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  1. #1

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    Zinsbindung optimal wählen

    Hallo Forum,

    nun mal eine theoretische Frage: Aktuell liegt das Zinsniveau ja noch verhältnismäßig niedrig. Würdet ihr deshalb eine lange Zinsbindung wählen, um die aktuellen Zinsen möglichst lange nutzen zu können oder denkt ihr, dass die aktuelle Weltwirtschaftssituation und die vielleicht anstehende Rezession letztlich doch wieder zu sinkenden Bauzinsen führen könnte?
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  2. Zinsbindung optimal wählen

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  3. #2

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    Wenn Du auf aktuell fallende Zinsen setzen willst, dann mach (einen Teil)
    erstmal variabel. Ansonsten willst Du doch sicherlich nicht drauf wetten,
    wie die Welt in 5, 10 oder 15 Jahren aussieht?
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  4. #3

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    Zitat Zitat von VanniBau Beitrag anzeigen
    Hallo Forum,
    nun mal eine theoretische Frage: Aktuell liegt das Zinsniveau ja noch verhältnismäßig niedrig. Würdet ihr deshalb eine lange Zinsbindung wählen, um die aktuellen Zinsen möglichst lange nutzen zu können oder denkt ihr, dass die aktuelle Weltwirtschaftssituation und die vielleicht anstehende Rezession letztlich doch wieder zu sinkenden Bauzinsen führen könnte?
    Es ist tatsächlich interessant, dass trotz steigender Leitzinsen in diesem Jahr die Baufi-Zinsen in den letzten 4 Jahren fast stetig gesunken sind (siehe z.B. Biallo.de)

    **Theoretisch** könnte man tatsächlich variabel verzinsen und auf den *richtigen* Moment warten um sich die niedrigsten Zinsen zu sichern. Theoretisch (und rückblickend) ist so etwas immer einfach, praktisch war ich z.B. bei 9/11 im Italienurlaub und habe dort im Restaurant im Fernseher gesehen wie ein Flugzeug in einen Wolkenkratzer crasht, 3 Wochen später war ich zu Hause und das Aktiendepot im Keller...

    Ich persönlich werde meine baldige Hausfinanzierung von jeglichen "Zockergeschäften" streng trennen und plane mir die dann gültigen Zinsen für voraussichtlich ~15 Jahre zu sichern.
    Vorteil: Tolle Konditionen + Ich kann nachts gut schlafen :-)


    Um nochmal zum theoretischen zu kommen: Die EZB kauft jetzt auch spanische und italienische Staatsanleihen auf, durch das "Drucken" von Geld wird es früher oder später unweigerlich zur Inflation kommen wodurch die Zinsen deutlich steigen werden, jetzt auf fallende Zinsen zu wetten wäre wie wenn du kurz vor der Finanzkriese eine Baufi mit CHF gemacht hättest

    Gruß
    Horst

    PS: @ReihenhausMax: Wenn du dir nur einen Teil als variables Darlehen sicherst freut sich deine Bank wenn du diesen Teil zum Annuitätendarlehen umwandeln möchtest weil die Bank erstrangig im Grundbuch eingetragen ist. Deine Bank kann dir dann ein Angebot machen bei dem du nicht nein sagen kannst :-) (oder bei einer anderen Bank ein *nachrangiges* Darlehen besorgen viel Spaß)
    Dies gilt auch wenn du das Darlehen splittest auf 5 Jahre und 10 Jahre!
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  5. #4

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    Zitat Zitat von Torian Beitrag anzeigen
    Ich persönlich werde meine baldige Hausfinanzierung von jeglichen "Zockergeschäften" streng trennen und plane mir die dann gültigen Zinsen für voraussichtlich ~15 Jahre zu sichern.
    Das ist eine sinnvolle Strategie. Genau betrachtet ist es auch völlig egal ob man 1 Zehntel mehr oder weniger Zinssatz zu zahlen hat. Bei einer Immobilienfinanzierung geht man auf Nummer sicher, zumindest so lange es sich um das selbst genutzte Eigenheim handelt.

    Gruß
    Ralf
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  6. #5

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    Hallo,

    auf eine theoretische Frage folgt eine praktische Antwort.
    Die variablen Zinsen sind momentan teurer, als die festgeschriebenen im Fünfjahresbereich.
    Wie lange die Zinsbindung sein sollte, hängt davon ab, was man vorhat und was man leisten kann.
    Wenn man viel tilgt (evtl. auch durch Sondertilgung) kann die Zinsbindung kürzer ausfallen. Tilgt man wenig, sollte die Zinsbindung so lange wie möglich sein. So einfach ist das.

