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  1. #1

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    grundsätzliche Fragen

    Ich stehe immer noch bei der grundsätzlichen Frage nach dem Wandaufbau im Dunkeln und würde gerne eure Meinugen zu diesem Thema hören.

    Wir wollen ohne kontrollierte Wohnraumlüstung arbeiten, da uns die einheitliche Klimazone, die (zu dämpfende) akustische Kopplung und anderes nicht in den Kram passen. Als Wärmeverteilsystem würden wir eine Wandheizung bevorzugen, mit der vorteilhafterweise im Sommer auch leicht gekühlt werden soll. Die Wand sollte wirtschafltich sinnvoll möglichst gut gedämmt sein.

    Prinzipiell kann ich nun einen klassischen Wandaufbau aus Mauerwerk und Dämmung sowie Fassade fahren. Hier würden wir uns gerne gegen Putz als Fassade entscheiden.

    Alternativ könnte ich auch aus Holz bauen, wobei der Wandaufbau (im Gegensatz zum Material) ja noch vergleichbar ist.

    Als weitere Alternative kenn ich ein 2-Hüllensystem (wie es beispielsweise als Stahlständer-Holzkonstruktion als biosolar Haus angeboten wird).

    Die Frage lautet also mit welchen Systemen kann ich mit vertretbarem wirtschaftlichem Aufwand und nicht zu viel Lüftungsdisziplin einen möglichst gut gedämmten Wandaufbau erreichen? Welche Vor- und Nachteile sprechen für/gegen die einzelnen Varianten?
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  2. grundsätzliche Fragen

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  3. #2

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    Eine kontrollierte Wohnraumlüftung hat erst einmal nichts mit dem Wandaufbau zu tun, es sei denn, Du möchtest die Wand durchlöchern wie einen Schweizer Käse, dann kannst Du Dir die KWL definitiv sparen.

    Fakt ist, es muss ein Lüftungskonzept her, entweder automatisiert (KWL) oder eben manuell. Das gilt für jeden Wandaufbau.

    Bei einer Wandheizung stellt sich mir zudem immer die Frage, wieviel freie Wandfläche steht überhaupt zur Verfügung? Es soll ja Leute geben, die möchten Schränke an die Wand stellen, und eine Wandheizung an einer Außenwand ist auch nicht so der Bringer.

    Die Wand sollte wirtschafltich sinnvoll möglichst gut gedämmt sein.
    Wie ist das zu verstehen? In Bezug auf die Energiepreise vor 10 Jahren? oder heute? Oder in 10 Jahren?

    DEN besten Wandaufbau gibt es nicht (ein Verkäufer sieht das naturgemäß anders).

    Was spricht gegen den klassischen Wandaufbau, und warum willst Du keinen Putz?

    Gruß
    Ralf
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  4. #3
    Themenstarter

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    N'Abend und sorry, dass ich erst jetzt wieder antworte.

    Putz:
    Sieht in allen mir bekannten Fällen nach einigen Jahren einfach deutlich schlechter aus als Klinker. Es soll ja mittlerweile auch Putz geben, der da mithalten kann, aber so richtig überzeugen konnte mich noch niemand. Da bin ich aber offen.


    Wandheizung:
    Ich denke dass mindestens 50 % der Innenwandfläche frei sein werden.


    Lüftung:
    es soll schon eine manuelle Lüftung sein aber bezüglich der Diffusionsoffenheit der Wand soll es doch deutliche Unterschiede geben. Aber eben ganau hier stehe ich noch auf dem Schlauch. Die Frage ist also: wie dicht darf ich die Hülle machen, ohne bei 4 Personen auf ca 150m^2 die Fenster ständig aufreißen muss. Ich weiß, dass das von vielen Faktoren abhängt, bin aber eben genau dort noch hilflos.


    Wirtschaftlichkeit:
    Wirtschaftlich bedeutet für mich, dass es sich ungefähr tragen sollte, wenn ich von Energiepreissteigerungen von bis zu 10% jährlich ausgehe.

    klassischer Wandaufbau:
    gegen den spricht eigentlich nichts, wenn ich mit ihm genügend dämmen kann ohne ständig die Fenster aufreißen zu müssen, denn dann ist er irgendwann auch nicht mehr wirtschafltich.

    "den besten Wandaufbau gibt es nicht"
    Das ist mir klar und hängt nicht nur vom Verkäufer, sondern eigentlich vielmehr vom Kunden ab. Aber ich würde gerne klar die Vorteile und Grenzen der einzelnen System sehen, um dann das für uns passende auswählen zu können. Und gerade das fehlt mir noch. Eine neutrale und fundierte Darstellung kenne ich nicht. Für einen entsprechenden Hinweis wäre ich ebenfalls dankbar, vielleicht vergleichbar mit der Studie "Umweltwirkung von Heizungssystemen in Deutschland" (http://www.uba.de/uba-info-medien/4070.html)
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  5. #4

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    Zitat Zitat von JanWie Beitrag anzeigen
    es soll schon eine manuelle Lüftung sein
    Ist denn tagsüber stets Jemand zuhause, der das dann auch zuverlässig tun kann?

    aber bezüglich der Diffusionsoffenheit der Wand soll es doch deutliche Unterschiede geben.
    Nein, gibt es nicht. Zumindest keine, die in Sachen Luftaustausch auch nur annähernd relevant wären!

    Aber eben ganau hier stehe ich noch auf dem Schlauch.
    Dagegen hilft ein Fachplaner.

    Die Frage ist also: wie dicht darf ich die Hülle machen, ohne bei 4 Personen auf ca 150m^2 die Fenster ständig aufreißen muss.
    Daß Neubauten generell luftdicht zu errichten sind, ist eine verpflichtende Vorgabe. Die auch sinnvoll ist, aber eben Weiterungen mit sich bringt.

    Ich weiß, dass das von vielen Faktoren abhängt, bin aber eben genau dort noch hilflos.
    Ich bin mit Deinen Bedenken auch etwas hilflos.
    Erkläre uns doch bitte mal das mit den mehreren Klimazonen!
    Ein Gebäude kann ME nur immer in einer Klimazone gleichzeitig stehen.
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  6. #5

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    hallo
    was hat den diffusionsoffen mit lüftung zu tun das mußte mal mir als laie erklären.

    gruss aus de pfalz
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  7. #6
    Bauexpertenforum Avatar von Jonny
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    der Irrglaube, Wände atmen und es findet ein relevanter Luftaustausch durch Ziegelwände statt. Pettenkofers Irrtum ist schon lange wiederlegt.

    Und ich glaube sogar das Styropor diffusionsoffener ist als Ziegel.

    Grüsse
    Jonny
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