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  1. #1

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    Kellerdecke bis zur Mitte gerissen

    Liebe gemeinde,
    Wir haben viel ueber Kellerdeckenrisse gelesen und akzeptieren sie als fast normal. Wir haben in unserer Neubau-Kellerdecke ueber die Gesamte Flaeche Risse im Muster der Bewehrung mit Breiten bis zu 1mm gefunden.
    Bei einer Kernbohrung haben wir festgestellt,dass die Risse 9cm tief sind bei einer Gesmtkellerdeckenstaerke von 17cm (soll18 cm)und das bei einem durchschnittlichen Riss. Wir haben ca 1 solchen Riss pro qm mit einer Laenge von 1m.
    die Kernbohrung hat auch gezeigt,dass die Risse im Beton veraesteln und lufteinschluesse (1cm im Durchmesser) verteilt im Beton vorliegen.

    das Fertighaus steht schon,wegen des Zeitdrucks im Baugewerbe,allerdings ist noch kein Estrich verlegt.

    Wie kann denn so etwas passieren?Kann man eine solche Decke sanieren?
    und wenn ja,wie?
    Danke fuer HINWEISE.


    Gruss inskoman
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  2. Kellerdecke bis zur Mitte gerissen

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  3. #2

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    ich empfehle einen sachverständigen vor ort einzuschalten. ferndiagnose hilft nicht.
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  4. #3
    Themenstarter

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    Hallo,

    zur visualisierung der Effekte habe ich jetzt Bilder hochgeladen.
    Das macht es vielleicht doch einfacher, sich einen Eindruck vom Ausmaß zu verschaffen.
    Ich weiß, daß ein Gutachter vor Ort die beste Wahl ist, würde abert trotzdem selbst etwas lernen, um mitreden und zumindest ein bißchen die Aussagen bewerten zu können.

    Gruß inskoman
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  5. #4
    Bauexpertenforum Avatar von Yilmaz
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    Hallo,
    hier ist geringe Betonüberdeckung und mangelhafte nachbehandlung die ursache des problems.
    Zertifizierte Betonsanierer wären richtige ansprechpartner.

    Mfg.
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  6. #5
    JamesTKirk
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    Ein Gutachter sollte der nächste sein, der die Baustelle betritt. Die weiteren Bauarbeiten sollten erst einmal eingestellt werden, bis die Sache geklärt ist.
    Die Betondeckung zeichnet sich am Bohrkern mit ca. 40 mm ab, was für ein Innenbauteil mehr als ausreichend ist.
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  7. #6
    Bauexpertenforum Avatar von Yilmaz
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    @James, im bohrkern ist liegt ein stab bei 40mm aber es ist offensichtlich das die obere bewehrung <10mm betonüberdeckung hat. (alle bilder betrachtet?)
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  8. #7
    Wieland
    Gast
    Wenn sich die Bewehrung nach dem Abbindeprozess mit Rissebildung abzeichnet,
    dann spricht alles dafür, daß die Betondeckung zu gering ist u. der Beton nicht
    nachbehandelt u. vor Witterungseinflüssen geschützt wurde !!

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  9. #8
    Bauexpertenforum
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    Ist ja alles schön und gut, aber wo ist das zu sehen?

    <10mm betonüberdeckung
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  10. #9
    Bauexpertenforum Avatar von Yilmaz
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    Hier ist es eindeutig.
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  11. #10
    Wieland
    Gast
    Der Beton scheint außerdem als Suppe verarbeitet worden zu sein, denn darinn lässt sich besser rühren !


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  12. #11
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    Ich sehe hier ein evtl. nachsacken eines evtl mit sehr hoher Konsistenz eingebauten Beton + sonstiger fehlerhafter Einbauarten. (Vermutung, da Fotos auch lügen können). Der Beton sackt in sich zusammen, bleibt aber auf den Bewehrungen liegen. Das funzt auch bei Betonüberdeckungen jenseits von 10 mm.

    Deine "Feststellung" kann man also als reine Vermutung werten.
    Da dieses so ist, sollte diese nicht als unumstößlich dargelegt werden.
    Insbesondere deshalb schon nicht, da ich solches schon mit Betondeckungen weit jenseits Deiner vermuteten 10 mm festgestellt habe.

