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  1. #1

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    Haus nur KfW70

    Hallo,

    mein gerade in Bau befindliches Haus wird KfW70 Niveau erreichen. Was mich aber wundert, ist die Tatsache, dass ich schon mehrere Beispiele von KfW55-Häuser (EnEV2009) gesehen habe, die z.T. deutlich schlechtere Dämmwerte aufweisen (Wand, Fenster, Dach schlechter, lediglich die Bodenplatte ist besser: Beispiel unter http://www.zwk.de/downloads/vortraeg...um_Holfeld.pdf).

    Um KfW55 zu erreichen, müsste ich laut Statiker die Bopla dämmen, den U-Wert der Aussenwand und des Daches erneut absenken (fast schon auf Passivhausniveau).

    Hier die Daten meines Hauses:
    2 Vollgeschosse, unbeheizter Keller, LWP, KWL + WRG.
    Grundfläche UG und OG 90m2, EG 100m2
    Gebäudevolumen brutto Ve=755,00 m³ Gebäudenutzfläche A_N = 241,60 m²
    Beheiztes Luftvolumen V = 573,80 m³ (Keller unbeheizt)
    Hüllfläche A = 516,90 m²
    Bezugsfläche AN = 241,60m2,
    Bruttovolumen Ve= 755m3
    Hüllflächenfaktor A/Ve = 0,68
    Wärmebrücken pauschal gerechnet

    U-Werte:
    Bodenplatte (Dämmung unter Estrich): 0,34
    Kellerwände: 0,27
    EG gegen Keller: 0,28
    Außenwand: 0,18
    Fenster Uw = 0,89 (Fläche ca. 46m2, hauptsächlich S, O und W)
    Dach: 0,21

    H_T = 0,29
    H_T des Reverenzgebäudes = 0,37.

    Vielen Dank für Hinweise!
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  2. Haus nur KfW70

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  3. #2

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    natürlich abhängig von der Art der Heizung halte ich mit diesen Angaben KfW-Eff 70 für realistisch.
    Auch nach meiner Einschätzung muss man mit kleineren Abschlägen annähernd Passivniveau bauen, um Eff55 zu erreichen.

    Ich würde nicht mit anderen Häusern vergleichen. Man kann ja nicht ausschließen, dass dort idealisierte Randbedingungen angenommen werden.
    Auch ich hatte schon hitzige Diskussionen mit Bauunternehmern, die zu mir gekommen sind mit der Aussage, sie waren kürzlich auf einem Seminar der Industrie roter oder weißer Steine und dort hätte man gesagt, mit einem 36,5er Mauerwerk kann man KfW 40, Effizienzhaus 55 oder was auch immer erreichen.
    Damit komme ich als Aufsteller meiner Berechnungen natürlich in Erklärungsnot, weil ich eben diese Leute vom hohen Roß herunterholen muss.

    Wie gesagt, mit großer Wahrscheinlichkeit hat man ein Haus mit sehr idealen Randbedingungen herausgesucht, fast keine Fensterflächen und auch sonst ideale Voraussetzungen.
    Dann kann das schonmal funktionieren. Aber im wirklichen Leben eben leider allzu selten...
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  4. #3
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    "0,28" zw. beh./unbeh. volumen?
    dach nur 0,21?
    wärmebrückenmalus 0,1?
    a/v .. stimmt?
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  5. #4
    Avatar von coroner
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    hi,
    also, ohne vom Fach zu sein, sind mir manche Werte aber trotzdem
    etwas zu schlecht als das man hier an kfw55 (2009) träumen sollte.

    Ich hab kfw55 nach 2007 (somit ca. kfw70 nach 2009) und mich auch
    schon manchmal gefragt, was denn fehle, um das niedrigere niveau zu erreichen.
    Bodenplatte (Dämmung unter Estrich): 0,34
    Das ist recht unterirdisch. Aber spielt das eigentlich ne Rolle, wenn der Keller
    nicht in der thermischen Hülle ist?

    Kellerwände: 0,27
    nicht schlecht aber auch nicht prickelnd, kommt mir so bekannt vor, 24cm Beton und 12cm XPS ?

    EG gegen Keller: 0,28
    Hmm... Ggf. kannste hier einfach was machen indem du die Kellerdecke
    noch dämmst. Aber wir sind ja bei nem Neubau... und Kellerdeckendämmung
    klingt für mich immer so nach Bestandssanierung.

    Außenwand: 0,18
    0.07er in 36cm? Warum nicht den 42er ?

