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Fu-Anschluss ohne FI?

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  1. #1

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    Fu-Anschluss ohne FI?

    Hallo zusammen,

    ich möchte in einem angemieteten Keller einen Hobbyraum einrichten. Aktuell verfügt dieser nur über eine ältere 230V Steckdose, welche wahrscheinlich auch noch nicht über einen FI abgesichert. Hinzukommt, dass die Steckdose nicht über meinen Stromzähler läuft. Schritt 1 wäre also erstmal Steckdosen nachrüsten, welche über meinen eigenen Zähler laufen. Wenn ich richtig recherchiert habe, müssen diese - sofern es normale 230V Steckdosen sind (16A abgesichert) - mit einem 30mA FI abgesichert werden.

    Jetzt zum eigentlichen Punkt: Ich baue eine kleine CNC-Fräse auf, welche einen einphasigen 230V FU mit 2,2 kW Leistung hat (max. Stromaufnahme 18A). An diesem FU hängt eine 1,5 kW HF-Spindel. Die Kombination Eingangsfilter, FU und HF-Spindel erzeugt sehr wahrscheinlich einen Ableitstrom größer 30mA, so dass ein Personenschutz-FI immer auslösen würde. Die Komponenten sind derzeit noch verpackt und ich kann es derzeit krankheitsbedingt nicht testen. Laut FU-Handbuch sollte - falls ein FI vorhanden sein muss - dieser mind. auf 100 mA eingestellt sein. Hier wäre also höchtens ein 300 mA Brandschutz FI einsetzbar. Sofern der FU korrekt eingestellt wird (max. Stromabgabe angepasst an die Spindel) sollte auch ein Betrieb an einem Strang, welcher nur mit 16A abgesichert ist gehen, da der FU dann nur ca. 14A aufnimmt.

    Welche Möglichkeiten habe ich hier, diese Anlage ohne 30mA FI in Betrieb zu nehmen? Bisher fallen mir drei verschiedene Varianten ein und ich hätte gern Eure Meinung dazu gehört:

    1.) 32 A CEE Dose ohne FI setzen lassen? (wenn ich den "sticky" FI-Beitrag richtig verstanden habe, ist ein FI hier nicht zwingend nötig)

    2.) 16 A Festanschluss ohne FI?

    3.) 16A CEE Dose ohne FI? (sofern es die VDE überhaupt zulässt)

    Ich kenne mich nicht so gut mit den allstromsensitiven FI's (Typ B/B+) aus. Ich weiß, dass es für die FU-Absicherung ein solcher Typ sein muss. Desweiteren sind diese FI's nicht gerade günstig und wenn ich Pech habe, sind trotz guter Auslegung (geschirmte Kabel und gute Schirmauflage, ausreichender Querschnitt der PE-Leiter, kurze Motorkabel, etc.) die Anteile im niedrigen Frequenzbereich (zwischen 100Hz und 1kHz) bereits oberhalb 30mA und auch der Typ B würde permanent auslösen. Wenn ich richtig liege gehen die Auslösekennlinien ja erst über 1kHz deutlich nach oben.


    Danke schonmal.

    Gruß
    Frisko
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  2. Fu-Anschluss ohne FI?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    So geht das nicht.

    Lösung 1) (da Feuchtraum!) und 3) wären in jedem Fall unzulässig!
    Ob Lösung 2) zulässig wäre, hängt von der Netzform und verschiedenen anderen Punkten ab. Da diese ortsspezifisch sind, kann das nur ein Fachmann vor Ort klären.
    In Verbindung mit einem 300mA-FI des Typs B sollte ein Festanschluß aber in Ordnung gehen.

    Allerdings habe ich Zweifel an den angenommenen hohen Ableitströmen.
    Solche Werte sind heute längst nicht mehr normal!
    Oder welche Antiquitäten willst Du betreiben?

    Zustimmung des Vermieters liegt schon vor?
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  4. #3
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    Wie ist denn Feuchtraum genau definiert? Ist jeder Keller per se ein Feuchtraum?

    Die Komponenten sind nagelneu und stammen alle von HSD Deutschland. Sollten also auch den aktuellen Standards entsprechen. Nur zu Testzwecken könnte ich die Kombi ja mal ohne FI betreiben und dann den Ableitstrom messen. Leckstrommesszange und Netzanalysator (inkl. kompetentem Bediener) kann ich organisieren. Evtl. ist der Ableitstrom ja gar nicht so hoch. Das FU-Handbuch z.b. gilt für alle Leistungsklassen dieser FU-Baureihe und ich habe ja eher eine kleinere Version.

    Mit dem Vermieter sprech ich noch. An dessen Zustimmung wird es aber nicht scheitern.
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  5. #4

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    Zitat Zitat von Julius Beitrag anzeigen
    So geht das nicht.

    Lösung 1) (da Feuchtraum!)
    Wenn der Keller beheizt wird und belüftbar ist sprechen wir hier aber nicht unbedingt mehr von einem Feuchtraum.
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  6. #5
    Themenstarter

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    Hm.. ok.

    Danke erstmal. Das mit dem Feuchtraum oder nicht wird mir dann hoffentlich der ausführende Elektriker sagen. Belüftbar über 2 hoffentlich hinreichend große Fenster (jeweils 80cm breit und ca. 50cm hoch) ist er. Die Raumgröße ist ca. 16m². Die beiden Außenwände liegen nur bis zur halben Raumhöhe im Erdreich. Die Fenster sind also echte Fenster ohne langen Lichtschacht.

    Ich werd dann mal einen Ortstermin ansetzen und hören, was der Elektriker sagt.

    Dankeschön.

    Gruß
    Frisko
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