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  1. #1

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    Rückstauklappe Altbau

    Hallo Experten,

    ich hab nen Altbau Bj. 1963 ohne Rückstausicherung. Im Keller, der zu 1/3 aus dem Boden ragt, also 2/3 unterhalb der Straße befinden sich ein WC, eine Duschwanne, ein Waschtisch und ein Abflußstutzen für die Waschmaschine.

    Vor ein paar Tagen gab es einen Rückstau durch Starkregen. Natürlich waren wir nicht zuhause. Allerding sind nur ca. 20 Liter auf dem Boden gelandet, anscheinend war der Rückstau nur sehr kurz. An den Schmutzspuren konnte man erkennen, wie hoch das Wasser in der Wanne/WC gestiegen ist.

    Nun will ich in dieser Richtung etwas unternehmen. Ich hab mich schon ein wenig eingelesen und meine erste Idee von manuellen Klappen direkt hinter dem WC und Lösungen mit Ball für die Installationen Waschtisch und Duschwanne scheinen keine wirkliche Lösung zu sein. Ich muß dazu sagen, dass alles nur sehr selten, wenn Gäste bei uns übernachten genutzt wird, könnte also alles dauerhaft gesperrt sein und nur im Falle des Falles würden wir manuell öffnen.

    Eine weitere Lösung wäre eine elektronische Rückstauklappe, allerdings soll bei dieser Lösung das Abwasser aus den oberen Etagen getrennt und ohne Klappe an die Kanalisation angeschlossen sein. Das ist bei uns natürlich nicht der Fall. Alles geht in ein Rohr.

    Meine alternative Idee wäre also, eine automatische Klappe außerhalb des Hauses (Vorgarten) zu installieren, die eine entsprechenden Alarm enthält, so dass wir wissen, dass abgesperrt ist und wir wissen, dass das WC usw. in den oberen Etagen ebenfalls nicht genutzt werden kann.

    Allerdings haben wir anscheinen keinen Revisionsschacht, auf den plänen ist zwar ein Kasten im Vorgarten eingezeichnet, aber erste Grabungen haben nichts zu Tage gebracht. Es müsste wegen Wartung dann wohl auch ein Revisionsschacht hergestellt werden oder?

    Was meint ihr? Taugen die Einzellösungen z.B. von Dallmer oder eher die große Lösung??

    Vielen Dank im voraus

    PS: Wer macht sowas? Heizung/Sanitär-Firmen? Oder Kanalbaufirma?
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  2. Rückstauklappe Altbau

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    hallo
    schau dir mal den link an
    http://www.kessel.de/produkte/ruecks...gebaeuden.html
    wers macht sani

    gruss aus de pfalz
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  4. #3
    Themenstarter

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    Danke,

    vielleicht noch die Frage ob so eine Rückflusssicherung:

    http://www.dallmer.de/de/produkte/da....php?id=840028

    auch einen Rückstau verhindern könnte... oder ist da der Druck zu hoch.

    Was für Drücke entstehen wohl bei so einem Rückstau?

    Gruß
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  5. #4

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    WC = Hebeanlage für fäkalienhaltige abwässer (druckrohr über rückstauebene = i.d.r. strassengulli)
    nix rückstauklappe!
    die andern kannste an solche dinger dranhängen (immer freier zugang vorrausgesetzt)
    druck = Wassersäule bis Rückstauebene
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  6. #5
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    Zitat Zitat von ciclosport Beitrag anzeigen
    Ich muß dazu sagen, dass alles nur sehr selten, wenn Gäste bei uns übernachten genutzt wird, könnte also alles dauerhaft gesperrt sein und nur im Falle des Falles würden wir manuell öffnen.
    Zitat Zitat von ciclosport Beitrag anzeigen
    ...und ein Abflußstutzen für die Waschmaschine.
    Passt für mich nicht ganz zusammen.