    Beste Grüße
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  7. #6

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    Schreib' 20 Jahre fest und tilge, was das Zeug haelt!

    Leider wird in den ersten 2-3 Jahren eh nicht viel an Sondertilgung rumkommen.
    Bei uns wird es zumindest so sein...
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  8. #7

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    Zitat Zitat von BodoBagger Beitrag anzeigen
    .... und tilge, was das Zeug haelt!
    ..
    Jepp. Die besten Schulden sind die die man nicht hat.

    Dann kann es einem egal sein, welche Zinssätze für Immofinanzierungen gerade aufgerufen werden.

    Gruß
    Ralf
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  9. #8
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    Vielen Dank für die vielen interessanten Antworten. Ja einen Teil variabel wäre sicherlich interessant, wobei ich auch denke, dass die die Inflation reinhauen und die Zinsen ansteigen lassen wird.

    Naja, war ja nur theoretischer Natur... Hohe Tilgungsraten sind auf jeden Fall immer gut
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  10. #9

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    Warum sollte es eine Inflation über das bisherige Maß hinaus geben? Derzeit rechne ich eher mit dem Gegenteil

    Mir persönlich ist eine Zinsbindung von 15 oder gar 20 Jahren zu teuer. Selbst wenn die Zinsen innerhalb der nächsten 5 Jahre auf 6% steigen sollten, fahr ich mit einer Zinsbindung von 10 J. und bei den jetzt günstigen Zinsen deutlich günstiger. Wir haben für 10 Jahre 3,7% bekommen, bei 15 od. 20. Jahren hätten wir mind. 1% mehr zahlen müssen.
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  11. #10

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    Lange Festschreibung wählen, da gemäß BGB dem Verbraucher ein Sondertilgungsrecht nach 10 Jahren zugestanden wird. Damit kann ich mir 100%tige Sicherheit für 20 jahre kaufen, aber nach 10 Jahren raus. Und der Aufschlag von 10-15-20 ist im langjährigen Vergleich mit 0,20 bzw. 0,35 vernachlässigbar.
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  12. #11

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    Der Aufschlag bei längeren Laufzeiten hängt auch von dem Beleihungsauslauf ab, wer nur 60% beleiht bezahlt geringere Aufschläge für lange Laufzeiten...
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  13. #12
    Themenstarter

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    Wirklich vernachlässigbar? Ich dachte beim Sonderkündigungsrecht nach BGB muss trotzdem eine Vorfälligkeitsentschädigung gezahlt werden...

    Ansonsten kann man nie wissen, wie sich die Inflation entwickelt - das Vetrauen in die Leitwähungen schwindet doch immer mehr, habe ich gelesen...
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  14. #13

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    Zitat Zitat von Chico73 Beitrag anzeigen
    Wir haben für 10 Jahre 3,7% bekommen, bei 15 od. 20. Jahren hätten wir mind. 1% mehr zahlen müssen.
    Das ist aber ein üngewöhnlich hoher Zuschlag.
    Normalerweise liegt 15 Jahre ~0,3-0,5% über 10 Jahre Zinsbindung.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Zitat Zitat von baufibemu Beitrag anzeigen
    auf eine theoretische Frage folgt eine praktische Antwort.

    Wie lange die Zinsbindung sein sollte, hängt davon ab, was man vorhat und was man leisten kann.
    Wenn man viel tilgt (evtl. auch durch Sondertilgung) kann die Zinsbindung kürzer ausfallen. Tilgt man wenig, sollte die Zinsbindung so lange wie möglich sein.
    Stimme ich voll zu.
    Hohe Restschulden brauchen mehr Zinssicherheit als niedrige Restschulden.
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  17. #15

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    Also das wäre mir neu, nach 10 Jahren kann ich sonderkündigen ohne jegliche Zahlung von Vorfälligkeitsentschädigung...allerdings mit 6 monatiger K+ndigungsfrist..

    Und das aktuelle Niveau ist nicht nur relativ niedrig, es ist historisch unglaublich niedrig. Nachteil ist das sich viele nun ein Häuschen leisten können und dabei leider nicht bedenken was passiert wenn es dann statt 3,75 in ein paar Jahren doch mal 6,75 werden...
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