    Das hier etwas schwer im Argen liegt ist aber allen bewußt.
    Das MUSS untersucht werden.
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  13. #12
    Themenstarter

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    Um hier vielleicht noch einmal ein bißchen Klarheit hereinzubringen - weil Bilder eben doch nur das sagen, was man reininterpreiert:
    Die Überdeckung der Armierung ist mit 2,5 cm (sowohl im Bohrkern) als auch an einer anderen Stelle, die wir mit dem Meißel geöffent haben, wohl üppig angelegt. Die Überdeckung ist nach meinem bisherigen Verständnis als angelernter Laie aber nur aussagefähig, wenn der verbund zwischen Stahl und Beton ok ist. Und genau der steht bei mir angesichts des Rißmusters in Zweifel.

    Wir haben (was schwierig ist auf den Bildern zu sehen) jede Menge kleine Lüfträume, die an der Kante zur Filigranplatte sich zu einer Art "Perlenkette" aufreihen. Außerdem erscheint uns die Verteilung der Großpartikel nicht komogen zu sein, sondern es gibt an den Seiten des Betonkerns Ansammlungen der gröberen Steinchen und Bereiche, in denen man keine sieht.

    Auf unserer Baustelle waren schon etliche Gutachter. Die einen sagen : "alles nicht so schlimm, Beton hat immer Risse und bei Ihnen ist die Decke in der niedrigsten expositionsklasse. Ist zwar nicht schön, aber kann man so lassen".
    Ein anderer Gutachter sagt: " Der Beton ist möglicherweise nicht ordentlich verdichtet worden, damit taugt der ganze Verbund nicht und jede Sanierung ist rausgeworfenes Geld. Das wird nie 30 Jahre halten - und ihre Steinfliesen auf dem Estrich werden in ein paar Jahren Risse bekommen, weil sich die Decke senkt".
    Die einzige Messung, die wir haben, ist eine Öffnung der Decke und die Kernbohrung.

    Als Bauherr stehe isch zwischen den Aussagen und versuche mir ein realistisches Bild zu machen und einzuschätzen, ob eine Verpressung mit Epoxidharz für eine ausreichende Statik sorgt und wie ich prüfen kann, ob die Verpressung denn so gemacht wurde, dass das theoretische Ergebnis weitgehende erreicht wurde. Und v.a. welche Maßnahmen kann ich denn überhupt noch treffen, ohne das Fertighaus abzustützen oder abzureißen, das trotz des Hinweises auf die Rissproblematik gestellt wurde?

    @Mark: Was ist das "absacken"?

    Gruß inskoman.
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  14. #13
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    Zitat Zitat von Inskoman Beitrag anzeigen
    @Mark: Was ist das "absacken"?

    Gruß inskoman.
    Laienhaft ausgedrückt....
    Wenn der Beton, aus welchen Gründen auch immer (nicht verdichtet, zu stark verwässert) sich nach dem bearbeiten noch absetzt / zusammensackt (Volumenminimierung. Hierbei ist das "nachsacken" im Bereich zwischen den Bewehrungsstäben natürlich größer als über / auf diesen. Schließlich kann der Beton auf den Stäben nur die von Ihnen gemessenen 2,5 cm Dicke "nachsacken" zwischen den Stäben aber um die gesamte Aufbetondicke.
    Hierbei kommt es zu Hohllagerungen unter den Stäben.
    Es ist festzustellen das der Verbund NICHT gegeben ist.
    Sie haben eine Leistung erhalten die NICHT den aRdT entspricht und somit vertragswidrig ist. Die Ausführenden haben gegen die DIN 1045 verstoßen. Dieses ist eine ETB und ist somit ZWINGEND einzuhalten. Die Dauerhaftigkeit kann nicht gewährleistet werden. Der Beton sieht aus, als wäre dieser mit einer sehr hohen Konsistenz eingebaut worden. Ich wage zu bezweifeln das es sich hierbei um FM handelte. Was sagen die Kernbohr Prüfungen aus? Wurden diese abgedrückt?
    Die Sachverständigen die das ganze NUR per Augenschein geprüft haben sind in meinen Augen keine Sachverständige. Jedenfalls nicht für Betonarbeiten.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
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    Zitat Zitat von Yilmaz Beitrag anzeigen
    Siehste Yilmaz, nun sind es 25 mm.
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  17. #15

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    aua...
    mark, gibts hierfür eine sanierungsmethode oder vollabriss?
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