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  1. #1

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    Alternative zu Ringerder

    Hallo

    ich bin neu hier und habe bisher nichts zu diesem konkreten Thema gefunden.
    Deshalb starte ich dieses neue Thema und bitte um Unterstützung.

    Wir haben ein Mehrfamilienhaus an ein bestehendes Gebäude angebaut.
    Die Bodenplattenmaße des Gebäudes sind 24 m Breite mal 12 m Tiefe.
    Die Bodenplatte ist komplett gedämmt und hat somit keinen Verbund zum Erdreich. Das Gebäude befindet sich zur Zeit in der Ausbauphase. Das Netzsystem ist TN.

    So, zum eigentlichen Thema:

    Das damalige Elektrounternehmen sagte das aufgrund der DIN 18014 der Fundamenterder als Ringerder ausgeführt werden sollte und später im Graben verlegt werden kann. Wie der Namen Ringerder schon ausdrückt, habe ich nachgefragt ob der Teil des Erders der zwischen dem Bestandsgebäude und dem Naubau schon vor der Bodenplatte verlegt werden soll. Ebenso aufgrund der Bodenplattenmaße noch eine mittige Verbindung unter der BP geschaffen werden soll um die Maschen kleinzuhalten. Das Unternehmen sagte uns das an den Enden dann Staberder eingesetzt werden können um die Fehlende Leitfähigkeit auszugleichen. Meine Frage an dieser Stelle ist jetzt, da in der DIN eindeutig ein geschlossener Ringerder aufgeführt ist ob diese Möglichkeit mit den Staberdern zulässig ist oder ob es Alternativen gibt.

    Welche Möglichkeiten gibt es den Potenzialausgleich jetzt fachgerecht herzustellen? Wie wird das im Sanierungsfall der Erders gelöst? (Mechanische oder chemische Zerstörung der Erders unter der Bodenplatte). Kann ein geschlossener Ringerder auch außerhalb des Gebäudes verlegt werden?
    Gibt es Mindestgrößen der Maschen?


    Die zweite Frage:

    Das Gebäude befindet sich ca. 20 m von einer Bahnstrecke entfernt. Kommt es hierbei zu Komplikationen beim Potentialausgleich? Ich habe gelesen das
    Querströme durch die Frequenzdifferenz entstehen können.

    Vielen Dank im Vorraus

    Gruß KM
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  2. Alternative zu Ringerder

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  3. #2
    Bauexpertenforum Avatar von Jonny
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    von Staberdern steht nix in der DIN!

    also Ringerder.

    Maschenweite ist der Standard 20mx20m, bei Blitzschutzanlage auch gern mal kleiner.

    Einkopplung von Strömen der Bahn ist bei schlampigem Erder schon möglich.

    Grüsse
    Jonny
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  4. #3
    Themenstarter

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    Ein geschlossener Ringerder ist ja jetzt nur nicht mehr möglich. Und was passiert im Sanierungsfall? Da ist bei Reihenhäusern ja auch keine nachträgliche Neuverlegung mehr möglich.
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  5. #4
    Bauexpertenforum Avatar von Jonny
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    Sanierungen fallen nicht unter die 18015.

    Staberder? V4A???

    Ringschluss durch's Gebäude vielleicht?

    Grüsse
    Jonny
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  6. #5
    Themenstarter

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    Ich habe jetzt mit einer regionalen Blitzschutzfachfirma gesprochen.

    Nur für den Potentialausgleich wäre ein Staberder möglich. Mindestens 6 m tief (früher 9 m).

    Für äußeren Blitzschutz wäre der "Ring" an den offenen Enden mit einem Staberder auszurüsten. Und eine innenverlegte Leitung für die Masche.

    Weisst du wo welche Vorschrift dies regelt?
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  7. #6
    Bauexpertenforum Avatar von Jonny
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    das sind aber keine 'Staberder' im klassischen sinn sondern Tiefenerder.

    Hier geht's um 2 paar schuhe?

    Fundamenterder nach DIN 18014, dazu steht in der DIN wie er zu bauen ist. Über alternativen oder zu erreichende Erdungswiderstände lässt sich die DIN nicht aus, das muss jemand planen. Also sagen so wird's gemacht und dann ist's gut(also die Verantwortung dafür übernehmen )

    Äusserer Blitzschutz gehört sowieso geplant, hier kann ein Fundamenterder nach DIN reichen, oder auch nicht!
    Alternativen zum Ring sind hier die genannten Tiefenerder pro Ableitung oder eben eine Kombi aus beidem. Aber das muss jemand planen der auch den Kopf dafür hinhält.

    zum Blitzschutz schau mal auch hier: VDE

    Grüsse
    Jonny
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