Seite 1 von 3 123 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 15 von 41
  1. #1

    Registriert seit
    04.2011
    Ort
    Düsseldorf
    Beruf
    Dipl.-Ing.
    Beiträge
    259

    Weiße Wanne nicht korrekt ausgeführt

    Hallo,

    wir haben eine DHH gekauft welche gerade von einem BT erstellt wird.

    Heute war ich mit einem Gutachter auf der Baustelle um den Keller vorm Verfüllen zu inspizieren. Der Gutachter war nicht zufrieden und hat mir sofort einen Bericht erstellt.

    Der Inhalt:

    Die Mängel in der Kellerabdichtung der WU – Wanne aus 3- schaligen Elementen sind relevant:
    Die entsprechend der Baubeschreibung geschuldete „Weiße Wanne“ ist nicht eingebaut.
    Die Gesamtdicke der Kelleraußenwände ist 25 cm.

    Bei der Beurteilung der senkrechten Fugen fällt auf, dass die Wandelemente mit relativ kleinen Abständen, von ca. 1 cm, montiert sind und dass die Fugentiefe bis in den Ortbetonkern reicht.

    Die vom Deutschen Ausschuss für Stahlbeton herausgegebene „Richtlinie
    wasserundurchlässige Bauwerke aus Beton“ empfiehlt unter Punkt 6, Tabelle 1, eine Mindestdicke von 240 mm, die hier offensichtlich, mit ca. höchstens 150 mm, deutlich unterschritten ist.

    Die offen stehenden Fugen der Wandelemente sind bei der Wanddicke nicht mit anzusetzen.

    Beim Ausbetonieren der Wandelemente wurden die Fugen zwischen den Elementen offensichtlich nicht verschalt und nicht mit WU - Beton geschlossen.

    Die Wasserundurchlässigkeit der WU – Wanne ist unter diesen Umständen nicht gewährleistet.
    Die Kellerfenster sind nicht wasserdicht und die Kellerlichtschächte sind nicht wasserdicht geplant.
    Sie entsprechen in dieser Ausführung nicht den hier zitierten Anforderungen
    nach DIN 18195:

    „Der Keller ist von außen gegen Wassereindrang abzudichten.

    Zur Bestimmung der Abdichtungsart ist die Feststellung der Bodenart, der Geländeform und des Bemessungswasserstandes am Bauwerksstandort unerlässlich. Dies gilt nur dann nicht, wenn grundsätzlich nach der höchsten Wasserbeanspruchung geplant wird.
    ....
    Eine Nachbesserung der WU - Wanne durch zusätzliche Abdichtungsmaßnahmen von außen und die Abdichtung der Kellerfenster oder der Lichtschächte ist erforderlich.


    In der Baubeschreibung steht:

    "Die Kellerbodenplatte wird in wasserundurchlässigem Beton ohne Trennfuge zum Nachbarhaus, die Kellerwände in wasserundurchlässigem Beton mit Trennfuge erstellt. Die Ausführung der Stahlbetonkellerkonstruktion erfolgt als weiße Wanne."

    Bis nächste Woche soll ich die erste Rate von 25% des Baupreises bezahlen. Ist es angemessen daß ich dabei einen gewissen Betrag erstmal zurückbehalte und auf Nachbesserung bestehe? Wenn ja, wieviel ungefähr?

    Hoffe jemand kann mir einen Ratschlag geben.

    Viele Grüße
    Held
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  2. Weiße Wanne nicht korrekt ausgeführt

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2

    Registriert seit
    11.2004
    Ort
    Saarland
    Beruf
    architekt
    Beiträge
    4,217
    BT und 25% abschlag? passt nicht siehe MaBV.
    bist du dir sicher, daß die verfüllung ohne vorheriges schliessen der fugen ansteht? ich nicht.
    deswegen würde ich erstmal zusammen mit dem "gutachter" den BT befragen, wie er die konstruktion wasserdicht bekommen will.
    bezahlt wird erst wenn der rohbau steht und abnahmereif ist.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  4. #3

    Registriert seit
    05.2011
    Ort
    Landau
    Beruf
    Jurist
    Beiträge
    148
    Zitat Zitat von sepp Beitrag anzeigen
    bezahlt wird erst wenn der rohbau steht und abnahmereif ist.
    Bezahlt wird so, wie es im Werkvertrag steht.

    Für diesen Keller würde ich allerdings noch keinen Cent überweisen, bevor nicht geklärt ist, dass alles in Ordnung ist.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  5. #4

    Registriert seit
    06.2005
    Ort
    Hannover
    Beruf
    Architekt
    Beiträge
    34,325
    Alles etwas merkwürdig.
    Über die Fugenbreite regt sich der Gutachter auf, hinterfragt aber nicht, ob im Bereich der Fugen entsprechende Dichtmaßnahmen vorgenommen wurden.

