder aufhebt.
    Ich bleibe dabei. Wenn Du diese 10 mm bei der Schüttung mit draufmachst, wird das mehr bringen als irgendwas zwischen Sparren und OSB.
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  6. #5
    Themenstarter

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    soweit verstanden. Gegen Körperschall hilft nur Masse. Mir geht es aber um den Trittschall. Un dann darf ich natürlich nicht schrauben, da ich ja sonst Schallbrücken produziere. Was mich beschäftigt ist halt die Frage, welches der beiden Materialien (kork oder Nadelfilz) langfristig die besser Wahl ist. Verliert eines der beiden, oder vielleicht sogar beide, im Laufe der Zeit die Elastizität?

    Gruß
    lopani
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  7. #6
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    Viel zu kompliziert:

    Tragende Platte aus z.B. OSB oder gegebenfalls vorhandene, tragfähige Holzbretter auf den Sparren/Kehlbalken nutzen. Tragfähigkeit für den weiteren Aufbau prüfen lassen.

    Schüttung aus Perlite o.ä., falls Bodenunebenheiten ausgeglichen werden müssen. Zuvor Boden mit Karton von der Rolle auslegen, damit die Schüttung nicht durch verbliebene kleinere Fugen usw. wegfliesen kann.

    Auf die Ausgleichsschüttung eine dafür geeignete Tritschalldämmung vollflächig und dicht gestoßen auslegen. An den Randanschlüssen Randstreifen auslegen.

    Trockenestrich schwimmend verlegen.

    Keinen starren Bodenbelag verlegen, sondern Teppichjboden.

    Bringt eine Trittschallverbesserung von ca. 8 dB. Mehr geht nur, wenn auch die Deckenunterseite auf Federschienen abgehängt wird oder - wenns denn überhaupt geht - ein schwerer Estrich ( Zement oder Gußausphalt ) eingebaut wird.
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  8. #7

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    Zitat Zitat von lopani Beitrag anzeigen
    soweit verstanden. Gegen Körperschall hilft nur Masse. Mir geht es aber um den Trittschall.
    Nein! Nicht verstanden... Trittschall IST Körperschall !

    Und nochmal... Kork oder Filz? Nein das ist beides Mist für diesen Zweck

    Lies mal bei Eric - er hats auf den Punkt gebracht
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  10. #8

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    Zitat Zitat von sarkas Beitrag anzeigen
    Eine mögliche Schallentkopplung (ich spreche im Wesentlichen von Körperschall) hängt von der Dichte und der Art der Verbindung des "Verbindungsträgers" ab.
    Naja, in Wahrheit haengt das von der sogenannten "spezifischen Steifigkeit" ab, die hat nicht direkt mit der Dichte zu tun, sondern mit der gesamten Materialstruktur. Das Material wirkt als Feder, und die Steifigkeit beschreibt, wie weich diese Feder ist. Je weicher, desto besser - zu weich ist allerdings auch doof weil die Feder ja noch federn soll und nicht 100% eingedrueckt sein. Dann gibts auch wieder ne starre (=gekoppelte) Verbindung.

    (Verdammt, Trittschall ist schon kompliziert)

    Zitat Zitat von Eric Beitrag anzeigen
    Tragende Platte aus z.B. OSB oder gegebenfalls vorhandene, tragfähige Holzbretter auf den Sparren/Kehlbalken nutzen. Tragfähigkeit für den weiteren Aufbau prüfen lassen.

    Schüttung aus Perlite o.ä., falls Bodenunebenheiten ausgeglichen werden müssen. Zuvor Boden mit Karton von der Rolle auslegen, damit die Schüttung nicht durch verbliebene kleinere Fugen usw. wegfliesen kann.

    Auf die Ausgleichsschüttung eine dafür geeignete Tritschalldämmung vollflächig und dicht gestoßen auslegen. An den Randanschlüssen Randstreifen auslegen.

    Trockenestrich schwimmend verlegen.

    Keinen starren Bodenbelag verlegen, sondern Teppichjboden.

    Bringt eine Trittschallverbesserung von ca. 8 dB. Mehr geht nur, wenn auch die Deckenunterseite auf Federschienen abgehängt wird oder - wenns denn überhaupt geht - ein schwerer Estrich ( Zement oder Gußausphalt ) eingebaut wird.
    So siehts aus, nur dass ich 8dB bisserl pessimistisch finde. Ansonsten genau der Weg den Du gehen solltest. Ich wuerde zusaetzlich noch MiWo in die Sparrenzwischenraeume legen, das gibt nochmal 2-3 dB.

    Keinesfalls jedoch (und ich wiederhole: Keinesfalls!) solltest Du, wie im Eingangsbeitrag beschrieben, zwei Lagen Trittschalldaemmung legen. Doppelte Masse-Feder-Systeme machen die lustigsten Resonanzeffekte, damit kann man sich die Wirkung von seinem entkoppelten Aufbau leicht komplett ruinieren.
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  11. #9
    Themenstarter

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    Vielen Dank für die wertvollen Tipps. Ich werde sie beherzigen.

    Gruß
    lopani
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