    Ansonsten zum Einlesen auch mein Rückstauhandbuch, aber mehr zum Hintergrund als für deine konkrete Frage.
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  7. #6
    Themenstarter

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    Hallo Manfred,

    Du hast Recht, die Waschmaschine wird natürlich häufiger genutzt. Könnte dann natürlich passieren, dass man gerade wäscht, also Ventil offen, wenn der Rückstau kommt. Zudem hab ich im Heizungskeller noch so einen Überlauf für den Heizkreislauf entdeckt...

    Das Handbuch hab ich schon gelesen, allerdings ist bei uns die Trennung der oberen Geschosse nicht vorhanden, deshalb wollt ich wissen, ob eine elektronische Rückstauklappe für den gesamten Kanal außerhalb des Hauses (mit Revisionsschacht wegen Wartung 2x jährlich) generell nicht erlaubt ist, oder ob man das Risiko, dass man während die Klappe zu ist auf den Eimer muß...

    Gruß
    Ciclo
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  8. #7

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    Für den waagerechten und senkrechten
    Einbau. Mit eingebautem Ballventil und
    zwei Reinigungsverschlüssen.
    Gehäuse aus Polypropylen, schlagfest
    Zur Vermeidung von Rückspülungen
    in z.B. Bade- oder Duschwannen
    hallo
    also nix mit klo sondern fäkalienfreies wasser. richtig lesen hilft manchmal weiter. da gibts einen ganz entscheidenten unterschied für die anwendung.

    gruss aus de pfalz
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  9. #8
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    Zitat Zitat von ciclosport Beitrag anzeigen
    generell nicht erlaubt ist
    Es gibt keinen, der dir hier in deinem eigenen Innenverhältnis was erlaubt oder verbietet. Sofern es um ein EFH geht schädigtst du dich ja maximal selbst.

    Kleine Ausnahme weil du es angesprochen hast: Besucher -> Restrisiko der Fremdschädigung wenn Besucher im Keller schläft und bei Rückstau gefährdet würde. Gut, dass musst du selbst bewerten.

    Die Normen stellen klar, wie eine fachgerechte Installation aussieht und wie man Sie bei Erwerb/Neubau erwarten kann.

    Im EFH-Bereich kann man es anders machen - und damit bewusst gegen die Regeln der Technik verstoßen - sofern einem klar ist, dass man die Konsequenzen selbst tragen muss.

    Ein Versicherungsschutz wäre bei nicht regelgerechten Lösungen z.B. rausgeschmissen Geld, die würden im Fall des Falles keinen Cent bezahlen.

    In deinem Fall würde ich deine "große Lösung", d.h. elektrischen, fäkaliengeeigneten RSV in Schacht außerhalb des Hauses mit Alarmanlage bevorzugen. Dachwasser sollte dann aber auf keinen Fall hausseitig des RSV angeschlossen sein, sonst ersäufst du im eigenen Wasser.

    Die Dallmer-Dinger gefallen mir nicht, da im Normalbetrieb (also ohne RS) Zeugs drin hängen bleiben kann was dann die Funktion im Ernstfall verhindert.

    Sepp und Gunther1948 haben dich m.E. nicht in allen Punkten richtig verstanden.
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  10. #9
    Themenstarter

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    danke

    Danke,

    unser Regenwasser geht komplett in eine Zisterne, insofern hab ich das Thema nicht mehr auf dem Plan.

    Ja richtig, das Dallmer Teil meinte ich für Dusche, Waschbecken usw.... Fürs WC gibt ja auch so ein Zeugs, Rattenklappen, die gleichzeitig dicht schließen sollen...aber ich denke ich werde mal die Außenlösung in Betracht ziehen, auch wenn die Sache sackteuer wird denke ich. Alleine die automatischen Klappen bewegen sich ja im Bereich 1500-2000€.

    Für die Versicherung ist wahrscheinlich kein Rückstauschutz noch besser als nicht fachgerechtes Gebastel denk ich mal...
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  11. #10
    Bauexpertenforum
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    Für die Versicherung ist wahrscheinlich kein Rückstauschutz noch besser als nicht fachgerechtes Gebastel denk ich mal...
    Denkfehler ... denen ist es egal.
    Die Zücken die *Nicht den anerkannten Regeln der Technik* entsprechende Karte mit dem braunen Ring (zu deutsch : die Ar***karte)*, schütteln mit dem Kopf und zahlen nix. So schnell sind die da fertig.