    Es wird die 18195 herangezogen, die für WW aber gar nicht gilt!

    Wie er die Kellerfenster druckwasserdicht bekommen wil, der gute Achter, das verschweigt er wohl.

    Ich weiß grad nicht, was mir suspekter sein sollte. Der Gutachter oder das, was er begutachtet hat.

    Was für eine Qualifikation hat der gute 8er denn???
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  6. #5
    Baufuchs
    Gast
    Zitat Zitat von sepp
    bezahlt wird erst wenn der rohbau steht und abnahmereif ist.
    Einspruch.

    Wenn es kein BT, sondern ein BU/GU ist, wird dieser einen Zahlungsplan vertraglich vereinbart haben, der Abschlagszahlungen nach Baufortschritt vorsieht.

    Hat der nur den Rohbau im Vertrag, könnten die 25% passen, also BGB konform sein. Teilabnahmen sind i.d.R. nicht vorgesehen, so dass die Rate bei Erreichen des Bautenstands fällig ist.

    Wird schlüsselfertig gebaut, passen die 25% nicht, weil der in Rechnung gestellte Betrag nicht dem Wertzuwachs entspricht, den der Bauherr erhalten hat.

    Bei Mängeln können bis zum 2-fachen der Mängelbeseitigungskosten einbehalten werden. Bei gravierenden Mängeln kann die Zahlung der Rate bis zur Mängelbeseitigung verweigert werden.

    Im übrigen müsste der BU/GU so er denn Abschläge fordert auch Sicherheit gem § 632a gestellt haben.

    @Held

    Mal hier lesen und uns dann schreiben ob es ein BT/GU/GÜ ist.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  7. #6

    Registriert seit
    06.2005
    Ort
    Hannover
    Beruf
    Architekt
    Beiträge
    34,325
    Zitat Zitat von keinSchlaubauer Beitrag anzeigen
    Bezahlt wird so, wie es im Werkvertrag steht.
    Es sei denn, der Vertrag verstößt gegen geltendes Recht!

    Und keinen Ct bezahlen ist auch ein gefährlicher Ratschlag - denn es dürfen "nur" die Mangelbehebungskosten, ggf *2 abgezogen werden.
    Da Du aber die Gesamtsumme, von denen die 25% gerechnet werden, so wenig wie wir kennst, kann keiner sagen, ob da nicht ein Restguthaben offen bleibt!
    Zumal die Mängel auch fraglich sind
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  8. #7

    Registriert seit
    11.2004
    Ort
    Saarland
    Beruf
    architekt
    Beiträge
    4,217
    Zitat Zitat von keinSchlaubauer Beitrag anzeigen
    Bezahlt wird so, wie es im Werkvertrag steht.
    du musst es wissen........
    allerdings hat er nichts vom werkvertrag geschrieben sondern
    wir haben eine DHH gekauft welche gerade von einem BT erstellt wird.
    ich geh jetzt erstmal vom BT aus bis er baufuchs frage beantwortet hat.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  9. #8
    Baufuchs
    Gast
    Da ich mal davon ausgehe, dass kein Notar einen von der Makler-Bauträgerverordnung abweichenden Zahlungsplan beurkundet, gehe ich nicht von einem BT aus.

    Aber warten wir mal ab.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  10. #9
    Bauexpertenforum
    Registriert seit
    07.2003
    Beiträge
    5,056
    Wie Sepp:

    " 25 % des Baupreises " spricht gegen BT-Kaufvertrag. Wahrscheinlich ist es ein GU oder GÜ-Vertrag.

    Wenn die WW gemäß dem Gutachten nicht entsprechend der WU-RiLi ausgeführt wurde, dann liegt ein schwerer Mangel vor. Bis zur Klärung der Sanierungsfähigkeit würde ich nichts zahlen.

    Nicht verstanden habe ich den Hinweis des Gutachters auf die Tabelle 1 im Abschnitt 6.2. Abs. 3 der WU-Rili. Danach hat die Gesamtdicke der Elementwände mindestens 240 mm zu betragen. Der Ortbetonkern richtet sich nach dem Größtkorn und beträgt 120 - 180 mm.

    Fugenbänder im Ortbetonkern fehlen aber offenbar. Vielleicht war eine Zebraabdichtung geplant? Aber auch dann dürften keine durchgehenden Fugen in den Elementen vorhanden sein.