    Fenster Uw = 0,89 (Fläche ca. 46m2, hauptsächlich S, O und W)
    Daran wird sich mit moderatem Kostenaufwand wenig rütteln lassen.

    Dach: 0,21
    Das ist mal richtig schlecht für das was du vorhast.
    Bei mir sinds 0,12 und das auf der (massiven) OG Decke liegende EPS auch
    25cm dick. Verhältnismässig günstig vielleicht hier nachzuhaken.
    (und ich hab die Zwischensparrendämmung danach noch nicht eingerechnet...)


    Aber was haste davon? Die Einsparung kostenseitig wird nur minimal sein und sich
    wahrscheinlich nicht "rechnen".

    gruß
    coroner
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  6. #5
    Themenstarter

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    Danke für die Antworten

    mein Hausplaner hat mir schon in der Planungsphase mitgeteilt, dass KfW55 sehr schwer zu erreichen ist. Ich habe da wohl der Ziegelindustrie mit den schöngerechneten Häusern zu viel Glauben geschenkt (auch KfW55 nach EnEV2009 mit U-Wert der Wand = 0,23 und Fenster U_W = 0,1 habe ich schon gesehen).

    Die von mir angeführten Werte sind der vorläufigen EnEV-Berechnung entnommen. Der nicht beheizte Keller ist in der Berechnung aufgeführt.

    Bauweise: Kellerwand 25cm Beton + 12cm Styrodur (WLG 035), Außenwand 36,5cm Ziegel (Lambda = 0,07), Dach Steinwolle.
    Die Dämmung EG gegen Keller werde ich noch verbessern (EPS-Platten werden durch alukaschierte PU-Platten ersetzt).
    Aufpreis auf KfW55 wären ca. 13.000,00 Euro gewesen (Dämmung unter Bopla, 42,5cm Mauerwerk, mehr Dämmung unterm Dach, statt LWP Holzpellets), bei weniger WOhnraum (durch 42,5cm Mauerwerk).
    Daher wird es ein KfW70 HAus.

    Vielen Dank für die Antworten!
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  7. #6

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    Worauf denn?
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  8. #7
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    Hinweise hat er doch bekommen Warum immer mosern....


    Ob das55er soviel bringt wirtschaftlich zum 70er ? Oder ist es für den Kopf ?
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  9. #8

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    Wir hatten bei unserem Fertighaus (EFH) auch ursprünglich mit kfw55 gerechnet - in Verbindung mit einer Holzpelletheizung. Nun haben wir am Ende dann doch ein anderes Grundstück genommen und dort haben wir Fernwäme (Pflicht). Die heizen im KW mit einem Gemisch aus Holzhackschnitzel und Gas. Im Endeffekt wurde der Primärenergiefaktor damit schlechter und wir haben ganz knapp kfw55 verpasst. Im Endeffekt macht es das Haus von der Substanz aber weder besser noch schlechter. Ok, man verliert die 5% Tilgungszuschuss, aber das wars dann auch. Ist ärgerlich, aber halte dich nicht zu sehr damit auf.
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  10. #9

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    Zitat Zitat von bayerth Beitrag anzeigen
    und Fenster U_W = 0,1 habe ich schon gesehen
    Solche Fenster will ich auch

    Aber das ist halt das Problem mit diesen schöngerechneten Hütten. Hauptsache KfW xx erfüllt, egal wie. Was der Hausbesitzer später an Heizkosten auf den Tisch blättern muss, ist völlig nebensächlich.

    Gruß
    Ralf
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  11. #10
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    Meine Frage wurde beantwortet (ob man mit den angegebenen U-Werten ein KfW55 Haus hinbekommt - leider nicht).

    Es meinte natürlich Fenster mit Uw = 1,1. Die Mit Uw = 0,1 werde ich bei der Sanierung in 30 Jahren einbauen.
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  12. #11
    Avatar von coroner
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    Du, das mit 0,1 beim Fenster gibts heute schon...
    Kommt halt aufs Fenster an
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  13. #12

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    Ich bin halt mal wieder nicht up to date.

    Gruß
    Ralf
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  14. #13

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    dort haben wir Fernwäme (Pflicht).
    rhein-main-gebiet ist natürlich groß http://de.wikipedia.org/wiki/Rhein-Main-Gebiet

    aber im hessischen rm gibt es keinen anschlusszwang mehr. §81 (2) wurde gestrichen. nur so am rande bemerkt.

    schwarz
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  16. #14

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    Gibt es einen detaillierten Wärmebrückennachweis, oder wird pauschal gerechnet?

    Ggf. lohnt es sich mehr in die Details zu investieren, als in mehr Dämmung.
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  17. #15
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