    Gruß
    Achim Kaiser
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  12. #11

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    Zitat Zitat von Manfred Abt Beitrag anzeigen
    Es gibt keinen, der dir hier in deinem eigenen Innenverhältnis was erlaubt oder verbietet.
    ähm... das sehen manche abwassersatzungen anders.
    beispiel göppingen
    § 16
    Sicherung gegen Rückstau, Hebeanlage

    (1) Aborte mit Wasserspülung, Bodenabläufe, Ausgüsse, Spülen, Waschbecken und
    dergleichen, die tiefer als die Rückstauebene (in der Regel Straßenoberfläche an
    der Anschlussstelle der Grundstücksentwässerung, im Einzelfall auch anders
    festgelegt) liegen, müssen vom Grundstückseigentümer auf seine Kosten gegen
    Rückstau gesichert werden. Bei bestehenden Grundstücksentwässerungsanla-
    gen können Ausnahmen zugelassen werden. Im übrigen hat der Grundstücksei-
    gentümer auf seine Kosten für rückstaufreien Abfluss des Abwassers zu sorgen.
    Gleiches gilt sinngemäß für Anschlüsse von unter der Rückstauebene liegenden
    Hof- und Außenflächen.

    (2) Die Stadt kann vom Grundstückseigentümer den Einbau und den Betrieb einer
    Abwasserhebeanlage verlangen, wenn dies für die Ableitung des Abwassers
    notwendig ist.

    (3) Die Anlagen sind entsprechend den Vorschriften (z.B. DIN 1986) regelmäßig zu
    warten.
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  13. #12
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    @sepp:
    dass sich der AN gegen Rückstau zu sichern hat/sichern muss (die Ziffer 1 deines Zitats) und das dies in nahezu allen Satzungen so ähnlich drin steht ist unbestritten.

    Nur was passiert wenn er es nicht tut? Dann haftet er halt für den entstehenden Schaden und gut ist. Mir ist kein Fall bekannt, wo er deshalb vom öffentlichen Kanal abgeklemmt würde oder mit einem Bußgeld/Strafe belegt würde.

    Das einem Entwässerungsgesuch ohne fehlende Rückstausicherung nicht stattgegeben wird (werden sollte) ist ebenfalls unstrittig.

    und zu Ziffer 2: na ja, es mag Einzelfälle geben, wo dieses "Recht auf Verlangen" ausgeübt wird. Und darunter dann auch wieder Einzelfälle, wo es überwacht wird. Solange der Kanalnetzbetreiber nicht in das Risiko einer Haftung läuft ist es ihm doch in der Regel egal, ob sich seine AN durch eigenes Verschulden unter Wasser setzen.
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  14. #13

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    wie und ob das geprüft wird, sollte ja nicht das thema sein.
    nur sollte man dem BH nicht das (falsche) gefühl geben "ich kann machen was ich will".
    seine Versicherung wirds ihm danken.
    deshalb mein einwand..
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
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    Zitat Zitat von Manfred Abt Beitrag anzeigen
    Im EFH-Bereich kann man es anders machen - und damit bewusst gegen die Regeln der Technik verstoßen - sofern einem klar ist, dass man die Konsequenzen selbst tragen muss.
    Ich glaub das war eindeutig.
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  17. #15
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    Hallo,

    so, der Sani war da und er tendiert kostenmässig und auch der einfachheit halber zu eine kleinen Hebeanlage. Die Verrohrung im Keller ist nahezu komplett auf Putz, insofern ist da wohl zügig ein Kasten montiert und die Zuleitungen dahinverlegt.

    er sprach von Sanibroy und ca.1.000 € Material und ca. 400-500 Montage.

    Hört sich für mich ok an. Was meint Ihr? ISt das der "übliche" Rahmen?

    Bei dem Wetter heutzutage will ich das Ding so schnell wie möglich haben...

    Gruß
    Ciclo
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