    Bei dem Hinweis auf die DIN 18 195 hätte man eine kurze Anmerkung erwartet, dass diese nach Teil 1 der DIN 18 195 nicht unmittelbar gilt und nur nach ihrem Prinzip herangezogen werden kann. Öffnungen in einer SW müssen hiernach deswegen mit in das Abdichtungskonzept einbezogen werden, weil klar ist, dass ein " Boot " mit Leckagen im wasserbelasteten Aufstauhorrizont absäuft. Das gilt dann natürlich auch für WW, weil sich bei der WW lediglich der Abdichtungsstoff ( = WU-Beton, Fugenbänder usw. ) ändert.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  11. #10

    Registriert seit
    06.2005
    Ort
    Hannover
    Beruf
    Architekt
    Beiträge
    34,325
    Zitat Zitat von Eric Beitrag anzeigen
    Fugenbänder im Ortbetonkern fehlen aber offenbar. Hier fehlt mir eher die Prüfung auf die Bänder. Davon wird nämlich nicht gesprochen.

    Öffnungen in einer SW müssen hiernach deswegen mit in das Abdichtungskonzept einbezogen werden, weil klar ist, dass ein " Boot " mit Leckagen im wasserbelasteten Aufstauhorrizont absäuft. Das gilt dann natürlich auch für WW, weil sich bei der WW lediglich der Abdichtungsstoff ( = WU-Beton, Fugenbänder usw. ) ändert.
    Wobei noch zu klären wäre, ob der Aufstauhorizont überhaupt bis zu den Fenstern reichen könnte (einschl. Sicherheit).

    Für mich liest sich das Gutachten ein wenig nach Windmaschine
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  12. #11

    Registriert seit
    11.2004
    Ort
    Saarland
    Beruf
    architekt
    Beiträge
    4,217
    Die Kellerbodenplatte wird in wasserundurchlässigem Beton ohne Trennfuge zum Nachbarhaus
    GÜ der 2 gundstückbesitzer gefunden hat die den scheiss mitmachen?
    warten wirs ab....
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  13. #12
    Bauexpertenforum
    Registriert seit
    07.2003
    Beiträge
    5,056
    Was haste dagegen, daß ein ( offensichtlich ) Doppelhaus mit gemeinsamer WW ohne Trennfuge in der Bodenplatte erstellt wird?

    Auch wenn sich der Schallschutz dadurch um ca. 5 dB im EG verschlechtert, ist die gemeinsame WW Bodenplatten-Trennfuge doch durchaus gängig.

    Ob der AN auf Verschlechterung des Schallschutzes hinweisen muß ???

    Ein Planer sollte es wahrscheinlich schon und zwar bereits im Zuge der Grundlagenermittlung doch Befragung des Bauherren nach den gewünschten Schallschutzanforderungen. Im Übrigen muß das wohl erst noch vom BGH verbindlich geklärt werden. Dafür bedarf es eines Klägers, der bereit ist, dass durch alle Instanzen durchzufechten. Mach das mal, wenn der Bau bereits begonnen hat.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  14. #13

    Registriert seit
    11.2004
    Ort
    Saarland
    Beruf
    architekt
    Beiträge
    4,217
    das
    die Kellerwände in wasserundurchlässigem Beton mit Trennfuge erstellt.
    heisst das jetzt ich habe eine durchgehende bodenplatte mit 2 trennwänden, bei der (an denen) immer die suppe draufsteht?
    egal, auch wenn man den schall vielleicht vernachlässigen kann -
    mein grundstück - meine bodenplatte. und nur mir!
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  16. #14
    Bauexpertenforum
    Registriert seit
    07.2003
    Beiträge
    5,056
    mein grundstück - meine bodenplatte. und nur mir!
    Keine Frage und einverstanden. Der Preis ist aber auch ein anderer und mancher BH kann/will die Mehrkosten nicht aufwenden.

    Die Wand-Trennfuge wird er ja wohl mit einem geeigneten und zugelassenen Fugenband im Ortbetonkern schließen.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  17. #15
    Themenstarter

    Registriert seit
    04.2011
    Ort
    Düsseldorf
    Beruf
    Dipl.-Ing.
    Beiträge
    259
    Mann...das sind ja viele Antworten...damit hatte ich jetzt nicht gerechnet.

    Das Haus wird von einem Bauträger gebaut, Schlüsselfertig. Im gleichen Baugebiet stehen noch weitere 14 DHH (also 7 Häuser) die alle nach gleichem Muster gebaut werden.

    Die erste Abschlagszahlung ist zu entrichten: "Nach Beginn der Erdarbeiten (30 % abzüglich 5 % Sicherheitseinbehalt,siehe auch nachfolgende Ziffer 4)", in diesem Fall 25%. Das wären so ca. 80.000 Euronen.

    Letzte Woche wurde ich aufgefordert die erste Rate zu zahlen (bis 05.08.). Was soll ich nun tun? Ist es rechtens einen Teilbetrag einzubehalten? Wenn ja, muß ich dazu irgendwas beachten?

    Viele Grüße
    Held
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen